Cybermobbing Quälerei im virtuellen Raum Seite 2/2
Betroffene sollten sich ihren Eltern oder Vertrauenslehrern anvertrauen und die Beweise sichern: Beleidigungen und Fotos im Internet am besten per Screenshot abspeichern. Die Eltern sollten sich anschließend mit der Schule in Verbindung setzen. In Fällen, in denen das Gespräch mit der Schulleitung nichts bringt, können Opfer ihre Peiniger auch anzeigen. Denn Drohungen, Verleumdung und üble Nachrede werden hierzulande strafrechtlich verfolgt. Doch mehr als eine Anzeige drohte den Übeltätern noch nicht. Zu einer Haftstrafe kam es bisher nicht.
Anders praktiziert die Bestrafung beispielsweise der US-Staat Missouri. Dort ist bereits im Jahr 2008 ein Gesetz gegen Cybermobbing verabschiedet worden. Und in England ist im vergangenen Monat zum ersten Mal ein 18-jähriges Mädchen sogar zu einer dreimonatigen Haftstrafe verurteilt worden, weil sie eine ehemalige Mitschülerin auf Facebook mit dem Tod gedroht hatte.
- Datum 25.09.2009 - 09:18 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Mir ist das, was die beiden Wissenschaftlerin so sagen, doch etwas zu harmlos.
Dass ein Selbstmord auch Ursachen im "realen" Leben hat, ist banal. Entscheidend aber ist doch, wer oder was ihn am Ende ausgelöst hat. Und wenn dies Internet-Mobbing war, dann gehört das vor Gericht. Punkt.
Fragwürdiger schon ist die Feststellung, dass Internet-Mobbing seinen Ursprung im realen Leben habe.
Richtig ist wohl, dass, wenn überhaupt, noch viel zu wenig darüber geforscht wurde, wie sich das Internet-Dasein auf die Psyche auswirkt:
- Kann jemand gut sozialisiert werden, wenn er einen Großteil seiner Sozialisation im virtuellen Raum erlebt? Gibt es da einen erziehungsfreien Raum?
- Könnte es sein, dass man da Wesentliches unzureichend erfährt, weil man nur einen Teil der menschlichen Signale wahrnimmt, die das eigene Handeln auslöst?
- Könnte es sein, dass die "Freiheit" des Internets auch auf die eine oder andere Psyche desintegrierend wirkt, weil die äußere Wahrnehmung eingeschränkt ist? Könnte es bei Menschen, die im "realen" Leben noch einigermaßen funktionieren und sich unter Kontrolle haben unter den Bedingungen der Virtualität zu "psychopathischen" oder gar "psychotischen" Entgleisungen kommen?
- Könnte es sein, dass unter den Bedingungen des Internet Menschen, die sonst einigermaßen gesetzestreu handeln plötzlich Lust an Straftaten bekommen? Und was für Konsequenzen hat es, wenn man damit 10 oder 20 Jahre lang aufgewachsen ist?
Nur ein paar Fragen...
"Könnte es bei Menschen, die im "realen" Leben noch einigermaßen funktionieren und sich unter Kontrolle haben unter den Bedingungen der Virtualität zu "psychopathischen" oder gar "psychotischen" Entgleisungen kommen?"
Ich denke, dass das eine Frage der Courage ist.
Eine Person, die auch im wahren Leben Fuß gefasst hat, hat sowas nicht nötig. Sie benötigt es generell nicht, andere um des eigenen Egos Willen zu erniedrigen.
Personen mit geschwächtem Selbstvertrauen allerdings haben nunmehr eine weitere Möglichkeit ihr Ego durch solche Handlungen aufzubauen.
Dabei müssen sie in der Realität gar nicht mal auffällig sein - im Gegenteil!
Jemanden auf die Ferne runterzuputzen bedarf keinen Mutes - man geht kaum ein Risiko ein, da es einem größtenteils möglich ist, recht anonym zu handeln.
In der Realität kann es aber durchaus passieren, dass sich das Gegenüber zur Wehr setzt.
Da kann es dann sprichwörtlich etwas auf's Maul geben.
Hat man das Bedürfnis, anderen Schaden zuzufügen, ist aber einfach zu feige, einenn Kollegen/Mitschüler/Bekannten im "richtigen Leben" zu schubsen/zu beleidigen, so hat man nun als ein solcher Milchbubi eine passende Alternative gefunden.
