Apple iPhone 5SPer Fingerabdruck bei iTunes einkaufen

Apple setzt beim iPhone erstmals auf quietschende Farben. Das bunte Modell 5C soll Massen begeistern. Daneben gibt es das teurere iPhone 5S mit Fingerabdrucksensor. von 

Applechef Tim Cook bei der Vorstellung der neuen iPhones.

Apple-Chef Tim Cook bei der Vorstellung der neuen iPhones  |  © Justin Sullivan/Getty Images

Nahezu wöchentlich werden irgendwo neue technische Gerätschaften vorgestellt, aber es gibt ein paar Veranstaltungen dieser Art, die sind anders als die anderen. Wenn die weltweit größten Hersteller von Tablets und Smartphones ihre Neuigkeiten zeigen, sind die Erwartungen hoch. Das war in der vergangenen Woche so bei Samsung, und das ist nun so bei Apple.

Es ist ein weltweites Rennen um einen wertvollen Markt. 700 Millionen Geräte mit dem Betriebssystem iOS habe Apple inzwischen verkauft, sagte Firmenchef Tim Cook am Dienstag bei seiner Produktshow – Google hatte wenige Tage vorher gemeldet, man habe die Marke von einer Milliarde Geräten mit dem Konkurrenzsystem Android überschritten.

Anzeige

Bislang genügte es Apple in diesem Rennen, die teuersten Geräte anzubieten. Jedes iPhone hat sich bisher besser verkauft als das Vorgängermodell. Das war auch beim iPhone 5 nicht anders. Doch wird die Marke inzwischen nicht mehr als so edel wahrgenommen, andere Hersteller wie HTC haben auch hervorragend verarbeitete Smartphones voller Funktionen im Programm. Apple setzt daher nun offensichtlich zum ersten Mal auf Masse.

Bislang wurde das abgelöste iPhone anschließend zu einem geringeren Preis weiter angeboten, diese Politik wird nun eingestellt. Das Modell 5 wird es nicht verbilligt geben, sagte Cook. Es verschwindet aus den Läden, lediglich das iPhone 4S wird weiter im Bestand gehalten, bei Abschluss eines Mobilfunkvertrages gibt es das 4S kostenlos dazu.

iPhone 5C in buntem Plastik

Dafür kommt nun das iPhone 5C. Seine Ecken und Kanten sind runder und erinnern an frühere Modelle. Im Inneren befindet sich ein Stahlrahmen, der der Konstruktion mehr Stabilität verleihen soll. Außen hat es eine bunte Plastikschale aus Polykarbonat in Grün, Gelb, Blau, Weiß oder Rot. Zusammen mit den schrillen Farben der Schale und dem ebenfalls neuen Betriebssystem iOS 7 wirkt es wie ein Bonbon.

Kai Biermann
Kai Biermann

Kai Biermann ist Redakteur im Team Investigativ/Daten bei ZEIT ONLINE. Seine Profilseite finden Sie hier.

Im Inneren beherbergt es nahezu die gleiche Technik wie das jetzige Modell, beispielsweise den sogenannten A6-Chip. Damit das nicht wie ein schlechter Deal wirkt, wurden einige Funktionen verbessert: Die Kamera hat acht Megapixel, es gibt eine neue Kamera-App mit Fotofiltern, eine neue Facetime-Kamera und es unterstützt mehr LTE-Frequenzen als das bisherige iPhone.

Mit einem Zweijahresvertrag bieten Mobilfunkfirmen die Version mit 16 Gigabyte Speicher für 99 Dollar an, die größere mit 32 Gigabyte für 199 Dollar. 

Apple bewarb es ausdrücklich damit, dass es Standards des Umweltschutzes berücksichtige und weder Arsen noch Quecksilber enthalte. Apple war in den vergangenen Jahren immer wieder dafür kritisiert worden, dass seine Geräte aus Sicht des Umweltschutzes eher eine Katastrophe sind. Unter anderem deshalb, weil sich deren Komponenten nicht austauschen lassen und bei einem Defekt ganze Bauteilgruppen weggeworfen werden. Zum Thema Akku- oder Bildschirmwechsel beim 5C sagte Apple bei der Vorstellung jedoch nichts.

Leserkommentare
  1. Da hat sich Apple ja ein tolles Sicherheitsfeature einfallen lassen in bunt.

    Demnächst gehen dann wohl nicht nur alle Mails und Internetbesuche kurz bei der NSA vorbei, um sich kopieren zu lassen, sondern zur Vereinfachung von Strafverfolgung gleich die Fingerabdrücke mit.

    Spitze!

    22 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Der Scan wird nicht in der iCloud gesichert
    und das 5c hat den Fingerprintsensor auch gar nicht, daher sollten Sie bitte den Artikel ein 2. Mal lesen bevor Sie kommentieren.

    Nur die Überschrift gelesen, was?
    Neenee, und dann rumkamellen.
    Ich glaube aber auch nicht so recht, dass da jemand, der gewillt ist, nicht dran kommt.
    Wie heißt es so schön: wir werden sehen...

    • fcse
    • 10. September 2013 21:26 Uhr

    Die zukünftigen iphone-Nutzer können bei der Einreise in die USA in Zukunft auf die Fingerscans verzichten...kein "Schlange stehen" mehr...nur noch kurz die Mitteilung des NSA bestätigen...

    • Sandale
    • 10. September 2013 21:17 Uhr

    Ich glaube die haben nicht bemerkt, dass sie nicht mehr die Branche dominieren und sich so einen Quatsch nicht leisten können.

