Schneechaos auch jenseits der deutschen Grenzen
Auf Fehmarn, Rügen und Usedom legten hohe Schneeverwehungen den Verkehr weitgehend lahm. Auf Fehmarn war nur noch die Autobahn befahrbar, die den Fährhafen nach Dänemark mit dem Festland verbindet. Zudem fiel am Sonntag auf der gesamten Insel für eine Stunde der Strom aus. "Im Moment ist alles erstarrt", sagte Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt (parteilos). Extremes Hochwasser der Ostsee und der Sturm hätten zudem einen Deich auf 25 Meter Länge beschädigt. "Alle Dörfer sind nach wie vor von der Außenwelt abgeschnitten", berichtete Schmiedt. Das gelte auch für «unzählige Dörfer in Ostholstein», ergänzte die Lübecker Polizei.
Auf Rügen war der Verkehr ebenfalls stark behindert, die Busse fuhren nicht mehr. Zahlreiche Ortschaften an der Küste und im Binnenland waren eingeschneit, Kreis- und Landesstraßen unpassierbar.
Bereits am Samstagabend hatte sich ein Triebzug der Usedomer Bäderbahn bei Miltzow festgefahren. Ein Drehgestell des Triebwagens entgleiste. Die 30 Insassen wurden inzwischen geborgen. Gesperrt sind zudem die Strecken Berlin-Neubrandenburg-Stralsund im nördlichen Teil, die Querverbindung im Land zwischen Neubrandenburg und Güstrow sowie weitere Strecken vor allem im Osten des Landes.
Wegen orkanartiger Böen hatte die Reederei Scandlines schon am Samstag ihre Fähren von und nach Schweden und Dänemark ab Rostock und Sassnitz gestoppt. Reisende müssen lange Wartezeiten hinnehmen. "Wir können weder die Passagiere noch die Schiffe gefährden", sagte ein Sprecher.
In Großbritannien stieg die Zahl der Winter-Toten seit Weihnachten auf mindestens 25. Jüngste Opfer sind zwei Männer, die in Leicester auf einem zugefrorenen See eingebrochen waren. Eine 90-Jährige wurde erfroren in ihrem Garten gefunden, sie war wahrscheinlich im Schnee ausgerutscht, berichtete der Sender BBC am Samstag. Ein Ende der ungewöhnlich eisigen Zustände ist nicht in Sicht. In der Nacht zu Samstag waren die Temperaturen unter anderem in Schottland auf bis zu minus 14 Grad gesunken.
Im russischen Nordkaukasus tötete eine Lawine fünf Bergsteiger. In Polen führte starker Schneefall zu Staus und Sperrungen. In Schlesien fiel für 14.000 Menschen der Strom aus. Im Süden Frankreichs waren am Samstag noch immer 15.000 Haushalte ohne Strom. Der Flughafen von Toulouse war am Vormittag komplett gesperrt.
- Datum 10.01.2010 - 17:11 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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Sicher ist es mit einem Sattelzug oder Auflieger ungleich schwieriger als mit einem PKW, rutschfrei durch den Schnee zu kommen.
Im Gegensatz zu den PKW's, die mittlerweile aufgrund der Gesetzeslage mehr oder weniger gezwungen sind, mit M S-Reifen zu fahren, sind die LKW's allerdings fast ausschließlich mit Sommerpneus unterwegs, wobei diese sich dann teilweise noch in miserablem Zustand befinden.
Über die Gründe, warum dies so ist, brauchen wir nicht weiter zu diskutieren, Kostendruck, milde Winter etc.
Jedenfalls hat auch die Lobby-Arbeit hier wieder gut funktioniert.
Da verwundern die häufigen Querstände von LKW's auf Autobahnen - auch schon bei wenig Schnee - allerdings absolut nicht.
Höchst ärgerlich, ja gefährlich das Ganze.
Bei entsprechenden Wetterprognosen werden ganze Departements vorsorglich für den LKW-Verkehr gesperrt.
Sicherlich schafft dies mitunter Probleme wo die LKW-Flotte parken soll, allerdings ist eines klar:
Ein PKW der sich querstellt oder von der Fahrbahn rutscht kann leicht wieder flott gemacht werden.
Kommt erst einmal nur ein LKW ins Rutschen und stellt sich quer, dass ist meist eine komplette Strasse blockiert. Es reichen meist auch nicht 5 oder 6 Trucker aus um den LKW wieder auf die Strasse zu schieben. Meist ist schweres Bergegerät erforderlich.
Vielleicht sollten wir mal das französische Modell einfach nur einen Winter lang in einem
Bundesland testen und dann auswerten.
Bei entsprechenden Wetterprognosen werden ganze Departements vorsorglich für den LKW-Verkehr gesperrt.
Sicherlich schafft dies mitunter Probleme wo die LKW-Flotte parken soll, allerdings ist eines klar:
Ein PKW der sich querstellt oder von der Fahrbahn rutscht kann leicht wieder flott gemacht werden.
