Newsletter ZEIT-Kulturbrief vom 22. November bis 1. Dezember 2002
AUS DEM INHALT:
Verlosung:
Gemeinsam mit der
Deutschen Verlags-Anstalt
verlost
ZEIT-Online drei Exemplare von "Goethe noch einmal". Senden Sie
uns bis zum 28. November, 12 Uhr mittags, eine eMail, bitte mit
Namen und Adresse, an
kulturbrief@zeit.de
.
Stichwort: Reich-Ranicki
Die Gewinner werden unter allen Einsendern ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Mehr zum Buch und online-Bestellmöglichkeit
Weitere Veröffentlichungen Reich-Ranickis bei dva
Verlosung:
Gemeinsam mit dem
Deutschen Taschenbuch-Verlag
verlost
ZEIT-Online fünf Exemplare von "Das kurze Leben der Felica Schragenheim". Senden Sie uns
bis zum 28. November, 12 Uhr mittags, eine eMail, bitte mit
Namen und Adresse, an
kulturbrief@zeit.de
.
Stichwort: Jaguar
Die Gewinner werden unter allen Einsendern ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Mehr Informationen zum Buch und die online-Bestellmöglichkeit finden Sie hier .
3. Die Kunst des Schneidens: das Festival Film+ - mit Verlosung
Das Festival "Film +", das in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfindet, hat sich ganz dem Schnitt als einem der wichtigsten Basisbausteine des Films verschrieben. Im Programm werden Filmvorführungen und Diskussionen kombiniert. So bekommen Editoren die Möglichkeit, gemeinsam mit Regisseuren und Schauspielern über Theorie und Praxis ihrer Arbeit zu reden und in Panels, Werkstattgesprächen sowie einem Nachwuchs-workshop ihr Wissen weiterzugeben.
In diesem Jahr wird darüber hinaus das Lebenswerk des Editoren Klaus Dudenhöfer gewürdigt, der bereits seit über fünfzig Jahren in diesem Geschäft wirkt und an so bedeutenden Filmen wie "Des Teufels General" und "Serengeti darf nicht sterben" gearbeitet hat. Aber auch Jungeditoren können sich über die Methoden ihrer Ausbildung austauschen und von den erfahreneren Kollegen Impulse für ihren weiteren Weg geben lassen.
Höhepunkt dieses Filmevents ist die Verleihung des 4. Schnitt-Preises in Höhe von Euro 7500,-, der die künstlerisch beste Schnitt-Leistung in einem deutschen Kinospielfilm prämiert. Hierfür hat eine prominent besetzte Jury, bestehend u.a. aus dem Regisseur Didi Danquart, dem Schauspieler Axel Prahl und der Editorin und Preisträgerin des Vorjahres Monika Schindler, fünf Filme ausgewählt. Nominiert für den Preis sind Mona Bräuer für "Bella Martha", Martina Matuschewski für "Engel & Joe", Hanna Müllner für "Der Felsen", Peter Przygodda für "Tattoo" und Horst Reiter für "Mondscheintarif". Alle fünf Filme werden während des Festivals gezeigt, so dass jeder Filmfan sein Bild dieser Filme einer Überprüfung unterziehen kann.
Verlosung
Gemeinsam mit dem Festival
Film +
verlost ZEIT-Online drei
Buchpakete zum Thema ("Das Schweigen der Bilder.
Stanley Kubrick" von Kay Kirchmann, "Um sie weht der
Hauch des Todes / Der Italowestern. Die Geschichte
eines Genres" und "Das ortlose Kino" von Lars
Hendrik Gass) und drei Jahresabos des Filmmagazins
"Schnitt" (erscheint 4x jährlich).
Senden Sie uns bis zum 28. November, 12 Uhr mittags,
eine eMail, bitte mit Namen und Adresse, an
kulturbrief@zeit.de
.
Stichwort: Film +
Die Gewinner werden unter allen Einsendern ausgelost.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
"Film +" ist eine Veranstaltung des Filmmagazins "Schnitt" in Zusammenarbeit mit der Filmförderung NRW und der Stadt Köln.
4. BÜCHERTISCH: Rezensionen von ZEIT-Literaturredakteuren
BELLETRISTIK
von Benedikt Erenz
Johann Friedrich Reichardt: Autobiographische
Schriften
hrsg. von Günter Hartung; Mitteldeutscher Verlag,
Halle 2002; 248 S., Abb., 16 Euro
Er ist eine der faszinierendsten Gestalten des
Klassischen Zeitalters: Johann Friedrich Reichardt,
Komponist und Kapellmeister, Journalist, politischer
Kopf und leidenschaftlicher Gärtner, geboren vor
genau 250 Jahren in Königsberg, gestorben 1814 bei
Halle. Vergessen war er nie. Seine brillanten
Reportagen aus dem Paris der Revolution, seine
Musikschriften wurden neu aufgelegt, 1992 widmete ihm
Dietrich Fischer-Dieskau ein Buch. Jetzt ist Reichardts
temperamentvolle Autobiografie seiner frühen Jahre
(mit wunderbaren Porträts von Claudius und Gluck,
Corona Schröter und Friedrich II.) in gleich zwei
Ausgaben erschienen. Einmal in einer populäreren
Fassung unter dem Titel Der lustige Passagier beim
Aufbau-Verlag (237 S., 18 Euro), gut kommentiert. Zum
zweiten, leider ohne Anmerkungen und Register, in einer
wissenschaftlichen Textedition, herausgegeben von
Günter Hartung, dessen große
Reichardt-Biografie noch immer eines Verlages harrt!
