12. März: "Rashomon"
Premiere
Von Ryunosuke Akutagawa, Regie: Stefan Maurer
Theater Oberhausen , Beginn 19:30 Uhr
Japan im 11. Jahrhundert, eine Epoche der Kriege und Naturkatastrophen. Vor sintflutartigem Regen haben drei Männer unter dem zerfallenen Steintor Rashomon, dem Tor der Geister, Zuflucht gefunden. Ihr Gespräch kreist um ein grausiges Verbrechen: im Dickicht des Lustwäldchens trafen ein Samurai, seine Frau und ein berüchtigter Bandit aufeinander. Es kam zu einer Auseinandersetzung, soviel steht fest. Am Ende ist der Samurai tot und seine Frau - wahrscheinlich - vergewaltigt. Hat der Bandit der Frau vor den Augen ihres gefesselten Mannes Gewalt angetan und den Wehrlosen anschließend getötet? Oder ist die Wahrheit viel komplizierter? Vor einem imaginären Gericht sagen die an dem Verbrechen Beteiligten aus, und jedes Mal stellt sich das Geschehen anders dar.
www.theater-oberhausen.de

12. März: "Schutt" (Debris)
Deutschsprachige Erstaufführung/Premiere
Von Dennis Kelly, Regie: Sandra Schüddekopf
Burgtheater Wien , Vestibül, Beginn 20 Uhr
Die Geschwister Michael und Michele lieben Fernsehen, Chips und träumen von einem Haus mit Champagner und Dienern - und haben Probleme mit ihren Eltern. Am allerliebsten erzählen oder spielen sie Geschichten: erlebte, erfundene oder gehörte. Immer sind sie auf der Suche nach dem richtigen Ausdruck, dem besonderen Gefühl und der bestimmten Haltung. Und zu erzählen gibt es viel. Von dem pädophilen Onkel, dem Jesus-fixierten Vater, der seine eigene Kreuzigung im Wohnzimmer inszeniert, von der Mutter, die vor Freude an einem Hähnchenknochen erstickt, und natürlich von "Schutt", den Michael findet und der alles verändert.
www.burgtheater.at

12. März: "Vom Fallen und Fliegen"
Uraufführung/Premiere
Von Renata Burckhardt, Regie: Ariane Gaffron
Theater Biel Solothurn, Spielort: Solothurn , Beginn 20 Uhr
Martin ist von seiner Malerleiter gefallen und muss nun eine Halskrause tragen. Emma, seine Frau, sorgt sich um die Liebe und wünscht sich einen Flug ins Glück. Und plötzlich spricht Martin von einer alten Leidenschaft, Maria. Rita, geschäftstüchtige Besitzerin eines Waschsalons, bietet Emma und Martin Hilfe an, gegen Geld natürlich. Soll es vielleicht nach Afrika gehen, zu den wilden Tieren? Oder sollte man Maria aus Italien einfliegen?
www.ensemble-theater.ch

13. März: "Bungee Jumping"
Premiere
Von Jaan Tätte, Regie: Milena Paulovics
Staatstheater Cottbus , Kammerbühne, Beginn 19:30 Uhr
Laura und Ronald stranden mitten in der Nacht im Haus eines merkwürdigen Mannes. Während dieser Ronald brüsk abweist und zurück in Kälte und Nacht schickt, nimmt er Laura liebevoll auf. Doch Ronald denkt nicht daran, das Haus zu verlassen. Schließlich bietet Osvald, jener merkwürdige Mann, Ronald eine Milliarde Dollar dafür, dass er Laura aufgibt. Das Geld ist echt und liegt zum Greifen nahe. Der notorisch geldknappe Ronald weiß nicht, wie er sich entscheiden soll: Geld oder Liebe? Osvald eröffnet jetzt Laura, weitere drei Milliarden Dollar mit ihr zu teilen, wenn sie bei ihm bliebe. Ein solches Angebot kann sie kaum ausschlagen. Doch woher kommt das Geld? Was hat ein goldener Fisch damit zu tun? Und wie kommt Laura in Modellpose auf die Titelseite einer Zeitschrift, ohne davon zu wissen.
www.staatstheater-cottbus.de

13. März: "Die Zofen"
Premiere
Von Jean Genet, Regie: Konstanze Lauterbach
Deutsches Theater Berlin , Beginn 19:30 Uhr
Zwei Schwestern, Claire und Solange, beide Zofen bei der Gnädigen Frau, wiederholen jeden Nachmittag ihr Ritual: abwechselnd spielen sie Herrin und Dienerin, quälen und trösten einander, schlüpfen in die eleganten Gewänder ihrer Herrin und verwischen anschließend die Spuren ihres heimlichen Spiels. Nach einem misslungenen Mordversuch an der Gnädigen Frau folgt die tödliche Wiederholung des Mord-Selbstmord-Spiels, von dem sie die endgültige Befreiung, die allgemeine Anerkennung und Bewunderung und die endgültige liebende Vereinigung erhoffen. Liebe scheint ihnen, die ständig um Überlegenheit in der Beziehung zueinander ringen und keine Gelegenheit zur wechselseitigen Demütigung auslassen, nur im Tod möglich.
www.deutschestheater.de

13. März: "Andorra"
Premiere
Von Max Frisch, Regie: Torsten Fischer
Schauspiel Köln , West-End-Theater, Beginn 19:30 Uhr
Andorra ist ein Ort, an dem alles in Ordnung ist und nichts stimmt. Allen geht´s gut, und alle haben Angst. Angst vor dem Fremden im Allgemeinen und vor dem Nachbarland der "Schwarzen", mit dem man früher im Krieg lag, im Besonderen.
Dabei hält man sich viel zugute auf seine moralische Überlegenheit, gerade den "Schwarzen" gegenüber, die sich in besagtem Krieg als wilde Antisemiten und Judenmörder aufgeführt haben. Da stört es auch keinen, dass dem einzigen Juden in Andorra jede Menge antisemitischer Vorurteile entgegengebracht werden.
www.buehnenkoeln.de

16. März: "A Clockwork Orange"
Premiere
Von Anthony Burgess, Regie: Steffen Höld
Elisabethbühne Salzburg , Beginn 19:30 Uhr
Alex und seine Droogs sind die Jugendlichen einer Welt, in der Gewalt und Brutalität allgegenwärtig sind. Sie rauben, sie vergewaltigen, sie töten - sie haben einfach "ein bisschen Spaß". Als Alex, wenn auch unbeabsichtigt, eine alte Frau umbringt, wird er von seinen Freunden verraten, von der Polizei festgenommen und zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Um der Haft zu entgehen, willigt Alex ein, Testobjekt eines neuen Resozialisationsprogramms zu werden. Und damit beginnt für den jugendlichen Outlaw die Horrorshow - Alex wird Stück für Stück zu einer menschlichen Maschine umprogrammiert: zum "Clockwork Orange" - eine Anspielung auf Maschine und Orang Utan (= Mensch) -, die beim Gedanken an Gewalt oder Sexualität von grausamen Schmerzen und Übelkeit gequält wird. Wieder auf freiem Fuß, wird Alex zu einem Spielball seiner ehemaligen Opfer, Freunde und machthungriger Politiker.
www.ebuehne.at