Opium : Drogenkonsum in Afghanistan steigt rasant

Innerhalb von fünf Jahren verdoppelte sich die Zahl der Heroin-Konsumenten. Auch der Gebrauch von Opium nimmt am Hindukusch rasant zu.
Heroinabhängiger Afghane in Kabul. Immer mehr Menschen konsumieren die Droge © Paula Bronstein/Getty Images

In Afghanistan wird mehr Opium gewonnen als in jedem anderen Land der Welt . Offenbar ist das produzierte Rauschgift aber nicht nur für den Export bestimmt: Wie aus einer in Kabul vorgestellten UN-Studie hervorgeht, ist der Drogenkonsum unter den Afghanen stark angestiegen. Demnach wuchs in den vergangenen fünf Jahren die Zahl der Opium-Konsumenten um 53 Prozent auf 230.000. Die Zahl der Heroin-Konsumenten nahm auf 120.000 zu, das ist mehr als doppelt so viel wie vor fünf Jahren.

Auch Cannabis sowie Schmerz- und Beruhigungsmittel würden als "Selbstmedikation gegen die Härten des Lebens" eingesetzt, sagte der Chef des UN-Büros für Drogen- und Kriminalitätsbekämpfung (UNODC), Antonio Maria Costa. "Nach drei Jahrzehnten des Kriegstraumas haben die grenzenlose Verfügbarkeit billiger Drogen und der beschränkte Zugang zu Behandlungsmethoden zu einem großen und wachsenden Abhängigkeitsproblem in Afghanistan geführt." Insgesamt sei etwa eine Million der 15- bis 64-jährigen Afghanen drogenabhängig. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von acht Prozent – doppelt so hoch wie der weltweite Durchschnitt.

Lediglich zehn Prozent der für die Studie befragten Drogenkonsumenten haben bislang eine Therapie erhalten. 90 Prozent gaben dagegen an, eine Behandlung zu benötigen.

Der Studie zufolge könnte die Zahl der Drogenabhängigen weiter zunehmen, da Opium häufig auch Kinder erhielten: Etwa 50 Prozent der drogenabhängigen Eltern tun dies.

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Kommentare

10 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Was wohl Frau Merkel dazu sagt,

wenn sie erfährt,daß unsere BW in Afghanistan nicht nur unsere Freiheit verteidigt,sondern auch dazu beiträgt ,daß der Drogenanbau vor Ort mit jährlichen Steigerungsraten aufwartet,so ganz im Sinne unserer Freunde ,die diese -Seuche- eigentlich bekämpfen sollte,stattdessen aber mit am gedeckten Tisch sitzt. Während man im Afgh.-Krieg viele Güter heranschaffen muss,gibt es auch viele Leerfahrten zurück,anscheinend die ideale Tarnung für Organisationen wie die CIA dort den -Stoff- außer Landes zu schaffen und damit zur weltweiten Verteilung.Eine anscheinend todsichere Methode ,denn wer sollte sie bei der Ausfuhr kontrolliern,ausser sie sich selbst?

Einem Düsseldorfer Wäschereiunternehmen

aus dem Kosovo der für die BW in Afghan. tätig ist wurde schon massiver Heroinschmuggel nachgewiesen- aber klar angesichts der Ablehnung der meisten im Volk gg. diesen Krieg hängt man sowas nicht groß an die Glocke - der Artikel im Spiegel war gerade mal 3 Std. online und wurde dann sang und klanglos gelöscht- sehr eigenartig- wenn Deutschland bei diesem Geschäft nicht wenigsts. am Rand für die Pharmaindustrie mitprofitiert beiss ich mir ein Ohr ab.....
und es pfiffen ja schon vor Jahren die Spatzen vom Dach daß sich die AUS-pharma auf jahrzente mit Schmerzmittel- Morphium eindecken will- klar man will ja weiter Krieg führen auf der Welt weil was anderes fällt diesen phantasielosen nicht ein .-wo gibts denn eine bessere Gelegenheit als in Afghan. dazu ? bei ständig wachsendem Anbau ?
die rasant steigende Zahl Opiatabhängiger im Kaukaus und auch Russland lässt da nur eine Strategie zu- man will die Menschen und vor allem die Jugend dort komplett destabilisieren um dann bei einem Krieg der mit Sicherheit noch kommen wird leichtes Spiel zu haben-
bloß möchte ich nicht wissen wieviele Amisoldaten u.a. bis heute nicht auch schon heroinhörig sind......