25. Januar: "Emil - eine kabarettistische Lesung" anlässlich der Preisverleihung des Göttinger Elch-Satirepreises 2004
Deutsches Theater Göttingen , Beginn 16 Uhr und 19:45 Uhr
Der schweizer Kabarettist, Autor, Schauspieler und Regisseur Emil Steinberger hat sich in den 70er Jahren als "Emil" einen Namen gemacht. Ab 1993 lebte er für sechs Jahre in New York und schrieb die Bücher "Wahre Lügengeschichten" und "Emil via New York".
In der Begründung der Elch-Jury heißt es: "Steinberger kreierte eine Kunstfigur, wie sie natürlicher kaum vorstellbar ist... Sein satirischer Ansatz ist ein sanfter, liebevoll genauer, mit dem er menschliche Schwächen, Dummheiten und Vorurteile nicht nur charakterisiert und entlarvt, sondern auch zu ihrer (fast) schmerzfreien Heilung beiträgt. ... Sein umfassendes Gesamtwerk hat über mehr als drei Jahrzehnte Bestand gezeigt, und wird dies auch noch weit in die Zukünfte hinein tun. Dies stellt ihn ohne Zweifel in die Reihe der ganz Großen des Genres."
www.goettingen.de/kultur

26. Januar: "Mutter töten" - Lesung mit Jürg Amann
Literaturhaus Salzburg , Beginn 20 Uhr
In vier miteinander verknüpften Erzählungen geht es um eine Mutter-Sohn-Beziehung. Entgegen der Erwartungshaltung des Lesers ist es keine "gute" Mutter, trotzdem liebt der Sohn sie bedingungslos. Er will auch nicht mit ihr abrechnen, sondern reflektiert "über das Leben. Wie es kommt, wie es geht, wie es nicht wiederkommt. Wie es dasteht und nahgeht. Wie es dortliegt und fortfliegt. Das Leben. Die Mutter. Das Leben der Mutter."
Jürg Amann wurde mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis und dem Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis ausgezeichnet.
www.literaturhaus-salzburg.at

27. Januar: Wolfgang Schorlau liest "Die blaue Liste. Denglers erster Fall"
Stadtbibliothek Herbrechtingen , Kulturzentrum Kloster, Beginn 20 Uhr
Georg Dengler arbeitete als Fahnder beim Bundeskriminalamt, beendet seine Karriere dort und beginnt als "privater Ermittler" sein Geld zu verdienen. Seinen ersten Fall bekommt er von einem Anrufer: "Es geht um meine Freundin... Ihr Vater kam vor zwölf Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Merkwürdig ist nur, er rief sie vorher an und sagte, er habe die Maschine verpasst. Forschen Sie ein bisschen nach und schreiben Sie einen Bericht, damit sie wieder ruhig schlafen kann." Der Vermisste arbeitete für die Treuhand und verfasste "Die blaue Liste". Dieses Dokument schätzte die Chancen für Deutschlands Wiedervereinigung ganz anders ein, als der Lauf der Geschichte es vorsah...
Der Autor war Manager in der Computer-Industrie, lebt und arbeitet inzwischen als freier Autor in Stuttgart.
www.kiwi-koeln.de
www.lesetage.hew.de
Weitere Termine:
1.2.: Freiburg , Theater Café, Sonntagsmatinee, Beginn 11 Uhr
15.4.: Hamburg , Polizeipräsidium, Hamburger Lesetage, Beginn 19 Uhr

28. Januar: "Die Schleife an Stalins Bart. Ein Mädchenstreich, acht Jahre Haft und die Zeit danach" - Lesung mit Erika Riemann
Nordelbisches Frauenwerk Hamburg , Beginn 19:30 Uhr
Sommer 1945 in Mühlhausen, Thüringen. Die vierzehnjährige Erika Riemann betritt mit anderen Jugendlichen ihre gerade wieder hergerichtete Schule. An der Stelle, an der Hitlers Porträt hing, ist jetzt ein Bild Stalins zu sehen. "Mit dem Spruch 'Du siehst ja ziemlich traurig aus' trat ich an das Bild heran und malte mit dem Lippenstift eine kecke Schleife um den Schnauzbart." Jemand muss sie verpfiffen haben. Denn kurz danach fängt ihre achtjährige Odyssee an: durch ostdeutsche Strafanstalten und Lager wie Bautzen, Sachsenhausen und Hoheneck. Sie verbringt ihre Jugend eingesperrt mit Prügel, Schikane, Hunger und Depressionen. Über diese Erfahrungen berichtet Erika Riemann nun 50 Jahre später.
www.hoffmann-und-campe.de Weitere Termine:
10.2. Borna , Stadtbibliothek, Beginn 19 Uhr
11.2. Leipzig , Regionalbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung, Beginn 18 Uhr
12.2. Erfurt , Buchhandlung Peterknecht, Beginn 20 Uhr
15.2. Alsbach-Sickenberg , Grenzmuseum Schifflersgrund, Beginn 14 Uhr
16.2. Eisenach , Buchhandlung "Die Eule", Beginn 20 Uhr
11.3. Schwerin , Buchhaus Weiland, Beginn 20:30 Uhr
12.3. Bad Sülze , Jugendhaus "Alte Molkerei", Beginn 20 Uhr
18.3. Baunatal , Stadtbücherei, Beginn 19 Uhr
19.3. Wellerode , Dorfgemeinschaftshaus, Beginn 19 Uhr
24.3. Meerane , Stadtbücherei, Beginn 19 Uhr

