Amoklauf in Texas

Schütze von Fort Hood aus Bewusstlosigkeit erwacht

Der nach seinem Amoklauf schwer verletzte Militärpsychiater Nidal Hasan ist aufgewacht und kann sprechen. Für seine Tat soll er vor ein Militärgericht gestellt werden.

Ein Soldat kniet in Fort Hood vor den Blumenkränzen und Kerzen nieder, die an die Opfer des Amoklaufs erinnern

Ein Soldat kniet in Fort Hood vor den Blumenkränzen und Kerzen nieder, die an die Opfer des Amoklaufs erinnern

Der Verantwortliche für das Blutbad auf dem US-Militärstützpunkt Fort Hood am vergangenen Donnerstag, Major Nidal Malik Hasan, kann offenbar sprechen. Das bestätigte der Kommandeur des Stützpunkts, Bob Cone. Ob der schwer verletzte Hasan inzwischen Angaben zum Motiv seiner Bluttat gemacht hat, sagte der General aber nicht.

Fest steht mittlerweile, dass sich Hasan vor einem Militärgericht für den Amoklauf verantworten muss. Das entschieden nach Medienberichten das Verteidigungs- und das Justizministerium.
 

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Die Bundespolizei FBI teilte derweil mit, es gebe keine Anzeichen dafür, dass Hasan Komplizen gehabt habe oder Teil einer größeren terroristischen Verschwörung gewesen sei. Allerdings bestätigten der New York Times zufolge namentlich nicht genannte Ermittlungsbeamte, dass Hasan unter enormem psychischen Druck gestanden und sich dabei extremen religiösen Positionen angenähert habe.

Derzeit werde auch geprüft, ob Hasan nicht doch Verbindungen zu der Terrororganisation al-Qaida gehabt habe, berichtete die Washington Post unter Berufung auf Ermittlungsbehörden. Zumindest habe Hasan in seiner früheren Heimat Virginia eine Moschee in Falls Church besucht, in der auch zwei Attentäter vom 11. September 2001 verkehrten. Der Imam dieser Moschee war demnach der Prediger Anwar Aulaqi, der als radikaler Islamist gelte.

Trauerfeier am Dienstagnachmittag

Der einflussreiche Senator Joe Lieberman hatte am Sonntag eine Kongressuntersuchung des Vorfalls gefordert. Sollten die bisherigen Berichte zutreffen, handele es sich um den "schlimmsten Terroranschlag" seit dem 11. September 2001. Der Täter trage die Züge eines Terroristen, der sich in den USA selbst radikalisiert habe, sagte der Vorsitzende des Senatsausschusses für Heimatschutz dem Fernsehsender Fox News.

 

Hasan, der im texanischen Fort Hood als Militärpsychiater arbeitete, hatte am vergangenen Donnerstag in der größten Militärbasis der USA 13 Menschen getötet und etwa 40 weitere verletzt. 15 Soldaten befanden sich am Montag noch im Krankenhaus, sagte Cone.

Am Dienstag sollen die Toten in einer Trauerfeier geehrt werden. Dazu reisen auch Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle nach Fort Hood. Wegen der Trauerfeierlichkeiten hat Obama eigens seinen Abflug nach Asien verschoben. Er wird nun erst am Donnerstag nach Tokyo aufbrechen, der ersten Station seiner neuntägigen Reise.
 

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    • Datum 10.11.2009 - 08:38 Uhr
    • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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    • Schlagworte Militär | Militäranlage | USA | Handfeuerwaffe
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