Sturmtief "Daisy" Deutschland versinkt im Schnee
Noch immer sorgt Tief "Daisy" für Chaos: Besonders Norddeutschland leidet unter den ungewöhnlichen Schneemassen. Am Frankfurter Flughafen saßen Tausende Passiere fest.
Mit heftigen Schneestürmen hat Tief "Daisy" weite Teile Norddeutschlands lahmgelegt. Viele Dörfer an der Küste und auf den Ostseeinseln waren von der Außenwelt abgeschnitten. In Mecklenburg-Vorpommern saßen in der Nacht zu Sonntag Hunderte Autofahrer auf der Autobahn A 20 bei eisigen Temperaturen in ihren Fahrzeugen fest. Bei Dahme in Schleswig-Holstein drohte wegen Sturmflut an der Ostsee ein Deich zu brechen. Schneeverwehungen und umgestürzte Bäume blockierten zahlreiche Straßen auch in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin.
Am Frankfurter Flughafen saßen zehntausend Passagiere fest: Bis zum Sonntagnachmittag fielen rund 320 Flüge aus, wie der Flughafenbetreiber Fraport mitteilte. Allein von den Streichungen seien etwa 60.000 Fluggäste betroffen gewesen. Hinzu kamen Verspätungen etlicher Maschinen. Tausende Fluggäste verbrachten die Nacht im Hotel, andere campierten auf Feldbetten im Flughafen. Am Sonntagnachmittag waren alle drei Bahnen des größten deutschen Luftdrehkreuzes wieder offen. Das Freihalten der Pisten und das Enteisen der Maschinen sorgte aber weiter für erhebliche Verzögerungen.
Die Schüler in Mecklenburg-Vorpommern dürften sich indes über die weiße Pracht freuen: Der Unterricht fällt am Montag landesweit aus, teilte das Schweriner Innenministerium am Sonntag mit. Aus Sicherheitsgründen hatten zuvor schon mehrere Landkreise angekündigt, keine Schulbusse fahren zu lassen. Zudem warnen die Wetterdienste vor weiteren Schneefällen und Sturmböen in der Nacht zu Montag.
Im Südwesten hat das Tief "Daisy" mehr als 900 Verkehrsunfälle, fast 100 Verletzte und rund vier Millionen Euro Schaden verursacht. Zwischen Freitagmorgen und Sonntagmittag zählte das baden-württembergische Innenministerium 904 witterungsbedingte Unfälle und 97 Verletzte. Unter ihnen waren 15 Schwerverletzte. Getötet wurde niemand auf den Straßen im Südwesten. Innenminister Heribert Rech (CDU) dankte den Streudiensten, der Polizei, Feuerwehr und den Rettungsdiensten für ihren unermüdlichen Einsatz.
Im Norden Deutschlands ist der Bahn-Nahverkehr weitgehend zum Erliegen gekommen. Nach Angaben der Deutschen Bahn waren vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein Regionalbahn-Linien wegen Schneeverwehungen eingestellt. Drei Personenzüge hatten sich in Mecklenburg-Vorpommern im Schnee festgefahren. Alle Passagiere waren aber in Sicherheit gebracht worden.
Im Bahn-Fernverkehr waren nach Angaben des Bahnsprechers jedoch alle Hauptlinien frei. Die Lage sei deutlich entspannter als am Samstag. Auch die Verspätungen seien geringer. Am Samstag hatten Bahnreisende zum Teil Stunden auf ihre Züge warten müssen, wenn sie überhaupt fuhren.
Bei eisigen Temperaturen harrten in der Nacht zu Sonntag mehr als 200 Menschen in Autos und Lastwagen zwischen Gützkow und Jarmen in Mecklenburg-Vorpommern auf der blockierten Autobahn A 20 aus. Auch Busfahrgäste saßen auf der Fernstraße fest. Räumfahrzeuge mussten zunächst die Fahrbahnen vom Schnee befreien, der manchen Autos bis an die Fenster reichte. Erst am Vormittag konnten Rettungskräfte die Eingeschlossenen aus ihren Fahrzeugen bergen.
