Es gibt Menschen, die behaupten, dass Amerika "keine Kultur" habe. Sie irren. Kultur zeigt sich im Alltag. Sieht man die von KayLynn Deveney fotografierten Bilderbuch-Ranches (Kehrer Verlag) im Südwesten der USA, sieht man mehr als Oberflächen. Die Häuser aus den 1950er und 1960er Jahren wurden teils märchenhaft verziert, sie wirken wie nach außen gestülpte Visionen eines sorgenfreien Lebens: das Glück als Fassade. Heute sind die Gebäude, in denen nun häufig andere Menschen wohnen, Monumente eines verblassenden Traums.