Smartphones: Das übernächste iPhone nimmt keiner mehr in die Hand
"Wearables" – Computer in Uhren und Brillen – werden das nächste große Ding, glauben Hersteller und Analysten. Die Rolle des Smartphones wird sich ändern.
© JOSEP LAGO/AFP/Getty Images

Sogenannte "Wearables" wie die SmartWatch von Sony stehen vor dem Durchbruch, glauben Analysten.
Smartphones sind langweilig. Sie werden leistungsstärker, ihre Displays brillanter, und die Auswahl an Apps wird gewaltiger. Gleichzeitig werden sie sich immer ähnlicher. Ein Blackberry Z10 sieht aus wie ein iPhone 5, und beide sehen aus wie alles, was LG unter dem Sammelnamen Optimus verkauft. Auch das nächste iPhone, das nach Informationen des Wall Street Journal ein iPhone 5S sein wird und im Sommer auf den Markt kommt, wird mit seinem Design und seinen Funktionen niemanden überraschen.
21 Jahre nachdem mit IBMs Simon das erste Smartphone mit berührungsempfindlichem Bildschirm auf den Markt kam, herrscht weitgehende Einigkeit darüber, wie ein solches Gerät auszusehen hat und was es können muss. Doch was ist mit der nächsten Generation mobiler Computer? Noch im Laufe des Jahres werden einige Elektronikkonzerne die ersten wirklich spektakulären Geräte auf den Markt bringen. "Wearables" heißen diese Rechner, die wie Kleidung oder Accessoires am Körper getragen werden. "Wir glauben, dass Wearables die nächste Wachstums- und Innovationswelle in diesem Segment tragen werden", sagt Sarah Rotman Epps, eine Analystin beim Marktforschungsunternehmen Forrester Research, die sich seit Jahren mit den tragbaren Kleincomputern beschäftigt.
Zwei Konzepte stehen vorerst im Mittelpunkt: Brillen und Armbanduhren. Google treibt sein Projekt Glass voran und will die Brille angeblich schon bald industriell in Kalifornien fertigen lassen. Die ganze Branche erwartet zudem, dass Apple demnächst eine iWatch genannte smarte Uhr präsentieren wird.
Solche Konzepte sind nicht neu. Sony nennt es SmartWatch und verkauft das erste Modell seit dem vergangenen Jahr für rund 100 Euro. Trotzdem ist die Uhr, genau wie die Armband-Accessoires von Nike oder Pebble, bislang ein Nischenprodukt. Apple könnte mit einem innovativen Design und neuartigen Funktionen dafür sorgen, dass ein Massenmarkt entsteht.

Vom Potenzial der Smartwatch sind jedenfalls auch andere überzeugt: Samsung hat bereits verkündet, an einer solchen Uhr zu arbeiten, und Google hat zumindest einen Patentantrag für eine Smartwatch eingereicht. Apple wiederum hat – ebenso wie Sony, Olympus und andere – Ideen und Pläne, die auf eine Computerbrille hindeuten, wie sie Google derzeit entwickelt.
Wearables werden Smartphones nicht ersetzen, sie aber zu Taschencomputern degradieren. Sie selbst sind zu klein, um Platz für einen Akku bieten zu können, deshalb müssen energieintensive Rechenprozesse ausgelagert werden. Am besten könnten dies eben Smartphones übernehmen, sie verfügen über reichlich Rechenleistung und vergleichsweise große Akkus gleichermaßen: Sonys SmartWatch etwa braucht ein Smartphone im Hintergrund, die Brille MEG 4.0 von Olympus ebenso. Auch eine iWatch von Apple könnte eher eine Ergänzung des iPhones sein als ein komplett eigenständiges Gerät. Verbunden werden die beiden drahtlos durch Bluetooth-Technologie.
Trotz dieser Beschränkungen können Wearables die Welt der tragbaren Computer verändern. Denn eines haben sie dem Smartphone voraus: Ihre Besitzer müssen sie nicht mehr aus der Tasche ziehen, entsperren, die gewünschte App starten und den Bildschirm vors Gesicht halten, um sie zu benutzen. Das gilt für eine Brille wie Google Glass noch mehr als für eine Armbanduhr. Diese Vorstellung elektrisiert Entwickler, Forscher, Analysten und Technik-Blogger. "Man kann die Bedeutung dieser neuen Geräte kaum überbewerten, weil sie völlig neue Daten über unseren Körper und unsere Umgebung generieren werden, zu denen wir bislang keinen Zugang hatten", sagt Analystin Sarah Rotman Epps.
