Smartphone-Vergleich : Die besten Nicht-iPhones

Wer kann mit Apple und Samsung konkurrieren, wenn es um Smartphones der Oberliga geht? Das HTC One, das Sony Xperia Z und das Blackberry Z10 im Vergleich.
Die neuen Smartphones von HTC, Sony und Blackberry im Test

Sie mögen die Marktführer sein, doch Apple und Samsung sind nicht die einzigen Hersteller von Top-Smartphones. Auch HTC, Sony und Blackberry wollen in der obersten Liga mitspielen. Ein Vergleichstest zwischen dem HTC One, dem Sony Xperia Z und dem Blackberry Z10 zeigt, welchem Herausforderer das am besten gelingt.

Das Äußere

Das Blackberry Z10 sieht aus wie ein leicht vergrößertes iPhone 5. Die Ähnlichkeit ist frappierend. Größter Unterschied ist noch die rauhe, gummierte Rückseite, dank der sich das Z10 gut halten lässt. Mit einer Bildschirmdiagonale von 4,2 Zoll ist es das kleinste der getesteten Geräte und mit 136 Gramm auch das leichteste.

Eine Nummer größer ist das HTC One, dessen Bildschirm in der Diagonalen 4,7 Zoll misst. Das ist für Menschen mit normal großen Händen gerade noch klein genug, um es mit einer Hand bedienen zu können. Das Smartphone wirkt edel, vor allem wegen seines auffälligen Aluminium-Gehäuses mit dem schmalen weißen Plastikrand. Die Rückseite ist leicht gewölbt, wodurch das Gerät ebenfalls gut in der Hand liegt. Lagen alle drei Geräte auf dem Schreibtisch des Autors, griffen die Kollegen immer zuerst nach dem HTC One. Ein echter "Hingucker" eben – jedenfalls in der silbernen Version. Es gibt auch eine schwarze Variante, die fällt weniger auf. Mit 143 Gramm ist es nur geringfügig schwerer als das deutlich kleinere Blackberry.

Mit einer Bildschirmdiagonalen von fünf Zoll ist das Sony Xperia Z das größte der drei Geräte. Zum Lesen und für Videos ist das natürlich angenehm. Mit einer Hand lässt es sich aber nicht mehr bedienen, und in normale Hosentaschen passt das Xperia Z auch nicht. Das Design hebt sich durchaus von anderen Smartphones ab, wird aber nicht jedem gefallen. Das Xperia Z hat keinerlei Wölbungen, was manche als angenehm minimalistisch ansehen werden, während sich andere an einen flachen Backstein erinnert fühlen dürften. Im Vergleich zu den anderen beiden Smartphones liegt es jedenfalls weniger gut in der Hand. Außerdem ist das Xperia Z wasserdicht und übersteht auch ein unbeabsichtigtes Bad in der Toilette schadlos. Vor- und Rückseite bestehen aus einem von Sony mitentwickelten Glas, das robust sein soll. Leider verschmutzt das Display dafür im alltäglichen Gebrauch schnell und heftig, weil eine fettabweisende Schicht fehlt.

Das Innere

Alle drei Smartphones beherrschen den schnellen Mobilfunkstandard LTE. Der Arbeitsspeicher ist bei allen Geräten zwei Gigabyte groß. Der Flashspeicher des Blackberry Z10 fasst 16 Gigabyte und kann mit einer microSD-Karte auf bis zu 32 Gigabyte vergrößert werden. Der Akku ist austauschbar, ein Vorteil gegenüber den beiden anderen Geräten. Dafür hält er auch nicht so lange durch wie die Akkus von Sony und HTC. Angaben zum Prozessor und weitere technische Spezifikationen listet Blackberry hier auf. Das Betriebssystem heißt Blackberry 10 OS und ist eine Neuentwicklung.

Der Massenspeicher des HTC One ist 32 Gigabyte groß und nicht erweiterbar. Eine Version mit 64 Gigabyte gibt es auch, sie ist aber zurzeit weder über die HTC-Website noch bei den Mobilfunkanbietern erhältlich. Weitere technische Daten stehen hier. Beim Betriebssystem setzt HTC auf Android 4.1.2 alias Jelly Bean, also eine nicht mehr ganz aktuelle Version. Über dem System liegt wie bei HTC üblich die "Sense" genannte Oberfläche.

Der Flashspeicher des Xperia Z ist 16 Gigabyte groß, es gibt einen Steckplatz für microSD-Karten, die bis zu 32 Gigabyte fassen. Das Betriebssystem ist Android 4.1, darüber liegt Sonys eigene Benutzeroberfläche. Weitere Daten hat Sony hier zusammengestellt.

Die Bedienung

Der auffälligste Startbildschirm ist der "Blinkfeed" des HTC One, ein sich fortlaufend aktualisierender Nachrichtenstrom aus selbst gewählten Quellen. Er erinnert ein wenig an die Kacheln von Windows Phone 8, wirkt aber nicht ausgereift. Die Auswahl von Inhalten ist noch sehr überschaubar, gerade für jemanden, der sich ernsthaft informieren will. Im Bereich Nachrichten gibt es zum Beispiel bislang nur die Deutsche Presse-Agentur, Euronews und den Stern, im Bereich Sport nur Elf Freunde, UEFA.com und Motorsport-total.com. Es ist auch möglich, den eigenen Twitterfeed, Facebook oder den Kalender in den BlinkFeed zu packen. Doch das Layout beziehungsweise die Größe der einzelnen "Kacheln" scheint keiner Logik zu folgen, der Bildausschnitt mancher Meldungen passt nicht und es entsteht eher ein überladener "BlingblingFeed" als eine sinnvolle Startseite.

Glücklicherweise ist es möglich, auch einen klassischen Startbildschirm mit den bevorzugten Apps einzurichten. Und dann macht die Oberfläche auch Spaß. Apps starten schnell, der Wechsel zwischen verschiedenen Oberflächen klappt ruckelfrei. Ein Doppelklick auf den "Home"-Button öffnet den App-Switcher, über den sich die neun zuletzt benutzten Apps direkt aufrufen lassen. Noch ein Pluspunkt: das HTC One fährt ausgesprochen schnell hoch, während sich das Blackberry Z10 dafür außerordentlich viel Zeit lässt.

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Kommentare

16 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Das Lumia920

kam schon im letzten Jahr raus und hat genügend Resonanz in der Presse erhalten, alle drei vorgestellten Telefone sind aber erst vor kurzem erschienen, weshalb es durchaus Sinn macht sich auf sie zu beschränken.
Es stimmt aber, die Überschrift ist ein wenig irreführend, es sollte darauf hingewiesen werden dass es sich um Marktneuheiten handelt. Und warum eigentlich immer das iPhone als Referenz nehmen? Es gibt mittlerweile wesentlich besseres auf dem Markt....