Die Niederlage der Deutschen bei Jena im Oktober 1806 fällt vernichtend aus, dann aber werden von den Geschlagenen die logischen Schlüsse gezogen. Erstens: Die Vermehrungspolitik soll weitergehen, und zweitens soll "Besitz" endlich zu "Eigentum" transformiert werden. Erst so lassen sich Liegenschaften bei Banken verpfänden. Die dadurch abgesicherten Kredite finanzieren Investitionen. Die Bedienung der Zinsen verlangt Wachstum durch technischen Fortschritt. Man will werden wie England. Denn das hält sich eisern gegen Napoleon, der noch aus dem besetzten Berlin die totale Wirtschaftsblockade des Inselstaates verhängt. Die Freiherren Stein und Hardenberg aber erreichen bis 1811, dass nun jeder alles kaufen kann, auch der wohlhabend gewordene Leibeigene von gestern die Güter eines heute bankrotten Fürsten. Schon drei Jahre später kann sich Preußens Blücher bei Waterloo mit Wellington den Sieg über den korsischen Ausnahmeführer teilen. Bis 1860 wird Frankreich – seit dem Mittelalter Europas volkreichstes Territorium – in der Menschenzahl überholt. Und bereits 1871 besiegen die Deutschen im Alleingang die Nation, der im 17. und 18. Jahrhundert niemand die Vormacht entreißen kann. Bis 1910 wird das Pro-Kopf-Einkommen der Industriewiege England von den Deutschen übertroffen. Naturwissenschaftliche Pionierleistungen und technische Großleistungen erwartet die Welt von nun an aus Mitteleuropa. 1914 verfügen die beiden Kaiserreiche von Berlin und Wien über 100 von 1000 kampffähigen Männern (15 - 29 Jahren) weltweit. Bei der heutigen Supermacht USA sind es mit 30 (2005) nicht einmal ein Drittel davon. Großbritanniens Landstreitkräfte haben einen Umfang, der – so spottet Bismarck – ihre Festnahme durch die preußische Polizei erlaubt. Griffe nach der Weltmacht sind schon aus schwächerer Position versucht worden.

Die Niederlage von 1918 erklärt sich später einer der Geschlagenen aus mangelnder Rücksichtslosigkeit. Gewissensbisse, die er für eine jüdische Erfindung hält, sollen von nun an keinen deutschen Triumph mehr verhindern. "Wenn ich Krieg zu führen habe … würde [ich] ihn nicht wie das Deutschland Wilhelms II. führen, das ständig Gewissensqualen wegen der vollständigen Anwendung seiner Waffengewalt hatte. Ich werde bis zum letzten rücksichtslos kämpfen." 1

Heute, im Jahr 2005, gibt es auf 10 000 Einwohner 40 neugeborene Söhne in Deutschland. In den Jahren 1900 - 1914 waren es mit 160 viermal so viel. Sie bleiben vom Ersten Weltkrieg verschont. Aus ihnen rekrutieren sich die paramilitärischen Millionenheere von links und rechts der Zwanziger Jahre. Die radikalen Parteien waren viel stärker generations- als politikgetrieben. Nicht nur die Schwarzhemden Mussolinis, sondern auch die Braunhemden Hitlers sind zu 80 Prozent unter 30 Jahre alt. 2 Mit ihnen sollen im September 1939 nicht einfach neue Provinzen erobert, sondern die Gebiete zwischen Danzig und dem Ural ausgemordet und dann deutsch aufgesiedelt werden. Damit die jüdische Ethik der Lebensheiligkeit das Töten von über 150 Millionen Menschen nicht behindert, werden parallel zu den Vernichtungsfeldzügen im Osten die für ansteckend gehaltenen Träger des Fünften Gebotes in einem Genozid zur Wiederherstellung des Rechts auf Völkermord vergast, erschossen oder zu Tode gequält.