Texas Militärpsychiater läuft auf US-Stützpunkt Amok – zwölf Tote

Ein Offizier hat in Fort Hood, dem größten Militärstützpunkt der USA, wild um sich geschossen. Zwölf Menschen starben, 31 weitere wurden verletzt. Der Schütze überlebte.

Großer Medienaufmarsch vor Fort Hood in Texas: Dort hatte am Donnerstagabend ein Major zwölf Menschen getötet

Großer Medienaufmarsch vor Fort Hood in Texas: Dort hatte am Donnerstagabend ein Major zwölf Menschen getötet

Nach Angaben der US-Armee hat der Militärpsychiater Nilan Hasan am Donnerstagabend um 20.30 Uhr deutscher Zeit das Feuer eröffnet. Mit einer Pistole und einer halbautomatischen Waffe ausgerüstet schoss er auf eine Gruppe von Soldaten, die vor einem Gebäude gerade auf ihre Gesundheitschecks warteten.

Zwölf Menschen starben und weitere 31 wurden verletzt, bis Hasan selbst durch mehrere Schüsse gestoppt und festgenommen werden konnte. Er befand sich in der Nacht zum Freitag in "stabilem Zustand", wie der Kommandeur der Basis, Bob Cone, mitteilte.

Über das Motiv des Amoklaufs herrscht Unklarheit. Möglicherweise war er über einen bevorstehenden Irak-Einsatz aufgebracht. Cone lehnte zunächst aber jegliche Angaben über den Amokläufer ab.

Nach Medienberichten hatte der 39-jährige gebürtige Jordanier für den 28. November den Marschbefehl für den Irak erhalten und sich entschieden dagegen gewehrt. Schon seit Jahren habe er immer wieder gesagt, dass ein Einsatz in der Region das Schlimmste sei, was er sich vorstellen könne, hieß es weiter.

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Terroristischer Hintergrund nahezu ausgeschlossen

Cone zufolge gab es bis zum späten Donnerstagabend keine Hinweise auf eine terroristische Verbindung, auch wenn dies noch nicht ausgeschlossen werden könne. Hasan habe sich bis zum späten Donnerstagabend bei Vernehmungen nicht zu seiner Bluttat geäußert: "Er hat nichts gesagt", schilderte der General.

Der gesamte Stützpunkt, nach US-Angaben mit 45.000 Soldaten der größte weltweit, wurde nach den ersten Schüssen sofort abgeriegelt. Die Menschen auf der Basis wurden aufgefordert, nicht ins Freie zu gehen. 500 Militärpolizisten durchkämmten das Gebiet. Die Verletzten wurden zum Teil mit Hubschraubern in Krankenhäuser gebracht. Eine Klinik rief die Bevölkerung zu Blutspenden auf.

Bis zu sieben Stunden nach dem Vorfall hatte es noch geheißen, der Täter sei bei einem Schusswechsel mit der Polizei ums Leben gekommen. Auch war zunächst vermutet worden, dass es mehr als einen Angreifer gab. Beide Annahmen stellten sich jedoch als falsch heraus. "Es gab nur einen Schützen", sagte Cone, nachdem zuvor zwei weitere US-Soldaten als mögliche Komplizen festgehalten und dann wieder freigelassen worden waren.

Obama: "Entsetzlicher Ausbruch der Gewalt"

US-Präsident Barack Obama sprach von einem "entsetzlichen Ausbruch der Gewalt" und rief zum Gebet für die Opfer und Angehörigen auf. Er stehe in Kontakt zum Pentagon, zur Bundespolizei FBI und dem Heimatschutzministerium, um die Sicherheit der US-Truppen in ihrem eigenen Land zu gewährleisten, sagte Obama.

"Es ist schwierig genug, wenn wir diese mutigen Amerikaner in Kämpfen in Übersee verlieren. Es ist schrecklich, dass sie hier auf einer Basis in den Vereinigten Staaten unter Beschuss kommen."

Pentagonchef Robert Gates sagte: "Es gibt wenig, das wir zu diesem Zeitpunkt sagen können, um den Schmerz zu lindern oder die vielen Fragen zu beantworten, die der Vorfall aufwirft. Aber ich kann versprechen, dass das Verteidigungsministerium alles in seiner Kraft stehende tun wird, um der Fort-Hood-Gemeinde durch diese schwierigen Zeiten zu helfen."
 

 
Leser-Kommentare
    • M8One
    • 06.11.2009 um 7:26 Uhr

    Welcome home, America!
    Schon wieder einmal zeigst du uns deine unglaubliche Freiheit!!
    Danke.
    Satan followed the Army Band, Babylon pick it up strong, strong, strong..!!