Am Mittag wurde ein Konvoi von 30 Fahrzeugen, darunter ein Reisebus, mit Räumfahrzeugen vom Rastplatz Peenetal zur Ausfahrt Greifswald geleitet. Querstehende Lastwagen blockierten zusätzlich die Strecke nördlich der Anschlussstelle Süderholz.
In hohen Schneewehen fuhr sich am Sonntagmorgen ein Personenzug auf der Strecke Stralsund-Pasewalk-Berlin bei Ducherow fest, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn AG. Das Technische Hilfswerk kämpfte sich über stark verschneite Feldwege zu dem Zug durch und barg 14 Passagiere. Zunächst hatte die Bahn von 60 Eingeschlossenen gesprochen.
- Datum 10.01.2010 - 17:11 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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Sicher ist es mit einem Sattelzug oder Auflieger ungleich schwieriger als mit einem PKW, rutschfrei durch den Schnee zu kommen.
Im Gegensatz zu den PKW's, die mittlerweile aufgrund der Gesetzeslage mehr oder weniger gezwungen sind, mit M S-Reifen zu fahren, sind die LKW's allerdings fast ausschließlich mit Sommerpneus unterwegs, wobei diese sich dann teilweise noch in miserablem Zustand befinden.
Über die Gründe, warum dies so ist, brauchen wir nicht weiter zu diskutieren, Kostendruck, milde Winter etc.
Jedenfalls hat auch die Lobby-Arbeit hier wieder gut funktioniert.
Da verwundern die häufigen Querstände von LKW's auf Autobahnen - auch schon bei wenig Schnee - allerdings absolut nicht.
Höchst ärgerlich, ja gefährlich das Ganze.
Bei entsprechenden Wetterprognosen werden ganze Departements vorsorglich für den LKW-Verkehr gesperrt.
Sicherlich schafft dies mitunter Probleme wo die LKW-Flotte parken soll, allerdings ist eines klar:
Ein PKW der sich querstellt oder von der Fahrbahn rutscht kann leicht wieder flott gemacht werden.
Kommt erst einmal nur ein LKW ins Rutschen und stellt sich quer, dass ist meist eine komplette Strasse blockiert. Es reichen meist auch nicht 5 oder 6 Trucker aus um den LKW wieder auf die Strasse zu schieben. Meist ist schweres Bergegerät erforderlich.
Vielleicht sollten wir mal das französische Modell einfach nur einen Winter lang in einem
Bundesland testen und dann auswerten.
Bei entsprechenden Wetterprognosen werden ganze Departements vorsorglich für den LKW-Verkehr gesperrt.
Sicherlich schafft dies mitunter Probleme wo die LKW-Flotte parken soll, allerdings ist eines klar:
Ein PKW der sich querstellt oder von der Fahrbahn rutscht kann leicht wieder flott gemacht werden.
Kommt erst einmal nur ein LKW ins Rutschen und stellt sich quer, dass ist meist eine komplette Strasse blockiert. Es reichen meist auch nicht 5 oder 6 Trucker aus um den LKW wieder auf die Strasse zu schieben. Meist ist schweres Bergegerät erforderlich.
Vielleicht sollten wir mal das französische Modell einfach nur einen Winter lang in einem
Bundesland testen und dann auswerten.
schneit es und schneit es und schneit es... Wirklich schön so viel Schnee. Nur da wo ich wohne so irgendwie mitten in Europa, da fällt beinahe kein Flöckchen vom Himmel... lächerliche 3cm sehe ich da rumliegen. Schade drum...
wobei ja viel Bürger kundtaten, es nur mit einem normalen Winter mit bis zu 15 cm SChnee zu tun zu haben. Schön ist der Schnee, ohne Zweifel... [ entfernt: Bitte verlinken Sie nur Seiten, deren Bezug zum Thema sofort ersichtlich wird. Danke. Die Redaktion/m.e. ]
"Alle reden vom Wetter - wir nicht." war einmal der Slogan unserer Eisenbahn. Dass das effizienteste und sicherste Landverkehrsmittel jetzt vor eineineinhalb oder zwei Zoll Schnee kapitulieren muss, liegt nicht am System sondern an der kriminellen Sparerei, mit der die Eisenbahn gewollt noch mehr ins Abseits gegenüber dem Lobby-Liebling LKW gedrängt werden soll und wird.