"Könnte es bei Menschen, die im "realen" Leben noch einigermaßen funktionieren und sich unter Kontrolle haben unter den Bedingungen der Virtualität zu "psychopathischen" oder gar "psychotischen" Entgleisungen kommen?"
Ich denke, dass das eine Frage der Courage ist.
Eine Person, die auch im wahren Leben Fuß gefasst hat, hat sowas nicht nötig. Sie benötigt es generell nicht, andere um des eigenen Egos Willen zu erniedrigen.
Personen mit geschwächtem Selbstvertrauen allerdings haben nunmehr eine weitere Möglichkeit ihr Ego durch solche Handlungen aufzubauen.
Dabei müssen sie in der Realität gar nicht mal auffällig sein - im Gegenteil!
Jemanden auf die Ferne runterzuputzen bedarf keinen Mutes - man geht kaum ein Risiko ein, da es einem größtenteils möglich ist, recht anonym zu handeln.
In der Realität kann es aber durchaus passieren, dass sich das Gegenüber zur Wehr setzt.
Da kann es dann sprichwörtlich etwas auf's Maul geben.
Hat man das Bedürfnis, anderen Schaden zuzufügen, ist aber einfach zu feige, einenn Kollegen/Mitschüler/Bekannten im "richtigen Leben" zu schubsen/zu beleidigen, so hat man nun als ein solcher Milchbubi eine passende Alternative gefunden.
Wie mir ein Kriminalbeamter mitteilte, bekäme man über die meisten Täter heute sehr viel mehr über das Internet heraus, als über die Akten. Das ist die Gefahr, der sich die wenigsten bewusst sind. Jede Information im Internet kann und wird missbraucht werden, wenn man sich dort gegenüber Unbekannten zu profilieren versucht. Niemand steigt in einen vollbesetzten Bus und schreit allen Anwesenden entgegen wer man ist, was man macht, wo man wohnt und welche Vorlieben man pflegt. Im Internet passiert dies andauernd. Man kann nur raten: lassen Sie davon ab, sich gegenüber Menschen interessant zu machen, die Sie überhaupt nicht kennen. Der Missbrauch ist vorprogrammiert.
Es ist erstaunlich, dass eine diplomierte Psychologin behauptet, Cybermobbing könne keinen Suizid auslösen.
Ich halte das für eine Fehleinschätzung und eine unqualifizierte Aussage.
In der Theorie mag es vielleicht funktionieren, aber in der Praxis ist Mobbing egal welcher Art verletzend und prägend. Da ist es irrelevant, ob dies nun im Cyberspace oder in der Realität geschieht.
Sicher, es bedarf schon mehr als ein paar dummen Sprüchen unter Fotos, die man ins Netz stellte, um jemanden in den Selbstmord zu treiben.
Jeder Suizid ist allerdings nicht von nur einem Faktor abhängig zu machen.
Die Bindungen, die durch das Internet entstehen, dürfen nicht unterschätzt werden. Das gilt für positive als auch für negative Empfindungen, die der Kontakt via Internet auslöste.
"Könnte es bei Menschen, die im "realen" Leben noch einigermaßen funktionieren und sich unter Kontrolle haben unter den Bedingungen der Virtualität zu "psychopathischen" oder gar "psychotischen" Entgleisungen kommen?"
Ich denke, dass das eine Frage der Courage ist.
Eine Person, die auch im wahren Leben Fuß gefasst hat, hat sowas nicht nötig. Sie benötigt es generell nicht, andere um des eigenen Egos Willen zu erniedrigen.
Personen mit geschwächtem Selbstvertrauen allerdings haben nunmehr eine weitere Möglichkeit ihr Ego durch solche Handlungen aufzubauen.
Dabei müssen sie in der Realität gar nicht mal auffällig sein - im Gegenteil!
Jemanden auf die Ferne runterzuputzen bedarf keinen Mutes - man geht kaum ein Risiko ein, da es einem größtenteils möglich ist, recht anonym zu handeln.
In der Realität kann es aber durchaus passieren, dass sich das Gegenüber zur Wehr setzt.
Da kann es dann sprichwörtlich etwas auf's Maul geben.
Hat man das Bedürfnis, anderen Schaden zuzufügen, ist aber einfach zu feige, einenn Kollegen/Mitschüler/Bekannten im "richtigen Leben" zu schubsen/zu beleidigen, so hat man nun als ein solcher Milchbubi eine passende Alternative gefunden.
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