Studie Gewaltattacken werden für Polizisten zum Problem
Die Zahl der Beamten, die nach Angriffen durch Fremde mehrere Tage dienstunfähig waren, ist einer Studie nach deutlich gestiegen. Doch die Datenbasis ist wackelig.
© Sean Gallup/Getty Images

Polizisten als Gegner: Ein junger Mann am Rande der Zusammenstöße zwischen Polizei und Gewalttätern am 1. Mai 2010 in Berlin
Beleidigungen, Tritte, Schläge – Attacken dieser Art haben in den vergangenen fünf Jahren drastisch zugenommen, wie eine Studie belegt. Vor allem Streifenbeamte litten zunehmend unter Gewaltausbrüchen von Bürgern, erläuterte der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Christian Pfeiffer.
Die Täter würden jünger – zudem sei deutlich häufiger als früher Alkohol im Spiel. Vor allem Überraschungsangriffe aus scheinbar harmlosen Situationen heraus machten Polizisten zu schaffen, sagte Pfeiffer.
"Die Helden des Alltags der Polizei sind die Streifenbeamten, die ganz schlicht ihren Job machen und nichts Böses ahnend um eine Ecke gehen und auf einmal voll einen Prügel ins Gesicht kriegen", sagte der Forscher.
Weniger schwere Verletzungen gebe es dagegen beispielsweise bei den Beamten, die in Sondereinsatzkommandos arbeiteten oder bei Fußballspielen und Demonstrationen eingesetzt seien. Sie seien besser durch ihre Ausrüstung geschützt – Angriffe würden hier eher erwartet.
Für ihre Studie werteten die Autoren die online ausgefüllten Fragebogen von rund 21.000 Polizisten aus zehn Bundesländern aus. Mehr als 80 Prozent der Befragten gaben an, im Jahr 2009 beleidigt oder bedroht worden zu sein.
Fast die Hälfte wurde gestoßen oder geschubst. Ein Viertel nannte Schläge und Fußtritte. Mit einer Waffe oder einem anderen gefährlichen Gegenstand wurden mehr als 14 Prozent bedroht – fast 9 Prozent wurden damit tatsächlich auch angegriffen.
Fast 13 Prozent der Befragten gaben an, dass sie zwischen 2005 und 2009 nach einem Gewaltangriff mindestens einen Tag dienstunfähig waren. Die Zahl derer, die nach einem Angriff mindestens sieben Tage nicht Arbeiten konnten, nahm von 2005 bis 2009 um rund 60 Prozent zu.
Allerdings bewegen sich die Fallzahlen auf einem relativ niedrigem Niveau (Anstieg von 203 auf 325 Fälle). Zudem stützt sich die Studie allein auf die Erinnerung der Beamten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes arbeiten bei Bund und Ländern insgesamt rund 260.000 Polizisten.
Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) forderte eine härtere Bestrafung der Täter. Auch einige andere CDU-Politiker wollen dies durchsetzen. Die schwarz-gelbe Bundesregierung streitet derzeit darüber.
Es liegt dazu ein Gesetzentwurf aus dem Justizministerium vor, der der Union aber zu schwach ist. Pfeiffer meinte, härtere Strafen seien eher eine symbolische Geste. Um Gewalt entgegenzuwirken, seien vorbeugende Maßnahmen – etwa gegen Alkoholmissbrauch der Täter – wirkungsvoller.
Der Online-Fragebogen der Wissenschaftler hatte Kritik ausgelöst, weil einige Fragen auf das Privatleben und die Kindheit der Polizisten abzielten. Daraufhin änderte Pfeiffer einige Fragen. Sechs Bundesländer und die Bundespolizei nahmen dennoch nicht an der Studie teil.
- Datum 26.05.2010 - 15:47 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
- Kommentare 27
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"Pfeiffer meinte, härtere Strafen seien eher eine symbolische Geste. Um Gewalt entgegenzuwirken, seien vorbeugende Maßnahmen – etwa gegen Alkoholmissbrauch der Täter – wirkungsvoller."
