Mitte April findet die erste Entwicklerkonferenz rund um das Projekt Ara statt. Dann werden weitere Details zu Googles modularem Smartphone-Konzept erwartet. Im Vorfeld ist bereits ein Videoclip von Phoneblocks erschienen, in dem sich die Projektbeteiligten vorstellen, und es gibt Details zur Fertigung der einzelnen Ara-Module.

Auf der "Inside 3D Printing"-Konferenz in New York nannte der Chef von 3D Systeme, Avi Reichenthal, neue Details zur Produktion der einzelnen Ara-Module. Das berichtet die PCWorld. Google hat im November 2013 eine Zusammenarbeit mit 3D Systems beschlossen, das sich auf den Einsatz von 3-D-Druckern spezialisiert hat. 3D Systems wird die einzelnen Module per 3-D-Druck produzieren – dabei werden neben dem Kunststoffgehäuse auch die Schaltkreise aus dem Drucker kommen.

Zudem kann das Unternehmen anpassbare Designs auf die Oberflächen der Module drucken. Dies zeigt ein 3D-Systems-Mitarbeiter auch in dem aktuellen Phonebloks-Video. Phonebloks arbeitet für das modulare Smartphone-Konzept eng mit Google zusammen. Das Projektvideo erlaubt auch einen ersten Blick auf eine spezielle Ara-App, mit der sich ein Ara-Smartphone wird konfigurieren lassen.

Desweiteren zeigt das Video ein Entwickler-Board, mit dem Software, Treiber und Apps für das modulare Smartphone entwickelt werden. Auch das Konzept der einschiebbaren Module ist zu sehen. Allerdings ist unklar, ob der Rahmen namens Endoskelett am Ende wirklich so aussehen wird. Es wäre auch denkbar, dass das Endoskelett bis zur Markteinführung noch verändert wird.

Insgesamt sind derzeit drei verschieden große Endoskelette geplant: ein kleines, ein mittelgroßes und ein großes. Das kleine Modell wird wohl mit einem Display um die 4,3 Zoll ausgestattet sein, das mittlere Modell scheint deutlich größer als 5 Zoll zu sein, zum Format des großen Modells gibt es noch keine Informationen.

Magnete halten die einzelnen Module im Rahmen

Die Module werden durch kleine Magneten in Position gehalten. In den Modulen selbst sind dafür Elektromagneten eingebaut, deren Kraft im ausgeschalteten Zustand ausreichen soll, damit die Module nicht aus der Halterung fallen. Wird das Smartphone eingeschaltet, verstärkt sich die Magnetkraft – dadurch sollen die Bausteine im laufenden Betrieb nicht aus Versehen herausfallen. Die Strom- und Datenübertragung erfolgt über eine Mipi-konforme Schnittstelle.