Texte zum Tod von Allen Ginsberg, hrsg. von
Florian Vetsch
Der Sanitäter 9/02; Verlag Peter Engstler, Ostheim
2002; ISBN 3-929375-31-1; 108 S., Abb., 9 Euro
Ein großer Dichter? Ein globaler auf jeden Fall.
Alles wollte Ginsberg mit allem verknüpfen in
seinen uferlos sich verströmenden Gedichten, alle
Kulturen, Zeiten... Ezra Pound mit der Beat-Lyrik,
jüdische Tradition mit der Weisheit des
Buddhismus. So schrieb er um die Welt. Und so nehmen
die Autoren dieses Bandes (Amerikaner, Europäer,
eine Japanerin) in ihren Texten Abschied von ihm wie
von einem Mitreisenden, der zurückblieb, am 5.
April 1997 in Manhattan - um in neue Welten
aufzubrechen.
SACHBUCH
von Volker Ullrich
Erich Schairer: Bin Journalist, nichts weiter.
Ein Leben in Briefen
hrsg. v. Manfred Bosch u. Agathe Kunze;
Silberburg-Verlag, Tübingen 2002; 232 S., 19,90
Euro
Er sei "unbequem für alle" gewesen, "denen
Anpassung alles bedeutet", so rief ihm die Deutsche
Rundschau im August 1956 nach. Ein Unbequemer war der
schwäbische Journalist Erich Schairer, der
Gründer der legendären Sonntags-Zeitung (1920
bis 1937), von Anfang an. Weil er sich nicht anpasste,
erteilten ihm die Nazis Berufsverbot. Nach 1945 wurde
er als Mitherausgeber der Stuttgarter Zeitung zu einer
der wichtigsten Stimmen der Nachkriegspublizistik. In
diesem Band mit Briefen an Familie und Freunde lernen
wir den unerschrockenen Mann auch von seiner privaten
Seite kennen. Ein Vorbild für Journalisten, gerade
heute.
Sonja Sonnenfeld: Es begann in Berlin. Ein
Leben für Gerechtigkeit und
Freiheit
Donat Verlag, Bremen 2002; 142 S., 12,80 Euro
Als Neunjährige saß sie auf den Knien von
Walther Rathenau. Später steppte sie mit Josephine
Baker und schloss Freundschaft mit Jean Gabin. In ihrer
Autobiografie ruft Sonja Sonnenfeld (Jahrgang 1912) die
"Goldenen Zwanziger" in Erinnerung, als Berlin noch
Weltstadt war. Nach dem November-Pogrom 1938 kehrte die
Jüdin mit schwedischem Pass nach Stockholm
zurü ck. Dort engagierte sie sich für
Flüchtlinge. Seit Ende der siebziger Jahre
bemü hte sie sich vergeblich darum, das Schicksal
des schwedischen Diplomaten Raul Wallenberg
aufzuklären, der Tausenden ungarischen Juden das
Leben gerettet hatte und 1945 von der Roten Armee
verschleppt worden war. Ein bemerkenswertes Leben,
authentisch erzählt.
5. KULTURKALENDER
22. November: "Vorher/Nachher"
Uraufführung
von Roland Schimmelpfennig, Regie: Jürgen
Gosch
Deutsches Schauspielhaus
Hamburg
,
Beginn 20 Uhr
Das Stück zeigt Momentaufnahmen, fast wie Fotos
oder Bilder. Menschen auf der Durchreise, denen der
Zuschauer in verschiedenen Etappen des Lebens immer
wieder begegnet. Die Bilder setzen sich zusammen und
ergeben ein bestimmtes Klima, möglicherweise das
Klima der Umstände, in denen wir leben. Roland
Schimmelpfennig ist einer der meistgespielten,
jüngeren Autoren und war in der Spielzeit 01/02
Hausautor am Deutschen Schauspielhaus.
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23. November: "Gagarin Way"
Premiere
von Gregory Burke, Inszenierung: Oliver
Schamberger
Deutsches Theater
Göttingen
,
Beginn 20 Uhr
Die Arbeiter Eddie und George wollen gegen die
menschenverachtenden Auswirkungen der Globalisierung
vorgehen und entführen kurzerhand den Berater
eines multinationalen Unternehmens, einen Japaner, wie
sie glauben. Der Spezialist aus Fernost ist beauftragt,
ein Gutachten über die Wirtschaftlichkeit der
Fabrik abzugeben und soll nun zum Märtyrer seines
Brutalo-Kapitalismus werden. In einer Lagerhalle nehmen
Eddie und George den Gekidnappten ins Kreuzverhör.
