12. bis 17. Oktober: "20 Jahre Kinderfilmtage im Ruhrgebiet"
Benjamin Blümchen rettet ein kleines Mammutbaby vor dem Kochtopf eines bösen Höhlenmeisters, Pumuckl sucht seinen alten Meister Eder, und Bibi Blockberg wartet mit einer spontanen Hexerei auf - die Jubiläumsausgabe der Kinderfilmtage Essen-Mülheim-Oberhausen hat viele kleine und große Helden zu bieten. Karlsson vom Dach trifft Lotta aus der Krachmacherstraße und Shrek. Trick- und Animationsfilme stehen ebenso auf dem Programm wie Spielfilme.
www.kinderfilmtage-ruhr.de

13. bis 18. Oktober: "CinEdays"
Die Woche des europäischen Filmerbes in und um Frankfurt soll vor allem Schüler und Jugendliche für Stummfilme und Schwarz-Weiß-Klassiker begeistern. Einen Schwerpunkt des diesjährigen Programms bilden Streifen, die durch ihr Licht- und Schattenspiel zerrissene Persönlichkeiten und Charaktere zeichnen und in (Alp-)Traumwelten eine unheimliche Atmosphäre schaffen. Das Gruseln lehren soll zum Beispiel "Das Cabinet des Dr. Caligari" (D 1919/20) von Robert Wiene, ein Meilenstein des Horrofilms, der außerdem als einer der berühmtesten Stummfilme gilt. "Vampyr" (F 1931/32) von Carl Theodor Dreyer wurde gar als avantgardistisches Meisterwerk gefeiert.
"Jugend in Europa" ist ein weiteres zentrales Thema der CinEdays 2003. Frederico Fellinis Film "Amarcord" (I/F 1973) schildert das faschistische Italien aus der Sicht eines 16-Jährigen, "Herzlich Willkommen oder Unbefugten Eintritt verboten" (UdSSR 1964) von Elem Klimov erzählt von Jugendlichen in einem Pionierfeldlager.
www.deutsches-filminstitut.de

14. bis 19. Oktober: "46. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm"
Dreihundert Filme aus über dreißig Ländern stehen jedes Jahr in Leipzig auf dem Programm. Aus 2000 Einsendungen hat die Jury auch dieses Jahr wieder die besten Produktionen ausgewählt, die im Wettbewerbsteil des Festivals um die Goldene und Silberne Taube konkurrieren. In der Retrospektive "Blick/Gegenblick" werden sowjetisch-russische Dokumentationen gezeigt, die von den politischen Gratwanderungen der Regisseure zeugen. Vor allem der Mitteldeutsche Rundfunk hat seine Aufmerksamkeit in den vergangenen Jahren auf die ehemaligen Sowjetrepubliken gerichtet. Dabei sind Filme wie "Kreml Frauen" (1995) von Eduard Schreiber und Regine Kühn und "Die hungernde Stadt - Leningrad im 2. Weltkrieg" (2003) von Jan N. Lorenzen und Christian Klemke entstanden. Weiteres Special ist "First Flush - Tag des jungen Films": Hier stellt sich die Kunsthochschule für Medien in Köln vor. Die "Nacht des jungen Films" gehört traditionell frisch gebackenen Regisseuren und deren Produktionen.
www.dokfestival-leipzig.de

17. bis 25. Oktober: "20. französische Filmtage Tübingen und Stuttgart"
Die schwäbische "fête du film" ist zum festen Treffpunkt für junge Filmemacher aus Frankreich geworden. In der Hauptsektion des Festivals werden allein 19 aktuelle französischsprachige Produktionen gezeigt, darunter "Les invasions barbares" des kanadischen Regisseurs und Goldene-Palme-Gewinners Denys Arcand und der letzte Film der kürzlich verstorbenen Marie Trintignant, "Les marins perdus" von Claire Devers. Daneben bewerben sich zwölf Nachwuchs-Regisseure um den Publikumspreis "Fliegende Kamera". Den afrikanischen Film repräsentieren dieses Jahr Filmemacher aus Burkina Faso. Eine zehnteilige Retrospektive ist dem Autorenfilmer Jacques Doillon ("Le jeune Werther", "Le petit criminel") gewidmet. Sechs Maigret-Verfilmungen, unter anderem "La maison du canal" (F/BEL/CH 2003) und "L' horloger de Saint Paul" (F 1973) bilden eine Hommage an den Georges Simenon.
www.filmtage-tuebingen.de

17. bis 29. Oktober: "Viennale"
Das größte internationale Filmfestival in Österreich wirbt mit einem Stierkopf auf seinen Plakaten. Das Symbol ist Programm: Kraftvolles Kino soll geboten werden. Aktuelle Spielfilmproduktionen wie "Dogville" von Lars von Trier sind zu sehen, außerdem ist eine Retrospektive auf die Erneuerungsbewegungen im japanischen Kino der sechziger und siebziger Jahre geplant. In Specials werden der amerikanische Regisseur Warren Beatty mit "Reds", "Dick Tracy" und "Bulworth" und der Dokumentarfilmer Emile de Antonio mit "In the Year of the Pig" geehrt. "News from Home" richtet das Augenmerk auf rund zwanzig Kurz- und Langfilme aus Österreich, darunter "Böse Zellen" von Barbara Alberts. Allein 41 Dokumentarfilme bietet das Festival, beispielsweise "Kenedi Comes Back Home" von Zelimir Zilniks und Thom Andersens "Los Angeles Plays Itself".
www.viennale.at