Integrationsstudie Migranten unterm Mikroskop

Integration, Integration, Integration – die Debatte darüber könnte entspannter sein und sollte sich nicht auf ein Nutzen-Kalkül beschränken. Ein Kommentar

Ob Statistisches Bundesamt oder Bundesamt für Migration, ob Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen oder Sachverständigenrat deutscher Stiftungen – die nächste Integrationsstudie kommt bestimmt.

Ein "Integrationsmonitoring" der Bundesregierung läuft, es gibt ein "Integrationsbarometer", ebenso einen "Index zur Messung von Integration". Jede Bewegung und jedes Lebenszeichen von Migranten wird analysiert: Bildungsabschlüsse, Einstellungen, Heiratsverhalten, Immobilienerwerb, ehrenamtliches Engagement und so fort.

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Natürlich kann man sagen, dass die Wahrnehmung der Einwanderer und ihrer Lebensbedingungen einen Fortschritt bedeutet. Nachdem die Konservativen im Land jahrzehntelang die Tatsache von Migration selbst leugneten ("Deutschland ist kein Einwanderungsland"), kam mit der rot-grünen Bundesregierung 1998 ein Paradigmenwechsel.

Zugleich ist Integration in den letzten Jahren überbewertet. Bei der Vorstellung ihres Integrationsberichtes erklärt die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, Integration zur "Schicksalsfrage für unser Land" – auch weil davon die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands abhänge. Man fragt sich, ob es nicht auch eine Nummer kleiner geht.

Von der Schicksalsfrage ist es nur ein kleiner Schritt zur Schuldzuweisung.

Ist die Zukunft des deutschen Volkes gefährdet, weil die Kindergarten-Betreuungsquote von Kindern mit Migrationshintergrund im Bundesdurchschnitt um neun Prozentpunkte niedriger liegt als bei Kindern ohne? Jugendliche brechen die Schule ab, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sabotieren?

Die Diskussion über Integration ist von der Suche nach dem größten Nutzen geprägt. Die Migrantenkinder Özil, Podolski und Boateng sind gut, weil sie nützlich sind. In diesen Zusammenhang passt die Forderung von CDU-Politikern nach Intelligenztests für Einwanderer.

Umso ärgerlicher ist, dass die Migranten, die von "Nutzen" sein könnten, also die gut ausgebildeten, scharenweise das Land verlassen.

Bei jeder neuen hysterischen Wasserstandsmeldung zum Thema Integration möchte man rufen: Seid entspannter! Migrationsprozesse hat es zu jeder Zeit und an jedem Ort gegeben. Entwicklungen brauchen Zeit. Jahrzehntelange Versäumnisse der Politik werden nicht mit ein paar Deutschkursen behoben.

 
Leser-Kommentare
    • hatem
    • 08.07.2010 um 9:17 Uhr

    "Seid entspannter!"

    Wenn z.B. in Berlin 40% der türkischstämmigen Bevölkerung arbeitslos sind
    http://www.tagesspiegel.d...
    dann gibt es keinen Grund, sich zu entspannen.

    "Entwicklungen brauchen Zeit."

    Seit mittlerweile mehreren Generationen leben türkischstämmige Migranten in Deutschland. Zeit genug sich zu integrieren. Das Ergebnis ist absolut unbefriedigend.
    Wie lange wollen wir noch warten? Und worauf?

    "Jahrzehntelange Versäumnisse der Politik werden nicht mit ein paar Deutschkursen behoben."

    Richtig. Aber wie sieht es mit der Integrationswilligkeit und -fähigkeit in bestimmten Migrantengruppen aus?
    Und damit meine ich nicht Vietnamesen oder Polen.... ;-)

    MfG
    Hatem

    Eine Leser-Empfehlung
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    • LMB
    • 08.07.2010 um 9:30 Uhr

    I am an immigrant, and I must admit at this moment I have not much motivation to integrate. German society does demand a lot, but offers little in return.

    ...denn nun aus?