Kommt erst einmal nur ein LKW ins Rutschen und stellt sich quer, dass ist meist eine komplette Strasse blockiert. Es reichen meist auch nicht 5 oder 6 Trucker aus um den LKW wieder auf die Strasse zu schieben. Meist ist schweres Bergegerät erforderlich.
Vielleicht sollten wir mal das französische Modell einfach nur einen Winter lang in einem
Bundesland testen und dann auswerten.
schneit es und schneit es und schneit es... Wirklich schön so viel Schnee. Nur da wo ich wohne so irgendwie mitten in Europa, da fällt beinahe kein Flöckchen vom Himmel... lächerliche 3cm sehe ich da rumliegen. Schade drum...
wobei ja viel Bürger kundtaten, es nur mit einem normalen Winter mit bis zu 15 cm SChnee zu tun zu haben. Schön ist der Schnee, ohne Zweifel... [ entfernt: Bitte verlinken Sie nur Seiten, deren Bezug zum Thema sofort ersichtlich wird. Danke. Die Redaktion/m.e. ]
"Alle reden vom Wetter - wir nicht." war einmal der Slogan unserer Eisenbahn. Dass das effizienteste und sicherste Landverkehrsmittel jetzt vor eineineinhalb oder zwei Zoll Schnee kapitulieren muss, liegt nicht am System sondern an der kriminellen Sparerei, mit der die Eisenbahn gewollt noch mehr ins Abseits gegenüber dem Lobby-Liebling LKW gedrängt werden soll und wird.
Der LKW - sowieso eine zukunftslose Technik - jedoch ist per se ungeeignet für winterliches Wetter, abgesehen davon, das dieses System auch sonst zu nichts taugt als dazu, den Bürgern über hohe Transportkosten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Zu den scheinbar günstigen Frachtgebühren kommen nämlich noch die immensen vom Steuerzahler getragenen Kosten, die der LKW-verkehr verursacht.
Dass auf die mit schöner Regelmäßigkeit bei einer Handvoll Schneeflocken auftretende Chaos zeigt lediglich, dass diese unsägliche Transporttechnik politisch (sprich: von den Lobbies) gewollt ist, denn sonst wäre man schon lange zur Schiene zurückgekehrt.
Fokko vom Fantasy-Blog/Selbstversorger-Blog
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http://fokko.wordpress.com/
http://selbstversorger-bl...
Auch beim Schienenverkehr gibt es physikalische Grenzen.
Eine schwere Güterzug-Lokomotive wird vielleicht in einer Schneewehe nicht so leicht aus den Schienen gehoben, es gibt jedoch auch relativ leichte Nahverkehrszüge die sich nicht unbedingt einen Weg bahnen können.
Mit Sicherheit sind bahnseitig Schneepflüge und Schneefräsen eher im Mittelgebirge stationiert als im Flachland.
Man wird nie völlig ausschliessen können, dass irgendwo mal etwas nicht mehr geht.
Dann sind eben Krisenmanagement, Notfallplanung und Krisenvorsorge gefragt, um aus der Situation schnell das Beste machen zu können.
Sich auf alle Eventualitäten einzustellen ist unsinnig und kaum zu finanzieren.
Alle reden vom Wetter stimmt nach wie vor. Schwere Güterlokomotiven machen kaum Probleme, ebensowenig Schnellzüge. Das Problem sind die leichten Nahverkehrstriebwagen. Auch eine jüngere Entwicklung als Massenphänomen, aber nicht von der LKW Lobby gesteuert (es geht um öpnv) als vielmehr Effizienzkriterien folgend. Ein Triebwagen muss deutlich weniger Maße beschleunigen und abbremsen und muss daher abseits von Schneegestöber deutlich weniger leisten.
Interessante Meinung! Was ist den Ihrer Auffassung nach die Zukunft für Güter-Transporte?
Man kann sicher mehr auf die Schiene bringen,- aber die kleinräumige Belieferung wird sich nicht mit Fahrrädern und Handkarren bewerkstelligen lassen? Nein sagen zu LKW s ist zu wenig, was sind Ihre alternativen Ideen?
Gruß aus Stuttgart
Dr. R.E.
Auch beim Schienenverkehr gibt es physikalische Grenzen.
Eine schwere Güterzug-Lokomotive wird vielleicht in einer Schneewehe nicht so leicht aus den Schienen gehoben, es gibt jedoch auch relativ leichte Nahverkehrszüge die sich nicht unbedingt einen Weg bahnen können.
Mit Sicherheit sind bahnseitig Schneepflüge und Schneefräsen eher im Mittelgebirge stationiert als im Flachland.
Man wird nie völlig ausschliessen können, dass irgendwo mal etwas nicht mehr geht.
Dann sind eben Krisenmanagement, Notfallplanung und Krisenvorsorge gefragt, um aus der Situation schnell das Beste machen zu können.
Sich auf alle Eventualitäten einzustellen ist unsinnig und kaum zu finanzieren.