Bevor sie ihn lynchen, stellen sie fest, dass der
Entführte gar kein Japaner ist, sondern aus
derselben Gegend stammt wie sie: aus einer ehemals
kommunistischen Hochburg. Der Plan ist offensichtlich
gescheitert. Aber Eddie erklärt, dass es ihm
ohnehin nur um das Ausleben von Gewalt geht...
Der schottische Autor Gregory Burke gewann mit seinem
dramatischen Erstling beim Edinburgh-Festival 2001 den
Fringe First Award.
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23. November: "Die
Dreigroschenoper"
Premiere
von Bertolt Brecht und Kurt Weill
Theater
Augsburg
, Beginn 19:30
Uhr
1928 wurde Brechts und Weills "Dreigroschenoper" nach
der Vorlage von John Gays "The Beggar's Opera" in
Berlin uraufgeführt. Sofort war das Stück ein
enormer Erfolg. Bettler, Huren und Räuber treten
auf und stellen die dunkle, kriminelle Seite der
großstädtischen Welt dar. Trotz ihrer
Ansiedlung im viktorianischen England kritisiert die
"Dreigroschenoper" mit Satire und Spott die
bürgerlich- kapitalistische Welt der Weimarer
Republik. Die Musik Kurt Weills enthält Elemente
des Jazz, der Unterhaltungsmusik sowie Kirchen- und
Opernmelodien. Vor allem die eingestreuten Balladen wie
das "Lied der Seeräuber-Jenny" oder die "Moritat
von Mackie Messer" sichern dem Stück bis heute
anhaltende Beliebtheit.
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24. November: "Ladies Night"
Premiere
von Stephen Sinclair und Anthony McCarten
Elisabethbühne Schauspielhaus
Salzburg
, Beginn 19 Uhr
Sechs arbeitslose Metallarbeiter fassen einen
heroischen Entschluss: Sie gründen die erste rein
britische Männer Strip-Gruppe: die "Wilden
Stiere". Vom Rausch der Gründungsfeier bleibt der
Kater des ersten Probentages. Was macht eine originelle
Nummer aus und einen Strip perfekt? Was turnt Frauen
wirklich an und warum? Aus einer "Schnapsidee" wird
beinharte Arbeit. Und dann gehen die Lichter an: der
erste Auftritt. In einer tänzerisch-erotischen
Verzweiflungsaktion vor kreischenden Frauen legen die
Jungs ihre erste Show hin. Erleben Sie die
amüsante Erfolgsstory der mutigen Men-Stripper und
überzeugen Sie sich selbst: auch strippen will
gekonnt sein! Das Stück wurde unter anderem durch
die Verfilmung bekannt, die in den deutschen Kinos
unter dem Titel "Ganz oder gar nicht" lief.
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24. November: "Jackie und andere Prinzessinnen
- Der Tod und das Mädchen IV und V"
Uraufführung
von Elfriede Jelinek, Regie: Hans Neuenfels
Deutsches Theater
Berlin
,
Kammerspiele, Beginn 20 Uhr
Berühmte Frauen bevölkern das literarische
Totenreich von Elfriede Jelinek. Prinzessinnen und
zeitgenössische Vorzeige-Damen begegnen uns darin
als Wiedergängerinnen. In Elfriede Jelineks
"Prinzessinnen"-Zyklus sind - als Auftragswerke des
Deutschen Theaters - zwei neue Teile hinzugekommen:
Jackie O. schleift in "Der Tod und das Mädchen IV"
ihre Toten hinter sich her "wie beim Tauziehen"; die
Dichterinnen Sylvia Plath und Ingeborg Bachmann steigen
in "Der Tod und das Mädchen V" hinab ins
Totenreich, um - wie einst Odysseus - die Seelen der
toten Helden zu befragen.
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28. November: "Weg in den
Dschungel"
Uraufführung
von Kai Hensel, Regie: Olga Wildgruber
Schlosstheater
Dresden
, Beginn 20
Uhr
Cynthia will sich von ihrem anstrengenden Job als
Fachfrau für Corporate Communication erholen -
ganze zweiundsiebzig Stunden lang. Gegen Bezahlung mit
Kreditkarte gleich bei Ankunft. Dafür gibt es dann
auch Ursprünglichkeit in ihrer reinsten Form:
Moskitos in der Hängematte, "Coconut-Dream" auf
der Holzterrasse, Trommelrhythmen aus dem Dorf
unterhalb des Hotels. Und Frühstück mit
Hörnchen, Milchkaffee und Vitamintabletten. Ein
Abenteuerurlaub im Dschungel wie aus dem Ferienkatalog
- unter lauter Gästen aus dem gehobenen
Management. Das Ende wird grausam, vor allem für
Cynthia, die noch vor Ablauf ihres Urlaubs eine ganz
unerwartete Rückreise antreten muss.
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28. November: "Finnisch oder Ich möchte
dich viel berühren"
Premiere
von Martin Heckmanns, Regie: Anna Schildt
Schauspiel
Frankfurt am Main
,
Zwischendeck, Beginn 22 Uhr
Einsam und alleine? Keine Lust auf
"Fisch-sucht-Fahrrad"-Partys oder Kontaktanzeigen? Es
geht auch anders: Ein junger Mann wartet auf ein Paket.