Ich darf dem Herrn ausnahmsweise mal recht geben.
Zum Thema: Zunehmende Gewalt gegen den Staat zeugt von sinkender Legitimation und größeren gesellschaftlichen Problemen, denen die Politik in diesem Land bisher nicht beikommen konnte. Eine stärkere Bestrafung würde das Problem nicht lösen. Eher führt es zu einerweiteren Eskalation und fürht in einen Teufelskreis, in dem Bürgerrechte massiv beschnitten werden und die noch gut funktionierende Bürgernähe von Streifenpolizisten einer Konfrontation weicht, welche Gewalt (von beiden Seiten) begünstigt.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/vn
Können sie bitte die Textstelle angeben in der das erwähnt wird? Oder haben sie selbst eigene Studien durchgeführt? Etwas mehr Information wäre wünschenswert bevor sie solch platte Äusserungen von sich geben.
Allein der Ausdruck "Migrantenviertel" zeugt von Realitätsferne und Ahnungslosigkeit. Es sei denn, in Ihrer Stadt, lieber MEUSER, gibt es wieder Ghettos...
Also, entweder klare Statistiken oder Klappe halten!
Denn genauso könnte man sagen, dass die jugendlich-versnobte Gesellschaft deutscher Vororte städnig Drogen konsumiert, auf Sylt Champagner-Paries feiert, die Umwelt verschmutzt und sich bis sie über 30 oder gar 40 ist, den Hintern von Papa Anwalt oder Zahnarzt pudern lässt. Auch das gibt's, aber es ist nicht der Standard.
Können sie bitte die Textstelle angeben in der das erwähnt wird? Oder haben sie selbst eigene Studien durchgeführt? Etwas mehr Information wäre wünschenswert bevor sie solch platte Äusserungen von sich geben.
Allein der Ausdruck "Migrantenviertel" zeugt von Realitätsferne und Ahnungslosigkeit. Es sei denn, in Ihrer Stadt, lieber MEUSER, gibt es wieder Ghettos...
Also, entweder klare Statistiken oder Klappe halten!
Denn genauso könnte man sagen, dass die jugendlich-versnobte Gesellschaft deutscher Vororte städnig Drogen konsumiert, auf Sylt Champagner-Paries feiert, die Umwelt verschmutzt und sich bis sie über 30 oder gar 40 ist, den Hintern von Papa Anwalt oder Zahnarzt pudern lässt. Auch das gibt's, aber es ist nicht der Standard.
Wieso erlebt die dt. Polizei Gewalt? Weil wir ein unmenschliches Regime in Deutschland haben? Oder weil er oder seine Familie enteignet wurden? Oder weil seine Wohnung von korupter Polizei beschlagnahmt wurde? Wohl kaum. Wir sind nämlich in Deutschland, das über eine Polizei verfügt, die er irgendwann brauchen wird, wenn seine Mama überfallen wird oder er selber in einen Unfall verwickelt wird. Erst dank der Staatsorgane darf er sein Demo-Recht überhaupt ausleben und wird dabei vor seinen Gegnern geschützt. Ich lebte zwei Jahre in der Schanze (HH), wo sich mehrmals jährlich Polizei und die sog. "Autonomen" echte Schlachten liefern. Dies hat jedoch nichts mit politischer Einstellung zu tun! Es sind knapp postpubertäre, besoffene Trittbrettfahrer, die sich selbst cool finden, indem sie Steine auf die Polizei werfen, Autos Dritter anzünden oder der Sparkasse (nicht der Deutschen oder Dresdner Bank, nein!) die Scheiben einschmeißen. All das beweist politische Disorientiertheit, eine fehlende eigene Meinung und das Unvermögen, politisch-soziale Sachverhalte miteinander zu verknüpfen. Die echten Linken beobachten das von außen oder aus ihren Fenstern und trinken gemütlich ihr Astra.
