KUNST FÜR DIE NÄCHSTE GENERATION (5) Tiere
Wie wir mit Tieren umgehen, darüber machen wir uns im Alltag, zwischen Salami-Essen und Gassi-Gehen, kaum Gedanken. Künstler zeigen uns die Machtverhältnisse auf und verschieben sie - und bringen damit die Betrachter in ziemlich ungewöhnliche Beziehungen zu Tieren
Biologen unterscheiden seit einiger Zeit nicht mehr zwischen Mensch und Tier, sondern sprechen von menschlichen und nicht-menschlichen Tieren. Die menschlichen Erbinformationen (das Genom ) unterscheiden sich nicht grundsätzlich von der tierischen. Nur zwei Prozent Unterschied machen aus einem Affen einen Menschen - oder umgekehrt. Das ist nicht eben viel. Entsprechend laut rufen Tierrechtler und Vegetarier nach einer radikalen Veränderung unserer Bewertung von Tieren.
Es stimmt wohl. Unser Verhältnis zu Tieren ist komplizierter geworden. Wir leben mit dem Paradox (dem Widerspruch), dass Menschen die meisten Tierarten zwar von innen und außen genau erforscht haben, dass sie aber in unserem Alltag überhaupt nicht als lebende Tiere vorkommen. Also halten sich überall romantische Vorstellungen vom wilden Tier, während wir unser Verhältnis zu den Haustieren total vermenschlicht haben. Noch paradoxer aber ist, dass die meisten von uns regelmäßig Fleisch essen und dabei verdrängen, dass dafür täglich gigantische Mengen von sogenanntem Schlachtvieh maschinell getötet werden. Nur während einer Krise – wie eben jetzt wieder während der Vogelgrippe - wird die Tötungsmaschinerie erschreckend sichtbar: Aus Vorsorge für die Menschen werden Tiere millionenfach "gekeult" (das ist der Ausdruck für die Tötung seuchenkranker Tiere).
Wir stecken in einer Zwangslage, die nicht durch Viren entstanden ist, sondern durch die Tierhaltung der Massengesellschaften selbst. Zugleich können und dürfen wir nicht ausblenden, dass Menschen zu allen Zeiten und überall Tiere beherrschten und töteten, um zu überleben. Der Konflikt fordert uns heraus, die Traditionen, unsere nahezu besinnungslosen Denk- und Handlungsmuster im Umgang mit den "anderen Tieren"; zu überdenken. Doch muss das heißen, dass wir alle zu Veganern werden sollen, die ihr Leben der Leidensvermeidung von Tieren unterordnen? Und wenn, müssten wir dann nicht gleich zu Frutariern werden, die noch die Pflanzen schonen und nur noch essen, was die Natur freiwillig rausrückt? Wer weiß denn, wer oder was eine Seele hat?
Der Streit entsteht wie immer an den Grenzen. Wie können wir zukünftig mit Tieren besser und (art-)gerechter umgehen? Haben Tiere Rechte? Wenn ja, welche Tiere haben welche Rechte? Was können wir von ihnen lernen? Wo können und müssen wir uns abgrenzen? Wann dürfen, wann müssen wir Tiere töten? Die Künstler und Künstlerinnen dieser Staffel gehen von solchen und ähnlich Fragen aus und konfrontieren uns mit ihnen durch bemerkenswerte Tierbilder und Installationen. Sie beobachten und verschieben die Machtverhältnisse zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Tieren und bringen ihre Betrachter damit in ziemlich ungewöhnliche Beziehungen zu Tieren.
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- Datum
- Quelle ZEIT ONLINE, 13.3.2006
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Martina Navratilova die Ex-Tennisstar sagte: Wie könnt ihr Tiere an der Leine halten und andere essen? Sie ist Vegetarerin, und betrieb Leistungssport.
Als das Tier ein Produkt wurde und daran Geld verdient wurde haben wir uns von der Göttlichkeit getrennt. Es steht ja am sechsten Tage: Du sollst die Frucht essen...
Das heisst in Klartext, hier wird eine philosophische Ebene beschrieben in dem nur die Frucht gegessen wird, das heisst Töten gibt es nicht.
Viele Symbolfiguren des AT sind Tiere, aber die wurden aus Ägyopten abgleitet^, weil die schon lange nur die Beseelten als Menschentiere einstuften und die Tiere an sich als nicht beseelt.
Die Spiritualität bestand darin weg vom tierischen Verhalten, dem wird mit den 10 Geboten irgendwie Rechnung getragen wenn man sie versteht in dem Sinne wie sie geschrieben sind. Man muss auch hier bedenken, dass Moses zweimal die Gebote überreicht bekam, die erste Version war wahrscheinlich zu starker Tobak fürs gemeine Volk.
Wenn man die Sätze der Genesis richtig zu deuten weiss, und weiss dass die grossen Krokodile ein Bild für das Böse war und heute noch in Afrika zu beobachten ist, zB in Zentralafrika wo der Schamane eine Maske mit dem Geschnitzten Abbild eines Krokodils trägt.
Das heisst, wir konnten Bilder nicht übersetzen und vergassen die Genesis wo unsere Menschwerdung genau beschrieben wurde.
Das Leben ist das höchste Gut, negative Schwingungen hinterlassen Spuren. In Nizza wurde auf den alten Schlachthöfen ein neuer Stadtteil ins Leben gerufen, aber es ist bestimmt der unglücklichste Ort in Nizza.
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