Somalia Piraten entführen norwegischen Tanker
Ein Chemietanker ist samt Besatzung in der Gewalt somalischer Piraten. Doch die Mission "Atalanta" verzeichnet Erfolge: Ein thailändisches Fischerboot kam frei. 22 Piraten wurden festgenommen.
© Mohamed Dahir/ AFP/ Getty Images

Ein Pirat an der somalischen Küste. Hier wurde auch der norwegische Tanker angegriffen
Piraten haben im Indischen Ozean einen norwegischen Chemietanker in ihre Gewalt gebracht. Die UBT Ocean sei am Freitag vor der Küste von Somalia angegriffen worden, teilte die EU-Marinemission Atalanta mit. An Bord sind demnach 21 Besatzungsmitglieder aus Birma. Die Piraten navigierten das Schiff nach Somalia, hieß es.
Der Tanker fährt unter der Flagge der Marshallinseln. Er war auf dem Weg von den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Hafen von Daressalam in Tansania. Rund 300 Seemeilen vor dem Ziel griffen die Piraten an. Der Tanker war nicht bei Atalanta registriert.
Ein thailändisches Fischerboot setzten Piraten unterdes nach Zahlung eines Lösegelds am Freitag frei, wie ein Atalanta-Sprecher sagte. Die Thai Union 3 war Ende Oktober 2009 nördlich der Seychellen, etwa 650 Seemeilen von der somalischen Küste entfernt, gekapert worden. An Bord des Fischereischiffes befinden sich 23 russische Matrosen.
Nach Angaben der Moskauer Agentur Itar-Tass wurde ein "signifikantes" Lösegeld für die Freilassung bezahlt. Die Thai Union 3 sei derzeit in Begleitung eines russischen Kriegsschiffs auf dem Weg zu den Seychellen. "Alle Besatzungsmitglieder sind wohlauf", sagte ein Reederei-Sprecher. Die angebliche Lösegeldsumme in Höhe von drei Millionen US-Dollar (rund 2,2 Millionen Euro) wollte er nicht bestätigen.
Ebenfalls am Freitag war der EU-Marine ein Schlag gegen die Seeräuber gelungen. Das französische Kriegsschiff Nivoise nahm bei zwei verschiedenen Einsätzen etwa 180 Seemeilen östlich der somalischen Küste insgesamt 22 mutmaßliche Piraten fest. Die Seeräuber hatten von sogenannten Mutterschiffen aus fern der somalischen Küste ein Schiff angegriffen. Als die Marinesoldaten an Bord der Piratenschiffe gingen, stellten sie unter anderem Raketenwerfer und Enterhaken sicher.
Auch die türkische Marine fasste im Golf von Aden sieben mutmaßliche Piraten. Eine Spezialeinheit habe die Männer, bei denen auch ein Sturmgewehr G-3 gefunden wurde, in einem Boot gestoppt und gefangen genommen, berichteten türkische Medien. Die Männer hätten sich in einem für die Handelsschifffahrt eingerichteten Sicherheitskorridor bewegt. Die türkische Fregatte Gemlik ist im Golf von Aden im Einsatz, um Transporte des Welternährungsprogramms nach Somalia zu schützen und Piratenüberfälle abzuwehren.
- Datum 07.03.2010 - 19:19 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Wisst ihr noch, wir wir damals gegrölt ham: Stöööörtebecker, wir vergessen dich nicht, Stööörtebecker, und wir denken an dich, Stöööörtebecker, du warst der beste Mann deiner Zeit, Haifisch nanntest Du dein Schiff, es stand immer für dich bereit! Ja, so war die schöne Phantasie, und die Piratenromantik, am Leben! Damals war es ja die Hanse und nicht die EU, und heute sind es ja Somalis, und nicht Störtebeckers Crew, die den Jungs den Arsch aufreißen. Und Heidewitzka, heute sind ja auch unsere ganz putzeligen Eigeninteressen mitbetroffen. Sollten wir gar einen zehner für die Playstation mehrbezahlen müssen, wenn das Pack nicht schleunigst ausgerottet wird? (Aäh, tschuldigung, das hab ich nich gesacht.) Also sollten wir doch einstimmen, Juchhee und Chapeau, auf unserer somalischen Freunde im antikapitalistischen, antiglobalistischen (ich bin gar nicht gegen die Globalisierung, nur gegen die Anhäufung von Macht) KAMPF! Jo, so is det doch, die Kämpfen gegen die Übermacht, und wir schimpfen, langweilen uns, und resignieren. Und deshalb kotzt es uns auch an, wenn solche Typen unsere Luxuswaren verteuern! Schande über die!
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