Er hat es sich selber geschickt. Der Grund: Er will die
Postbotin kennen lernen. In der Stunde vor der
erhofften Begegnung spielt er verschiedene Varianten
der Kontaktaufnahme durch. Mal unverschämt, mal
schüchtern, mal beiläufig cool oder betont
geistreich. Er plant und verwirft Situationen und
Sätze, schweift ab, bringt sie auf den Punkt. Es
geht nur darum, den Anfang zu machen: unverfroren,
wehmütig, urkomisch.
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29. November: "Janis Joplin - Ein Stück
Rock 'n' Roll"
Uraufführung
Von Thomas Guglielmetti, Inszenierung: Matthias
Fontheim
Schauspielhaus
Graz
, Beginn 19:30
Uhr
"Live fast, love hard, die young" - Janis Joplin hat
die Beatnik-Philosophie der Hippies konsequent gelebt;
zwischen Bühne, Bett und Whiskey, von dem sie
zeitweise bis zu einem Liter täglich konsumierte.
Nachdem sie über fünf Jahre kreuz und quer
durch Amerika getrampt war, kam sie 1966 nach San
Francisco, wo sie sich der Band "Big Brother and the
Holding Company" anschloss und zur unbestrittenen
Königin der Rockmusik wurde. Ihre Auftritte am
Monterrey- und Woodstock-Festival sind legendär.
Der Erfolg währte jedoch nicht lange: Noch
während der Aufnahmen zu ihrem dritten Album fand
man sie heroinvergiftet in einem Motelzimmer. Die 2500
Dollar, die sie bar hinterließ, vertranken 200
Freunde ihrem Wunsch gemäß auf einer Party in
Kalifornien.
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1. Dezember: "Autofahren in
Deutschland"
Uraufführung
von Ulrike Syha, Regie: Monika Gintersdorfer
Thalia Theater
Hamburg
, Beginn 20
Uhr
Leben auf der Überholspur. Hugo ist
Grafikdesigner, fährt einen BMW und hat sich auf
das Entwerfen virtueller Mammuts spezialisiert. Seinem
Finanzberater Lorenz steht der Sinn mehr nach
amerikanischen Straßenkreuzern. Er ist nicht nur
Hugos vermeintlich bester Freund, sondern hat auch ein
Verhältnis mit dessen Lebensgefährtin Marthe
- oder versucht es zumindest, während ihnen die
Steuerfahndung auf den Fersen ist. Autofahren ist
für die beiden mehr als nur eine Frage des
Lebensgefühls, es ist ein Bekenntnis. Doch der
Wille zur Mobilität und totaler Kontrolle
schlägt endgültig um in Verfolgungswahn und
Flucht, als Lorenz' verunglückt geglaubte Ex-Frau
Cleo wiederauftaucht - der schlimmstmögliche
Alptraum.
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21. November und 22. November: "Radio Symphonie
Orchester Frankfurt"
Alte Oper
Frankfurt
, Beginn 20
Uhr
Unter der Leitung seines Schülers Hugh Wolff,
Chefdirigent des Radio Symphonie Orchesters, spielt der
berühmte Konzertpianist Leon Fleischer Ravels
Klavierkonzert für die linke Hand. Kein anderer
Pianist interpretiert das einhändige Stück
wie Leon Fleischer, bei dem 1964 auf dem Höhepunkt
seiner Karriere eine plötzliche Lähmung der
rechten Hand auftrat. Seit 1995 kann der Künstler
wieder beidhändig konzertieren. Erweitert wird das
Programm um Felix Mendelsohn Bartholdys "Meeresstille
und eine glückliche Fahrt", einer Vertonung zweier
Gedichte Goethes, und der 1. Symphonie von William
Walton.
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23. November: "Konstantin
Wecker"
Fabrik
Hamburg
, Beginn 20 Uhr
Konstantin Wecker hadert wie eh und je mit der Politik
und schwelgt in Träumereien. Nach fünf Jahren
des Experimentierens mit Brecht, Kinderliedern,
Musicals und der Schauspielerei erschien letzten Herbst
mit "Vaterland" wieder eine Liederplatte des
Münchners, die er auf einer ausgedehnten
Deutschland-Tournee vorstellt.
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"Klangwelten - Festival der
Weltmusik""
26. November: St.-Johannis-Kirche
Hamburg
, Beginn 20 Uhr
28. November: Kunst- und Ausstellungshalle,
Bonn
, Beginn 20 Uhr
(weitere Termine entnehmen Sie bitte dem Programm auf
der Festival-Homepage)
Das Klangwelten-Festival präsentiert ein
ausgefallenes Konzertprogramm mit einer Kombination
verschiedenster traditioneller und
zeitgenössischer Musikstile der Welt. Seit 1987
hat sich das Festival als erfolgreiches deutsches
Welt-Musik-Festival etabliert. Der Schwerpunkt liegt
auf der stilreinen Darstellung traditioneller
Musikkulturen und auf einem kulturübergreifenden
Zusammenspiel der Musikerinnen und Musiker.
