6. Februar: "Moby Dick oder Der Wal"
Uraufführung
Von Herman Melville, Inszenierung: Amélie Niermeyer, Klaus Buhlert
Theater Freiburg , Beginn 19:30 Uhr
Ismael beschließt, wieder zur See zu fahren. Das Schicksal treibt ihn und seinen exotischen Freund Queeqeeg auf das Walfängerschiff Pequod. Doch was als gewöhnlicher Walfang zu beginnen scheint, wandelt sich unter dem Kommando des dämonischen, besessenen Kapitän Ahab zu einem Kampf auf Leben und Tod. Hier der von Narben gezeichnete, einbeinige Ahab, der selbst "die Sonne schlagen" würde, um endlich seine Rachegelüste zu befriedigen; dort der geisterhafte Wal, die Personifizierung der stummen Naturgewalt. Und immer das elementare "große Leichentuch des Meeres".
www.theater.freiburg.de

6. Februar: "Der Gitarrenmann"
Premiere
Nach Jon Fosse
Mit Josef Bierbichler
Volksbühne Berlin , Beginn 21 Uhr
Josef Bierbichler lässt seine Figur als den in die Jahre gekommenen "Sohn" in das mittlerweile verlassene Elternhaus zurückkehren. Der einst von der Familie Verachtete berichtet nun Jahre später von seinem eigenen Sohn und von dessen Verachtung für die Lebensweise des Vaters. Der Gitarrenmann, einst rebellischer Einzelgänger und pubertierender Elternverweigerer, erscheint nun als doppelt gescheitert. Gescheitert an der verstockten Kleinbürgerlichkeit seines Elternhauses und gescheitert an der Idee, sich durch die Musik ein von Ängsten und Abhängigkeiten befreites Leben erfinden zu können.
www.volksbuehne-berlin.de

7. Februar: "Attabambi-Pornoland - Die Reise durchs Schwein"
Premiere
Autor und Regie: Christoph Schlingensief
Schauspielhaus Zürich , Beginn 19:30 Uhr
Schlingensiefs "Angstkirche": "Die hat kein Zentrum, keinen Vatikan und keine Kaaba. Im Zentrum der Angstkirche steht jeder selbst. Das ist auch die Kraft der Angst: sich selbst wieder zu spüren, registrieren, dass es dich gibt. Wenn täglich neue Horrorszenarien gezeichnet werden von islamischen Terroristen, von Selbstmordattentätern, von durchgedrehten Flugschülern, dann wird mit möglichem Terror, der eigentlich sowieso schon stattfindet, das politische Geschäft angekurbelt. Staatsterror ist eben auch eine Terrorform, und vielleicht auch gefährlicher als jeder Amokläufer in Bagdad oder Bad Ems".
www.schauspielhaus.ch

7. Februar: "Winterreise"
Premiere
Text: Wilhelm Müller, Musik: Franz Schubert, Inszenierung: Udo Samel
Schauspiel Frankfurt/Main , Kleines Haus, Beginn 19:30 Uhr
Wilhelm Müllers Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten (1824) lernte Schubert als Nachdruck in einem der damals beliebten Almanache kennen. Die vierundzwanzig "schauerlichen" Lieder besingen einen Wandergesellen, den seine enttäuschten Gefühle in die einsame, frostige Winterwelt hinaustreiben, der zum Weltflüchtigen wird, der sich als rastloser Gast auf einer eiskalten Erde empfindet und jede menschliche Gemeinsamkeit ablehnt. Eine Inszenierung des Schauspielers Udo Samel, der Franz Schubert in einer TV-Verfilmung verkörperte.
www.schauspielfrankfurt.de

7. Februar: "Don Juan kommt aus dem Krieg"
Premiere
Von Ödön von Horváth, Regie: Jacqueline Kornmüller
Schauspielhaus Stuttgart , Beginn 19:30 Uhr
Spätherbst 1918. Der Krieg ist aus, und Don Juan gerät in den "Taumel der Inflation". Er irrt durch eine gespenstische Nachkriegs-Szenerie, auf der Suche nach seiner letzten Geliebten, die er vor dem Krieg im Stich gelassen hat - so wie vor ihr viele andere. Aber nach dem Krieg ist nichts mehr wie vorher. Auch Don Juan ist ein anderer Mensch geworden, zumindest glaubt er es. Er hat sein Verantwortungsgefühl entdeckt und möchte seiner Geliebten jetzt treu sein. Aber Don Juan bleibt, wer er ist. Er kann nicht anders.
www.staatstheater.stuttgart.de

8. Februar: "Kur-Guerilla"
Uraufführung
Von John von Düffel, Regie: Beat Fäh
Staatstheater Wiesbaden , Beginn 20 Uhr
Sie sind jung, dynamisch, erfolgreich und rückenkrank. In einem großangelegten Kurkomplex rehabilitiert sich eine Gruppe von Sitzinvaliden für ihre Rückkehr ins Arbeitsleben. Es sieht im Prinzip gut aus. Doch nach dem Willen höherer Reformmächte soll ausgerechnet ihre spezielle Rückenschule aufgelöst werden und in rentableren beziehungsweise kostengünstigeren Kursparten aufgehen. Unter den Rückenleidenden geht die Angst um. Wer sind die Absteiger in der Mehrklassen-Medizin? Wer macht in der Hierarchie des Gesundheitssystems Karriere oder schläft sich gar bis zum Chefarzt hoch? Sollen sich die Mitglieder der Gruppe bekämpfen oder solidarisieren? Und wie sieht ein orthopädisch unbedenklicher, rückenfreundlicher Sitzstreik aus?
www.staatstheater-wiesbaden.de

8. Februar: "Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee"
Premiere
Von Violeta Dinescu, Inszenierung: Alexa Lüddecke
Hamburgische Staatsoper, Spielort Kampnagel K 2, Beginn 17 Uhr
Konrad muss für die Schule einen Aufsatz schreiben, was ihm nicht ganz leicht fällt - doch zum Glück gibt es Onkel Ringelhuth. Außerdem ist Donnerstag und obendrein der 35. Mai. Und das ist schließlich ein Tag, an dem einfach alles passieren kann! Und so machen sich Konrad und der Onkel auf zu einer Reise durch den Wandschrank in die Südsee. Auf dem Weg dorthin kommen sie durch das Schlaraffenland, besuchen die Burg zur großen Vergangenheit und lernen einen Ort für schwer erziehbare Eltern kennen. In dieser "Opera piccola" singen und musizieren Schüler aus Hamburger Schulen.
www.hamburgische-staatsoper.de