Mark Rolston, Kreativchef beim Unternehmen frog design, das einst die erste Funkarmbanduhr der Welt entwarf, sieht das ähnlich. "So wie wir heute unsere Smartphones bedienen, so bedienen wir unsere Computer zu Hause im Prinzip seit 30 Jahren", sagt er. "Sie fordern unsere Aufmerksamkeit. Aber der nächste echte Innovationsschritt wird sein, die Bedienung zu sehr viel subtileren Interaktionen mit der Technik zu machen, die uns nicht mehr so aus dem Alltag reißen." Rolstons aktueller Lieblingssatz lautet: We are taking computers out of computing.







"Diese Vorstellung elektrisiert Entwickler, Forscher, Analysten und Technik-Blogger."
... einer weltentrückten Machbar-machen-wir-Mentalität. Auch ein Grund, warum sich die Welt des Menschen nicht erholt. Fortschrittsgläbigkeit gepaart mit geistlosem Spieltrieb volljähriger Kinder, als nächstes schrauben wir uns dann Microantennen ins Hirn, damit das daueronline ist. Als würde die Welt dadurch irgendwie qualitätvoller. Nein: der Konsument sich gern freiwillig nackig wenn er mit unsinnigen Gimmicks ver"appelt" wird aber damit modern wirkt. Und dabei übersieht er, wie er selbst das Spielzeug wirtschaftlicher Interessen wird. Aber nur bitte keine Volkszählung.
Ach nein? Stimmt 0,003 Promille der Käufer werden einen sinnstifdenden Nutzen daraus ziehen. Na dann ... auf ins Spieltriebvergnügen.
.. Sie da demonstrieren, sitzplatzaus!
Fortschrittsgläbigkeit gepaart mit geistlosem Spieltrieb volljähriger Kinder
"Probieren was geht" liegt nicht nur in der Natur des Menschen, sondern sogar in der Natur selbst, und nennt sich Evolution. Mutation und Selektion. Was sich als vorteilhaft erweist, behält man bei. Auch Fehlentwicklungen und gescheiterte Projekte tragen zum Fortschritt bei: hier war die Idee entweder schlicht disfunktional, oder die Zeit war noch nicht reif dafür.
Noch hat der technische Fortschritt die Menschheit öfters gerettet als zerstört - sonst gäbe es wohl kaum bald 10 Milliarden Menschen auf diesem Planeten.
Ohne den geistlosen Spieltrieb volljähriger Kinder würden Sie heute keinen Kommentar auf einer Webseite abgeben können, sondern müssten bestenfalls ihren Acker bestellen und mit Rindern pflügen!
Das MIT arbeitet seit den 80ern an Wearables, und fast ebensolange warte ich auf den Durchbruch. Die englische Wikipedia-Seite listet einen tragbaren Abacus aus 1600 als ersten "Wearable".
Der technische Fortschritt hat uns inzwischen eine Miniaturisierung und Leistungsfähigkeit moderner Kleinstcomputer beschert, der die Zeit nun reif erscheinen lässt für ganz neue, früher undenkbare Produkte und Workflows.
als nächstes schrauben wir uns dann Microantennen ins Hirn, damit das daueronline ist. Als würde die Welt dadurch irgendwie qualitätvoller.
Mit Ihrem "Maß für Qualität der Welt" würden die Menschen heute noch auf Bäumen sitzen.
.. Sie da demonstrieren, sitzplatzaus!
Fortschrittsgläbigkeit gepaart mit geistlosem Spieltrieb volljähriger Kinder
"Probieren was geht" liegt nicht nur in der Natur des Menschen, sondern sogar in der Natur selbst, und nennt sich Evolution. Mutation und Selektion. Was sich als vorteilhaft erweist, behält man bei. Auch Fehlentwicklungen und gescheiterte Projekte tragen zum Fortschritt bei: hier war die Idee entweder schlicht disfunktional, oder die Zeit war noch nicht reif dafür.
Noch hat der technische Fortschritt die Menschheit öfters gerettet als zerstört - sonst gäbe es wohl kaum bald 10 Milliarden Menschen auf diesem Planeten.
