Barack & Michelle Obama Auch Traumpaare haben ihre Probleme
Barack und Michelle Obama haben über ihre Ehe geplaudert. Das Paar im Weißen Haus will jungen Leuten helfen, Beziehungskrisen zu bewältigen. Von Christoph von Marschall

Barack Obama und seine Ehefrau Michelle wirken wie das perfekte Traumpaar. Aber die beiden haben auch schon Krisen hinter sich
Barack und Michelle Obama sind internationale Stars. Viele Menschen sind neugierig, wie das Leben im Weißen Haus ihr Familienleben und ihre Ehe beeinflusst, ob sie auch mal streiten und Beziehungskrisen durchleiden wie normale Sterbliche. Jodi Kantor, Reporterin der New York Times, durfte vor einem Monat, direkt nach dem 17. Hochzeitstag der Obamas, mit beiden über diese Fragen sprechen. Mit vielen Bildern hat die Zeitung die Story nun im Sonntags-Magazin über 13 Seiten ausgebreitet.
Seit Tagen waren Vorabmeldungen verbreitet worden, es gehe um die Enthüllung einer tiefen Ehekrise. Auch manche deutsche Medien behaupteten unter Berufung darauf, die Obamas hätten einen Eheberater aufsuchen müssen, um ihre Beziehung zu retten. Das erweist sich nun als Irreführung.
Der Präsident und die First Lady bestätigen vielmehr erneut, welcher Segen der Einzug in das Weiße Haus für ihr Familienleben war. "Zum ersten Mal seit langem leben wir sieben Tage die Woche im selben Haushalt", sagt Michelle. Sie essen gemeinsam mit den Töchtern. Als Barack Obama 1996 Landtagsabgeordneter in Illinois’ Hauptstadt Springfield wurde und 2004 Bundessenator in Washington, war Michelle mit den Kindern in Chicago geblieben.
Die Autorin Jodi Kantor, die die Obamas in den jüngsten Jahren aus der Nähe begleiten durfte wie nur wenige andere Journalisten, beschreibt, dass die Ehe die meiste Zeit ein Trumpf für den Berufspolitiker Obama war, weil sie nach außen weitgehend harmonisch wirkte. Über die vorübergehenden Beziehungsprobleme vor mehreren Jahren erfährt der Leser nichts, was nicht öffentlich bekannt wäre.
Die gab es 2000/2001, als Barack sich gegen den Willen seiner Frau um ein Kongressmandat in Washington bewarb und scheiterte. Sie fühlte sich damals allein gelassen mit der Betreuung der 1998 geborenen Tochter Malia und war schwanger mit Sasha, die im September 2001 zur Welt kam. Der erfolglose Wahlkampf hinterließ Finanzprobleme, die Michelle wütend machten. Darüber hat Barack freimütig in seinem Buch "Audacity of Hope" geschrieben, und Michelle hat im Wahlkampf davon erzählt. Die Details finden sich, zum Beispiel, in der neuesten deutschsprachigen Michelle-Obama-Biografie.
Stand die Ehe damals vor dem Aus? "Das wäre eine Übertreibung", antwortet der Präsident. Aber "es war eine harte Zeit für uns".
Suchte das Paar einen Eheberater auf? Darauf bekommt Jodi Kantor keine Antwort. Michelle sagt nur: "Es war wichtig, dass wir gemeinsam (an unserer Beziehung) arbeiteten", und betont: "Es gab keinen Moment, an dem ich Angst um unsere Ehe hatte." Dass sie sich zu einem Interview über ihre Ehe hergaben, begründet die First Lady so: "Unser Auf und Ab kann jungen Paaren helfen zu verstehen, dass eine gute Ehe viel Arbeit verlangt." Sie wolle nicht das falsche Bild erzeugen, dass ihre Ehe makellos sei.
Neuerdings spielen die Obamas Tennis miteinander, wobei Barack meist gewinnt. Aber das sei nur eine Frage der Zeit, bis Michelle siegt, ergänzt er charmant. Es ist der einzige neue Einblick in das Eheleben, den die Obamas jetzt gewähren. Kein anderes Präsidentenpaar vor ihnen hat ähnlich genau kontrolliert, welche privaten Informationen an die Öffentlichkeit gelangen und welche nicht.
- Datum 01.11.2009 - 18:10 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Oder besser: Wen sollte es interessieren? Was hat bitte der private Zustand von Obamas Ehe mit seiner Politik zu tun? Immer wenn ich sowas lese, komme ich mir vor wie zu BILD und billigen Enthüllungsgeschichten verschlagen. Gecshieden, verheiratet, glücklich, unglücklich, was bitte hat das für eine Bedeutung?
Ein über Obamas Privatleben herfallender Boulevard ist nichts, was man ihm und allen, die sich nach einer, nach seinen Ideen und Hoffnungen gestalteten Welt sehnen, wünschen möchte. Die amerikanischen Wähler haben Obama zum Präsidenten gemacht, weil sie eine tiefe Sehnsucht nach einer besseren Welt verspürten. Anna Quindlen schrieb dazu kürlich in Newsweek: "So if the American people want the president to be more like the Barack Obama they elected, maybe they should start acting more like the voters who elected him"
Meine Antwort zum Vorgänger:
Geschieden, verheiratet, glücklich und unglücklich hat eine Bedeutung für die Politik . . . wenn man denn nicht die Politik, wie sie ist, sondern eine ideale Politik, wie sie sein sollte als Leitbild nimmt. Kurz ein von Aristoteles inspirierter Gedankengang dazu:
1. Die Ethik ist die Lehre von einem guten, gelungenem Leben.
2. Die Politik sollte, von der Ethik geleitet, es zum Ziel haben, eine Gesellschaft so zu formen, das ein gutes und gelungenes Leben in ihr gelebt werden kann.
