13. Februar: "McKinsey kommt"
Deutschsprachige Erstaufführung
Von Rolf Hochhuth, Regie: Oliver Munk
Brandenburger Theater, Beginn 19:30 Uhr
Das Stück hält der bundesdeutschen Realität einen Spiegel vor und fragt nach der moralischen und gesellschaftlichen Verantwortung politisch Handelnder. "Ich zeige nicht McKinsey, sondern die Opfer einer weltweiten Religion, zu der die - von unseren Politikern total unbeaufsichtigte - Diktatur der Weltwirtschaft geworden ist". (Rolf Hochhuth) "McKinsey kommt" thematisiert Massenarbeitslosigkeit, den Zynismus der Weltwirtschaft, die Lethargie und die Ohnmacht der Politiker und der Betroffenen, diesem Schicksal ins Auge zu sehen. In fünf Akten entwirft Hochhuth ein Portrait der bundesdeutschen Realität und zeichnet ein furioses Panorama einer Gesellschaft, die am sozialen Abgrund steht.
www.brandenburger-theater.de

13. Februar: "Warten auf Godot"
Premiere
Von Samuel Beckett, Regie: Jan Bosse
Deutsches Schauspielhaus Hamburg , Beginn 20 Uhr
Wladimir und Estragon warten jeden Tag wieder auf eine Gestalt namens Godot, die - ist sie heute nicht erschienen - von einem Jungen für morgen angekündigt wird. Nicht wach, nicht schlafend vertreiben sie sich die Zeit im Spiel ständig neu erfundener Handlungen. Die anfangs irritierend skurrile Atmosphäre nimmt mit dem Erscheinen der beiden Wandernden Pozzo und Lucky brutale Züge an; der eine wird blind, der andere stumm. Wladimir und Estragon suchen in dieser Welt stetigen Verfalls weiterhin unterhaltsame Wege des Zeitvertreibs, ewig wartend angesichts einer ungewissen Zukunft.
www.schauspielhaus.de

13. Februar: "Autofahren in Deutschland"
Premiere
Von Ulrike Syha, Regie: Ali M. Abdullah
Theater Aachen , Kammerspiele, Beginn 20 Uhr
Menschen auf der Überholspur, Menschen, die irgendwie zusammengehörten und auseinandergetrieben ihre Zukunft schon hinter sich haben. Auch ein spannender Krimi, weil sich auf rätselhafte Weise ihre Wege bei einer Irrfahrt über verlassene Autobahnen immer wieder kreuzen.
Für das Stück erhielt Ulrike Syha 2002 den Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker.
www.theater-aachen.de

13. Februar: "Sechs Tanzstunden in sechs Wochen"
Von Richard Alfieri, Regie: Horst Königstein
Mit Gustav Peter Wöhler und Monica Bleibtreu
St. Pauli Theater Hamburg , Beginn 20 Uhr
Eine ältere, durchaus wohlhabende Frau wünscht sich einen Tanzlehrer nach Hause. Sie will tanzen lernen, aber eigentlich möchte sie nicht allein sein. Doch das würde sie nie sagen. So gerät sie an einen nicht mehr ganz jungen eigenartigen Mann. Auch er hat etwas zu verstecken. Zudem besteht er darauf, zu jedem Tanz auch die Hintergründe zu erläutern. Kein Schritt ist für ihn zufällig. Das macht den Unterricht nicht ganz unkompliziert. Als sie sich gegenseitig noch dabei erwischen, dass ihre erzählten Lebensgeschichten voller Lügen sind, und alle Maskeraden zusammenbrechen, scheint die Geschichte fast zu Ende. Ein gemeinsamer Ballbesuch bringt die beiden wieder zusammen und ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.
www.st-pauli-theater.de

14. Februar: "Republik Vineta"
Premiere
Von Moritz Rinke, Regie: Oliver Karbus
Theater Augsburg , Beginn 19:30 Uhr
Sechs Männer sind in einen Planungsstab berufen worden, der den Traum von einem besseren Leben Wirklichkeit werden lassen soll. Unter der Federführung von Robert Leonhard organisieren sie in völliger Abgeschiedenheit die Entstehung der Republik Vineta. Die noch unbewohnte Insel im Bottnischen Meerbusen soll zu einem Paradies der Menschheit werden. Doch es kommt alles ganz anders. Die Frachtschiffe für die neue Welt mit sämtlichen Baumaterialien sind schon unterwegs, da stößt der Berliner Stararchitekt Färber zu der verschworenen Gemeinschaft und wirft alle Pläne über den Haufen.
www.theater.augsburg.de

18. Februar: "In der Strafkolonie"
Dresdner Erstaufführung/Premiere
Kammeroper von Philip Glass, Inszenierung: Carsten Ludwig
Sächsische Staatsoper Dresden , Kleine Szene, Beginn 20 Uhr
Ein Besucher ist eingeladen, in einer Strafkolonie auf einer pazifischen Insel der Hinrichtung eines Menschen beizuwohnen. Man möchte dort wissen, was er als Vertreter der zivilisierten westlichen Welt zu dem angewendeten Tötungsritual meint. Von seiner Ansicht hängt ab, ob das Bestrafungsritual weiterhin durchgeführt wird oder ob man künftig darauf verzichten soll. Der Offizier, der die Exekutionen durchführt, versucht den Forschungsreisenden von den Vorzügen der traditionellen Tötungsmaschine zu überzeugen. Der Reisende jedoch versteht sich nur als Beobachter, der nicht eingreifen will. Deswegen beschließt der Offizier, sich selbst und der Maschine ein Ende zu bereiten.
www.semperoper.de

19. Februar: "Better days"
Premiere
Von Richard Dresser, Regie: Nikolaus Helbling
Thalia Theater Hamburg , Gaußstraße, Beginn 20 Uhr
Irgendwo in einem Haus in einem abgewirtschafteten Industriegebiet an der Ostküste der USA, am äußersten Ende des amerikanischen Traums. Ray und Fay haben bessere Tage erlebt. Jetzt ist er arbeitslos, und sie jobbt bei einer Fastfood-Kette. Das Geld reicht hinten und vorne nicht. Es ist Winter, und immer größere Teile des Mobiliars werden verfeuert. Doch es gibt Hoffnung, vielleicht. Denn Ray hat eine Stimme gehört, die ihm bessere Zeiten verheißt, und sein Kumpel Arnie glaubt ihm. Ein geheimnisvoller Fremder bringt die Jungs auf eine neue Idee: Brandstiftung! Sie beginnen mit dem Abfackeln ihres eigenen Autos, brennen ihre Wohnblocks ab und sind kurz davor, auch noch ihre Arbeitsplätze anzuzünden. Da kommen Ray allmählich Zweifel ...
www.thalia-theater.de