Im 3-stündigem Abendprogramm begeben sich die
Musiker und das Publikum auf eine musikalische
Weltreise. In diesem Jahr sind zehn Musiker aus
fünf Ländern beteiligt; darunter eine Gruppe
aus Afrika, die noch nie außerhalb ihrer
Heimatregion gespielt hat.
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28. und 29. November: "Symphonieorchester des
Bayerischen Rundfunks"
Herkulessaal der Residenz,
München
, Beginn jeweils 20
Uhr
Der Bariton Matthias Goerne singt Monologe aus
"Jedermann" von Frank Martin, nach Texten von Hugo von
Hofmannsthal. Unter der Leitung von Fabio Luisi werden
außerdem zwei Sinfonien von Honegger (Nr. 5) und
Brahms (Nr. 4) gegeben.
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"Terence Blanchard Group / Nils Landgren Trio
& Strings"
29. November: Musikhalle
Hamburg
,
Beginn 20 Uhr
30. November: Stilwerk
Berlin
, Beginn
20 Uhr
Unter der Leitung seines Schülers Hugh Wolff,
Chefdirigent des Radio Symphonie Orchesters, spielt der
berühmte Konzertpianist Leon Fleischer Ravels
Klavierkonzert für die linke Hand. Der Trompeter
Terence Blanchard und der Posaunist Nils Landgren sind
Meister des Jazz. Gemeinsam touren sie nun durch
Deutschland.
Für sein Album "Wandering Moon" erhielt Terence
Blanchard im vergangenen Jahr eine Grammy-Nominierung
in der Kategorie "Best Instrumental Jazz Solo
Performance". Das neue Meisterwerk heißt "Let's
Get Lost" und ist dem legendären Jimmy McHugh
gewidmet, dessen Standards Blanchard völlig neu
interpretiert. Unterstützt wurde er dabei von den
Jazz-Sängerinnen Diana Krall, Jane Monheit, Dianne
Reeves und Cassandra Wilson.
www.musikhalle-hamburg.de
www.stilwerk.de
1. Dezember: "Adventskonzert des
Gewandhausorchesters Leipzig"
Gewandhaus
Leipzig
, Beginn 20
Uhr
Bereits seit über zehn Jahren wird im Gewandhaus
am Abend des ersten Advents ein Konzert zu Gunsten der
Unicef gegeben. In diesem Jahr dirigiert Herbert
Blomstedt Mozarts Ouvertüre zu "Die
Zauberflöte", Ausschnitte aus der "Aladdin-Suite"
von Carl Nielsen, die "Feuervogel"-Suite in der Fassung
von 1919 von Igor Strawinski, "Das Märchen von der
schönen Melusine" op. 32 von Felix
Mendelssohn-Bartholdy, "Der Schwan von Tuonela" op. 22
Nr. 2 von Jean Sibelius und "Der Zauberlehrling" von
Paul Dukas.
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22.11.2002 bis 9.3.2003: "Uhren aus fünf
Jahrhunderten"
Museum Huelsmann,
Bielefeld
Aus dem Besitz des Hessischen Fürstenhauses
Aus ihrem reichen Schatz von Uhren hat die Hessische
Hausstiftung 60 besonders wertvolle Exemplare
ausgesucht, die sie nun in einer Sonderschau
präsentiert. Die frühesten Beispiele kommen
aus dem 16. Jahrhundert, die späten Beispiele
datieren in den Jugendstil. Die meisten der Exponate
stammen aus Familienbesitz und waren ursprünglich
in den Residenzen der Landgrafen, Kurfürsten und
Großherzöge von Hessen aufgestellt. Andere
Uhren sind schon als Sammlerstücke erworben
worden, wie etliche aus dem ehemaligen Besitz von
Kaiserin Victoria. Viele der gezeigten Uhren "leben"
noch, so dass der Besucher der Ausstellung es ticken
und zur vollen Stunde schlagen hört. Ein
eindrucksvoller Beweis des Zusammenwirkens von Kunst
und Technik.
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22.11.2002 bis 26.1.2003: "Junge Video-Kunst
aus Japan"
Museum für ostasiatische Kunst
Berlin
Das Mori Art Museum in Tokio initiierte einen
Wettbewerb für junge in Japan tätige
Video-Künstler. Aus den über 80 Teilnehmern
wurden acht Beiträge prämiert und 13 weitere
besonders ausgezeichnet. Bis zum Ende 2002 werden in
einem Turnus von jeweils zwei Wochen die Arbeiten der
acht Preisträger und in einer Sonderausstellung
die Videos der 14 Finalisten im Informationszentrum des
Mori Art Museums gezeigt.
Als erstes Museum außerhalb Japans wird das Museum
für Ostasiatische Kunst alle 21
Video-Künstler vorstellen, manche Videos werden
somit zuerst in Berlin und dann in Tokio zu sehen
sein.