  1. Das wird einige Fragen hinsichtlich der Motive dieser Bluttat aufwerfen.

  2. [Entfernt. Bitte bemühen Sie sich um eine sachliche Diskussion ohne Pauschalisierungen. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Das stimmt natürlich. Nur weil jemand streng gläubiger Muslim ist, sollten die deutschen Behörden künftig alle die dieser Religion angehören unter Generalverdacht stellen. Unglaublich ignorant was Sie machen.

    Außerdem müssen sie den Täter persönlich sehr gut gekannt haben um zu wissen, dass er sich nicht mit diesem Land identifiziert hat.

    Ich wette, wenn der Mann Juden, Christ oder Hindu gewesen wäre, hätten alle gesagt, dass Nilan Hasan psychische Störungen hatte und Amok gelaufen ist. Dann wäre hier spekuliert worden, dass er mit den Dingen die ihn seine Patenten erzählt haben nicht klar gekommen ist oder panische Angstzustände wegen seines bevorstehenden Irakeinsatzes hatte. Dann wären hier die üblichen "schlimm was Krieg aus Menschen macht"-Sprüche gekommen. Aber nein, der Mann war Moslem oder um das auszusprechen was in ihrem Beitrag mitschwingt: EIN POTENTIELLER TERRORIST!

    Ich bin selbst kein Moslem, aber Ihre Ignoranz ist nur mühsam zu ertragen.

    • amras
    • 06.11.2009 um 10:16 Uhr

    Klingt hart, aber ist durchaus korrekt.
    Wenn es wirklich stimmt, dass er sich in der Moschee die er regelmäßig besuchte stets als Palästinenser bezeichnete, obwohl er gebürtiger US-Bürger ist - dann frage ich mich, welcher Teufel den Rekrutierer geritten hat, diesen Mann in die Armee zu lassen. So groß kann das Rekrutierungsproblem doch gar nicht sein...
    Natürlich war dieses Blutbad nicht zu erwarten. Doch allein die Verweigerung des Marschbefehls aus "religiösen Gründen" disqualifiziert für die Armee. Die Israelis lassen aufgrund dieser Loyalitätskonflikte grundsätzlich ihre muslimischen Staatsbürger nicht in die Armee.
    Fast alle Einsätze der US-Armee in den letzten 20 Jahren waren in islamischen Ländern. Was bitte schön nutzt ein Berufssoldat (!!) der in 90% der Einsätze seinen Dienst verweigert?

    Strenggläubige, christliche Nationen laufen auf der Welt Amok...

    Das stimmt natürlich. Nur weil jemand streng gläubiger Muslim ist, sollten die deutschen Behörden künftig alle die dieser Religion angehören unter Generalverdacht stellen. Unglaublich ignorant was Sie machen.

    Außerdem müssen sie den Täter persönlich sehr gut gekannt haben um zu wissen, dass er sich nicht mit diesem Land identifiziert hat.

    Ich wette, wenn der Mann Juden, Christ oder Hindu gewesen wäre, hätten alle gesagt, dass Nilan Hasan psychische Störungen hatte und Amok gelaufen ist. Dann wäre hier spekuliert worden, dass er mit den Dingen die ihn seine Patenten erzählt haben nicht klar gekommen ist oder panische Angstzustände wegen seines bevorstehenden Irakeinsatzes hatte. Dann wären hier die üblichen "schlimm was Krieg aus Menschen macht"-Sprüche gekommen. Aber nein, der Mann war Moslem oder um das auszusprechen was in ihrem Beitrag mitschwingt: EIN POTENTIELLER TERRORIST!

    Ich bin selbst kein Moslem, aber Ihre Ignoranz ist nur mühsam zu ertragen.

    • amras
    • 06.11.2009 um 10:16 Uhr

    Klingt hart, aber ist durchaus korrekt.
    Wenn es wirklich stimmt, dass er sich in der Moschee die er regelmäßig besuchte stets als Palästinenser bezeichnete, obwohl er gebürtiger US-Bürger ist - dann frage ich mich, welcher Teufel den Rekrutierer geritten hat, diesen Mann in die Armee zu lassen. So groß kann das Rekrutierungsproblem doch gar nicht sein...
    Natürlich war dieses Blutbad nicht zu erwarten. Doch allein die Verweigerung des Marschbefehls aus "religiösen Gründen" disqualifiziert für die Armee. Die Israelis lassen aufgrund dieser Loyalitätskonflikte grundsätzlich ihre muslimischen Staatsbürger nicht in die Armee.
    Fast alle Einsätze der US-Armee in den letzten 20 Jahren waren in islamischen Ländern. Was bitte schön nutzt ein Berufssoldat (!!) der in 90% der Einsätze seinen Dienst verweigert?

