Fort Hood
Amokläufer rief "Allah ist groß" und drückte ab
Der Amoklauf des Militärpsychiaters mit 13 Toten gibt Rätsel auf. Offenbar wollte der streng gläubige Muslim die Armee verlassen – er sollte in den Irak.
© Ben Sklar/Getty Images

In Fort Hood herrscht entsetzen. Nidal Hasan tötete bei seinem Amoklauf 13 Menschen
Drei Wochen vor dem geplanten Beginn seines Irak-Einsatzes hat ein 39-jähriger Militärpsychiater auf dem größten Militärstützpunkt in den USA ein Blutbad angerichtet. 13 Menschen starben, als Nidal Hasan auf eine Gruppe von Soldaten schoss. Mehr als 30 Menschen wurden verletzt, der Schütze selbst überlebte.
Hasan war nach Medienberichten erst seit Juli in Fort Hood stationiert und soll schon seit Langem eine Entsendung in den Irak gefürchtet haben. Eine Tante des Schützen sagte, er sei seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wegen seines Glaubens immer wieder schikaniert worden – Hasan war Muslim. Bevor er das Feuer eröffnete, soll er "Allah Akhbar" (Gott ist groß) ausgerufen haben. Das hätten Zeugen des Blutbads berichtet, sagte der Kommandeur des Stützpunkts, Bob Cone, dem US-Sender NBC.
Schon seit Jahren habe der Militärpsychiater versucht, aus der Armee entlassen zu werden, und sogar angeboten, der Armee die Kosten für seine medizinische Ausbildung zurückzuzahlen. Die Zeitung New York Times berichtete, nach Angaben eines Cousins war der Schütze "entsetzt", dass er Ende des Monats in den Irak geschickt werden sollte.
Nach Informationen der Zeitung untersucht die Bundespolizei FBI zurzeit Blogeinträge im Internet, die möglicherweise von dem Täter stammen. Darin debattiert ein Mann, der sich Nidal Hasan nennt, über Selbstmordanschläge und findet dafür positive Argumente. So vergleicht er in einem Eintrag das Heldentum eines Soldaten, der sich auf eine Granate wirft, um seine Kameraden zu schützen, mit einem Selbstmordattentäter, der sich für seine muslimischen Glaubensbrüder opfere.
Hasan befindet sich in "stabilem Zustand"
Nach Angaben der Armee hat der Militärpsychiater am Donnerstagabend um 20.30 Uhr deutscher Zeit angefangen, um sich zu schießen. Mit einer Pistole und einer halbautomatischen Waffe ausgerüstet schoss er auf eine Gruppe von Soldaten, die vor einem Gebäude gerade auf ihre Gesundheitschecks warteten.
Hasan konnte schließlich durch mehrere Schüsse gestoppt und festgenommen werden. Er sei bewusstlos, befinde sich aber in einem "stabilem Zustand", wie der Kommandeur der Basis, Bob Cone, mitteilte.
Präsident Barack Obama sprach von einem "entsetzlichen Ausbruch der Gewalt" und rief zum Gebet für die Opfer und Angehörigen auf. Pentagonchef Robert Gates sagte: "Es gibt wenig, das wir zu diesem Zeitpunkt sagen können, um den Schmerz zu lindern oder die vielen Fragen zu beantworten, die der Vorfall aufwirft. Aber ich kann versprechen, dass das Verteidigungsministerium alles in seiner Kraft Stehende tun wird, um der Fort Hood durch diese schwierigen Zeiten zu helfen."
- Datum 6.11.2009 - 16:05 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 82
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iergendwie kann ich bei toten soldaten nie soetwas wie trauer empfinden. und wenn man jemanden zuetwas derartigem zwingen will, geschieht das (so verachtend es auch klingen mag) dem militär recht
[Anm.: Bitte verzichten Sie auf zynische Kommentare und bemuehen Sie sich um Respekt den Toten und ihren Angehoerigen gegenueber. Danke. /Die Redaktion pt.]
Das klingt nicht nur verachtend! ES IST MENSCHENVERACHTEND!!!
Vernichtet wurde nicht das Militär, getötet wurden nur die MENSCHEN in Uniform!!!
[...] (Bitte bleiben Sie im Rahmen des guten Geschmacks und tragen Sie zu einer sachlich Diskussion bei. Vielen Dank, die Redaktion /ft)
Es klingt nicht nur verachtend; es ist verachtend. Sie sollten sich schämen!
verachtend und inhuman finde ich Ihre Kommentierung ! [...]
[Der Rest wurde geloescht, bitte verzichten Sie auf persoenliche Anwuerfe dieser Art und bemuehen Sie sich um sachliche Kritik. Danke. /Die Redaktion pt.]