Alle reden vom Wetter stimmt nach wie vor. Schwere Güterlokomotiven machen kaum Probleme, ebensowenig Schnellzüge. Das Problem sind die leichten Nahverkehrstriebwagen. Auch eine jüngere Entwicklung als Massenphänomen, aber nicht von der LKW Lobby gesteuert (es geht um öpnv) als vielmehr Effizienzkriterien folgend. Ein Triebwagen muss deutlich weniger Maße beschleunigen und abbremsen und muss daher abseits von Schneegestöber deutlich weniger leisten.
Interessante Meinung! Was ist den Ihrer Auffassung nach die Zukunft für Güter-Transporte?
Man kann sicher mehr auf die Schiene bringen,- aber die kleinräumige Belieferung wird sich nicht mit Fahrrädern und Handkarren bewerkstelligen lassen? Nein sagen zu LKW s ist zu wenig, was sind Ihre alternativen Ideen?
Gruß aus Stuttgart
Dr. R.E.
Wer sind denn die Kommentatoren die gestern noch alles kleingeredet und lächerlich gemacht haben?
Gottlob ist Daisy an der eigenen Haustüre vorübergezogen. Nun hat es den äußersten Norden getroffen.
Auch hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe nicht etwa zu
"Hamsterkäufen" aufgefordert, sondern sehr sachlich und angemessen auf der eigenen
Homepage Informationen zum Wochenende bereitgestellt (www.bbk.bund.de).
Eine namhafte Tageszeitung mit 4 Buchstaben hat darüber hinaus einen fundierten Bericht aus Sicht der "Wetterfrösche" veröffentlicht.
Die gegenwärtige Wetterlage tritt offensichtlich nur eher selten auf und hat wohl in den
letzten Jahrzehnten bereits dreimal REGIONAL zu "Schneekatastrophen" geführt.
Wird nicht oder zu wenig gewarnt (siehe Orkan Kyrill) ist das Geschrei gross, wird gewarnt und der worst-case tritt nicht ein, ist das Geschrei und die Häme genauso groß.
- es war wohl doch nicht überall so harmlos. Man darf halt nicht die eigene Position (Großstadt - insgesamt eher mild) einfach verallgeminern.
Insofern: Entschuldigung bitte für meine voreiligen Kommentar, Dank an Helfer und allen Betroffenen bald wieder normale Verhältnisse.
- es war wohl doch nicht überall so harmlos. Man darf halt nicht die eigene Position (Großstadt - insgesamt eher mild) einfach verallgeminern.
Insofern: Entschuldigung bitte für meine voreiligen Kommentar, Dank an Helfer und allen Betroffenen bald wieder normale Verhältnisse.
Bei entsprechenden Wetterprognosen werden ganze Departements vorsorglich für den LKW-Verkehr gesperrt.
Sicherlich schafft dies mitunter Probleme wo die LKW-Flotte parken soll, allerdings ist eines klar:
Ein PKW der sich querstellt oder von der Fahrbahn rutscht kann leicht wieder flott gemacht werden.
Kommt erst einmal nur ein LKW ins Rutschen und stellt sich quer, dass ist meist eine komplette Strasse blockiert. Es reichen meist auch nicht 5 oder 6 Trucker aus um den LKW wieder auf die Strasse zu schieben. Meist ist schweres Bergegerät erforderlich.
Vielleicht sollten wir mal das französische Modell einfach nur einen Winter lang in einem
Bundesland testen und dann auswerten.
Auch beim Schienenverkehr gibt es physikalische Grenzen.
Eine schwere Güterzug-Lokomotive wird vielleicht in einer Schneewehe nicht so leicht aus den Schienen gehoben, es gibt jedoch auch relativ leichte Nahverkehrszüge die sich nicht unbedingt einen Weg bahnen können.
Mit Sicherheit sind bahnseitig Schneepflüge und Schneefräsen eher im Mittelgebirge stationiert als im Flachland.
Man wird nie völlig ausschliessen können, dass irgendwo mal etwas nicht mehr geht.
Dann sind eben Krisenmanagement, Notfallplanung und Krisenvorsorge gefragt, um aus der Situation schnell das Beste machen zu können.
Sich auf alle Eventualitäten einzustellen ist unsinnig und kaum zu finanzieren.
Es ist ein Unterschied ob man Menschen birgt oder rettet!
Gerettet werden Lebende. Bergen kann man nur Tote oder Gegenstände.
http://www.spiegel.de/kul...
nicht ganz!
Im Feuerwehrspeech heißt es ganz klar bergen für Tote und Gegenstände und retten für Menschen.
Andere Organisationen haben da andere Definitionen ( siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Bergung_(Technische_Hilfe) ).
Die Presse darf sich wegen mir aber gerne auf eines festlegen..
nicht ganz!
Im Feuerwehrspeech heißt es ganz klar bergen für Tote und Gegenstände und retten für Menschen.
Andere Organisationen haben da andere Definitionen ( siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Bergung_(Technische_Hilfe) ).
Die Presse darf sich wegen mir aber gerne auf eines festlegen..
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