30. April: "Die Ziege oder Wer ist Sylvia?"
Premiere
Von Edward Albee, Regie: Albert Lang
Staatstheater Nürnberg , Kammerspiele, Beginn 20 Uhr
Martin ist 50, seit 25 Jahren verheiratet und ein erfolgreicher, preisgekrönter Architekt. Doch nun hat er ein Problem. Er liebt Sylvia. Bei einem Landausflug mit seiner Frau stand sie plötzlich vor ihm, in einem Stall. Das Problem: Sylvia ist eine Ziege….
40 Jahre nach "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" lässt Edward Albee erneut Schockwellen durch die Theaterlandschaft laufen. "Die Ziege" (Uraufführung 2002 in New York) erzählt eine Liebesgeschichte, ein Ehe- und Familiendrama und einen irritierend leichtfüßigen Tabubruch. Alles in allem ein "tierisch" aufregendes, bizarres und tragikomisches Stück.
Weitere Vorstellungen : 2., 7., 14., 18., 29. Mai und 2. Juni
www.staatstheater-nuernberg.de 30. April: "Die Eingeschlossenen von Altona"
Premiere
Von Jean Paul Sartre, Regie: Reinhard Göber
Theater Bonn , Kammerspiele, Beginn 19:30 Uhr
Hamburg-Altona, 1959: Der Sohn eines der mächtigsten Industriellen Deutschlands hat sich seit seiner Rückkehr aus Russland, wo er als Schinder von Smolensk bekannt war, in sein Zimmer eingeschlossen. Dort hält er Verteidigungsreden gegenüber einem fiktiven Gerichtshof: Entweder alle schuldig oder alle unschuldig!
Jean Paul Sartre, der wichtigste Vertreter des Existentialismus und einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrunderts, lenkt mit diesem Stück den Blick auf Nachkriegs-Deutschland, auf die Fragen nach Schuld und Sühne. Der wahnhafte Versuch dieses Kriegsverbrechers, mit seiner Schuld zu überleben und vor seiner Verantwortung zu fliehen, steht hier für das Schicksal einer ganzen Familie und exemplarisch für das Schicksal vieler Deutscher.
Weitere Vorstellungen : 2., 8., 13., 14. und 30. Mai
http://theaterbonn.bgp.de 1. Mai: "Die Entführung aus dem Serail"
Premiere
Von Wolfgang Amadeus Mozart, Regie: Fred Berndt, Musikalische Leitung: Roger Epple
Inszenierung des Opernhauses Halle für das Goethe Theater in Bad Lauchstädt , Beginn 14:30 Uhr
Die Uraufführung im Jahr 1781 wurde zu einem herausragenden Erfolg für Mozart, der mit "Die Entführung aus dem Serail" (Libretto: Christoph Friedrich Bretzner) zum ersten Mal einen deutschen Text vertonte. Konstanze, Blonde und Pedrillo werden gefangen und als Sklaven an den osmanischen Herrscher Bassa Selim verkauft. Konstanzes Verlobter Belmonte plant eine Rück-Entführung, die jedoch misslingt. Am Ende lässt Bassa die Gefangenen ziehen.
Die musikalischen Rollen von Konstanze (Koloratursopran), Belmonte (lyrischer Tenor) und Pedrillo (Buffo-Tenor) wurden stilbildend für die Gattung der deutschen komischen Oper. Nach acht Spielzeiten verabschiedet sich der musikalische Leiter und Chefdirigent Roger Epple mit dieser Inszenierung vom Opernhaus Halle.
Weitere Vorstellungen : 2. und 23. Mai
www.opernhaus-halle.de 2. Mai: "Hotel Palestine"
Uraufführung/ Premiere
Von Falk Richter
Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin , Beginn 20:30 Uhr
Falk Richter schließt mit "Hotel Palestine" seine im Januar begonnene Theaterwerkstatt "Das System" ab. Der vierteilige Zyklus befasst sich mit dem Leben in Zeiten der Globalisierung und dessen Kehrseite. Die Inszenierungen werden von Filmclips, Gesprächen und Lesungen begleitet. Im diesem letzten Teil geht es um Terrorismus als neue Form des Krieges und die Orientierungslosigkeit in einer medialisierten Welt, in der Freund und Feind kaum trennbar sind. Im Anschluss an die Premiere wird ab dem 3. Mai der gesamte Zyklus "1/Electronic City", "2/Unter Eis", "3/Weniger Notfälle" und "4/Hotel Palestine" gezeigt.
Weitere Vorstellungen : 3., 4., 9. und 13. Mai
www.schaubuehne.de 8. Mai: "Elling"
Premiere
Von Axel Hellstenius nach dem Roman von Ingvar Ambjornsen, Regie: Christian Schlüter
Theater Bielefeld , Beginn 19:30 Uhr
"Der Sauerkrautpoet hat zugeschlagen!", lautet die Traumschlagzeile von Elling. Als revolutionärer Dichter will er die Welt umkrempeln. Kürzlich aus einer psychiatrischen Klinik entlassen, leben der scheue Elling und der rumpelig-liebenswerte Bjarne in einer betreuten Wohngemeinschaft. Gemeinsam proben sie das Leben in der Gesellschaft und lernen eine hochschwangere Nachbarin kennen, in die sich Bjarne Hals über Kopf verliebt.
Die Verfilmung des Romans "Elling" wurde 2002 als bester ausländischer Film für den Oscar nominiert, und als Theaterstück war die anrührend-komische Geschichte bereits in Oslo ein großer Erfolg.
Weitere Vorstellungen : 12. bis 16. Mai, 4. bis 16. Juni
www.theater-bielefeld.de