    Wer steht für die Dinger Schlange? Ich kann das nicht sehen.

    7 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    mal zu einem Apple Store oder wahlweise zu einem Mobilfunkhändler des Vertrauens fahren.
    Ich vermute dass Menschen bei denen eine Vertragsverlängerung ansteht diese Produkte erwerben.
    Andere wiederum haben vielleicht einen Sinn für Design und möchten daher ein iPhone 5c oder 5s.
    Und dann gibt es vielleicht noch welche die iOS Telefone denen aus dem Android Lager bevorzugen.

    wenn die Geschäfte zu haben und man zu hause am PC sitzt. Oder sie watscheln gerade mit Ihrem Smartphone (ups!) durchs Land und sehen da keine Schlage, wo dann wieder der Hinweis auf den Ladenschluss fällig wird und natürlich auch: Die Dinger sind noch nicht auf dem Markt. Könnte eine Schlange ebenfalls erschweren. Es sei denn es gibt sooooo große Fans, dass die von jetzt an Zelten, weil sie es nicht abwarten können ihre Fingerabdrücke irgendwo zu hinterlassen. In dem Punkt gebe ich Ihnen recht: hinterher wird keiner sein, aber es wird wohl auch nicht allzu viele abhalten. Wobei auch das, wie Ihr Beitrag, reine Spekulation ist.

  2. Der Scan wird nicht in der iCloud gesichert
    und das 5c hat den Fingerprintsensor auch gar nicht, daher sollten Sie bitte den Artikel ein 2. Mal lesen bevor Sie kommentieren.

    6 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Verstehen Sie den Artikelinhalt?

    http://www.spiegel.de/net...

    Das wichtige extrahiert.

    "Demnach ist es der NSA möglich, nahezu alle sensiblen Informationen eines Smartphones auszulesen, etwa Kontaktlisten, den SMS-Verkehr, Notizen und Aufenthaltsorte seines Besitzers."

    Es muss nicht in der iCloud gespeichert sein, es reicht, wenn jemand direkt - per Backdoor - Zugriff auf Ihr eFone hat. :)

    LOL ! Das glauben auch nur Sie.
    Da kann im Artikel stehen was will oder Apple behaupten was es will.

    Überhaupt: Eine Cloud ist schon ein Irrsinn per se. Eine iCloud mit Sicherheit die Steigerung davon.

    ... was Sie da glauben.

    Das 5c hat's nicht, klar. Das sollte ja auch nicht ursprünglich unter der Bezeichnung 5NSA verkauft werden ...

    • strlcp
    • 10. September 2013 21:31 Uhr

    jedenfalls nicht ofifziell, solange die marketing experten davon abraten.

    alles, was irgendwie irgendwem zu irgendwelchen zwecken mal nützlich ist, wird gespeichert.

    und die einzigen, die das schon immer zugeben ist google.

    "Der Scan wird nicht in der iCloud gesichert"
    ----------------------------
    ...und Sie glauben das?

    • Craight
    • 10. September 2013 23:46 Uhr

    Und wenn Pofalla die Überwachung für beendet erklärt dann glauben sie das natürlich auch oder?

    > Der Scan wird nicht in der iCloud gesichert

    Sie sind ja richtig süß...

  3. Nur die Überschrift gelesen, was?
    Neenee, und dann rumkamellen.
    Ich glaube aber auch nicht so recht, dass da jemand, der gewillt ist, nicht dran kommt.
    Wie heißt es so schön: wir werden sehen...

  4. Fingerabdruck-einloggen - na toll !
    Und wenn ich das Ding einem Freund verleihe, dann kann der das gar nicht einschalten ? Oder gehts auch anders?

    Und den Fingerabdruckscode hat die NSA auch sofort, da können die Datenschutz beteuern wie sie wollen - ich glaub keinem ein Wort mehr in der Szene.

    Blödsinnsidee jedenfalls. Niemals kaufen sowas !

    4 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    verleiht sein Handy?
    Aber es gibt die Möglichkeit mehrere Abdrücke zu hinterlegen.

    • fcse
    • 10. September 2013 21:26 Uhr

    Die zukünftigen iphone-Nutzer können bei der Einreise in die USA in Zukunft auf die Fingerscans verzichten...kein "Schlange stehen" mehr...nur noch kurz die Mitteilung des NSA bestätigen...

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Nennen Sie mir bitte nur einen einzigen Grund, warum es nicht sinnvoll sein soll, Fingerabdrücke von Flugreisenden übers Internet an Sicherheitsdienste weiterzuleiten, wo sie routinemäßig mit Terrorverbrecherkarteien abgeglichen werden können.

    Neben dem sicheren und bequemen Entsperren wäre diese Möglichkeit in meinen Augen Grund genug dafür, dass auch andere Hersteller die Technik in ihre Geräte integrieren sollten.

    Das "Datenschutz"-Argument ist in dieser Frage wahrlich ein schlechter Scherz. Wie viel persönliche Daten stecken denn in einem Fingerabdruck, der einzig und allein zur Identifikation einer Person und auch nur durch Abgleichen mit einem anderen dienen kann?

    • Sandale
    • 10. September 2013 21:26 Uhr

    nicht?

    Ich glaube nicht, dass sie sich dieses Geschenk entgehen lassen.

    Beim Iphone 6 kann man dann noch mit einer Urinprobe einloggen - umgangssprachlich gesagt: draufpinkeln.

    12 Leserempfehlungen

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Artikel Auf einer Seite lesen
  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Google | Tim Cook | Apple | Apps | HTC | Samsung
Service