Ohne den geistlosen Spieltrieb volljähriger Kinder würden Sie heute keinen Kommentar auf einer Webseite abgeben können, sondern müssten bestenfalls ihren Acker bestellen und mit Rindern pflügen!
Das MIT arbeitet seit den 80ern an Wearables, und fast ebensolange warte ich auf den Durchbruch. Die englische Wikipedia-Seite listet einen tragbaren Abacus aus 1600 als ersten "Wearable".
Der technische Fortschritt hat uns inzwischen eine Miniaturisierung und Leistungsfähigkeit moderner Kleinstcomputer beschert, der die Zeit nun reif erscheinen lässt für ganz neue, früher undenkbare Produkte und Workflows.
als nächstes schrauben wir uns dann Microantennen ins Hirn, damit das daueronline ist. Als würde die Welt dadurch irgendwie qualitätvoller.
Mit Ihrem "Maß für Qualität der Welt" würden die Menschen heute noch auf Bäumen sitzen.
OK, die Brille lasse ich mir einreden. Betrachten wir es mal rational. Natürlich, heute würde man sofort als Über-Nerd gebrandmarkt, wenn man mit so einem Ding herumläuft. Da Nerds "uncool" sind, will das niemand. Allerdings wird die soziale Akzeptanz dieser Art von Brille einem Bedeutungswandel unterliegen, so wie es bislang fast alles tat, was mal "nerdig" und damit sozial inakzeptabel war. Und das Konzept ist einfach zu genial: praktisch unbegrenzte bzw. einfach "perfekte" theoretische Bildschirmgröße (da das ganze Sichtfeld gefüllt werden kann), Niemals im Weg, "hands-free" Bedienung, und so weiter. Klar wird man an der Umsetzung feilen, aber die Brille wird kommen, da bin ich mir sicher.
Aber die Uhr? Im Vergleich der Konzepte einfach das durchweg schlechtere. Man schaut immernoch auf einen Gegenstand mit kleinem Display hinab, nur ist dieser nun am Arm befestigt, und NOCH kleiner als der des Smartphones. Die Uhr würde daher schon konzeptionell höchstens als Ergänzung zu einem bestehenden Gerät funktionieren, dafür ist die Nutzerfreundlichkeit bei der zu erwartenden Größe einfach nicht gegeben.
Ein zweiter wichtiger Aspekt, der gegen das Uhr-Konzept spricht: Die Menschen würden dafür vermutlich ihre bisherige Armbanduhr (so sie eine haben) aufgeben "müssen", da eine Koexistenz unpraktisch wäre. Allerdings gibt es viele Menschen, die ihre Armbanduhr sehr schätzen, für manche ist sie gar ein Statussymbol. Ein Abschaffen der Armbanduhr wäre daher eher unwahrscheinlich.
Glühbirnenprinzip, was schneller kaputt geht wird öfter gekauft. Womit stößt man öfter an, mit dem Gesicht oder mit dem Handgelenk? Würd mich nicht wundern wenn das ein Entwicklungsargument ist.
Allerdings wenn es die Brille mit passender Sehstärke geben wird, das wird ein Renner, erst recht wenn man Anrufe mit Kopfschütteln ablehnen kann.
Was den Praxis-Faktor betrifft, gebe ich Ihnen recht. Wenn die Uhr-Variante auch mit einem Touchscreen ausgestattet ist, wird die Bedienung wohl zur Nervenprobe (bei der Brille frage ich mich, wie man die bedient... indem man zu ihr spricht?). Aber ich könnte mit beiden Versionen nichts anfangen, einen Punkt haben Sie schon angeschnitten: ich trage gern Armbanduhren, und zwar, was bedeutend ist: verschiedene Modelle. Außerdem trage ich (meistens) eine Brille. Gegen beide Gadgets, Brille wie Armband, hätte ich also schon aus ästhetischen Gründen Einwände. Die soziale Akzeptanz wird sich womöglich steigern. Ich kann mich auch noch an die Zeit in meiner Jugend erinnern, als Handys absolut uncool waren!
Glühbirnenprinzip, was schneller kaputt geht wird öfter gekauft. Womit stößt man öfter an, mit dem Gesicht oder mit dem Handgelenk? Würd mich nicht wundern wenn das ein Entwicklungsargument ist.
Allerdings wenn es die Brille mit passender Sehstärke geben wird, das wird ein Renner, erst recht wenn man Anrufe mit Kopfschütteln ablehnen kann.
