Zu Hause Lebende in Italien Hotel Mama bekommt Konkurrenz

Ein italienischer Minister will Jugendlichen monatlich 500 Euro überweisen, damit sie von zu Hause ausziehen. In Italien ist die Rate der zu Hause Wohnenden besonders hoch.

Der italienische Minister Renato Brunetta schlägt vor, Jugendlichen 500 Euro monatlich zu zahlen, falls sie von zuhause ausziehen

Der italienische Minister Renato Brunetta schlägt vor, Jugendlichen 500 Euro monatlich zu zahlen, falls sie von zuhause ausziehen

Zu Hause ist es doch am schönsten, heißt es landläufig. Renato Brunetta, der italienischer Minister für öffentliche Verwaltung, möchte die italienischen Jugendlichen vom Gegenteil überzeugen. Er schlägt vor, den erwachsenen Nesthockern 500 Euro monatlich als Darlehen zu gewähren, falls sie nach ihrem 18. Geburtstag von zu Hause ausziehen.

Italien hat eine der höchsten Raten an Kindern, die nach Erlangen der Volljährigkeit zu Hause wohnen bleiben. Laut der Zeitung La Stampa leben in Italien 59 Prozent der 18- bis 34-Jährigen noch zu Hause. Der Minister selbst zog mit 30 aus seinem Elternhaus aus. 

Anzeige

Das Darlehen möchte der Minister mit Einsparungen bei anderen Sozialleistungen finanzieren. Renten und Zusatzleistungen für über 55-Jährige sollten dafür gekürzt werden. "Wir sollten den Eltern weniger und stattdessen den Kindern mehr geben", sagte er dem Fernsehsender RAI. Die Regierung ließ wissen, dass es sich hierbei um den Vorschlag eines Ministers handle, den sie offiziell nicht unterstütze.

 
Leser-Kommentare
  1. lasst sie doch zu Hause wohnen, wenn es alle Beteiligten so wollen. Das stärkt den Famiellenzusammenhalt. Man kann es auch wie bei uns machen, junge Leute ziehen aus und beantragen dann Wohngeld - und wer bezahlt das?

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service