6./7. Februar: "Wunschpunsch-Lesenacht" für Kinder von 8-12 Jahren
Literaturhaus Mattersburg , Freitag 20 Uhr bis Samstag 9 Uhr
Eine ganze Nacht lang wird vorgelesen, und mit Michael Endes "Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch" wird sie sicherlich wie im Flug vergehen. Der Kampf zwischen Gut und Böse ist in dem 1989 erschienenen Kinderroman ein spannender Wettlauf mit der Zeit.
In der Sylvesternacht müssen der Zauberer Beelzebub Irrwitzer und seine Tante Tyrannja Vamperl feststellen, dass sie in diesem Jahr nicht genügend schlechte Taten vollbracht haben. Schuld daran sind die liebenswerten Spione, der Kater Maurizio di Mauro und der Rabe Jakob Krakel, die in Irrwitzers Haushalt eingeschleust wurden. Um ihre teuflischen Pläne vor dem Jahreswechsel noch zu verwirklichen, müssen Irrwitzer und Vamperl den sagenhaften Wunschpunsch brauen - und Maurizio und Jakob tun alles, um das zu verhindern.
www.literaturhausmattersburg.at

7. Februar: Wladimir Kaminer liest "Mein deutsches Dschungelbuch"
Filmkunsttheater Magazin, Hamburg , Beginn 19 Uhr
Wladimir Kaminer, Lieblingsrusse und Literat, hat sich für seine Leser aus dem "Schwabenland im Herzen Europas" - sprich Prenzlauer Berg - aufgemacht, um das wahre Deutschland zu finden. Auf seinen Lesereisen lernte er mehr oder weniger muffige Kleinstädte kennen, die man auf der Landkarte mit der Lupe suchen muss. Seine Erfahrungen mit den "typisch Deutschen" hat er in Kaminer-Manier, prägnant und mit humorvoller Leichtigkeit, in seinem neuen Erzählband "Mein deutsches Dschungelbuch" gesammelt.
www.russentext.de/kaminer

9. bis 13. Februar: "Brecht und der Krieg. Widersprüche damals, Einsprüche heute"
Internationale Brecht-Tage 2004, Literaturforum im Brecht-Haus, Berlin
Veranstaltungsbeginn jeweils 20 Uhr
Immer noch aktuell sind die Texte Bertolt Brechts, in denen er sich mit dem Thema Krieg auseinandersetzt. In der Ende 1944 erschienenen "Kriegsfibel", die der Dichter und Dramatiker gemeinsam mit Ruth Berlau entwickelt hat, verbindet Brecht Fotos und Verse zu einer Dokumentation des gewaltsamen Konfliktes. Im Rahmen der Brecht-Tage 2004 findet eine fünftägige Veranstaltungsreihe mit Vorträgen und Diskussionen zum Thema "Brecht und der Krieg" statt. Künstler, Autoren, Brecht-Experten und Fachleute widmen sich Brechts Beobachtungen und Fragen zum Krieg und stellen in der Auseinandersetzung mit seiner Dramatik und Poesie aktuelle Bezüge her.
Die Brecht-Tage 2004 werden am 9. Februar mit "Gegen den Krieg. Lieder und Texte aus vergangen geglaubten Zeiten" in der Berliner Akademie der Künste eröffnet.
Weitere Veranstaltungen:
10. Februar: "Der globale Krieg"
11. Februar: "Krieg und Krieg in den Medien"
12. Februar: "Konfliktbewältigung durch Lehrstücke?"
13. Februar: "Virtuelle Kriegserfahrung mit Brecht-Texten: Die Kriegsfibel"
www.lfbrecht.de

10. Februar: Jon Fosse - "Das ist Alise"
Literarisches Colloquium Berlin , Beginn 20 Uhr
Anlässlich der Berlinale-Premiere des verfilmten Theaterstückes "Die Nacht singt ihre Lieder" (Regie: Romuald Karmakar) liest der norwegische Autor Jon Fosse aus seinem Werk. Fosse gilt als einer der meistgespielten Gegenwartsautoren auf europäischen Bühnen und als Spezialist für minimalistische Porträts zerrissener und einsamer Menschen. Seine neue Novelle "Das ist Alise" ist der Monolog einer alten Frau über das Verschwinden ihres Mannes auf dem Meer. Er wird zu einer traumwandlerischen Gedankenreise in die Vergangenheit, in der bereits ein Mitglied der Familie vom Fjord verschluckt wurde. Hinrich Schmidt-Henkel hat die Geschichte aus Nynorsk, einer aus verschiedenen norwegischen Dialekten konstruierten Kunstsprache, ins Deutsche übersetzt und moderiert den Abend.
www.lcb.de

11. Februar: Lesung mit Selim Özdogan
AKW Würzburg , Beginn 21 Uhr
"Es ist ein besonderes Talent zu merken, wenn man glücklich ist. Zu merken, wann man glücklich war, kann jeder". Selim Özdogan, der für diesen Herbst seinen sechsten Roman angekündigt hat, trifft mit seinen Texten stets ins Schwarze. Seine Lesungen sind ein Mix aus spontanem Erzähl-Freestyle und Literatur. Der Autor liest neben Geschichten aus seinem letzten Erzählband "Trinkgeld vom Schicksal" auch unveröffentlichte Texte vor. Der "Meister der Momentaufnahme" bewegt sich in seinen Geschichten zwischen Deutschland und der Türkei, großen Momenten und einfachem Alltag, der Liebe und dem ganz normalen Wahnsinn.
Weitere Termine:
12. Februar: Aschaffenburg, Stadttheater, Beginn 20 Uhr
24. Februar: Hannover, Literaturetage im Künstlerhaus, Beginn 19:30 Uhr
www.selimoezdogan.de

14./15. Februar: "9. Gespenster-Lesenacht"
Literaturhaus Salzburg , Samstag 20 Uhr bis Sonntag 9 Uhr
Kinder zwischen 8 und 12 Jahren dürfen sich auf eine aufregende Gruselnacht freuen! Ausgerüstet mit Schlafsack, Kissen, Taschenlampe und dem Lieblings-Gespensterbuch können sie eine ganze Nacht lang unheimlichen Spukgeschichten lauschen. Für Nervennahrung ist gesorgt, und zur Geisterstunde erwartet die Kinder neben einem Mitternachtsimbiss eine Überraschung. Die Gespenster-Lesenacht endet bei einem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen.
www.literaturhaus-salzburg.at

14. Februar: "Kursbuch 154 - Die 30jährigen"
Lesung mit Stefanie Flamm, Kerstin Grether, Marko Martin, Marius Meller, Malin Schwerdtfeger, David Wagner. Moderation: Tilman Spengler
Roter Salon, Volksbühne Berlin , Beginn 21 Uhr
Eine kleine Anthologie der Generation derer, die einst als "Golf" bezeichnet wurde. Nutellakinder, Alles-Dürfer mit 68er Eltern, die großen Verlierer der Wirtschaftskrise. Um die dreißig zu sein scheint im Jahre 2004 ein Dilemma. 16 Autoren und Autorinnen beschreiben dieses Gefühl, und so wird aus vielen Ichs das Porträt eines Wir.
www.roter-salon.de