Dass ein gläubiger Mensch, wie es der Attentäter offensichtlich war, in einen persönlichen Konflikt gestürzt wird, wenn man von ihm verlangt, auf einem Kriegsschauplatz zu agieren, ist verständlich. Man bedenke auch, dass Nidal aus einer palästinensischen Familie stammt, also aus einer Familie, die selbst bereits durch Auswirkung von militärischer Gewalt traumatisiert und aus ihrer Heimat vertrieben wurde. Und nun soll der Sohn, der sich als Arzt und Psychiater um das seelische Wohl von Menschen kümmern will, ebenfalls gegen die arabischen Menschen aus seiner familiären "Heimatregion" in Stellung gebracht werden. Nidal zerbrach offensichtlich an diesem Konflikt zwischen der Treue zu seiner Herkunft, seinem Glauben und seiner Menschlichkeit einerseits, und seinem Beruf andererseits. Der Versuch, diesen Konflikt durch Weggehen aus der Armee zu lösen, misslang. So gab es nur noch den blutigen Ausweg, auf die einzuschlagen, die ihn zwingen wollten, seinen Kern an persönlicher Integrität zu verleugnen, in dem sie ihn zwingen wollten, die U.S. Armee im Kampf gegen die muslimische Welt zu unterstützen. Nidal sah, dass dies ein falscher Kampf ist, aber er glaubte, sich nur noch durch das Fanal eines entsetzlichen Massakers Gehör verschaffen zu können. Mein Mitgefühl gilt ihm und seinen Angehörigen in Amerika und Palästina.
Die Angabe der Opferzahl unterscheidet sich zu der in der BU.
Das klingt nicht nur verachtend! ES IST MENSCHENVERACHTEND!!!
Vernichtet wurde nicht das Militär, getötet wurden nur die MENSCHEN in Uniform!!!
Danke!
Offenbar war Islamismus das Motiv ...
"'He was reacting with open glee at the death of some soldiers by a suicide bomber. I told him, "You might not agree with this but this is the army and we are here to serve the country.'
Mr Lee said Hasan repeatedly stated: 'Muslims should rise up against the aggressors.
Address : http://www.dailymail.co.u...
[...] (Bitte bleiben Sie im Rahmen des guten Geschmacks und tragen Sie zu einer sachlich Diskussion bei. Vielen Dank, die Redaktion /ft)
Keine Ahnung was Sie geschrieben haben. Es kann nicht schlimmer gewesen als Kommentar Nummer 1 "hmm". Seit einiger Zeit, nach Einführung der neuen Communty häuft sich die Zensur in diesem Forum und gesperrte Artikel. Aber ein Beitrag der Amokläufe mit klammheimlichem Verständnis kommentiert wird nicht zensiert. hmm.
Bevor der Attentäter schoss, rief er offenbar "Allahu Akbar"
"The base commander at Fort Hood says soldiers who witnessed a shooting rampage that left 13 people dead reported that the gunman shouted “Allahu Akbar!” before opening fire at the Texas post.
Address : http://www.freep.com/article/20091106/NEWS07/91106007/1322/Witnesses-Shooter-shouted-“Allahu-Akbar”
Wenige Stunden vor der Tat kaufte er Kaffee in einem kleinen Laden.
Einfach nett, friedlich und freundlich sein Auftreten in der Öffentlichkeit. Aber gebe es da nicht nur das Gegenteil von diesen Eigenschaften. So wurden in kürzester Zeit 13 Menschen von einem 39-jähriger Militär-Psychiater auf dem größten Militärstützpunkt in den USA umgebracht.
Er ist ein gläubiger Muslim, der 39-jährige Nidal Malik Hasan. Gerade 4 Monate im Einsatz bei der US-Armee und schon schaffte er Verhältnisse wie im Irak, da wo er aus religiösen Gründe nicht hin wollte.
Wie sagte es doch Angela Merkel vor dem US-Kongress: "Wir werden gegen die, die gegen unsere Freiheit sind, sie mit Intoleranz begegnen". Dass, das aber ein Waterloo für die Religionsfreiheit in den USA ist, ist hierbei nur nebenbei erwähnt.
KHJ aus Köln
Religionsfreiheit darf NUR den gewaehrt werden, die im Stande sind auch den "Unglaeubigen" Religionsfreiheit zu gewaehren. Ansonsten darf den "Alleinig-Rechtglaeubigen" keine Tolleranz widerfahren. Und auch den "Gutmenschen" nicht, wenn sie diese beschuetzen!
... passte noch nie besonders gut zusammen. Während der Kriege kam es immer mal wieder zu Dikriminierungen jeder Art und gelegentlich Lynchmorden. Stand ja auch schon im Artikel, dass der Mann sich öfter Verdächtigungen ausgesetzt fühlte.
In diesem Fall rächt sich halt zusätzlich die Tatsache, dass es keine gescheite Studienfinanzierung gibt und junge Leute sich immer wieder für's Militär verpflichten, nur weil sie da ihre Ausbildung bezahlt bekommen. Die meisten hoffen vermutlich, in einem der zahllosen Militärstützpunkte weltweit (über 1000?) einigermaßen ungestört ihre Zeit runterreißen zu können. Diese Hoffnungen hat Bush gründlich zerstört.
Für mich absolut verständlich, dass ein Muslim nicht in den Irak will und da evtl. gezwungen ist, gegen seine Glaubensbrüder zu kämpfen. Eine Verzweiflungstat in der Militärsklavereimaschine der USA, aussteigen unmöglich, die Leute da verkaufen ihr Leben um eine Chance zu bekommen. Und psychologisch sind die Amis halt immer noch auf dem Niveau von Cowboys, sonst würden sie bekennende Muslims in ihren Reihen gar nicht erst in so eine Situation bringen.
[Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Die Redaktion/vv]
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