Ein Haus mit heruntergelassenen Fensterläden kann Traurigkeit ausstrahlen, eine Ruine daran erinnern, dass alles Sein endlich ist. Auf den Fotos von Andreas Gehrke scheinen sogar die Bäume zu leiden, als hätte sie nicht der Wind gebeugt, sondern das Leben. Das Leben in Brandenburg, jenem merkwürdig schönen, manchmal tristen Land, das Berlin umschließt wie ein ausgetrockneter Burggraben. Für den Bildband Brandenburg ist Gehrke über Sandwege und verlassene Gehöfte gestreift, auf der Suche nach dem, was man die Seele einer Landschaft nennen könnte.