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24.11.2002 bis 16.2.2003: "Edvard Munch: 1912
in Deutschland"
Kunsthalle
Bielefeld
Die Ausstellung des Kölner Sonderbunds 1912
enthielt einen Ehrensaal mit einer Retrospektive von 32
Gemälden Edvard Munchs. Mit seinen Porträts,
Landschaften und symbolischen Darstellungen kam dem
norwegischen Maler die Rolle des bedeutendsten lebenden
Künstlers neben Picasso zu. Diese Ausstellung
behandelt ein Stück Kunstgeschichte kurz vor
Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Munch wird zu einem
Zeitpunkt berühmt, wo er das Landleben sucht und
menschliche Nähe meidet. Während er seine
Lehr- und Wanderjahre für abgeschlossen hält
und diese Ergebnisse schicksalhaft als Absturz
begreift, nimmt das Publikum seine Motive und seine
kontinuierlich junge Maltechnik begierig als
künstlerischen Höhenflug auf.
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25.11.2002 bis 12.1.2003: Paul Flora.
Zeichnungen 1938-2001"
Paul Flora gehört zu den bedeutenden Zeichnern der
Gegenwart. Treffsicher in der Linie, hintergründig
in der Erzählung, geistreich im Witz. Er
erzählt sanft und manchmal leicht ironisch.
Flora ist ein Denker und Grübler (Friedrich
Dürrenmatt), dem es gelingt, räumliche und
dynamische Dimensionen in seine Bilder einzubringen.
Sein Blick auf die Welt ist mehr als nur ein
gewöhnliches Schauen. Er enthält
Gedankenfülle und oft Explosivstoff für den
Betrachter, der sich - je nach Thema - aber vor allem
von den Zeichnungen verzaubern lassen kann.
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28.11.2002 bis 11.3.2003: "Die öffentliche
Tafel. Tafelzeremoniell in Europa
1300-1900"
Deutsches Historisches Museum, Kronprinzenpalais,
Berlin
In den Kirchen und an den Höfen des Mittelalters
und der frühen Neuzeit gehörten Zeremonien
und Rituale zu den wichtigsten Formen der nonverbalen
Kommunikation. Während heute das gemeinsame Essen
ein beliebter Anlass zu zwangloser Geselligkeit ist,
entwickelte sich das Speisen an den Höfen zu einem
streng reglementierten Akt. Jedes Detail dieses Aktes
hatte Symbolcharakter. Hohe Potentaten wie der Papst in
Rom oder der Kaiser in Wien speisten grundsätzlich
allein und signalisierten dadurch ihre Sonderstellung.
Die Ausstellung, die die Zeit vom 14. bis zum 20.
Jahrhundert behandelt, zeigt eine Auswahl der
schönsten Tafelgeräte. Zahlreiche
zeitgenössische Bildquellen geben einen Eindruck
von der Verwendung dieser Geräte, der
räumlichen Situation und der Form des
europäischen Hofzeremoniells.
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30.11.2002 bis 2.2.2003: "Dissimile -
Prospektionen: Junge europäische
Kunst"
Staatliche Kunsthalle
Baden-Baden
In einem Zeitraum von elf Wochen stellt die Kunsthalle
innovative Tendenzen aus den Bereichen Bildende Kunst,
Design und Architektur vor. Theater-, Tanz-, Musik- und
Filmaufführungen, Performances, Club-Nächte,
Workshops und Künstlergespräche begleiten die
Ausstellung.
Mehr als 70 Künstlerinnen und Künstler aus
den verschiedenen Kunstszenen europäischer
Großstädte sind an diesem Projekt beteiligt.
Internationalität wie auch das
Interdisziplinäre ihrer Positionen stehen für
die kulturelle Vielfalt, für Konstellationen von
Ähnlichem (lat. simile) und Unähnlichem
(dissimile).
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30.11.2002 bis 6.1.2003: "Abstraktion - Von Arp
bis Poliakoff"
Rupertinum
Salzburg
Durch das Auftauchen der abstrakten Malerei zu Beginn
des 20. Jahrhunderts wurde die moderne Kunst
revolutioniert. Abstrakte Kunst, also
"ungegenständliche", "informelle",
"konstruktivistische" oder "monochrome" Kunst,
schließt viele Möglichkeiten der malerischen
und formalen Bildsprache ein. Mit Beispielen aus der
Sammlung Würth in Künzelsau wird anhand von
raren Werken u.a. von Hans Arp, Max Bill, Josef Albers,
Sonia Delaunay, Lucio Fontana, Alberto Magnelli und
Serge Poliakoff diese vielschichtige Kunstrichtung
dokumentiert.
