Apple-Manager Scott Forstall stellt die 3-D-Ansicht in Apples Kartendienst vor. (Bild vom 11. Juni 2012) © Justin Sullivan/Getty Images

Die norwegische Hauptstadt Oslo wird in Apples Kartenangebot nicht in einer dreidimensionalen Ansicht zu sehen sein. Die Behörden haben Apple wegen Sicherheitsbedenken die entsprechende Genehmigung verweigert.

Apple hat in seine Maps 3D-Ansichten von Städten integriert. Dazu werden die Städte aus einem Flugzeug heraus fotografiert. Die Stadtverwaltung von Oslo sowie die Sicherheitsbehörde Nasjonal Sikkerhetsmyndighet (NSM) haben Apple jedoch keine Erlaubnis erteilt, Luftaufnahmen von Oslo zu machen.

Die Bilder seien hochaufgelöst und entsprechend seien darauf auch sicherheitsrelevante Bereiche zu sehen, sagte Øyvind Mandt von der NSM der Tageszeitung Aftenposten. Es sei nicht wünschenswert, dass die Sicherheitsmaßnahmen derart detailliert abgebildet und öffentlich zugänglich würden.

In die Angelegenheit hat sich sogar die US-Botschaft in Oslo eingeschaltet: Sie hat in einem Schreiben Bürgermeister Fabian Stang um die Genehmigung ersucht. Stang kontaktierte daraufhin Verteidigungsministerin Anne-Grete Strøm-Erichsen, die aber hart blieb.

Einschränkungen auch am Boden

Es geht unter anderem um einige militärische Anlagen sowie um das Hauptquartier des norwegischen Geheimdienstes. Für Letzteres gelten auch auf dem Boden Einschränkungen, was fotografiert werden darf.

Einheimische Unternehmen könnten die Erlaubnis für Luftaufnahmen bekommen, sagte Mandt. Sie dürften aber bestimmte Bereiche nur in geringer Auflösung zeigen. Bei einem ausländischen Unternehmen wie Apple könnten die norwegischen Behörden die Einhaltung solcher Auflagen aber nicht so gut kontrollieren.

Im Juli 2011 zündete der Attentäter Anders Breivik im Regierungsviertel von Oslo eine Bombe, bevor er auf der Insel Utøya wahllos auf Jugendliche schoss. Daraufhin wurden die Sicherheitsmaßnahmen in Norwegen verschärft.

Erschienen bei golem.de