13.12.2003 bis 28.3.2004: "Brassaï (1899-1984) - Das Auge von Paris"
Kunstmuseum Wolfsburg
Brassaï (1899-1984), "Das Auge von Paris", zählt zu den bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Beeinflusst vom Surrealismus, wurde Brassaï vor allem für seine Nachtaufnahmen der französischen Metropole berühmt. Seine Werke zeigen Liebespaare, Gauner, Freudenmädchen in einem nächtlichen, geradezu mystischen Paris. Brassaï entdeckt die Poesie des Gewöhnlichen: Gegenstände wie Zündhölzer, Fahrscheine und Fingerhüte erreichen in seinen Aufnahmen skulpturale Qualitäten. Banale Kritzeleien an Mauern erhebt er zum Bildmotiv. Diese Brassaï-Retrospektive, die vom Pariser Centre Georges Pompidou konzipiert wurde, vereint ca. 150 Aufnahmen des Künstlers.
www.kunstmuseum-wolfsburg.de

13.12.2003 bis 14.3.2004: "Unwirklichkeit üben - Lovis Corinth und Max Slevogt"
Lenbachhaus München
Die Ausstellung mit Werken von Lovis Corinth (1858-1925) und Max Slevogt (1868-1932) konzentriert sich darauf, an welchem Punkt die in den Bildern gezeigte Realität überstiegen wird und die Erforschung des Unwirklichen einsetzt. Es stellt sich die Frage nach der spezifischen Modernität von Corinth und Slevogt. In Corinths Werk tauchen vielfach Totenschädel, Skelette und andere Symbole der Vergänglichkeit auf, die zugleich auf freimaurerische Rituale verweisen. Alle Künstlern jener Umbruchszeit vom 19. zum 20. Jahrhundert suchen nach neuen Ausdrucksformen - dies ist durchaus gelegentlich vom Scheitern begleitet, so zum Beispiel Max Slevogts Versuche, die Schrecken des Ersten Weltkriegs angemessen darzustellen. Ein ähnliches Problem taucht dort auf, wo Corinth und Slevogt einem spezifischen, zeitgenössischen Zugang zu den Darstellungen christlicher Ikonographie auf der Spur sind. Sie lassen die animalischen Züge des leidenden Christus expressiv hervortreten. Die Ausstellung wurde aus den Beständen des Lenbachhauses entwickelt und durch Leihgaben ergänzt.
www.lenbachhaus.de

13.12.2003 bis 29.2.2004: "Wings of Art - Motiv Flugzeug"
Ludwig Forum, Aachen
Die Verwendung des Flugzeugs in der bildenden Kunst geht mit einer vielschichtigen Symbolik einher. Die Auseinandersetzung mit der grenzenlosen Freiheit, das Ausloten des Machbaren, der Gedanke der "vereinten Welt" bis zu Visionen über das ewige menschliche Scheitern und Stillstand stecken das Spektrum ab. Im Spannungsfeld zwischen ironisch-scherzhaftem Kommentar und technikbegeisterter Bewunderung - aber auch zwischen kindlichem Spiel und Zerstörungsmaschinerie - bewegen sich die gezeigten Arbeiten. Mit Werken von Robert Adrian, Alighiero Boetti, Johannes Brus, Joost Conijn, Johan Grimonprez, Zvika Kantor, Sven Kroner, Vera Lutter, Harriet und Peter Meining, Malcolm Morley, Hiraki Sawa, Alberto Simon, Nancy Spero, Wolf Vostell, Richard Wilson u.a.
www.heimat.de/ludwigforum

19.12.2003 bis 12.4.2004: "Corpus Christi - Christus-Darstellungen in der Photographie 1853-2001"
Deichtorhallen Hamburg
In den vergangenen 150 Jahren Fotogeschichte erscheinen immer wieder auch Fotografien, die beeinflusst sind durch Form und Ikonographie christlich religiöser Malerei und Skulptur. Leihgeber vom Getty Museum bis zu Sir Elton John stellen ca. 130 Exponate von insgesamt 76 verschiedenen Künstlern für die Ausstellung zur Verfügung. Neben Arbeiten von Man Ray, Annie Leibovitz oder Robert Mapplethorpe sind auch Werke weniger populärer Fotografen zu sehen. Ziel der Ausstellung ist es nicht, die Beziehung zwischen Künstler und Religion zu untersuchen, sondern die ästhetische Auseinandersetzung mit der Darstellung Christi als einem universalen Symbol in einem generellen Kunstkontext. Der Fokus liegt auf Bildern, die einen subjektiven und interpretativen Zugang zum Thema haben, sowie eine aktive künstlerische Auseinandersetzung mit dem Gegenstand beinhalten. www.deichtorhallen.de

20.12.2003 bis 18.4.2004: "Temporal Values - von Minimal zu Video"
ZKM - Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe
Die drei Parameter der Minimal Art - Zeit, Material, Wahrnehmung - haben nicht nur den Skulpturbegriff erweitert, sondern auch den Medien einen neuen Horizont eröffnet. Die Wahrnehmungsstrategien früher Videoarbeiten, wo der Blick durch die Kamera die natürliche Wahrnehmung ergänzt, stellen eine Beziehung zwischen Raum, Material und Zeit her. Die Entwicklung von der Skulptur als Zeiterfahrung zum zeitbasierten Medium Video ist Fokus dieser Ausstellung, die damit neue ästhetische Verknüpfungen zwischen Minimal Art und Medienkunst präsentiert. Gezeigt wird, wie skulpturale Tendenzen der 1960er Jahre in Beziehung zu Wahrnehmungsstrategien der frühen Videoskulptur gesetzt werden können. Die lineare Erzählung tritt gegenüber der Abstraktion und der Darstellung von Wahrnehmungsphänomenen in den Hintergrund.
www.zkm.de