Was den Praxis-Faktor betrifft, gebe ich Ihnen recht. Wenn die Uhr-Variante auch mit einem Touchscreen ausgestattet ist, wird die Bedienung wohl zur Nervenprobe (bei der Brille frage ich mich, wie man die bedient... indem man zu ihr spricht?). Aber ich könnte mit beiden Versionen nichts anfangen, einen Punkt haben Sie schon angeschnitten: ich trage gern Armbanduhren, und zwar, was bedeutend ist: verschiedene Modelle. Außerdem trage ich (meistens) eine Brille. Gegen beide Gadgets, Brille wie Armband, hätte ich also schon aus ästhetischen Gründen Einwände. Die soziale Akzeptanz wird sich womöglich steigern. Ich kann mich auch noch an die Zeit in meiner Jugend erinnern, als Handys absolut uncool waren!
Mir fehlt es in diesem Artikel an kritischer Stellungnahme des Autors. Technik ist wertneutral, aber das was Menschen damit machen, ist nicht wertneutral.
So finde ich, könnte auch der Artikel kritischer auf den Nutzen und die Problematik dieser neuen Technologien eingehen, als es der Autor mit dem Hinweise tut, dass es einige hierbei mit der Angst zu tun bekommen.
Nehmen wir ein paar Beispiele aus dem Artikel, die mich - nüchtern gesagt - verwundern:
"neuartigen Lokalisierungsdiensten. [...] Stellen Sie sich vor, Sie könnten damit die Übertragung Ihres Standorts aktivieren und deaktivieren. Das würde den Einsatz ortsbasierter Dienste von Werbeanzeigen bis zu Netzwerkfunktionen explodieren lassen."
- Wow! Das ist ja toll! Noch mehr Werbung für mich. Dafür würde ich mir gern so eine Brille kaufen. Ich finde es gibt im öffentlichen Leben viel zu wenig Werbung zu sehen. Und dann auch gleich noch eigens auf mich zugeschnitten! Da fühle ich mich wichtig - als Werkzeug im Wertschöpfszusammenhang.
Sowohl das "Bezahlen als auch [das] [...] Mitteilen des eigenen Aufenthaltsorts" soll "subtiler" geschehen.
- Wie praktisch. Ums Bezahlen geht es also. Und warum gleich sollte ich 'subtil' meinen Auffenthaltsort mitteilen wollen? Und wem?
"allgegenwärtige Technik [...], die zudem Unmengen an Daten erzeugen wird, welche sich zu Werbezwecken auswerten lassen."
- Na dann ich ja beruhigt. Ich brauche wirklich so eine Brille - dringend!
Ich habe auch schon ausführlich über die möglichen Probleme von Google Glass geschrieben, das wollte ich nicht alles wiederholen:
http://www.zeit.de/digita...
http://www.zeit.de/digita...
Ich habe auch schon ausführlich über die möglichen Probleme von Google Glass geschrieben, das wollte ich nicht alles wiederholen:
http://www.zeit.de/digita...
http://www.zeit.de/digita...
OK- Smartphones sind gegenüber den herkömmlichen Handys noch ein gewisser Vorwärtsschritt, aber ein echter Quantensprung sieht für mich anders aus. Man schaue sich doch mal das winzige Display auf der Uhr an – völlig unbrauchbarer fernost – Plunder. Wahrscheinlich gibt dass wieder eine Schar von Spi... äh Jüngern, die in endlos langen Schlangen für das vermeintlich neue Statussymbol anstehen, um diejenigen, die schließlich eines ergattern konnten, in phrenetischem Jubel zu feiern. Da mich damals schon die Taschenrechnerquarzuhren kalt ließen, kann ich über diesen Retroabklatsch erst recht nur schmunzeln.
Sicher wird es in nicht allzu ferner Zeit gelingen, digitale Lebensformen zu kreieren, die sich dann selbst optimierend in rasantem Tempo fortentwickeln. Mit dieser Technologie macht dann endlich auch mein bluetouch- fähiger Toaster Sinn, der sich dann zusammen mit dem Kühlschrank überlegt, wie der Wecker mich morgens noch innovativer aus dem Bett geklingelt bekommt. Das ist dann Singularity und dann wird es sicher spannend für uns Technikfreaks.