Andererseits wird man in Deutschland zunehmend flapsig oder von Oben herab von der (gerade jungen) Polizei (neuerdings auch gern mit Ohrring, Kaugummi und sehr schlechten Manieren) behandelt und das z. B. bloß bei Routinekontrollen. So betrachtet könnte man die Wut der Randalierer teils doch verstehen.
Können sie bitte die Textstelle angeben in der das erwähnt wird? Oder haben sie selbst eigene Studien durchgeführt? Etwas mehr Information wäre wünschenswert bevor sie solch platte Äusserungen von sich geben.
....und ist bei der Zeit häufig zu finden.
Ich verlinke Sie aber gerne auf SPON, damit auch Sie erleuchtet werden.
http://www.spiegel.de/pan...
http://www.spiegel.de/pan...
....und ist bei der Zeit häufig zu finden.
Ich verlinke Sie aber gerne auf SPON, damit auch Sie erleuchtet werden.
http://www.spiegel.de/pan...
http://www.spiegel.de/pan...
....und ist bei der Zeit häufig zu finden.
Ich verlinke Sie aber gerne auf SPON, damit auch Sie erleuchtet werden.
http://www.spiegel.de/pan...
http://www.spiegel.de/pan...
Allein der Ausdruck "Migrantenviertel" zeugt von Realitätsferne und Ahnungslosigkeit. Es sei denn, in Ihrer Stadt, lieber MEUSER, gibt es wieder Ghettos...
Also, entweder klare Statistiken oder Klappe halten!
Denn genauso könnte man sagen, dass die jugendlich-versnobte Gesellschaft deutscher Vororte städnig Drogen konsumiert, auf Sylt Champagner-Paries feiert, die Umwelt verschmutzt und sich bis sie über 30 oder gar 40 ist, den Hintern von Papa Anwalt oder Zahnarzt pudern lässt. Auch das gibt's, aber es ist nicht der Standard.
...das an seinen Lebenslügen festhalten will.
Lesen Sie Kommentar 5.
Naja, der Teminus ist unglücklich, und "nur" von Ausländern ist Gewaltkriminatlität nicht.
Zitat: Der Anteil der Ausländer an den rechtskräftig Verurteilten betrug 2006 bundesweit 23 Prozent, Statistisches Bundesamt: Justiz auf einen Blick 2008. S.16
Auch unter den Strafgefangenen sind Ausländer deutlich überrepräsentiert: Der Anteil der Gefangenen ausländischer Staatsangehörigkeit an der Gesamtbelegung der Justizvollzugsanstalten des Landes Nordrhein-Westfalen beträgt rund 28 Prozent.
Als besonders Besorgnis erregend erscheint es, dass in einigen deutschen Städten die Gruppe der besonders aggressiven Intensivtäter fast ausschließlich aus Ausländern (vor allem aus dem Orient) besteht.
http://www.hss.de/downloa... S.6
Begründet wird die Anfälligkeit junger männlicher Ausländer für kriminelle Verhaltensweisen im Allgemeinen mit Sprachproblemen, Problemen bei der Identitätsbildung und fehlenden Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Quelle:Informationen der Bundeszentrale für politische Bildung
Sehen sie selbst:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ausländerkriminalität#cite_note-13
Aber "nur" aus solchen Vierteln ist natürlich hanebüchner Unsinn.
...das an seinen Lebenslügen festhalten will.
Lesen Sie Kommentar 5.
Naja, der Teminus ist unglücklich, und "nur" von Ausländern ist Gewaltkriminatlität nicht.
Zitat: Der Anteil der Ausländer an den rechtskräftig Verurteilten betrug 2006 bundesweit 23 Prozent, Statistisches Bundesamt: Justiz auf einen Blick 2008. S.16
Auch unter den Strafgefangenen sind Ausländer deutlich überrepräsentiert: Der Anteil der Gefangenen ausländischer Staatsangehörigkeit an der Gesamtbelegung der Justizvollzugsanstalten des Landes Nordrhein-Westfalen beträgt rund 28 Prozent.
