Neues Wirtschaftsmagazin Gier war gesternSeite 2/2
Darunter leiden auch die Magazine Fonds & Co., Euro und Euro am Sonntag, die zur Financial Media gehören. Als erstes deutsches Medienunternehmen führte die Axel-Springer-Tochter im April 2009 Kurzarbeit für ihre Blätter ein, die nach vier Monaten aber wieder beendet wurde. Seitdem prüft Axel Springer "ergebnisoffen alle Optionen“. Derzeit würden Gespräche mit Kaufinteressenten geführt, eine Einstellung sei prinzipiell nicht auszuschließen, heißt es aus dem Verlag.
Einen solch radikalen Schritt hatte der Verlag Gruner+Jahr (G+J) im vergangenen Jahr verhindern wollen und deshalb seine Wirtschaftsmedien, die Magazine Capital, Impulse und Börse Online sowie die Tageszeitung FTD in einer 250-köpfigen Zentralredaktion zusammengeführt. Doch knapp ein Jahr nach dem Zusammenschluss ist der Erfolg nicht wirklich sichtbar. Alle Titel haben an verkaufter Auflage verloren, das Monatsmagazin Capital beispielsweise um fast 14 Prozent auf 175.240 Exemplare, die FTD macht weiter Verlust. "Journalistisch ist es gut gelaufen. Nur die Wirtschaftskrise hat die Stimmung eingetrübt", zieht Steffen Klusmann, Chefredakteur der G+J-Wirtschaftsmedien, im Medium-Magazin Bilanz. Verlagsgeschäftsführerin Ingrid Haas prophezeite in einem Interview, dass schwarze Zahlen für die FTD 2011 in Sichtweite seien, und zeigte sich optimistisch, dass der Anzeigenmarkt insgesamt 2010 besser laufe. Doch in der Branche wird die Zusammenlegung der Blätter skeptisch betrachtet. "Die Redaktionen der einzelnen Titel verlieren ihre Seele, wenn in einer Zentralredaktion Einheitsgulasch produziert wird", sagt Wirtschaftswoche-Chefredakteur Roland Tichy.
Wie wichtig es für die Zeitschriften ist, sich abzusetzen, zeigt insbesondere brand eins. Seit der Gründung 1999 verzichtet die Redaktion auf Bilanzberichte und Gewinnprognosen, sondern bettet wirtschaftliches Handeln in gesellschaftliche, kulturelle, wissenschaftliche und politische Zusammenhänge ein. Zwar rutschte das Blatt 2009 erstmals seit vier Jahren in die roten Zahlen, ist aber eines der wenigen Wirtschaftsmagazine, das seine Auflage kontinuierlich steigert. Im vierten Quartal 2009 legte es im Vergleich zum Vorjahresquartal um drei Prozent zu und verkaufte monatlich rund 100.800 Stück. Auch enorm will Menschen hinter den Zahlen in den Mittelpunkt stellen. In ihrer ersten Ausgabe zeigt die Zeitschrift einen Unternehmer im Urwald und einen Topmanager – mit Gewissen.
Erschienen im Tagesspiegel vom 18. März.
- Datum 18.03.2010 - 12:13 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Da denkt man, in dem Artikel werde ein neues Wirtschaftsmagazin vorgestellt, da 2/3 der Überschrift davon handelt. Und dann dreht sich der das 1/3 der Überschrift: Zahlen über den Markt der Wirtschaftsmagazine. Ganz am Ende des Artikels finden sich zwei Sätze, die nicht mehr Information enthalten als es schon die Überschrift tut. Toll!
aber leider muss ich Ihnen voll und ganz zustimmen Helix_ und verweise auf folgenden Link:
http://www.ad-hoc-news.de...
Vielleicht könnten Sie Frau Pohlmann ja die Überschrift ihres Artikels etwas anpassen. Müssen wirklich sämtliche Wirtschaftsmagazine abgeklappert werden, um letzlich das Konzept von "enorm" in wenigen Sätzen herauszustellen? Man könnte ja fast glauben, der Artikel soll das Gegenteil von dem erreichen, was die Überschrift impliziert?!
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