Fitness-Armband und iPhone (Archivbild von 2013) © NICHOLAS KAMM/AFP/Getty Images

Mit der neuen App Health von Apple lassen sich Fitness- und Gesundheitsdaten von verschiedenen Wearables und Fitness-Apps zentral verwalten und die eigene Fitness kontrollieren. Darauf beschränkt sich die Funktion im kommenden Betriebssystem iOS 8 aber nicht.

Die Daten können auf Wunsch auch an einen Arzt weitergeleitet werden, wenn zum Beispiel wichtige Parameter überschritten werden, die ein ärztliches Einschreiten erfordern. Doch bleibt es dabei, wenn Entwickler auf die Daten ungehemmt zugreifen und sie auch an andere weitergeben können? Diesem Szenario will Apple mit neuen Regeln vorbeugen.

Nach Informationen des Guardian hat Apple den Entwicklern, die Apps für Health programmieren, neue Spielregeln auferlegt. Sie dürfen Gesundheitsdaten, die darin gespeichert werden, nicht an Werbetreibende oder Datenhändler verkaufen oder an sie weitergeben. Das bedeutet zum Beispiel, dass einem Patienten mit Bluthochdruck nicht auf einmal Werbeanzeigen auf dem iPhone-Bildschirm eingeblendet werden dürfen, die Linderung versprechen. 

Diese Vorgehensweise soll Kritiker beruhigen, die fürchten, Health könnte eine riesige verteilte und vor Zugriffen ungeschützte Schnittstelle werden, die nicht nur zum Wohle des Nutzers verwendet wird.

Forscher dürfen die Daten haben, wenn Nutzer einverstanden sind

Eine Hintertür lassen die neuen Bedingungen laut Guardian allerdings offen: Die Daten dürfen an Dritte für Forschungszwecke weitergegeben werden, sofern der Anwender dem ausdrücklich zustimmt.

Apple hat für den 9. September 2014 um 19 Uhr deutscher Zeit eine Presseveranstaltung anberaumt, zu der vermutlich das iPhone 6 und Gerüchten zufolge auch ein Wearable vorgestellt werden. Das vermutet zumindest das Webmagazin re/code, das sich auf interne Quellen bei Apple beruft.

Das neue mobile Betriebssystem iOS 8 wird vermutlich parallel zum neuen Smartphone veröffentlicht werden und läuft auf Geräten ab dem iPhone 4S beziehungsweise dem iPad 2.