Video: Unterwegs mit der Bürgerwehr in Lawitz

Unter Kontrolle

— Von
Nachts fährt Wolfram Philipp durch sein Dorf und hält Ausschau nach verdächtigen Bewegungen. Was passiert, wenn eine Bürgerwehr versucht, den Staat zu ersetzen?

Dass auf den Staat kein Verlass mehr ist, beschließen die Bewohner von Lawitz am 11. August 2014. Geahnt hatten sie es schon vorher.

Seit sie in ihrem Dorf im äußersten Osten Brandenburgs immer seltener eine Polizeistreife zu treffen scheinen. Seit – Europa, Schengen, Willkommen – die Grenze zu Polen nicht mehr kontrolliert wird.

Wolfram Philipp wusste es, nachdem zum dritten Mal das Navigationsgerät aus seinem VW Tiguan verschwunden war. Seit dem Sommertag, an dem 200 Lawitzer auf der Wiese vor dem Gemeindehaus beschlossen, eine Bürgerwehr zu gründen, ist Wolfram Philipp der Staat. Immer sonntags.

1 — 23.50 Uhr

NDR-Autor Hans Jakob Rausch und ZEIT-ONLINE-Redakteurin Frida Thurm haben die Lawitzer Bürgerwehr eine Woche lang begleitet. Ihre Dokumentation "7 Tage...Bürgerwehr" läuft am 14.2. um 15:30 Uhr im NDR. © NDR

Kurz vor Mitternacht verlässt er auch an diesem Sonntag den Neubau oben in der Waldstraße. Die heißt so, weil nach Philipps Haus noch drei Häuser kommen und dann der Wald. Philipp, 59 Jahre alt, graue Haare, kräftige Hände, raucht vorm Carport noch einen Zigarillo. Wir steigen in sein Auto. Im Armaturenbrett klafft ein Loch. Wir holen seinen Nachbarn ab, den 73 Jahre alten Karl-Heinz Böhme, fahren zu einem Flachbau in der Dorfmitte, zu DDR-Zeiten Lebensmittelladen, heute Gemeindehaus und Stützpunkt der Bürgerwehr.

Bürgerstreife, sagt Philipp. Wir sind ja nicht rechts.

Etwas mehr als 600 Menschen leben in Lawitz. Fünf Kilometer sind es bis zur Oder, fünf bis nach Eisenhüttenstadt. Das Dorf hat sanfte Hügel, untypisch für Brandenburg, einen Dorfteich, eine Dorfhymne, aber keine Durchgangsstraße. Wer hierherkommt, der will was, sagen die Lawitzer. Deshalb patrouillieren sie nun jede Nacht, zwei bis sechs Leute, insgesamt etwa 40. "Wir schützen uns selbst", haben sie auf Deutsch, Polnisch und Russisch auf eine Pappe gedruckt, sie laminiert und neben dem Ortsschild aufgestellt.

Video: 7 Tage bei der Bürgerwehr Abspielen
VIDEO: Lawitz hat etwas mehr als 600 Einwohner, etwa 40 von ihnen gehen nachts auf Streife, weil es viele Diebstähle gab. Wenn man tagsüber durch den Ort geht, erlebt man vor allem: Ruhe. (0:42 Min)

2 — 0.05 Uhr

Als Wolfram Philipp seinen Wagen vor dem Gemeindehaus parkt, fällt Neonlicht auf den Schotter. Die anderen sind schon da. Marita, die Friseurin, Andrea und ihr Mann, Berit, die Zollbeamtin. Die Sonntagstruppe ist eher eine Frauentruppe. Guten Morgen, sagt Marita. Es ist kurz nach Mitternacht. Der kleine Raum, den sie jetzt betreten, ist hellgelb gestrichen, an der Wand hängen Warnwesten und Van Goghs Sonnenblumen. Umarmung, Händeschütteln, wie geht's, und bald wieder Kreuzfahrt? Philipps Stimme ist tief, sein Lachen hoch. Es gibt keine Chefs in der Sonntagstruppe, aber es gibt Laute und Leise. Philipp ist ein Lauter. Er zieht sich seine Weste über, nimmt sich ein Walkie-Talkie aus der Ladestation. Böhme steckt ein Pfefferspray ein. Auch ich bekomme eine Warnweste und einen Kaffee.

Überall im Land bilden sich seit den Übergriffen an Silvester Bürgerwehren, in Köln, in Dortmund, in Hamburg. Sie nennen sich "Düsseldorf passt auf" oder schlicht "Bürgerwehr Deutschland". Manche treffen sich nur auf Facebook, andere patrouillieren tatsächlich. Einige sind offen rechtsextrem, andere gemäßigt. 

