Volksentscheid in Bayern Mit freundlicher Unterstützung der Tabaklobby
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"Kein nachweisbarer Umsatzrückgang"

 Das Bündnis der Gegner eines Totalverbots spielt geschickt mit dem Klischee der liberalitas bavariae . Mit dem bestehenden Gesetz sei eine "gute Balance zwischen Nichtraucherschutz und der individuellen Entscheidungsfreiheit" erreicht, sagt Franz Bergmüller, Vorsitzender des Vereins zum Erhalt der Bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK). "Somit sprechen wir all die Menschen an, denen immer mehr Bevormundung ein Dorn im Auge ist."

In den vergangenen Monaten beharkten sich Befürworter und Gegner eines totalen Rauchverbotes mit diversen Umfragen und wissenschaftlichen Studien. Während das Aktionsbündnis 85 Prozent der bayerischen Gastronomie zur absolut rauchfreien Zone zählt, kommt die Gegenseite auf nur 65 Prozent. Die übrigen 35 Prozent hätten ihre Gaststätte offiziell als Raucherlokal deklariert, ließen den Dunst in Hinterzimmern zu oder missachteten einfach die gesetzlichen Regeln. "Wir brauchen dringend eine eindeutige Regel, die vor allem die Beschäftigten in der Gastronomie vor Passivrauchen schütze und die Überwachung des Rauchverbotes einfacher macht", sagt Frankenberger.

Eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung ergab, dass durch die zwischen August 2007 und Juli 2008 in den Ländern eingeführten Rauchverbote keineswegs Kneipen und Gasthäuser sterben. Die Autoren widerlegen damit ein Hauptargument der Zigaretten- und Gastwirtelobby. Der durchschnittliche Umsatzrückgang lag demnach bei zwei Prozent. In Bayern, wo das harte Ursprungsgesetz der CSU durch Gründung von Raucherklubs umgangen werden konnte, habe es sogar "keinen nachweisbaren Umsatzrückgang" gegeben.

Trotzdem bremsten die saarländischen Verfassungshüter die Verfechter eines strikten Rauchverbots einstweilen aus. Nicht ausgeschlossen, dass auch die bayerischen Kippen-Fans gegen einen erfolgreichen Nichtraucher-Volksentscheid vor Gericht ziehen.

Die Chance, ein absolutes Rauchverbot auf juristischem Weg zu kippen, stünden jedoch schlecht: Am Dienstag entschied der Bayerische Verfassungsgerichtshof, dass der Gesetzgeber zum Schutz der Gesundheit vor Passivrauchen auch ein striktes Rauchverbot aussprechen könne. Dies sei weder ein Eingriff in die Handlungsfreiheit von Rauchern noch in das Grundrecht der Gastwirte auf freie Berufsausübung.
 

 
Leser-Kommentare
  1. Tabakindustrie an Bord ist"

    Sprach Kermit die Handpuppe.

    • smojoe
    • 02.07.2010 um 12:28 Uhr

    weil ich die Nase voll habe von all den Regulierungen die ständig irgendwo geschaffen werden.
    Niemand zwingt einen Nichtrauchen in die eine Kneipe zu gehen wo geraucht wird, aber die Nichtrauchen verlangen dass alle Raucher draussen im Regen stehen wenn sie eine rauchen wollen.
    Es reicht jetzt.

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    • Arril
    • 02.07.2010 um 12:36 Uhr

    ... die Raucher, in eine Kneipe zu gehen und dort ihrer Sucht zu frönen. ;)

    Vor den Rauchverboten gab es ja gar keine Kneipen, in denen nicht geraucht wurde, so dass es de facto auf ein Kneipen- und Restaurantverbot für Nichtraucher mit empfindlicher Lunge (Asthmatiker, Kinder, etc.) oder einfach nur gesundheitsbewusste Personen hinauslief. Im Vergleich dazu ist es doch eine wesentlich geringere Zumutung für Raucher, mal eben für 5 Minuten nach draußen zu verschwinden.