Bis dahin
Gute Nacht !
generell keine Uhren :( so Dinge am Handgelenk, echt unangenehm...
schon komisch wie das auseinanderdriftet - die Fernseher werden immer gigantischer, während der Kommunikationskram immer mehr schrumpft.
Da seh ich sie doch schon vor mir: Du weisst nie, quatscht der dich jetzt an oder in sein Handgelenk rein. Oder die zombiemässig vor sich hinglotzenden Brillenträger, die sich gerade irgendeinen Film reinziehen, während man glaubt, der schaut auf dich. Kafkaesk das alles,
Vielleicht wird der übernächste Schritt dann wieder erträglicher: Wenn man sich das Ding grad mal ans Hirn halten und die Gedanken - oder was man dafür hält - ohne Umweg über das Mundwerk gleich so in die Uhr reinquellen lassen kann - ja! dann wirds wenigstens wieder ruhiger in Bus und Bahn und überhaupt ...
Dabei hat es eine Weile so ausgesehen, als würden Mobiltelefone irgendwann so klein, dass man sie beim Telefonieren versehentlich verschlucken könnte. Mit den Smartphones sind die dann wieder größer geworden. Einige neue Modelle sind beinahe so groß dass man sie nicht mehr in die Hosentasche stecken kann.
Von wegen ins Handgelenk reinquatschen: da kommt auf der Straße Einer auf dich zu, quatscht irgendwie okkult vor sich hin und du fragst dich ob er gleich ein Küchenmesser rausholt und 17 mal auf dich einsticht, aber halt - die erleichternde Erkenntnis: er telefoniert mit Freisprech...
Dabei hat es eine Weile so ausgesehen, als würden Mobiltelefone irgendwann so klein, dass man sie beim Telefonieren versehentlich verschlucken könnte. Mit den Smartphones sind die dann wieder größer geworden. Einige neue Modelle sind beinahe so groß dass man sie nicht mehr in die Hosentasche stecken kann.
Von wegen ins Handgelenk reinquatschen: da kommt auf der Straße Einer auf dich zu, quatscht irgendwie okkult vor sich hin und du fragst dich ob er gleich ein Küchenmesser rausholt und 17 mal auf dich einsticht, aber halt - die erleichternde Erkenntnis: er telefoniert mit Freisprech...
... prinzipiell zwar richtig - aber wenn Apple das unter die Leute bringen will, dann rennen die dem hinterher so wie dem anderen I-Zeugs.
Wenn die ein I-Parfum machen würden, das omamässig wie 4711-Tosca müffelte, würde es auch ein Renner, wetten? Um die Sache.gehts schon lang nicht mehr bei den heutigen Markenreligionen.
.. Sie da demonstrieren, sitzplatzaus!
Fortschrittsgläbigkeit gepaart mit geistlosem Spieltrieb volljähriger Kinder
"Probieren was geht" liegt nicht nur in der Natur des Menschen, sondern sogar in der Natur selbst, und nennt sich Evolution. Mutation und Selektion. Was sich als vorteilhaft erweist, behält man bei. Auch Fehlentwicklungen und gescheiterte Projekte tragen zum Fortschritt bei: hier war die Idee entweder schlicht disfunktional, oder die Zeit war noch nicht reif dafür.
Noch hat der technische Fortschritt die Menschheit öfters gerettet als zerstört - sonst gäbe es wohl kaum bald 10 Milliarden Menschen auf diesem Planeten.
Ohne den geistlosen Spieltrieb volljähriger Kinder würden Sie heute keinen Kommentar auf einer Webseite abgeben können, sondern müssten bestenfalls ihren Acker bestellen und mit Rindern pflügen!
Das MIT arbeitet seit den 80ern an Wearables, und fast ebensolange warte ich auf den Durchbruch. Die englische Wikipedia-Seite listet einen tragbaren Abacus aus 1600 als ersten "Wearable".
Der technische Fortschritt hat uns inzwischen eine Miniaturisierung und Leistungsfähigkeit moderner Kleinstcomputer beschert, der die Zeit nun reif erscheinen lässt für ganz neue, früher undenkbare Produkte und Workflows.
als nächstes schrauben wir uns dann Microantennen ins Hirn, damit das daueronline ist. Als würde die Welt dadurch irgendwie qualitätvoller.
Mit Ihrem "Maß für Qualität der Welt" würden die Menschen heute noch auf Bäumen sitzen.