Eigentlich wollen wir nur unsere Ruhe.
Wolfram Philipp

Eigentlich wollen wir nur unsere Ruhe, sagt Philipp. Es geht ihnen nicht darum, die Frauen vor Fremden zu schützen, sondern das Hab und Gut der Lawitzer vor Dieben.

Eine Woche wohne ich hier, bei Wolfram Philipp und seiner Frau Ute. Seit die Kinder aus dem Haus sind, vermieten sie die Zimmer im ersten Stock. Ich will das Dorf kennenlernen, die Philipps. Ich esse mit ihnen, wir kochen, sehen fern. Ich frage mich: Was passiert, wenn Menschen das Gefühl haben, sie können sich auf den Staat nicht mehr verlassen? Wenn sie beschließen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen?

3 — 0.15 Uhr

Philipp setzt ein rotes Blinklicht aufs Armaturenbrett, das Erkennungszeichen der Streife. Kommst du? Karl-Heinz Böhme trägt akkurat gescheiteltes Haar und Zimmermannshosen, obwohl er längst in Rente ist. Philipp und er sind ein Team, 14 Jahre Altersunterschied. Die Schwererziehbaren, sagt Böhme und kichert. Die beiden gucken zusammen Fußball, sie waren auch schon in München auf dem Oktoberfest. Böhme und ich steigen ein. Ihr seid erst mal Bergstraße, ja?, fragt Marita durchs Autofenster. Alles klar, sagt Philipp. Wie immer.

Wir biegen auf die Hauptstraße ein. Einfamilienhäuser, Backsteinscheunen. Schritttempo. Das Ziel: Bewegung im Dorf herstellen. Das ist das Wichtigste. Bewegung schreckt die Diebe ab, die gern an die Carports und Geräteschuppen gehen. Jeder Streifengänger hat seine eigene Taktik. Manche postieren sich auch am Dorfeingang und notieren die Kennzeichen der einfahrenden Autos.

Seit sie Bewegung im Dorf herstellen, hat es kaum noch Diebstähle gegeben, sagt Philipp. Die Polizeistatistik sagt das auch: 29 waren es noch 2013, 14 im Gründungsjahr der Bürgerwehr. Im ersten Halbjahr 2015 war es dann nur noch einer.

Wolfram Philipp weiß genau, was in Lawitz vor sich geht. © Gordon Welters

Dafür gibt es nun neue Regeln im Dorf: Wer nachts Mitgliedern der Streife begegnet, soll anhalten und sich zu erkennen geben. Philipp hat schon mal eine Zivilstreife der Polizei verfolgt. Woher sollte ich das auch wissen, sagt er, die haben ja nicht angehalten. Wenn was passiert, rufen sie die Polizei, sagen sie. 

Meistens passiert nichts.

Sie führen ein Logbuch. Darin notieren sie, wenn eine Garage offen stand, wenn ein fremdes Auto um den Dorfteich fuhr, wenn ein Lawitzer viele Gäste hatte. Oder auch: keine Zeitung im Briefkasten. Wenn man erst mal anfängt, genau hinzuschauen, wird vieles verdächtig.

Philipp weiß jetzt auch, wer bis um zwei Uhr nachts Fernsehen schaut und wer von wem nach Hause gebracht wird.

Video: 7 Tage bei der Bürgerwehr Abspielen
VIDEO: Mit dem Auto auf Streife: Wolfram Philipp und Reporterin Frida Thurm fahren im Schritttempo durchs Dorf und halten nach verdächtigen Bewegungen Ausschau. (1:57 Min)

4 — 0.20 Uhr

In der Beifahrertür steckt ein Buch: Autokennzeichen von A bis Z. Ist ein Hobby von mir, sagt Philipp. Lawitz hatte früher EH, für Eisenhüttenstadt, dann LOS, Landkreis Oder-Spree, dabei ist es geblieben. Hauptsache, nicht FKR, sagt Böhme und lacht. Das sind die Polen.

Kaum irgendwo in Brandenburg wird so viel gestohlen wie in den Grenzregionen. In Lawitz stahlen die Diebe bei Kühnes Motorräder und Werkzeug bei Böhmes. Nur ein einziges Mal in drei Jahren wurde laut Polizeistatistik in ein Haus eingebrochen. Wenn die Diebe gefasst werden, sind es oft Polen, aber noch öfter Deutsche. Ein Blick in die Statistik von 2014: Garagen-Diebstähle, nicht deutsch: 43,1 Prozent; Diebstähle aus Gärten und Gartenlauben, nicht deutsch: 25,9 Prozent. Trotzdem, Pole, das ist hier das Synonym für Dieb.

Treffpunkt: um Mitternacht im Gemeindehaus. Zur Ausrüstung gehören Walkie-Talkies und Pfefferspray. © Gordon Welters

Es ist ja nicht so, dass wir mit den Polen verfeindet sind, sagt Philipp. Karl-Heinz zum Beispiel holt da sein Tierfutter. Das sind ganz saubere Familien, sagt Karl-Heinz Böhme.