    Der Deutsche an sich kann nicht Differenzieren. Das ist ein echtes Problem. Jeder will den anderen "bekehren".

    Sorry, ich bin gegen diesen Volksentscheid, aber die Meinung, dass in Restaurants geraucht werden sollte ist Bullshit.

    Natürlich zwingt uns niemand in Restaurants zu gehen mit einem Kind, aber eine indirekte Ausgrenzung, weil überall geraucht wird, ist genauso Bullshit.

    Wer beim Essen rauchen muss, der kann sein Essen nicht geniessen und sollte lieber Chips vor dem Fernseher reinziehen. Ich verstehe nicht, wie man in ein (Fein)schmeckerrestaurant gehen kann und anderen das Essen verraucht.

    Das ist rücksichtslos. Man kann auch vor der Tür rauchen. In Bierzelten habe ich mit Rauchern keine Probleme.

    Kinder, die von Ihren Eltern eingeräuchert werden, Arbeitnehmer, die Ihr Geld in Gegenwart von Rauchern verdienen müssen und damit ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden belasten können dem nicht einfach entfliehen. Wieso muss sich in Deutschland eigentlich immer der zur Wehr setzen, dessen Freiheit beeinträchigt wird? Eigentlich gilt doch der Grundsatz: Die Freiheit des Einzelnen hört da auf, wo die Freiheit des Anderen beeinträchtigt wird. Ich habe noch nie einen Pat. behandeln müssen, der gesundheitliche Folgen durch das Zusammenleben mit einem Nichtraucher davon trug - Bronchialcarzinome, chroniche obstruktive Bronchitiden, Asthmaanfälle bei Nichtraucher, verursacht durch Passivrauchen habe ich dagegen häufig behandelt!

    "Niemand zwingt einen Nichtrauchen in die eine Kneipe zu gehen wo geraucht wird, aber die Nichtrauchen verlangen dass alle Raucher draussen im Regen stehen wenn sie eine rauchen wollen."

    Das die Raucher im Regen stehen kann niemand verlangen, aber das die Nichtraucher nach dem Restaurantbesuch nach Rauch stinken ist ok? Komische Einstellung.

    Genauso könnte jemand kommen und sagen, er habe den Brunnen vergiftet aber niemanden gezwungen das Wasser zu trinken.

    • Arril
    • 02.07.2010 um 12:36 Uhr

    ... die Raucher, in eine Kneipe zu gehen und dort ihrer Sucht zu frönen. ;)

    Vor den Rauchverboten gab es ja gar keine Kneipen, in denen nicht geraucht wurde, so dass es de facto auf ein Kneipen- und Restaurantverbot für Nichtraucher mit empfindlicher Lunge (Asthmatiker, Kinder, etc.) oder einfach nur gesundheitsbewusste Personen hinauslief. Im Vergleich dazu ist es doch eine wesentlich geringere Zumutung für Raucher, mal eben für 5 Minuten nach draußen zu verschwinden.

    Der Deutsche an sich kann nicht Differenzieren. Das ist ein echtes Problem. Jeder will den anderen "bekehren".

    Sorry, ich bin gegen diesen Volksentscheid, aber die Meinung, dass in Restaurants geraucht werden sollte ist Bullshit.

    Natürlich zwingt uns niemand in Restaurants zu gehen mit einem Kind, aber eine indirekte Ausgrenzung, weil überall geraucht wird, ist genauso Bullshit.

    Wer beim Essen rauchen muss, der kann sein Essen nicht geniessen und sollte lieber Chips vor dem Fernseher reinziehen. Ich verstehe nicht, wie man in ein (Fein)schmeckerrestaurant gehen kann und anderen das Essen verraucht.

    Das ist rücksichtslos. Man kann auch vor der Tür rauchen. In Bierzelten habe ich mit Rauchern keine Probleme.

