Als Latif Al Ani in den Fünfzigern begann, sein Land zu fotografieren, sah der Irak anders aus als heute: die Kulturstätten intakt, die Städte lebenswert. Damals befeuerte das Öl die Industrie, und der Wohlstand brachte Weltoffenheit mit sich. In kontrastreichem Schwarz-Weiß dokumentierte Al Ani Kultur, Politik und Wirtschaft und erreichte damit auch ein internationales Publikum. Seit fast 40 Jahren befindet sich der bekannteste Fotograf des Irak im verordneten Ruhestand. Der Band Latif Al Ani, erschienen bei Hatje Cantz, würdigt sein Werk.