Das Oneplus One © Tobias Költzsch/golem.de

Als Oneplus sein erstes Android-Smartphone One Ende April 2014 offiziell vorstellte, überraschte das Start-up mit einem bis dato ungesehenen Preis-Leistungs-Verhältnis: Das erste ausschließlich mit der alternativen Android-Distribution Cyanogenmod ausgelieferte Smartphone (jedenfalls außerhalb Chinas) kostet in der günstigen 16-Gigabyte-Version nur 270 Euro, für 30 Euro Aufpreis bekommen Käufer die 64-Gigabyte-Variante. 

Dabei steckt das Gerät voller aktueller Smartphonetechnik: Vom Topprozessor über LTE und Dual-Band-WLAN ist alles vorhanden, was auch in den momentanen Topgeräten der Konkurrenz von HTC, Samsung und Sony verbaut ist. Diese Geräte kosten allerdings allesamt deutlich mehr als das One. Golem.de hat sich das Oneplus-Smartphone genauer angeschaut  – und dabei den einzigen wirklich gravierenden Fehler im Verkaufsmodell des Unternehmens gefunden.

Großes Full-HD-Display

Der Bildschirm des Oneplus One ist 5,5 Zoll groß und hat eine Auflösung von 1.920 mal 1.080 Pixeln und eine Pixeldichte von 400 ppi. Oneplus hat bewusst auf ein höher auflösendes Display verzichtet, da es dem Nutzer wenige optische Vorteile, allerdings einen höheren Stromverbrauch bescheren würde.

Dennoch ist die Auflösung völlig ausreichend für eine scharfe Darstellung, und zudem ausreichend hell, um auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch genügend auf dem Display erkennen zu können. Das sogenannte Gorilla Glass schützt das Display vor Kratzern. Der Bildschirm des Oneplus ist also insgesamt sehr gut gelungen, um auch den unterschiedlichen Anforderungen von Lesen, Spielen, Surfen oder Filmeschauen zu genügen.

Gut verarbeitetes Gehäuse

Das Gehäuse des Oneplus One ist komplett aus mattem, hochwertig wirkendem Kunststoff. Um das Display, das etwas vom eigentlichen Gehäuse abgesetzt ist, verläuft ein silberner Rahmen. Mit seiner Größe und dem Gewicht von 162 Gramm ist das Oneplus One in etwa vergleichbar mit dem Samsung Galaxy Note 3.

Das Design ist schlicht, ohne jedoch bieder oder langweilig zu wirken; der abgesetzte Bildschirm gefällt uns gut. Die Rückseite des Smartphones ist gewölbt, das Kameramodul ist leicht abgehoben. Die Verarbeitungsqualität ist hoch, das Oneplus One wirkt stabil und knarzt nicht. Die Rückseite des Smartphones kann abgenommen werden, aber so wie aussieht, ist der Akku nicht wechselbar.

Kamera mit 13 Megapixeln

Die Hauptkamera auf der Rückseite hat 13 Megapixel und einen Bildsensor von Sony, womit auch in dunkleren Umgebungen gute Bilder möglich sein sollen. Die Frontkamera hat 5 Megapixel und eignet sich daher auch für qualitativ gute Selbstporträts.

Die Qualität der Fotos ist sehr gut. Bei Tageslicht haben die Bilder natürliche Farben und einen angenehmen Kontrast. Die Schärfe ist gut, feine Details verwaschen auch bei starker Vergrößerung nicht unangenehm stark. Im direkten Vergleich gefallen uns die Ergebnisse besser als die des Xperia Z2, obwohl dies mit 20 Megapixeln eine höhere Auflösung hat. In dunklen Umgebungen aufgenommene Fotos sind immer noch recht gut ausgeleuchtet, zeigen jedoch ein merkliches Rauschen.

Die Kamera-App ähnelt auf den ersten Blick der Standard-Android-App, weist aber einige Besonderheiten auf. So ist auf der rechten Seite dauerhaft ein Menü eingeblendet, mit dem der Nutzer den Blitz ein- und ausschalten sowie weitere Einstellungen erreichen kann.

Verschiedene Bildmodi sind durch vertikales Wischen aufrufbar – eine Gesamtübersicht gibt es nicht. Dabei stehen nicht nur Funktionen wie HDR oder Nachtaufnahmen, ein Bildstabilisatormodus oder zwei Automatik-Modi zur Verfügung, sondern auch verschiedene Filter. Diese werden direkt im Sucherbild angezeigt.