    Kinder, die von Ihren Eltern eingeräuchert werden, Arbeitnehmer, die Ihr Geld in Gegenwart von Rauchern verdienen müssen und damit ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden belasten können dem nicht einfach entfliehen. Wieso muss sich in Deutschland eigentlich immer der zur Wehr setzen, dessen Freiheit beeinträchigt wird? Eigentlich gilt doch der Grundsatz: Die Freiheit des Einzelnen hört da auf, wo die Freiheit des Anderen beeinträchtigt wird. Ich habe noch nie einen Pat. behandeln müssen, der gesundheitliche Folgen durch das Zusammenleben mit einem Nichtraucher davon trug - Bronchialcarzinome, chroniche obstruktive Bronchitiden, Asthmaanfälle bei Nichtraucher, verursacht durch Passivrauchen habe ich dagegen häufig behandelt!

    "Niemand zwingt einen Nichtrauchen in die eine Kneipe zu gehen wo geraucht wird, aber die Nichtrauchen verlangen dass alle Raucher draussen im Regen stehen wenn sie eine rauchen wollen."

    Das die Raucher im Regen stehen kann niemand verlangen, aber das die Nichtraucher nach dem Restaurantbesuch nach Rauch stinken ist ok? Komische Einstellung.

    Genauso könnte jemand kommen und sagen, er habe den Brunnen vergiftet aber niemanden gezwungen das Wasser zu trinken.

  2. ...wenn Parteien ihren Wahlkampf danach ausrichten, ob in Bierzelten geraucht werden darf oder nicht. Es zeigt, dass bei den wirklich entscheidenden Dingen der Bürger der Politik immer weniger zutraut. Für Entscheidungen zu Rauchverboten reicht die Entscheidungskraft der Politiker vielleicht gerade noch...

  3. Ich bin Nichtraucher, ich war für das Rauchverbot wie es derzeit existiert, es ist insbesondere für Familien mit Kinder, die Restaurants besuchen möchten ein Segen.

    Warum aber ein absolutes Rauchverbot her muss, erschliesst sich mir nicht und auch die ÖDP konnte mir das nicht genau erklären.

    Daher: Ich werde nicht wählen gehen.

    • Arril
    • 02.07.2010 um 12:36 Uhr

    ... die Raucher, in eine Kneipe zu gehen und dort ihrer Sucht zu frönen. ;)

    Vor den Rauchverboten gab es ja gar keine Kneipen, in denen nicht geraucht wurde, so dass es de facto auf ein Kneipen- und Restaurantverbot für Nichtraucher mit empfindlicher Lunge (Asthmatiker, Kinder, etc.) oder einfach nur gesundheitsbewusste Personen hinauslief. Im Vergleich dazu ist es doch eine wesentlich geringere Zumutung für Raucher, mal eben für 5 Minuten nach draußen zu verschwinden.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich selber bin seit meiner Kindheit Asthmatiker und gehe gerne auch in Kneipen in denen geraucht wird. Ich verstehe Ihre Sorge, aber sie ist nur theoretischer Natur. Was haben Kinder in Kneipen verloren? Und besonders gesundheitsbewusste Menschen trinken wahrscheinlich auch keinen Alkohol und gehen um 9 Uhr ins Bett. Im Ernst, es gibt derzeit genügend Nichtraucherlokale.
    Weil eine Erweiterung also vollkommen überflüssig ist, und in Zeiten der immer stärker werdenden staatlichen Kontrolle etwas Freiheit gut tut, werde ich mit Nein abstimmen. Der Staat kann den Bürgern nicht alles vorschreiben.

    • joG
    • 02.07.2010 um 15:23 Uhr

    ...denen nicht geraucht wurde,..."

    War es bei MacD sehr rauchig?

    PS: Es gibt immer Gründe, die Regierende finden, um Mehrheitsmeinungen zu befriedigen aber Minderheiten unterdrücken, wenn man sie lässt. Lässt man sie ein Mal, so ist der Anfang gemacht und die Geschichte zeigt, dass man selbst eines Tages leicht "Minderheit" ist. Dann aber gibt es niemanden, der einen rettet vor dem staatlichen Übergriff. Daher muss man vorsichtig sein, was man dem Regierenden erlauben will, um seine Mehrheit zu bedienen.