    Strenggläubige, christliche Nationen laufen auf der Welt Amok...

  3. jemand drüben bei CNN in den Foren? Ich habe noch nie so viele gelöschte bzw. gestrichene Kommentare gesehen, ...da kamen wohl ziemlich viele Hass-Emails wegen dem arabischen Namen des Täters, .... ohne irgendwelche Fakten abzuwarten....

    es wäre traurig wenn sich dieses Spektakel hier im Forum wiederholen würde, Kommentar 3 lässt es ja schon ein wenig durchklingen....

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    Schade wäre vor allem, wenn man Hock-Streck-Sprünge vollführt, um die wahre Motiviation des Mörders zu verschleiern.
    Der Mann, der auf der Basis zwölf Soldaten erschossen hat, war ein Konvertit.
    Auf diesem Video sieht man ihn.
    http://www.youtube.com/wa...

    Bevor Sie also anderen "Hass" und zu wenig Information unterstellen, sollten Sie sich selbst informieren.

    Schade wäre vor allem, wenn man Hock-Streck-Sprünge vollführt, um die wahre Motiviation des Mörders zu verschleiern.
    Der Mann, der auf der Basis zwölf Soldaten erschossen hat, war ein Konvertit.
    Auf diesem Video sieht man ihn.
    http://www.youtube.com/wa...

    Bevor Sie also anderen "Hass" und zu wenig Information unterstellen, sollten Sie sich selbst informieren.

  4. eine erfreulich geringe Anzahl von Opfern! Bedankt man die Bewaffnung, die Ausbildung des Täters sowie die Tatsache, dass die Opfer quasi in Reih und Glied auf ihren Wartebänken sassen!

  5. Schade wäre vor allem, wenn man Hock-Streck-Sprünge vollführt, um die wahre Motiviation des Mörders zu verschleiern.
    Der Mann, der auf der Basis zwölf Soldaten erschossen hat, war ein Konvertit.
    Auf diesem Video sieht man ihn.
    http://www.youtube.com/wa...

    Bevor Sie also anderen "Hass" und zu wenig Information unterstellen, sollten Sie sich selbst informieren.

    Antwort auf "war schon..."
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    Er war ein Konvertit. Aha. Und deswegen kann man sofort mit Hass um sich schmeissen. Was für eine eingefahrene, vorurteilsbeladene Logik!
    Vielleicht hatte er ja ganz einfach eine tiefe Depression, so wie Amokläufer sie gemeinhin wohl haben und was zum Ausrasten führen kann, wenn jemand, der schon psychisch belastet ist, noch zusätzliche andere Belastungen erfährt.
    Ob er Konvertit oder Moslem ist, hat soviel damit zu tun, wie dass er blaue Socken anhat.
    Aber leben Sie ruhig weiter in Ihrer Welt aus "böse (wenngleich ehemalige) Moslems" und "gute NichtMoslems".
    Und vergessen Sie nicht, Ihren weisen Kommentar auf Blö... äh... Bild einzustellen. Dort wird er viele Anhänger finden, wo sie doc so gut vom YouTube Video informiert sind.

    Er war ein Konvertit. Aha. Und deswegen kann man sofort mit Hass um sich schmeissen. Was für eine eingefahrene, vorurteilsbeladene Logik!
    Vielleicht hatte er ja ganz einfach eine tiefe Depression, so wie Amokläufer sie gemeinhin wohl haben und was zum Ausrasten führen kann, wenn jemand, der schon psychisch belastet ist, noch zusätzliche andere Belastungen erfährt.
    Ob er Konvertit oder Moslem ist, hat soviel damit zu tun, wie dass er blaue Socken anhat.
    Aber leben Sie ruhig weiter in Ihrer Welt aus "böse (wenngleich ehemalige) Moslems" und "gute NichtMoslems".
    Und vergessen Sie nicht, Ihren weisen Kommentar auf Blö... äh... Bild einzustellen. Dort wird er viele Anhänger finden, wo sie doc so gut vom YouTube Video informiert sind.

  6. Er war KEIN Konvertit - er ist als Muslim geboren und streng gläubig.

  7. Amoklauf auf dem Armystützpunkt....

    2 Kriege im mittleren Osten ....

    unkontrollierbare Finanzkonzerne .....

    nicht begründete und nachvollziehbare Entscheidungen des GM-Boards in Sachen Opel .....

    Ist dieses Land außer Kontrolle, Mr. President???

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