Sie hatten es noch mal versucht mit dem Staat, die Lawitzer, bei der Landtagswahl im September 2014. 28 Prozent stimmten für die AfD, so viele wie nirgends sonst in Brandenburg. Philipp nicht, sagt er. Die AfD wollte die Grenzkontrollen zu Polen wieder einführen. Passiert ist danach nichts.

Dass sie nach anderthalb Jahren immer noch unterwegs sein würden, hätte am Anfang niemand gedacht. Eigentlich wollten sie ja nur dafür sorgen, dass die Diebstähle aufhören. Und den Staat ein bisschen blamieren, dem Innenminister seine Unfähigkeit vorführen. Der kam zwar kurz nach der Gründung vorbei und versprach, in der Region vier statt zwei Streifenwagen patrouillieren zu lassen, aber die Lawitzer sagen, das war nach dem Wahlkampf wieder vorbei. Sie haben dann noch eine Petition geschrieben und um mehr Polizei gebeten. Auf die Antwort mussten sie fünf Monate warten. Da die Landesregierung bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen habe, um die Kriminalitätsrate zu reduzieren, schrieb der Petitionsausschuss, bestehe "keine Veranlassung, in Ihrer Petitionssache weiter tätig zu werden".

Durch die Straßen laufen, sich umschauen, das darf jeder, dafür braucht die Lawitzer Bürgerstreife keine Genehmigung. Wenn sie jemanden auf frischer Tat ertappt, darf sie ihn sogar so lange festhalten, bis die Polizei kommt. Offiziell mit der Polizei zusammenarbeiten, wie es andere Dörfer machen, wollen die Lawitzer nicht. Da würde man ja am Ende nur zum Helfer einer schlechten Politik, finden Philipps Kollegen.

5 — 0.40 Uhr

Oh, was ist hier für Bewegung?, fragt Philipp. Bewegung heißt nicht immer, dass sich etwas bewegt. Vor einem Haus liegt ein neuer Steinhaufen. Die pflastern ihre Einfahrt, sagt Böhme. Ah, sagt Philipp.

Tagsüber ist er selten im Dorf unterwegs. Eine Sechstagewoche hat er jetzt, seit 2012 betreibt er in Eisenhüttenstadt den Kunsthof, eine Mischung aus Café, Handwerksmarkt und Touristeninformation. Seine Frau Ute, sie sind seit 38 Jahren verheiratet, ist seine Angestellte. Ab und zu treten Künstler auf, noch lieber lädt Philipp Fußballer ein. Im Februar kommt Jürgen Croy, Torwart der DDR-Nationalmannschaft.

Vorher hat er 36 Jahre im Stahlwerk gearbeitet, bis eines Tages der Werksschutz zu ihm in die Waldstraße kam, seinen Dienstwagen mitnahm und die Kündigung daließ.

Video: 7 Tage bei der Bürgerwehr Abspielen
VIDEO: Zu Hause bei Wolfram Philipp: Früher arbeitete er im Stahlwerk, heute betreibt er ein Café. (1:11 Min)

Er ist froh, dass er mit dem Thema endlich abgeschlossen hat. Bitte nicht mehr nachfragen. Sonst verliere ich meine Ruhe, sagt Philipp.

Ruhe, da ist sie wieder. Auf dem Weg durchs Dorf wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass es den Lawitzern ausgerechnet daran fehlt. Tagsüber kaum Verkehr, ein Junge auf dem Rutscheauto, ein Bauer fährt mit dem Hänger vorbei, gezogen von einem Pferd. Und nachts ist sowieso niemand auf der Straße. Vielleicht bedeutet Ruhe auch nur: so wenig Kontakt wie möglich mit denen da draußen.

Für diese Ruhe gibt es eine neue Bedrohung in Lawitz. Philipp sieht sie abends in der Tagesschau, wenn er in seinem Wohnzimmer sitzt. Das ist weiß gefliest, darin eine weiße Ledergarnitur und ein Gaskamin. Auf der Kommode Bilderrahmen, die Tochter in den USA, der Sohn in Bayern, wo er bei einer Sicherheitsfirma arbeitet. Das kriegen die nicht mehr in den Griff, sagt Philipp, wenn er die Flüchtlinge im Fernsehen sieht. Flüchtlinge auch beim Zeitunglesen am Morgen. Mettbrot und selbst eingelegte Gurken, Kaffee aus seiner Bayern-München-Tasse. Kalter Kaffee, weil er sonst schlürft, das nervt seine Frau, sagt Philipp. Stimmt überhaupt nicht, sagt seine Frau, du hast schon immer diesen Spleen.