Als besonders Besorgnis erregend erscheint es, dass in einigen deutschen Städten die Gruppe der besonders aggressiven Intensivtäter fast ausschließlich aus Ausländern (vor allem aus dem Orient) besteht.
http://www.hss.de/downloa... S.6
Begründet wird die Anfälligkeit junger männlicher Ausländer für kriminelle Verhaltensweisen im Allgemeinen mit Sprachproblemen, Problemen bei der Identitätsbildung und fehlenden Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Quelle:Informationen der Bundeszentrale für politische Bildung
Sehen sie selbst:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ausländerkriminalität#cite_note-13
Aber "nur" aus solchen Vierteln ist natürlich hanebüchner Unsinn.
...das an seinen Lebenslügen festhalten will.
Lesen Sie Kommentar 5.
Bürgersöhnchen? ...hm, leider total verfehlt. In der Tat, total! (Vor dem nächsten Profil meiner Person: Noch einmal #3 lesen UND nachdenken!)
Aber danke für die Verlinkungen, aus denen man Details über mehrere Übergriffe gegen die Polizei erfährt. Leider ist da nur an einer Stelle etwas von ausländischen Tätern geschrieben. Und das ist angesichts der demographischen Entwicklung im kinderfaulen Deutschland ein recht guter Schnitt...
Davon mal abgesehen dass ihre Umgangsformen stark zu wünschen übrig lassen ist ihre Aussage in Kommentar #2 schlichtweg falsch. Auch die beiden von ihnen verlinkten Artikel widersprechen dieser Aussage.
Vielleicht besteht die einzige "Lebenslüge" hier darin das sie meinen sie würden etwas sehen vor dem alle anderen unwissenden ihre Augen verschließen. Oder sie lesen Artikel sehr selektiv um ihre vorgefertigte Meinung zu bestädigen, welche ihr einfaches und überschaubares Weltbild vor der sehr komplexen Realität schützt?
Bürgersöhnchen? ...hm, leider total verfehlt. In der Tat, total! (Vor dem nächsten Profil meiner Person: Noch einmal #3 lesen UND nachdenken!)
Aber danke für die Verlinkungen, aus denen man Details über mehrere Übergriffe gegen die Polizei erfährt. Leider ist da nur an einer Stelle etwas von ausländischen Tätern geschrieben. Und das ist angesichts der demographischen Entwicklung im kinderfaulen Deutschland ein recht guter Schnitt...
Davon mal abgesehen dass ihre Umgangsformen stark zu wünschen übrig lassen ist ihre Aussage in Kommentar #2 schlichtweg falsch. Auch die beiden von ihnen verlinkten Artikel widersprechen dieser Aussage.
Vielleicht besteht die einzige "Lebenslüge" hier darin das sie meinen sie würden etwas sehen vor dem alle anderen unwissenden ihre Augen verschließen. Oder sie lesen Artikel sehr selektiv um ihre vorgefertigte Meinung zu bestädigen, welche ihr einfaches und überschaubares Weltbild vor der sehr komplexen Realität schützt?
"Wer schützt unsere Frauen und Kinder?" - die Polizei!
(Wobei ich hier noch sagen muss, dass ich bei der Frage, echt lachen musste. Grober Unfug; und dann noch auf SPON verlinken: großartig.)
Wer schützt die Polizei vor Übergriffen? - die Polizei!
Jetzt aber die Krux an der Sache:
Wer schützt uns vor der Polizei? - niemand..., weil es ja keiner für notwendig hält Dienstnummern auf Helme und Uniformen zu schreiben (in den meisten Bundesländern). Dann ist es ja kein Problem für junge Heißsporne in Grün/Blau auf DemonstrantInnen einzuprügeln (nur, wenn grad keine Presse da ist). Und das sind bekanntlich auch keine Einzelfälle. (Soll ich hier jetzt auch was verlinken, oder reichts, wenn ich das behaupte? Vielleicht hat BILD dazu ein Studie auf Lager? :)
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