    Alle sehen die Migranten in Berlin, Hamburg und Co., dass es in jedem Kuh-Dorf vernünftig integrierte Migranten gibt wird verschwiegen. Vor allem wenn es nicht Vietnamesen oder Polen sind, nicht war Hatem ;-)

    Bin aber auch der Meinung das man manchen Migranten, aber auch Deutschen mächtig in den Ar*** treten sollte, damit sie endlich (aktiv) Arbeit finden!

    • mac_os
    • 08.07.2010 um 10:33 Uhr

    Ich frage mich wie sich die Migranten (besser Türken!) integrieren sollen in dem sie seit Generationen in Ghetto´s wohnen und in sich eingesperrt sind.

    Nur mal als Beispiel:

    In Ghetto Gebieten sind,

    -Kindergarten überwiegend Türken da wo die Kinder miteinander ihre Heimatsprache sprechen.

    - Schulen überwiegend Migranten

    - Freundschaftskreis nur Migrantan

    Und es wird davon geredet dass sie sich anpassen. Wie denn?

    Wenn man ihnen nicht die Möglichkeit gibt mit Peter zu befreunden, nicht die Möglichkeit gibt von Ghetto auszuziehen, wie sollen sie sich dann anpassen.

    Damit möchte ich auch nicht behaupten dass die Migranten unschuldig sind.

    Ich möchte nur sagen das dieses Fehler nicht einseitig ist und ich Garantiere ( mit eigenen Lebenserfahrung) wenn man die Ghetto´s abschafft löst man auch dieses Problem.

    Wissen Sie was ich heute gehoert habe? Mesut Oezil und die Polen in der Deutschenmanschaft haben das Scheitern der deutschen Manschaft zu verantworten. Interessante herangehensweise, oder? Je duemmer der Mensch, umso einfacher Loesungen und Erklaerungen hatte er/sie fuer die Probleme. Fuer die duemmen Englaender sind die deutschen die ewigen Nazis und fuer Menschen wie Sie stehen die Tuerken immer noch vor Wien und muessen um jeden Preis bekaempft werden. Ziemlich armsellig, oder?

    Ich stimme im Großen und Ganzen mit Ihnen überein.
    Jedoch frage ich mich, warum Migranten-Akademiker, die es geschafft haben sich zu integrieren und als Vorbildfunktion für Andere fungieren könnten, Deutschland verlassen. Und das sind nicht Wenige.

    Und ich meine damit auch nicht vietnamesen und polen :-)

    • LMB
    • 08.07.2010 um 9:30 Uhr

    I am an immigrant, and I must admit at this moment I have not much motivation to integrate. German society does demand a lot, but offers little in return.

    ...denn nun aus?

    Alle sehen die Migranten in Berlin, Hamburg und Co., dass es in jedem Kuh-Dorf vernünftig integrierte Migranten gibt wird verschwiegen. Vor allem wenn es nicht Vietnamesen oder Polen sind, nicht war Hatem ;-)

    Bin aber auch der Meinung das man manchen Migranten, aber auch Deutschen mächtig in den Ar*** treten sollte, damit sie endlich (aktiv) Arbeit finden!

    • mac_os
    • 08.07.2010 um 10:33 Uhr

    Ich frage mich wie sich die Migranten (besser Türken!) integrieren sollen in dem sie seit Generationen in Ghetto´s wohnen und in sich eingesperrt sind.

    Nur mal als Beispiel:

    In Ghetto Gebieten sind,

    -Kindergarten überwiegend Türken da wo die Kinder miteinander ihre Heimatsprache sprechen.

    - Schulen überwiegend Migranten

    - Freundschaftskreis nur Migrantan

    Und es wird davon geredet dass sie sich anpassen. Wie denn?

    Wenn man ihnen nicht die Möglichkeit gibt mit Peter zu befreunden, nicht die Möglichkeit gibt von Ghetto auszuziehen, wie sollen sie sich dann anpassen.

