Die Titanic kann zwar nicht mehr untergehen, aber sie könnte bald vom Meeresboden verschwunden sein. In einem Artikel, der 2016 in Nature erschien, behaupteten Wissenschaftler, sogenannte extremophile Bakterien könnten die Reste des Wracks innerhalb von nur 20 Jahren auffressen.

Gut, dass man sich das Schiff vorher noch mal anschauen kann. Nächstes Jahr bietet der Londoner Reiseveranstalter Blue Marble Private Ausflüge zur Titanic an. Die achttägige Reise startet in Neufundland an der kanadischen Ostküste. Die Tauchgänge in fast 4.000 Metern Tiefe unternimmt ein Tauchboot aus Titan und Carbon, das schon mehrfach für diesen Zweck eingesetzt wurde.

Der erste Trip ist schon ausgebucht, und das, obwohl man pro Person 105.129 Dollar bezahlt. Laut Veranstalter entspricht das in etwa dem damaligen Preis für die Atlantiküberquerung erster Klasse. Im Jahr der Jungfernfahrt der Titanic, 1912, kostete die Passage von Südengland nach New York 4.350 Dollar.

Der Nachbau eines "Titanic"-Schornsteins auf dem Weg zu einer Ausstellung in London 2010 © Oli Scarff/Getty Images

Das Wrack der RMS Titanic wurde 1985 bei einer Suchaktion im Nordatlantik entdeckt, es liegt in 3.803 Metern Tiefe. Nach der Kollision mit einem Eisberg zerbrach die Titanic in drei große Teile – Bug, Rumpf und Heck –, dazwischen ist ein Trümmerfeld. Über die Jahre wurden Zehntausende Artefakte geborgen, von denen ein Teil in England und in Frankreich ausgestellt ist. Seit 2012 zählt das Wrack der Titanic zum UNESCO-Weltkulturerbe.