Rassismus und Intoleranz Europarat prangert Österreich zum vierten Mal an

Österreich, Estland, Albanien: Der Europarat rügt den Rassismus auf dem Kontinent. Rassistisch motivierte Straftaten haben besonders in Großbritannien zugenommen.

Rechtsextreme in London: In Großbritannien haben die rassistischen Übergriffe stark zugenommen

Rechtsextreme in London: In Großbritannien haben die rassistischen Übergriffe stark zugenommen

Der Europarat hat sich besorgt über die rassistischen Tendenzen in einigen europäischen Ländern geäußert. Die rassistisch motivierten Straftaten haben in Großbritannien stark zugenommen. Diese seien seit 2003 von damals 31.000 auf über 38.000 angestiegen, stellte das Komitee gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) des Europarats fest. Die Experten stützen sich dabei auf offizielle Statistiken für den Zeitraum 2003 bis 2008.

Besonders betroffen von Anfeindungen sind dem Bericht zufolge Einwanderer und Asylbewerber, vor allem Muslime und Schwarze, sowie Sinti und Roma. Sie würden in der Presse, vor allem in den Boulevardzeitungen, regelmäßig negativ dargestellt, was Vorurteile noch verstärke. Auch in der politischen Debatte tauchten immer wieder rassistische, fremdenfeindliche oder antisemitische Äußerungen auf.

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Dem ECRI gehören Experten aus den 47 Europaratsländern an. Sie besuchen in regelmäßigen Abständen die einzelnen Mitgliedsländer und informieren sich vor Ort über die Lage. Anschließend veröffentlichen sie ihre Berichte.

Zudem prangert das Experten-Komitee in dem Bericht zu Albanien vor allem an, dass Diskriminierungen von ethnischen Minderheiten, vor allem Roma und Sinti sowie Ägypter, nicht verboten sind. Auch gebe es in dem Land keine Institution zur Bekämpfung rassistisch motivierter Diskriminierung.

In Estland vermissen die Experten des Europarats wirksame strafrechtliche Sanktionen gegen den Aufruf zu Rassenhass und Diskriminierung von nationalen, ethnischen oder religiösen Minderheiten. Bestraft würden solche Aufrufe nur, wenn sie als Gefahr für das Leben und das Eigentum der Betroffenen eingestuft würden. Die Folge sei die schwere Benachteiligung von Minderheiten etwa in Schule oder Beruf.

Österreich schon lange in der Kritik

Der Europarat hat sich auch besorgt über rassistische und ausländerfeindliche Tendenzen in der öffentlichen Debatte in Österreich geäußert. Vor allem die rechtspopulistischen Parteien, die bei der Parlamentswahl 2008 mehr als 30 Prozent der Stimmen erhielten, nutzten mit ihren fremdenfeindlichen Parolen "ganz offen Vorurteile gegenüber Minderheiten" aus, heißt es in dem Bericht. Die Experten des Europarats forderten die Regierung in Wien auf, Parteien nach solchen Entgleisungen die Finanzierung aus öffentlichen Mitteln zu streichen.

Die rechtspopulistischen Parteien verunglimpften in ihren Programmen, Parolen und mit den Aussagen ihrer Wahlhelfer unverhüllt Zuwanderer, Flüchtlinge und Asylbewerber, heißt es weiter. Besonders betroffen seien Schwarze und muslimische Frauen, die Kopftuch oder Schleier trügen. In der Kampagne vor der Europawahl 2009 hätten die fraglichen Parteien mit rassistischen und fremdenfeindlichen Argumenten vor einer Erweiterung der EU gewarnt.

Insbesondere die Freiheitliche Partei (FPÖ) des 2008 verunglückten Jörg Haider trat im Europawahlkampf mit Islam-feindlichen Parolen auf. Sie errang gut 13 Prozent der Stimmen. Im österreichischen Parlament stellt die FPÖ 34 Abgeordnete. Ihre Abspaltung, das Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ), entsendet 21 Parlamentarier. Zusammengerechnet sind die beiden rechtspopulistischen Parteien damit zweitstärkste Kraft.