Der LKW - sowieso eine zukunftslose Technik - jedoch ist per se ungeeignet für winterliches Wetter, abgesehen davon, das dieses System auch sonst zu nichts taugt als dazu, den Bürgern über hohe Transportkosten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Zu den scheinbar günstigen Frachtgebühren kommen nämlich noch die immensen vom Steuerzahler getragenen Kosten, die der LKW-verkehr verursacht.
Dass auf die mit schöner Regelmäßigkeit bei einer Handvoll Schneeflocken auftretende Chaos zeigt lediglich, dass diese unsägliche Transporttechnik politisch (sprich: von den Lobbies) gewollt ist, denn sonst wäre man schon lange zur Schiene zurückgekehrt.
Fokko vom Fantasy-Blog/Selbstversorger-Blog
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http://fokko.wordpress.com/
http://selbstversorger-bl...
Auch beim Schienenverkehr gibt es physikalische Grenzen.
Eine schwere Güterzug-Lokomotive wird vielleicht in einer Schneewehe nicht so leicht aus den Schienen gehoben, es gibt jedoch auch relativ leichte Nahverkehrszüge die sich nicht unbedingt einen Weg bahnen können.
Mit Sicherheit sind bahnseitig Schneepflüge und Schneefräsen eher im Mittelgebirge stationiert als im Flachland.
Man wird nie völlig ausschliessen können, dass irgendwo mal etwas nicht mehr geht.
Dann sind eben Krisenmanagement, Notfallplanung und Krisenvorsorge gefragt, um aus der Situation schnell das Beste machen zu können.
Sich auf alle Eventualitäten einzustellen ist unsinnig und kaum zu finanzieren.
Alle reden vom Wetter stimmt nach wie vor. Schwere Güterlokomotiven machen kaum Probleme, ebensowenig Schnellzüge. Das Problem sind die leichten Nahverkehrstriebwagen. Auch eine jüngere Entwicklung als Massenphänomen, aber nicht von der LKW Lobby gesteuert (es geht um öpnv) als vielmehr Effizienzkriterien folgend. Ein Triebwagen muss deutlich weniger Maße beschleunigen und abbremsen und muss daher abseits von Schneegestöber deutlich weniger leisten.
Interessante Meinung! Was ist den Ihrer Auffassung nach die Zukunft für Güter-Transporte?
Man kann sicher mehr auf die Schiene bringen,- aber die kleinräumige Belieferung wird sich nicht mit Fahrrädern und Handkarren bewerkstelligen lassen? Nein sagen zu LKW s ist zu wenig, was sind Ihre alternativen Ideen?
Gruß aus Stuttgart
Dr. R.E.
Auch beim Schienenverkehr gibt es physikalische Grenzen.
Eine schwere Güterzug-Lokomotive wird vielleicht in einer Schneewehe nicht so leicht aus den Schienen gehoben, es gibt jedoch auch relativ leichte Nahverkehrszüge die sich nicht unbedingt einen Weg bahnen können.
Mit Sicherheit sind bahnseitig Schneepflüge und Schneefräsen eher im Mittelgebirge stationiert als im Flachland.
Man wird nie völlig ausschliessen können, dass irgendwo mal etwas nicht mehr geht.
Dann sind eben Krisenmanagement, Notfallplanung und Krisenvorsorge gefragt, um aus der Situation schnell das Beste machen zu können.
Sich auf alle Eventualitäten einzustellen ist unsinnig und kaum zu finanzieren.
Alle reden vom Wetter stimmt nach wie vor. Schwere Güterlokomotiven machen kaum Probleme, ebensowenig Schnellzüge. Das Problem sind die leichten Nahverkehrstriebwagen. Auch eine jüngere Entwicklung als Massenphänomen, aber nicht von der LKW Lobby gesteuert (es geht um öpnv) als vielmehr Effizienzkriterien folgend. Ein Triebwagen muss deutlich weniger Maße beschleunigen und abbremsen und muss daher abseits von Schneegestöber deutlich weniger leisten.
Interessante Meinung! Was ist den Ihrer Auffassung nach die Zukunft für Güter-Transporte?
Man kann sicher mehr auf die Schiene bringen,- aber die kleinräumige Belieferung wird sich nicht mit Fahrrädern und Handkarren bewerkstelligen lassen? Nein sagen zu LKW s ist zu wenig, was sind Ihre alternativen Ideen?
