Nach Kundenbeschwerden über die Servicequalität von O2 erwägt die Bundesnetzagentur Schritte gegen den Mobilfunkanbieter. "Wir prüfen, ob und welche Maßnahmen gegen das Unternehmen eingeleitet werden können", sagte ein Sprecher der Aufsichtsbehörde dem Tagesspiegel.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen häuften sich die Kundenbeschwerden über O2. Die Hotline sei teilweise tagelang nicht erreichbar. Beim Unternehmen sei das Problem bekannt: "Aufgrund eines erhöhten Rückfrage- und Informationsbedarfs" könne es im Zuge der Integration von Telefonica Deutschland und E-Plus zu längeren Wartezeiten kommen, sagte ein Telefonica-Sprecher.

2014 waren beide Unternehmen fusioniert. Kunden mit Tarifen von E-Plus oder Base werden derzeit bei gleichbleibenden Bedingungen schrittweise in O2-Tarife überführt, die Netze zusammengeschlossen. O2 ist die deutsche Marke des spanischen Telefonica-Konzerns. Mit der Fusion ist O2 zum größten Mobilfunkanbieter Deutschlands geworden.

Damit überfordert zu sein, weist O2 zurück. "Wir arbeiten intensiv an einer Lösung und entschuldigen uns für die den Kunden entstandenen Umstände", sagte eine Sprecherin des Konzerns. Es werde an einer "kundenorientierten Digitalisierung unserer Servicekanäle" gearbeitet. In den kommenden Wochen solle sich die Situation "sukzessive verbessern". Ein Zeitpunkt wurde nicht genannt.

Bereits vor zwei Monaten hatten Portale wie Teltarif.de über massive Probleme bei O2 berichtet. Geändert habe sich seither offenbar nichts, berichtet der Tagesspiegel.