Die Argumente dafür und dagegen sind so alt, wie es technischen Fortschritt gibt. Ich hätte gerne einmal die Diskussionen gehört, als die Dampfmaschine erfunden wurde. Sie würden sich wohl kaum von denen unterscheiden, die wir heute führen. Nur kann sie heute jeder nachlesen und unsere Nachkommen werden sich belustigt auf die Schenkel klatschen. Insofern, ein fettes LIKE für Ihren Kommentar.
Zu guter letzt noch zu den 10 Milliarden Profiteuren des technischen Fortschritts: Rund 2/3 davon dürften von dem ganzen technischen Schnickschnack keinen Nutzen haben, weil sie zu arm dafür sind (so halten wir sie m.E. uns, damit es hier rund läuft) und es gäbe für sie auch nicht genügend Ressourcen. Stellen Sie sich doch einfach vor, alle Chinesen könnten sich morgen einen neuen Golf leisten und würden ihn dann auch kaufen, übermorgen würden alle Golfs der Welt wertlos sein, weil der Sprit alle wär. Selbst wenn Sie den Idealismus besitzen, dass gerade der technische Fortschritt die Welt retten kann, was an sich ja löblich wäre, dann stellt sich mir die Frage, warum wir die Welt dann nicht schon längst gerettet haben. Sollte es tatsächlich an der I-Brille liegen?
Meine Antworten darauf lauten:
> Wir tun es nicht, da uns industrialisierten Wohlständlern unser täglicher Luxus (z.B. I-Brille) näher und wichtiger ist, als der Verzicht, den es bedürfte, wenn wir es mit der Weltrettung ernst meinten.
> Wir tun es so lange nicht, wie wir industrialisierten Wohlständler blind und selbstverliebt in dieser materialistischen Weltsicht verharren, bis uns die Evolution (sic!) in den werten Hintern tritt (und damit meine ich keinen Klimawandel, Atomkrieg oder sonstige feststofflichen Apokalypsen).
P.S.: Dass Sie mein „Maß für Qualität der Welt“ zum Gegenstand Ihrer Spekulation machen, und dabei in tradierte Klischees abdriften, erschrickt mich hingegen wenig.
Die Argumente dafür und dagegen sind so alt, wie es technischen Fortschritt gibt. Ich hätte gerne einmal die Diskussionen gehört, als die Dampfmaschine erfunden wurde. Sie würden sich wohl kaum von denen unterscheiden, die wir heute führen. Nur kann sie heute jeder nachlesen und unsere Nachkommen werden sich belustigt auf die Schenkel klatschen. Insofern, ein fettes LIKE für Ihren Kommentar.
Zu guter letzt noch zu den 10 Milliarden Profiteuren des technischen Fortschritts: Rund 2/3 davon dürften von dem ganzen technischen Schnickschnack keinen Nutzen haben, weil sie zu arm dafür sind (so halten wir sie m.E. uns, damit es hier rund läuft) und es gäbe für sie auch nicht genügend Ressourcen. Stellen Sie sich doch einfach vor, alle Chinesen könnten sich morgen einen neuen Golf leisten und würden ihn dann auch kaufen, übermorgen würden alle Golfs der Welt wertlos sein, weil der Sprit alle wär. Selbst wenn Sie den Idealismus besitzen, dass gerade der technische Fortschritt die Welt retten kann, was an sich ja löblich wäre, dann stellt sich mir die Frage, warum wir die Welt dann nicht schon längst gerettet haben. Sollte es tatsächlich an der I-Brille liegen?
Meine Antworten darauf lauten:
> Wir tun es nicht, da uns industrialisierten Wohlständlern unser täglicher Luxus (z.B. I-Brille) näher und wichtiger ist, als der Verzicht, den es bedürfte, wenn wir es mit der Weltrettung ernst meinten.
> Wir tun es so lange nicht, wie wir industrialisierten Wohlständler blind und selbstverliebt in dieser materialistischen Weltsicht verharren, bis uns die Evolution (sic!) in den werten Hintern tritt (und damit meine ich keinen Klimawandel, Atomkrieg oder sonstige feststofflichen Apokalypsen).
P.S.: Dass Sie mein „Maß für Qualität der Welt“ zum Gegenstand Ihrer Spekulation machen, und dabei in tradierte Klischees abdriften, erschrickt mich hingegen wenig.
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