29. Januar: Christoph Hein liest "Landnahme"
Haus des Buches Leipzig , Beginn 20 Uhr
Der zehnjährige Bernhard Haber verlässt 1950 mit seinen Eltern Breslau und zieht in eine sächsische Kleinstadt. Sein Vater ist Tischler. Und obwohl Handwerker gefragt sind, werden sie nicht gerade mit offenen Armen aufgenommen. Die Einheimischen kaufen ihre Möbel nicht so gern bei "Fremden". In der Schule geht es Bernhard auch nicht viel besser, er bekommt Schläge und muss viel einstecken. So wächst der Junge auf. Sein Wunsch nach der achten Klasse ebenfalls Tischler zu werden, wundert niemanden. Eher die Tatsache, dass er sich zwischendurch viel Geld mit einem Karussell verdient...
Der Schriftsteller erhielt diverse Auszeichnungen: den Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste der DDR im Jahre 1982, den Kritikerpreis 1983, den Literaturpreis der Neuen Literarischen Gesellschaft 1986, den Stefan-Andres-Förderpreis 1989, den Lessingpreis der DDR, den Erich-Fried-Preis 1990, den Berliner Literaturpreis der Stiftung Preußische Seehandlung 1992, den Ludwig-Mühlheims-Preis für religiöse Dramatik, 1994 den Peter-Huchel-Preis und das Bundesverdienstkreuz, im Jahre 2000 den Solothurner Literaturpreis, den Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum und 2002 den Österreichischen Staatspreis für Literatur und den Premio Grinzane Cavour.
www.haus-des-buches-leipzig.de
www.suhrkamp.de
Weitere Termine:
1.2. Hamburg , Thalia Theater, Beginn 20 Uhr
2.2. Chemnitz , Stadtbibliothek, Ausstellungssaal der Neuen Sächsischen Galerie, Beginn 19:30 Uhr
16.2. München , Literaturhaus, Beginn 20 Uhr
26.2. Berlin , Akademie der Künste, Beginn 20 Uhr
29.2. Berlin , Theater im Palais, Stunde der Preisträger, Beginn 11 Uhr
3.3. Frankfurt/Main , Kammerspiele, Beginn 20 Uhr

17. Februar: "Hannelore Hoger und Peter Lohmeyer lesen aus dem Briefwechsel zwischen Marion Gräfin Dönhoff und Gerd Bucerius"
Deutsches Schauspielhaus Hamburg , Beginn 20 Uhr
DIE ZEIT und die Buchhandlung Heymann laden ein zum ZEITForum der Literatur:
Hannelore Hoger und Peter Lohmeyer lesen aus dem Briefwechsel zwischen Marion Gräfin Dönhoff und Gerd Bucerius. Fast 50 Jahre lang tauschten der ZEIT-Verleger und seine erste Redakteurin Briefe aus - voller Emotion, zornig zuweilen, politisch kontrovers und nicht selten sehr persönlich. Ihre langjährigen Mitarbeiter Theo Sommer und Haug von Kuenheim berichten aus dem ZEIT-Alltag des Prinzipals und seiner Prinzipalin.
Eintrittskarten (12 Euro) und Informationen:
Buchhandlung Heymann
Eppendorfer Baum 27
20249 Hamburg
Telefon (040) 480 93-0
und
Theaterkasse im Schauspielhaus
Kirchenallee 39
20099 Hamburg
Telefon (040) 24 87 13
www.zeit.de
www.schauspielhaus.de