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1.12.2002 bis 16.3.2003: "Monet - Slevogt -
Beckmann. Meisterwerke einer norddeutschen
Privatsammlung"
Ernst Barlach Haus
Hamburg
, Stiftung
Hermann F. Reemtsma
Die Stiftung Hermann F. Reemtsma ist eine kleine
Sammlung - 22 Arbeiten - die jedoch absoluten
Museumsrang hat: Meisterwerke von Claude Monet, Max
Liebermann, Lovis Corinth, Max Slevogt, Ernst Barlach,
Lyonel Feininger und Max Beckmann. Das Thema Landschaft
spielt eine große Rolle - hier stehen zwei
Gemälde Monets am Anfang. Sieben eindrucksvolle
Landschaftsgemälde Slevogts von dessen
pfälzischer Heimat unterstreichen das Leitmotiv
der Sammlung; so auch Corinths Gemälde vom
Walchensee oder Liebermanns Schilderung seines
Wannseegartens. Fünf Gemälde Beckmanns,
darunter wichtige Strandbilder aus den Jahren der
niederländischen Emigration von 1942 und 1944,
öffnen die Sammlung zum Expressionismus.
Hervorzuheben sind ferner zwei Schlüsselwerke
Ernst Barlachs: die beiden Holzskulpturen
"Sterndeuter", die er während des
Florenzaufenthaltes 1909 schuf.
Es erscheint ein Katalog, ca. 17,- Euro.
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1.12.2002 bis 26.1.2003: "Jessica
Stockholder"
Wilhelm-Lehmbruck-Museum,
Duisburg
Kunstsammlung NRW,
Düsseldorf
Der Freundeskreis des Wilhelm Lehmbruck Museums e.V.
würdigt mit der Verleihung des August
Seeling-Preises an die amerikanisch-kanadische
Künstlerin Jessica Stockholder (geb. 1959) einen
bedeutenden Beitrag zur zeitgenössischen Skulptur.
Die Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum in Duisburg und
die Kunstsammlung NRW in Düsseldorf realisieren
gemeinsam eine inhaltlich komplementäre
Ausstellung des Werkes von Jessica Stockholder.
Während die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in
ihrem Ausstellungsraum eine neue, temporäre
Installation mit der Künstlerin präsentiert,
vermittelt die Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum einen
Überblick über das künstlerische Werk
der letzten zwölf Jahre.
Lehmbruck Museum
Kunstsammlung NRW
23. November: "Christoph Janacs und Fritz
Popp"
Literaturhaus
Salzburg
, Beginn 20
Uhr
Zur Salzburger Buchwoche stellen zwei heimische Autoren
ihre neuen Erzählbände vor. Christoph Janacs
liest mexikanische Geschichten aus dem Buch "Der Gesang
des Coyoten". Es sind sehr unterschiedliche Texte, und
doch speisen sie sich aus einer gemeinsamen Quelle:
einem Land, in dem die uralten Mythen der Azteken und
Maya so lebendig sind wie der aktuelle Kampf ums
Überleben.
Fritz Popp konfrontiert den Leser in seiner
düster-ironischen Schwarzprosa aus "Warten, was
der Fluss so bringt" mit oft verdrängten
Realitäten des Alltags: Da tummeln sich
menschliche Wölfe in kaputten Familien, entwickeln
Ärzte kriminelle Energien, treffen sich
"abgeschobene" Senioren mit nervtötender
Regelmäßigkeit im selben Bus auf dem Weg zum
wöchentlichen Begräbnis.
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24. November: Thomas Hettche - "Der Fall
Arbogast"
Kundenhalle der Sparkasse
Gießen
,
Beginn 11 Uhr
"Sie lachte wie über etwas, das sie gerade
entdeckt hatte, und sah sich nach ihm um. Er ging auf
dieses Lachen zu und ließ dabei die beiden
Flügel der Schwingtür langsam über die
offenen Handflächen gleiten und dann sehr
vorsichtig los. Es gab nahezu kein Geräusch, als
die Tür zurückschwang, er in den Dämmer
des Abends hinaustrat und in ihr Lachen hinein. Immer
würde er sich später an diesen Moment der
Stille erinnern und wie das kühle und glatte Holz
der Türblätter über seine Hand wischte,
als ermunterte man ihn. Das war der Moment, als es
begann."
Essayist, Journalist und Romanautor Thomas Hettche
überschreitet die Grenzen des Genre-Krimis.
Willfähriges Opfer, schuldloser Täter: Gut
und kein Böse sind hier nicht fest definiert, nach
einer eindeutigen Wahrheit kann der Leser suchen.
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24. November: Evelyn Grill - "Ins
Ohr"
Theater
Freiburg
, Beginn 20:30
Uhr
"Zu unserem 20. Hochzeitstag hatte mich mein Mann zu
einem feinen Abendessen eingeladen. Als mein Mann das
Glas hob und sagte: ‚Ich nehme die heutige
Gelegenheit wahr, dir zu sagen, dass ich die Absicht
habe, mich von dir zu trennen. Deshalb möchte ich
mit die auf die Jahre anstoßen, die noch vor uns
liegen und die wir getrennt voneinander verbringen
werden', glaubte ich, dass es sich dabei nur um einen
schlechten Scherz handeln konnte und lachte etwas
forciert."
Ins Ohr" ist das Protokoll einer Frau im Umbruch und im
Aufbruch. Evelyn Grill legt die seelischen und
körperlichen Befindlichkeiten dieser Frau frei.