3. Glück,Liebe und Geborgenheit sind wichtige Zutaten für ein gelungenes Menschenleben.
Das Obama sich eine bessere und gerechtere Welt wünscht und mit all seinen Kräften dafür einsetzt, ist unbestritten . . . wenn man selbst auch diese Träume einer gerechteren Welt hat, können sie nur dann stimmig sein, wenn Obama durch seinen Idealismus nicht die Möglichkeit, ein eigenes glückliches Leben führen
zu können verliert !
Nun behaupte ich mal, dass zwischen einem BILD-Bericht über Obamas Ehe und einer Analyse, wie in der ZEIT geschrieben, ein Unterschied besteht.
Und ich als jemand, der die ZEIT liest, habe nichts dagegen, gelegentlich auch etwas Boulevard serviert zu bekommen, solange es eben nicht so inszeniert wird, wie in der BILD.
Ein über Obamas Privatleben herfallender Boulevard ist nichts, was man ihm und allen, die sich nach einer, nach seinen Ideen und Hoffnungen gestalteten Welt sehnen, wünschen möchte. Die amerikanischen Wähler haben Obama zum Präsidenten gemacht, weil sie eine tiefe Sehnsucht nach einer besseren Welt verspürten. Anna Quindlen schrieb dazu kürlich in Newsweek: "So if the American people want the president to be more like the Barack Obama they elected, maybe they should start acting more like the voters who elected him"
Meine Antwort zum Vorgänger:
Geschieden, verheiratet, glücklich und unglücklich hat eine Bedeutung für die Politik . . . wenn man denn nicht die Politik, wie sie ist, sondern eine ideale Politik, wie sie sein sollte als Leitbild nimmt. Kurz ein von Aristoteles inspirierter Gedankengang dazu:
1. Die Ethik ist die Lehre von einem guten, gelungenem Leben.
2. Die Politik sollte, von der Ethik geleitet, es zum Ziel haben, eine Gesellschaft so zu formen, das ein gutes und gelungenes Leben in ihr gelebt werden kann.
3. Glück,Liebe und Geborgenheit sind wichtige Zutaten für ein gelungenes Menschenleben.
Das Obama sich eine bessere und gerechtere Welt wünscht und mit all seinen Kräften dafür einsetzt, ist unbestritten . . . wenn man selbst auch diese Träume einer gerechteren Welt hat, können sie nur dann stimmig sein, wenn Obama durch seinen Idealismus nicht die Möglichkeit, ein eigenes glückliches Leben führen
zu können verliert !
Nun behaupte ich mal, dass zwischen einem BILD-Bericht über Obamas Ehe und einer Analyse, wie in der ZEIT geschrieben, ein Unterschied besteht.
Und ich als jemand, der die ZEIT liest, habe nichts dagegen, gelegentlich auch etwas Boulevard serviert zu bekommen, solange es eben nicht so inszeniert wird, wie in der BILD.
Ein über Obamas Privatleben herfallender Boulevard ist nichts, was man ihm und allen, die sich nach einer, nach seinen Ideen und Hoffnungen gestalteten Welt sehnen, wünschen möchte. Die amerikanischen Wähler haben Obama zum Präsidenten gemacht, weil sie eine tiefe Sehnsucht nach einer besseren Welt verspürten. Anna Quindlen schrieb dazu kürlich in Newsweek: "So if the American people want the president to be more like the Barack Obama they elected, maybe they should start acting more like the voters who elected him"
Meine Antwort zum Vorgänger:
Geschieden, verheiratet, glücklich und unglücklich hat eine Bedeutung für die Politik . . . wenn man denn nicht die Politik, wie sie ist, sondern eine ideale Politik, wie sie sein sollte als Leitbild nimmt. Kurz ein von Aristoteles inspirierter Gedankengang dazu:
1. Die Ethik ist die Lehre von einem guten, gelungenem Leben.
2. Die Politik sollte, von der Ethik geleitet, es zum Ziel haben, eine Gesellschaft so zu formen, das ein gutes und gelungenes Leben in ihr gelebt werden kann.
3. Glück,Liebe und Geborgenheit sind wichtige Zutaten für ein gelungenes Menschenleben.
Das Obama sich eine bessere und gerechtere Welt wünscht und mit all seinen Kräften dafür einsetzt, ist unbestritten . . . wenn man selbst auch diese Träume einer gerechteren Welt hat, können sie nur dann stimmig sein, wenn Obama durch seinen Idealismus nicht die Möglichkeit, ein eigenes glückliches Leben führen
zu können verliert !
Nun behaupte ich mal, dass zwischen einem BILD-Bericht über Obamas Ehe und einer Analyse, wie in der ZEIT geschrieben, ein Unterschied besteht.
Und ich als jemand, der die ZEIT liest, habe nichts dagegen, gelegentlich auch etwas Boulevard serviert zu bekommen, solange es eben nicht so inszeniert wird, wie in der BILD.
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