Das vorliegende Dokument ist bereits das vierte zu Österreich. Schon in früheren Berichten hatte sich das Komitee kritisch zu rassistischen Tendenzen in der öffentlichen Diskussion in der Alpen-Republik geäußert. Zugleich regte es eine jährliche Parlamentsdebatte zum Thema "Rassismus und Intoleranz" an. Bisher sei diese Anregung aber nicht befolgt worden, bedauerten die Experten.

 
Leser-Kommentare
  1. ...Propaganda des bevölkerungsfeindlichen Europarat zu verbreiten...

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    • Midway
    • 02.03.2010 um 20:11 Uhr

    Bald wird wieder hier gegen Islam- und Integrationskritiker gehetzt. "Alles nur Nazis. Nicht tolerant! Islamophobie!"

    Naja dummerweise gehören zu den niedergemachten Kritikern auch Personen, aus muslimischen Umfeld (Familie) bzw. kommen aus dem Ausland.

    Wer kein Gutmensch ist, ist automatisch ein Nazi! Traurig!

    Und wer kein Rassist ist, ist wohl nach Ihrer Ansicht automatisch ein "Gutmensch" bzw. "bevölkerungsfeindlich".

    Mit Ihrem Gejammer verraten Sie mehr über sich, als Sie vielleicht möchten.

    • Midway
    • 02.03.2010 um 20:11 Uhr

    Bald wird wieder hier gegen Islam- und Integrationskritiker gehetzt. "Alles nur Nazis. Nicht tolerant! Islamophobie!"

    Naja dummerweise gehören zu den niedergemachten Kritikern auch Personen, aus muslimischen Umfeld (Familie) bzw. kommen aus dem Ausland.

    Wer kein Gutmensch ist, ist automatisch ein Nazi! Traurig!

    Und wer kein Rassist ist, ist wohl nach Ihrer Ansicht automatisch ein "Gutmensch" bzw. "bevölkerungsfeindlich".

    Mit Ihrem Gejammer verraten Sie mehr über sich, als Sie vielleicht möchten.

    • Midway
    • 02.03.2010 um 20:03 Uhr

    Rassismus in der Bevölkerung braucht nunmal einen Nährboden. Diesen gibt es vor allem in England und Österreich.
    In beiden Ländern ist die Integration der muslimischen Menschen gescheitert. Vielleicht war er ja auch vornherein zum Scheitern verurteilt.
    Dass rechtsgesinnte Parteien daher einen großen Zufall in der Bevölkerung genießen, sollte keinem hier wundern.
    Wer bereits schonmal von "Südländern" angegriffen, bespuckt oder bedroht wurde und dies sogar mehrmals, der empfindet schnell für den Islam und seinen Anhängern schnell keine Sympathie mehr. Sehr zum Leidwesen integrierter Muslime und anderer Ausländer.
    Die Stimmung beider Parteien, Einheimischer und Migranten, wird deutlich immer schlechter. Ein Blick in den anderen Europäischen Ländern mit ähnlichen Integrationsproblemen, lässt einem einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Von organisierten "Bürgerwehr" auf der einen Seite und extrem hoher Vergewaltigungen "ungläubiger" Frauen auf der anderen, lässt nichts gutes erahnen.
    Das Ergebnis können wir alle morgen Erleben, wenn in den Niederlanden gewählt wird.
    So oder so, der Trend ist nicht mehr aufzuhalten. Wie bereits erwähnt, gewinnen die Rechten einen hohen Zulauf. Leider aber auch die Rechtsradikalen.
    Die Leidtragenden sind tolerante Einheimische und integrierte Migranten.

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    Mal wieder die übliche Umkehrung: Nicht die Rassisten sind schuld, nein, sondern diejenigen, die sie hassen. Das erinnert stark an die These, am Antisemitismus seien die Juden schuld. Es gibt keinen größeren Quatsch. Rassismus, Antisemitismus, Schwulenhass und Islamophobie haben keinerlei rationale, vernünftige Gründe. Diese pauschalen Verurteilungen sind Ausdruck von menschenfeindlicher Gesinnung und mangelndem Selbstbewusstsein, mehr nicht, aber auch nicht weniger.