Die Autorin beschreibt Momente von Hoffnung,
Enttäuschung, Verliebtheit, Selbstzweifel,
Größenwahn, zeichnet das Diagramm einer Frau
in den besten Jahren. Die Erzählung "Ins Ohr"
erschien im Oktober 2002 im Suhrkamp Verlag
www.theater-freiburg.de
www.suhrkamp.de
26. November: Gerhard Roth - "Der
Strom"
Literaturhaus
Berlin
, Beginn 20
Uhr
Thomas Mach, ein junger Österreicher aus Wien,
reist nach Ägypten. Er soll an die Stelle Eva
Blums treten, einer jungen Reiseleiterin, die sich kurz
zuvor aus dem Fenster ihres Hotelzimmers in Kairo
gestürzt hat. Geleitet von Evas Tagebuch und
seiner inneren Stimme, die ihn vor Gefahren warnt, aber
auch immer wieder in Schwierigkeiten bringt, begibt
sich Mach auf die Spur der Frau. Als plötzlich der
Ehemann der Verstorbenen zusammen mit einem Detektiv
auftaucht, scheinen sich die Dinge zum Kriminalfall zu
entwickeln. War Eva in einen Schmuggel mit antiken
Kunstgegenständen verwickelt? Wie viele Leben hat
sie geführt, und war ihr Tod wirklich nur ein
Unfall?
Gerhard Roth, geboren 1942 in Graz, hat nach Abschluss
seines Romanzyklus "Die Archive des Schweigens" mit den
Romanen "Der See", "Der Plan", "Der Berg" und dem
soeben erschienenen Reiseroman "Der Strom" einen neuen,
wiederum siebenteiligen Zyklus begonnen: "Orkus".
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27. November: Wladimir Kaminer - "Die Reise
nach Trulala"
Buchhandlung Aigner,
Ludwigsburg
,
Beginn 20.30 Uhr
"Boris nahm einen Sack mit sowjetischen Konserven und
ein russisch-französisches Wörterbuch mit.
Der Flug nach Paris dauerte sechs Stunden. Die ersten
zwei Tagen versuchte er vergeblich, von seiner Gruppe
abzuhauen. Jedes Mal, wenn sich die Gruppe unten im
Aufenthaltsraum des Hotels versammelte, ging Onkel
Boris aufs Klo und saß dort so lange wie es ging,
in der Hoffnung, die Gruppe würde ohne ihn in die
Stadt gehen. Doch als er herauskam, standen alle vor
dem Toilettenraum und warteten geduldig auf ihn. Danach
fuhren sie zusammen mit dem Bus ins Zentrum, um
Einkäufe zu erledigen."
Wladimir Kaminer wurde 1966 in Moskau geboren. Er
absolvierte eine Ausbildung zum Toningenieur für
Theater und Rundfunk und studierte anschließend
Dramaturgie am Moskauer Theaterinstitut. Seit 1990 lebt
er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin,
wo er inzwischen als freier Autor und kreatives
Multitalent so bekannt wie erfolgreich ist. Kaminer
veröffentlicht regelmäßig Texte in der
FAZ, hat eine Kolumne in der taz und organisiert im
Kaffee Burger die "Russendisko".
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www.russendisko.de
28. November: Robert Gernhardt - "Leben im
Labor"
Literaturhaus
Hamburg
, Beginn 20
Uhr
Die Lust, Gedichte zu lesen, ist uns abhanden gekommen.
Sind daran die Dichter schuld, oder etwa die Leser?
Waren Gedichte nicht ein Lufthauch, eine
Verführung, ein Versprechen, ein Spiel? Und kann
das Gedicht denn nicht immer noch, um an Enzensberger
anzuschließen, was nur das Gedicht allein
kann?
In seinem Text "Leben im Labor" ist der Dichter Robert
Gernhardt einem Missverhältnis, ja einem Missstand
auf der Spur. Er geht den Fragen nach, warum Gedichte
immer weniger Leser finden, obwohl sie immer noch nach
allen Regeln der Kunst verfasst werden, und warum nur
noch wenige Leser Gedichte richtig zu lesen
verstehen.
Gernhardt liest den Text anlässlich des
40-jährigen Jubiläum des Radius Verlags. Sein
poetologischer Essay erscheint in der Zeitschrift "Das
Plateau" Nr. 74.
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29. November: Donna Leon - "Das Gesetz der
Lagune"
Burgtheater
Wien
, Beginn 20 Uhr
Zu nachtschlafender Stunde erschüttert ein
gewaltiger Knall das Fischerdorf Pellestrina auf dem
schmalen Landstreifen, der die venezianische Lagune von
der Adria trennt. Zu Tode kommen zwei Muschelfischer.
Commissario Brunetti verlässt die vertrauten
Gassen Venedigs, um in Pellestrina zu ermitteln, doch
die Bewohner schweigen.
Donna Leon wurde 1942 in New Jersey geboren, wo sie
auch ihr Universitätsstudium abschloss. Derzeit
lehrt sie Englische Literatur in Vicenza bei Venedig,
wo sie auch lebt. Zu ihrem 60. Geburtstag ist Donna
Leon zu Gast im Burgtheater und liest gemeinsam mit
Elisabeth Orth aus ihrem aktuellen Bestseller.
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