Brasilien Rio setzt Militär gegen Drogenbanden ein
Nach den blutigen Gewaltausbrüchen vom Wochenende ist Rios Polizei in erhöhter Alarmbereitschaft. Zusätzlich wurden 3500 Soldaten angefordert.
© Fabiano Rocha/dpa

Polizisten sichern das Gebiet, in dem der abgeschossene Polizeihubschrauber notlanden musste
Bei massiven Gewaltausbrüchen in Armenvierteln (Favelas) Rio de Janeiros kamen am Samstag und Sonntag insgesamt 14 Menschen ums Leben, darunter zwei Polizisten. Um die angespannte Lage unter Kontrolle zu bekommen, wurde für Polizisten eine Urlaubssperre verhängt. Zudem wurde militärische Unterstützung angefordert: 3500 Soldaten sollen helfen, die Gewalt einzudämmen.
Die Schießereien hatten begonnen, als die Polizei am Samstag das Armenviertel "Affenhügel" im Norden der Stadt stürmte. Bei den Gefechten mit Sicherheitskräften und rivalisierenden Banden kamen zehn mutmaßliche Drogenhändler ums Leben. Sechs Polizisten wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Nach Angaben der Polizei wurden durch verirrte Kugeln auch vier Anwohner verletzt. Den Behörden zufolge setzten Bandenmitglieder zudem acht Busse in Brand.
Außerdem kamen zwei Polizisten ums Leben, deren Hubschrauber über einer Favela beschossen wurde und bei einer Notlandung in Flammen aufging. Teile Rios sahen nach Aussagen von Anwohnern wie ein Kriegsgebiet aus.
Auch am Sonntag dauerten die Schießereien zwischen der Polizei und rivalisierenden Drogenbanden an. Die Sicherheitskräfte erschossen in einem Elendsviertel zwei mutmaßliche Rauschgifthändler und nahmen vier andere fest, wie die Militärpolizei mitteilte.
Polizei hält an Konzept zur Kriminalitätsbekämpfung fest
In der sechs Millionen Einwohner zählenden Metropole liefern sich Polizei und schwer bewaffnete Drogenbanden fast täglich Schießereien. Viele der rund 1000 Armenviertel der Stadt werden von rivalisierenden Drogenbanden beherrscht.
Rio war erst vor zwei Wochen zur Olympiastadt 2016 gekürt worden. Das Zentrum der jüngsten Ausschreitungen ist nur etwa acht Kilometer vom legendären Maracanã-Stadion entfernt, wo am 5. und 21. August 2016 die Eröffnungs- und Abschlussfeier der Olympiade stattfinden soll.
Die Sicherheitsstrategie werde beibehalten, sagte der Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Sérgio Cabral, nach den Gewaltausbrüchen. "Wir verändern nichts, nein, wir ändern nichts. Wir haben dem Internationalen Olympischen Komitee gesagt, dass dies nicht einfach wird, und sie wissen das." Der Kampf gegen die Kriminalität sei keine Zauberei und könne nicht kurzfristig gelöst werden. "Lassen Sie uns mit unserer Arbeit weiter machen, damit Rio 2016 vor, während und nach den Spielen friedlich ist." Während der Spiele sollen 40.000 Beamte auf den Straßen für Sicherheit sorgen.
- Datum 19.10.2009 - 08:00 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dpa
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Beeindruckend, dieses Sofortprogramm zur Olympiavorbereitung. Schießen und Laufen als Elemente des modernen Fünfkampfes, Hindernislauf mit Staffelelementen, Beobachtertraining, Springen hoch und weit, vieles dabei. Was raucht man eigentlich in den entsprechenden Gremien, wenn es um die Vergabe Größter internationaler Sportereignisse geht?
Genau, wie kann man die Olympiade nur in eine so gefährliche Stadt vergeben. In Peking kann soetwas nicht passieren. Da herrscht noch Zucht und Ordnung. Da greifen die Behörden noch durch und ärmere Viertel werden einfach abgerissen und die Bewohner umgesiedelt. Da wird genauso wie in Deutschland perfekt organisiert.
Genau, wie kann man die Olympiade nur in eine so gefährliche Stadt vergeben. In Peking kann soetwas nicht passieren. Da herrscht noch Zucht und Ordnung. Da greifen die Behörden noch durch und ärmere Viertel werden einfach abgerissen und die Bewohner umgesiedelt. Da wird genauso wie in Deutschland perfekt organisiert.
Genau, wie kann man die Olympiade nur in eine so gefährliche Stadt vergeben. In Peking kann soetwas nicht passieren. Da herrscht noch Zucht und Ordnung. Da greifen die Behörden noch durch und ärmere Viertel werden einfach abgerissen und die Bewohner umgesiedelt. Da wird genauso wie in Deutschland perfekt organisiert.
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