    Mal wieder die übliche Umkehrung: Nicht die Rassisten sind schuld, nein, sondern diejenigen, die sie hassen. Das erinnert stark an die These, am Antisemitismus seien die Juden schuld. Es gibt keinen größeren Quatsch. Rassismus, Antisemitismus, Schwulenhass und Islamophobie haben keinerlei rationale, vernünftige Gründe. Diese pauschalen Verurteilungen sind Ausdruck von menschenfeindlicher Gesinnung und mangelndem Selbstbewusstsein, mehr nicht, aber auch nicht weniger.

    • Midway
    • 02.03.2010 um 20:11 Uhr

    Bald wird wieder hier gegen Islam- und Integrationskritiker gehetzt. "Alles nur Nazis. Nicht tolerant! Islamophobie!"

    Naja dummerweise gehören zu den niedergemachten Kritikern auch Personen, aus muslimischen Umfeld (Familie) bzw. kommen aus dem Ausland.

    Wer kein Gutmensch ist, ist automatisch ein Nazi! Traurig!

  2. Wer die Schleusen oeffnet, braucht sich nicht zu beschweren. Und es ist nun mal eine Tatsache dass manche Ausländer schwieriger zu integrieren sind als andere. Der Volkszorn wächst, gleichzeitig herrscht in Deutschland die Diktatur der political correctness, nichts darf man mehr sagen. Das wird sich rächen.

  3. http://www.20min.ch/news/...

    Wie lange dauert es noch, bis in Europa die wieder die Straßen brennen?

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    was meinen Sie damit?

    was meinen Sie damit?

  4. "Wie lange dauert es noch, bis in Europa die wieder die Straßen brennen? "

    das dauert nicht mehr lange. weil wir alle zu bescheuert sind menschen als menschen zu sehen.
    ES GIBT KEINE AUSLAENDER!!!
    es gibt keine moslems, und keine deutschen. keine türken und keine italiener, keine iren und keine nigerianer.
    ES GIBT NUR MENSCHEN !!!
    U2: "how long, must we sing this song"
    unfassbar das ihr alle zu blind seid um zu erkennen das es keine unterschiede gibt. nicht den geringsten. wir sind alle menschen. egal welcher religion, herkunft oder abstammung.
    wir sind alle gleich.
    kommt mir vor wie flöhe die sich um den hund streiten auf dem sie sitzen.
    wenn wir endlich alle (alle!) begreifen würden das wir menschen sind und nicht auslaender, eingeborene, inlaender, islamisten, nazis, gut (oh ich hasse diesen dummen nazi-namen) menschen oder sonstwas...

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    Das erklären Sie mal diesen MENSCHEN.
    Die sind sicher überrascht, dass am toleranten Wesen, die Welt genesen soll.

    Richtig! Es gibt keine unterschiedlichen Sozialisationen, nur Menschen, keine Kulturen, keine Ideengeschichten, überhaupt keine Geschichte. Wir negieren wesentliche Aspekte an Menschen, es gibt nur die nackte Biologie. Es gibt nur Tiere!

    Obwohl, wenn ich es recht bedenke,... es gibt Affen und Schweine und andere Tiere. Sagen wir lieber:
    Es gibt keine Menschen und Tiere, nur Biomechanik und Biochemie!

    Das erklären Sie mal diesen MENSCHEN.
    Die sind sicher überrascht, dass am toleranten Wesen, die Welt genesen soll.

    Richtig! Es gibt keine unterschiedlichen Sozialisationen, nur Menschen, keine Kulturen, keine Ideengeschichten, überhaupt keine Geschichte. Wir negieren wesentliche Aspekte an Menschen, es gibt nur die nackte Biologie. Es gibt nur Tiere!

    Obwohl, wenn ich es recht bedenke,... es gibt Affen und Schweine und andere Tiere. Sagen wir lieber:
    Es gibt keine Menschen und Tiere, nur Biomechanik und Biochemie!

  5. Das erklären Sie mal diesen MENSCHEN.
    Die sind sicher überrascht, dass am toleranten Wesen, die Welt genesen soll.

    Antwort auf "@mundraub"

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