    Ich selber bin seit meiner Kindheit Asthmatiker und gehe gerne auch in Kneipen in denen geraucht wird. Ich verstehe Ihre Sorge, aber sie ist nur theoretischer Natur. Was haben Kinder in Kneipen verloren? Und besonders gesundheitsbewusste Menschen trinken wahrscheinlich auch keinen Alkohol und gehen um 9 Uhr ins Bett. Im Ernst, es gibt derzeit genügend Nichtraucherlokale.
    Weil eine Erweiterung also vollkommen überflüssig ist, und in Zeiten der immer stärker werdenden staatlichen Kontrolle etwas Freiheit gut tut, werde ich mit Nein abstimmen. Der Staat kann den Bürgern nicht alles vorschreiben.

    • joG
    • 02.07.2010 um 15:23 Uhr

    ...denen nicht geraucht wurde,..."

    War es bei MacD sehr rauchig?

    PS: Es gibt immer Gründe, die Regierende finden, um Mehrheitsmeinungen zu befriedigen aber Minderheiten unterdrücken, wenn man sie lässt. Lässt man sie ein Mal, so ist der Anfang gemacht und die Geschichte zeigt, dass man selbst eines Tages leicht "Minderheit" ist. Dann aber gibt es niemanden, der einen rettet vor dem staatlichen Übergriff. Daher muss man vorsichtig sein, was man dem Regierenden erlauben will, um seine Mehrheit zu bedienen.

  4. Der Deutsche an sich kann nicht Differenzieren. Das ist ein echtes Problem. Jeder will den anderen "bekehren".

    Sorry, ich bin gegen diesen Volksentscheid, aber die Meinung, dass in Restaurants geraucht werden sollte ist Bullshit.

    Natürlich zwingt uns niemand in Restaurants zu gehen mit einem Kind, aber eine indirekte Ausgrenzung, weil überall geraucht wird, ist genauso Bullshit.

    Wer beim Essen rauchen muss, der kann sein Essen nicht geniessen und sollte lieber Chips vor dem Fernseher reinziehen. Ich verstehe nicht, wie man in ein (Fein)schmeckerrestaurant gehen kann und anderen das Essen verraucht.

    Das ist rücksichtslos. Man kann auch vor der Tür rauchen. In Bierzelten habe ich mit Rauchern keine Probleme.

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    Verstehe ich nicht. Wenn der Wirt sein Werk schätzt, ist der Essbereich rauchfrei. Und wenn er aufmerksam ist, hat er einen Rauchsalon. Ansonsten hilft nur nicht mehr hingehen. Vielleicht merkt der Wirt was, auch wenn man zu schüchtern ist, ihm die Meinung zu sagen?

    Neben dem Nichtrauchen sollte allerdings auch das Nichtparfümieren in guten Speiselokalen zur Pflicht werden.

    Verstehe ich nicht. Wenn der Wirt sein Werk schätzt, ist der Essbereich rauchfrei. Und wenn er aufmerksam ist, hat er einen Rauchsalon. Ansonsten hilft nur nicht mehr hingehen. Vielleicht merkt der Wirt was, auch wenn man zu schüchtern ist, ihm die Meinung zu sagen?

    Neben dem Nichtrauchen sollte allerdings auch das Nichtparfümieren in guten Speiselokalen zur Pflicht werden.

  5. in Raucherkneipen gehen wir nicht. Um ehrlich zu sein: selbst wenn dort nicht geraucht würde, zieht uns das Ambiente und das Publikum nicht an.
    Es gibt einige wenige 'Kultkneipen', in denen in der Zeit des strengen Rauchverbots nur vereinzelt 'in der hohlen Hand' geraucht wurde. Dort würden wir gerne wieder hin können, ohne am nächsten Morgen Kleidung, Haare und Bettwäsche gründlich von den Gestankresten reinigen zu müssen.

    Für uns war das Rauchverbot Lebensqualität! Als es kam gingen wir häuiger aus. Als es gelockert wurde blieben wir wieder zuhause. Nur der Spass an guten Restaurants blieb :-)

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