In Lawitz selbst gibt es keine Asylbewerber. Doch, einmal war einer da, sagt Philipp. Der hat spätabends bei einer Frau geklingelt. Niemand weiß, was der wollte, sagt Philipp, die Frau hat natürlich nicht aufgemacht. Natürlich.

Video: 7 Tage bei der Bürgerwehr Abspielen
VIDEO: Aus Lawitz gibt es kaum noch Schlagzeilen. Wenn mal etwas geklaut wird, dann in Eisenhüttenstadt, fünf Kilometer von hier. Wolfram Philipp hat die Asylbewerber aus dem dortigen Erstaufnahmelager im Verdacht. (1:55 Min)

6 — 1.05 Uhr

Bergstraße, ein Neubaugebiet. Hinter den Häusern liegt das offene Feld, vom Mond beleuchtet. Wir fahren über helle, eckige Pflastersteine. Am Ende macht der Weg eine Schleife, vorbei an schmiedeeisernen Zäunen und Dekofiguren. Die Fenster sind dunkel, nur die Bewegungsmelder strahlen.

Anders als viele Brandenburger Dörfer ist Lawitz nach der Wende gewachsen. Arbeit in Eisenhüttenstadt, Ruhe hier. Das war alles Ackerland, sagt Karl-Heinz Böhme der Ur-Lawitzer. Hier sind viele nette Leute hergezogen, aber es gibt auch welche, die sagen immer noch nicht Guten Tag. Neulawitzer, auch nach 15 Jahren noch. Bevor die Streife gegründet wurde, hat der Sohn der Bürgermeisterin mal drei Diebe in seiner Garage überrascht, die hatten es wohl auf sein Motorrad abgesehen. Die Streife selbst hat noch nie jemanden auf frischer Tat erwischt.
Philipp glaubt, dass es einen Maulwurf im Dorf gibt. Einen, der den Polen gesagt hat, wo was zu holen ist. Bei Karl-Heinz haben sie damals den Schuppen aufgebrochen, da hat man von der Straße gar nicht sehen können, dass da was ist. Er hat einen Verdacht. Böhme auch. Würden sie nie laut sagen. Da kann man anecken bis zum Gehtnichtmehr, sagt Karl-Heinz Böhme.

Mir kommt es vor, als multipliziere die Bürgerwehr dieses Misstrauen. Auf ihren Fahrten erzählen sie sich die neuesten Gerüchte, sie bestärken sich in ihren Ängsten.

7 — 1.30 Uhr

Kaffeepause im Gemeindehaus. Kekse, Schokolade, Gekicher. Sie sitzen zu sechst um den Tisch, in dicken Jacken. Marita war gerade wieder in der Schweiz, ihre Tochter besuchen. Na, haste Schokolade durch den Zoll geschmuggelt?, fragt Philipp. Die tiefe Falte, die sonst seine Stirn teilt, ist verschwunden. Ein Kaffeekränzchen, mitten in der Nacht. Die Streife hat sie überhaupt erst zusammengebracht, außer Böhme und der Friseurin kannte Philipp aus der Sonntagstruppe niemanden. Jetzt haben sie ein gemeinsames Ziel, einen gemeinsamen Gegner – und Erfolg.

Sie legen hier alle großen Wert darauf, dass sie keine Ausländerfeinde sind. Es gibt die extrem Linken und die extrem Rechten, und in der goldenen Mitte die besorgten Bürger, sagt Philipp. Bürger wie ihn.

Video: 7 Tage bei der Bürgerwehr Abspielen
VIDEO: Philipp sagt, er sei ein besorgter Bürger. Aber wovor hat er eigentlich Angst? (1:09 Min)


8 — 3.10 Uhr

Es ist kurz nach drei Uhr morgens, als wir die Waldstraße wieder hinauffahren, bis zum drittletzten Haus auf der rechten Seite. Philipp stellt sein Auto mit dem Loch im Armaturenbrett neben dem Carport ab. Der Asphalt ist nass, es riecht nach Wald, alles ist ruhig, wie immer.

 

---

Diese Multimedia-Reportage ist im Rahmen einer Kooperation zwischen ZEIT ONLINE, DIE ZEIT und NDR/7 Tage entstanden. Die Dokumentation "7 Tage...Bürgerwehr" läuft am 14.2.2016 im NDR und ab sofort in der Mediathek.

Mitwirkende

ZEIT ONLINE/DIE ZEIT

Text: Frida Thurm

Fotos: Gordon Welters

Redigatur: Anita Blasberg, Meike Dülffer, Johannes Gernert

Redaktionelle Koordination: Fabian Mohr

NDR / 7 Tage

Autoren: Hans Jakob Rausch, Frida Thurm

Kamera und Schnitt: Hans Jakob Rausch

Redaktion: Christian v. Brockhausen 

Redaktionsleitung: Fabian Döring

Onlineredaktion: Vivienne Schumacher