Erweiterte Primarschule Klassen-Kampf in Hamburg?
Die schwarz-grüne Regierung möchte mit einer Schulreform künftig sechs Jahre gemeinsames Lernen in einer Primarschule durchsetzen. Reformgegner wollen diese mit einem Volksentscheid stoppen. Hat die Politik versagt? Zum Schulstreit in Hamburg fand am 28. März 2010 eine ZEIT Matinee mit Bildungssenatorin Christa Goetsch (Grüne), dem Pädagogen Bernhard Bueb und ZEIT-Herausgeber Josef Joffe statt.
- Datum 12.04.2010 - 16:17 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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So wie es Bueb richtig geschildert hat, die Prioritätensetzung ist nicht richtig. Das Geld, welches bei der Primarschule ausgegeben wird, wird jetzt bei den Kitabeiträgen reingeholt, bei der Streichung der Vorschule, bei der Hortbetreeung (oder besser: Verwaltung). Einerseits diesen Aufruhr riskieren und andererseits die Vorschule streichen. Das geht einfach nicht zusammen. Die Vorschule würde etwas bringen. Dazu bringt sie die Eltern mit einem Aufschlag von 100€ gegen sich uaf. Warum? Dabei finden elementare Sachen, wie z.B. Sportunterricht, in vielen Kitas aufgrund von Personalmangel schon gar nicht mehr statt. Diese "Qualität" wird sich auch nicht verbessern, es soll schließlich gespart werden. Den Sportunterricht muss man dann natürlich selber in die Hand nehmen. Da fängt die soziale Selektion schon an! Denn nicht jeder kann sich das leisten. Hier sollte Frau Goetsch mal anfangen und nicht nach 30 Jahren die ideologische Frage wieder rausholen.
Inzwischen sollten auch Bildungsexperten und -politiker begriffen haben, daß Wissen und Bildung nur über Sprachkompetenz zu erlangen sind. Nicht die Schulstruktur gibt den Ausschlag für erfolgreiches Lernen, sondern das, was im Unterricht sowie im Um- und Vorfeld der Schule geschieht. Aus guten Gründen wird mit dem Bau eines Hause auf einem Fundament begonnen; damit ist allerdings selten ein Architekturpreis zu erringen.
Daher müssen m.E. kostenfreie, kleinere, personell und sachlich besser ausgestatteten Kitas und/oder Vorschulen uneingeschränkte Priorität haben. Aber das kostet ja Geld, das wir in Hamburg doch so dringend für wichtigere Dinge benötigen (zuletzt sicherheitstechnische Aufrüstung einer gekauften privaten Senatoren-Villa für angeblich schlappe 700 Mille).
Die Hamburger Bürgerschaft dagegen hat sich ausnahmslos, geradezu volkskammerhaft ohne wenn und aber für die Primarschule entschieden.
Auf der anderen Seite hat sich eine „Allparteien“-Initiative gebildet, die jetzt natürlich mit allen finanziellen und verbalen Mitteln bekämpft werden muß. Dabei wird Ihr „zurecht“ vorgeworfen, sie habe ihre kostspieligen Aktionen selbst finanziert. Dabei weiß doch heutzutage jedes Kind, daß für PR-Aktionen (von den Zugriffsberechtigten) ausschleßlich Steuer-, Partei-. Fraktions- und Gewerkschaftskassen geplündert werden dürfen. So geschehen für und im Namen der sogen. Schulverbesserer.
P.S.
für Oberlehrer: Etwa gefundene Rechtschreibfehler dürfen Sie behalten.
Inzwischen sollten auch Bildungsexperten und -politiker begriffen haben, daß Wissen und Bildung nur über Sprachkompetenz zu erlangen sind. Nicht die Schulstruktur gibt den Ausschlag für erfolgreiches Lernen, sondern das, was im Unterricht sowie im Um- und Vorfeld der Schule geschieht. Aus guten Gründen wird mit dem Bau eines Hause auf einem Fundament begonnen; damit ist allerdings selten ein Architekturpreis zu erringen.
Daher müssen m.E. kostenfreie, kleinere, personell und sachlich besser ausgestatteten Kitas und/oder Vorschulen uneingeschränkte Priorität haben. Aber das kostet ja Geld, das wir in Hamburg doch so dringend für wichtigere Dinge benötigen (zuletzt sicherheitstechnische Aufrüstung einer gekauften privaten Senatoren-Villa für angeblich schlappe 700 Mille).
Die Hamburger Bürgerschaft dagegen hat sich ausnahmslos, geradezu volkskammerhaft ohne wenn und aber für die Primarschule entschieden.
Auf der anderen Seite hat sich eine „Allparteien“-Initiative gebildet, die jetzt natürlich mit allen finanziellen und verbalen Mitteln bekämpft werden muß. Dabei wird Ihr „zurecht“ vorgeworfen, sie habe ihre kostspieligen Aktionen selbst finanziert. Dabei weiß doch heutzutage jedes Kind, daß für PR-Aktionen (von den Zugriffsberechtigten) ausschleßlich Steuer-, Partei-. Fraktions- und Gewerkschaftskassen geplündert werden dürfen. So geschehen für und im Namen der sogen. Schulverbesserer.
P.S.
für Oberlehrer: Etwa gefundene Rechtschreibfehler dürfen Sie behalten.
Vier oder Neun, nicht Sechs, Bueb - ohne sein Lob der Sekundärtugenden gutzuheißen - hat recht, wichtig ist, die Durchlässigkeit zum Abitur zu stärken.