Gruß aus Stuttgart
Dr. R.E.
Wer sind denn die Kommentatoren die gestern noch alles kleingeredet und lächerlich gemacht haben?
Gottlob ist Daisy an der eigenen Haustüre vorübergezogen. Nun hat es den äußersten Norden getroffen.
Auch hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe nicht etwa zu
"Hamsterkäufen" aufgefordert, sondern sehr sachlich und angemessen auf der eigenen
Homepage Informationen zum Wochenende bereitgestellt (www.bbk.bund.de).
Eine namhafte Tageszeitung mit 4 Buchstaben hat darüber hinaus einen fundierten Bericht aus Sicht der "Wetterfrösche" veröffentlicht.
Die gegenwärtige Wetterlage tritt offensichtlich nur eher selten auf und hat wohl in den
letzten Jahrzehnten bereits dreimal REGIONAL zu "Schneekatastrophen" geführt.
Wird nicht oder zu wenig gewarnt (siehe Orkan Kyrill) ist das Geschrei gross, wird gewarnt und der worst-case tritt nicht ein, ist das Geschrei und die Häme genauso groß.
- es war wohl doch nicht überall so harmlos. Man darf halt nicht die eigene Position (Großstadt - insgesamt eher mild) einfach verallgeminern.
Insofern: Entschuldigung bitte für meine voreiligen Kommentar, Dank an Helfer und allen Betroffenen bald wieder normale Verhältnisse.
- es war wohl doch nicht überall so harmlos. Man darf halt nicht die eigene Position (Großstadt - insgesamt eher mild) einfach verallgeminern.
Insofern: Entschuldigung bitte für meine voreiligen Kommentar, Dank an Helfer und allen Betroffenen bald wieder normale Verhältnisse.
Bei entsprechenden Wetterprognosen werden ganze Departements vorsorglich für den LKW-Verkehr gesperrt.
Sicherlich schafft dies mitunter Probleme wo die LKW-Flotte parken soll, allerdings ist eines klar:
Ein PKW der sich querstellt oder von der Fahrbahn rutscht kann leicht wieder flott gemacht werden.
Kommt erst einmal nur ein LKW ins Rutschen und stellt sich quer, dass ist meist eine komplette Strasse blockiert. Es reichen meist auch nicht 5 oder 6 Trucker aus um den LKW wieder auf die Strasse zu schieben. Meist ist schweres Bergegerät erforderlich.
Vielleicht sollten wir mal das französische Modell einfach nur einen Winter lang in einem
Bundesland testen und dann auswerten.
Auch beim Schienenverkehr gibt es physikalische Grenzen.
Eine schwere Güterzug-Lokomotive wird vielleicht in einer Schneewehe nicht so leicht aus den Schienen gehoben, es gibt jedoch auch relativ leichte Nahverkehrszüge die sich nicht unbedingt einen Weg bahnen können.
Mit Sicherheit sind bahnseitig Schneepflüge und Schneefräsen eher im Mittelgebirge stationiert als im Flachland.
Man wird nie völlig ausschliessen können, dass irgendwo mal etwas nicht mehr geht.
Dann sind eben Krisenmanagement, Notfallplanung und Krisenvorsorge gefragt, um aus der Situation schnell das Beste machen zu können.
Sich auf alle Eventualitäten einzustellen ist unsinnig und kaum zu finanzieren.
Es ist ein Unterschied ob man Menschen birgt oder rettet!
Gerettet werden Lebende. Bergen kann man nur Tote oder Gegenstände.
http://www.spiegel.de/kul...
nicht ganz!
Im Feuerwehrspeech heißt es ganz klar bergen für Tote und Gegenstände und retten für Menschen.
Andere Organisationen haben da andere Definitionen ( siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Bergung_(Technische_Hilfe) ).
Die Presse darf sich wegen mir aber gerne auf eines festlegen..
nicht ganz!
Im Feuerwehrspeech heißt es ganz klar bergen für Tote und Gegenstände und retten für Menschen.
Andere Organisationen haben da andere Definitionen ( siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Bergung_(Technische_Hilfe) ).
Die Presse darf sich wegen mir aber gerne auf eines festlegen..
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