Den Schulwechsel in die sechste Klasse, also mitten in den Beginn der Pubertät zu platzieren, zeugt von grober entwicklungspsychologischer Unkenntnis, ist halbherzig und ineffektiv und wird vorwiegend zur Flucht in Privatschulen führen.
Man fördert die Schwächeren nicht indirekt am besten, indem man die Stärkeren fesselt, sondern mit guten eigenen Methoden, die ihre Wirksamkeit erwiesen haben. Zuviel Zeit in der Grundschule zu verschwenden, hat sich bereits in Berlin als wenig sinnvoll erwiesen. Dabei leistet sich Berlin mit der Aufrechterhaltung der grundständigen Gymnasien sogar noch einen Ausweg in ein gymnasiales System, der ab der vierten Klasse dazu führt, dass die Leistungsstärkeren mit höherem Tempo weiterarbeiten und die Leistungsschwächeren richtig aufholen können.
Das würde in Hamburg wegfallen.
Die Individualisierungslyrik bei unverändertem Schüler-Lehrer-Verhältnis, die Frau Goetsch vorträgt, wird wohl nur auf dem Papier funktionieren. In Deutschland gibt es ja Leuchtturmschulen, wo es zumindest partiell, wenn auch nicht in Mathe, klappt: in Wiesbaden, in Bielefeld, jeweils auf Gesamtschulen, bei denen eine weitaus stärkere soziale Segregation und ein bessere personelle Ausstattung besteht, als in jedem Durchschnittsgymnasium.
Zur Refinanzierung Kitas zu schwächen - man kann nur mit dem Kopf schütteln...
Ist es angesichts der Tatsache, dass der Mensch nicht nicht lernen kann, nicht erbärmlich, wie alle zeigen, dass sie nicht verstanden haben und auch nicht verstehen wollen, indem sie gegeneinander um verschiedene Schablonen streiten, in die sie das Lernen sperren wollen? Was dabei wohl alle lernen?
In der neuen Ich-kann-Schule ist es das Ziel, die Realität zu bewältigen, und nicht wie in der Du-musst-Schule das Ziel, eine künstliche Realität zu konstruieren, in der man dann gut ausgestattet Problemlösung spielen kann.
Statt der ständigen gegenseitigen ErPRESSungsversuche würde ich mir als IKS-Lehrer von wenigstens einem ein konkretes Beispiel von Problemlösung wünschen, das ZIEHT. Und wenn man schon gar nichts kann, wenigstens eine Freigabe des Lernens für die, die es können.
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe
für die Neue Soziale Marktwirtschaft muss gefüllt werden.
Dazu bedarf es eines strategisch organisierten Entbildungs- und Verdummungswesens. Da ist die faktisch ablaufende und mit der strategisch organisierten Verblödungsunterhaltung der TV- und PC-Spiele-Medien, die ja auch ganz zentral von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft konzipiert und gesteuert wird, natürlich ein hervorragendes Leistungsergebnis unserer politischen und wirtschaftlichen Leistungsträge.
Teile und herrsche. No brain, no pain. Nur eine unwissende und ungebildete Bevölkerung ist effektiv manipulierbat.
Diese Grundsteine der Neuen Sozialen Marktwirtschaft erfordern förmlich die faktische Zerstörung eines qualitativen und funktionierenden Bildungswesens.
Dass wir das seit Verkündung der geistig-moralischen Wende an den Universitäten, in den Schulen und nun auch in den Kindergärten so unübersehbar ablesen können, sollte eines nicht mehr fernen Tages zu Unruhen in Deutschland führen, die wir alle noch mehr als nur bedauern werden.
Aber bis dahin kann ja noch ordentlich auf Kosten von minder- bzw. unterprivilegierten Eltern und Kindern gespart werden.
Deutschland? Ein Entbildungs- und Verdummungsghetto, nur eben mit dem Stacheldraht der Besitzlosigkeit eingezäunt.
Inzwischen sollten auch Bildungsexperten und -politiker begriffen haben, daß Wissen und Bildung nur über Sprachkompetenz zu erlangen sind. Nicht die Schulstruktur gibt den Ausschlag für erfolgreiches Lernen, sondern das, was im Unterricht sowie im Um- und Vorfeld der Schule geschieht. Aus guten Gründen wird mit dem Bau eines Hause auf einem Fundament begonnen; damit ist allerdings selten ein Architekturpreis zu erringen.
Daher müssen m.E. kostenfreie, kleinere, personell und sachlich besser ausgestatteten Kitas und/oder Vorschulen uneingeschränkte Priorität haben. Aber das kostet ja Geld, das wir in Hamburg doch so dringend für wichtigere Dinge benötigen (zuletzt sicherheitstechnische Aufrüstung einer gekauften privaten Senatoren-Villa für angeblich schlappe 700 Mille).
Die Hamburger Bürgerschaft dagegen hat sich ausnahmslos, geradezu volkskammerhaft ohne wenn und aber für die Primarschule entschieden.
Auf der anderen Seite hat sich eine „Allparteien“-Initiative gebildet, die jetzt natürlich mit allen finanziellen und verbalen Mitteln bekämpft werden muß. Dabei wird Ihr „zurecht“ vorgeworfen, sie habe ihre kostspieligen Aktionen selbst finanziert. Dabei weiß doch heutzutage jedes Kind, daß für PR-Aktionen (von den Zugriffsberechtigten) ausschleßlich Steuer-, Partei-. Fraktions- und Gewerkschaftskassen geplündert werden dürfen. So geschehen für und im Namen der sogen. Schulverbesserer.
P.S.
für Oberlehrer: Etwa gefundene Rechtschreibfehler dürfen Sie behalten.
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