    Damit möchte ich auch nicht behaupten dass die Migranten unschuldig sind.

    Ich möchte nur sagen das dieses Fehler nicht einseitig ist und ich Garantiere ( mit eigenen Lebenserfahrung) wenn man die Ghetto´s abschafft löst man auch dieses Problem.

    Wissen Sie was ich heute gehoert habe? Mesut Oezil und die Polen in der Deutschenmanschaft haben das Scheitern der deutschen Manschaft zu verantworten. Interessante herangehensweise, oder? Je duemmer der Mensch, umso einfacher Loesungen und Erklaerungen hatte er/sie fuer die Probleme. Fuer die duemmen Englaender sind die deutschen die ewigen Nazis und fuer Menschen wie Sie stehen die Tuerken immer noch vor Wien und muessen um jeden Preis bekaempft werden. Ziemlich armsellig, oder?

    Ich stimme im Großen und Ganzen mit Ihnen überein.
    Jedoch frage ich mich, warum Migranten-Akademiker, die es geschafft haben sich zu integrieren und als Vorbildfunktion für Andere fungieren könnten, Deutschland verlassen. Und das sind nicht Wenige.

    Und ich meine damit auch nicht vietnamesen und polen :-)

    • LMB
    • 08.07.2010 um 9:30 Uhr

    I am an immigrant, and I must admit at this moment I have not much motivation to integrate. German society does demand a lot, but offers little in return.

    Antwort auf "Enspannt sein?"
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    • lepkeb
    • 08.07.2010 um 10:42 Uhr

    moving to another country that doesn't demand as much from immigrants and gives the same benefits. If you 've find one, let me know where it is.
    Also, why did you migrate to Germany, when it is such a terrible country for immigrants? I assume you are Polish, how does it work there? What benefits do immigrants get there and how do polish people react to immigrants from the South?

    • Coxy
    • 08.07.2010 um 11:01 Uhr

    I'm from the uk, have learnt the language well enough to work with a german company and am glad that I'm no longer in England. Nearly everything is better here, apart from the food :-), if germany offers you so little why do you stay?

    • joG
    • 09.07.2010 um 9:07 Uhr

    much here. The normal reaction will be aggressive and regularly amount to a resounding "Fuck off!". This is part of a very strict regimen of peer group pressure, which is a solid part of the regional culture. "Never accept external opinion, when it is negative" is the approach, which is partially responsible for many of the negative trends such as the miserable development in the schools and immigration.

    I agree with you partialy. But things are changing in Germany. Not as quick as in USA with a black prasident. But it is moving slowly in the right direction.

    • hpbbc
    • 09.07.2010 um 20:04 Uhr

    the best social network that leads into nowhere-land ...

    • lepkeb
    • 08.07.2010 um 10:42 Uhr

    moving to another country that doesn't demand as much from immigrants and gives the same benefits. If you 've find one, let me know where it is.
    Also, why did you migrate to Germany, when it is such a terrible country for immigrants? I assume you are Polish, how does it work there? What benefits do immigrants get there and how do polish people react to immigrants from the South?

    • Coxy
    • 08.07.2010 um 11:01 Uhr

    I'm from the uk, have learnt the language well enough to work with a german company and am glad that I'm no longer in England. Nearly everything is better here, apart from the food :-), if germany offers you so little why do you stay?

    • joG
    • 09.07.2010 um 9:07 Uhr

    much here. The normal reaction will be aggressive and regularly amount to a resounding "Fuck off!". This is part of a very strict regimen of peer group pressure, which is a solid part of the regional culture. "Never accept external opinion, when it is negative" is the approach, which is partially responsible for many of the negative trends such as the miserable development in the schools and immigration.

    I agree with you partialy. But things are changing in Germany. Not as quick as in USA with a black prasident. But it is moving slowly in the right direction.

    • hpbbc
    • 09.07.2010 um 20:04 Uhr

    the best social network that leads into nowhere-land ...

  1. ...denn nun aus?

    Alle sehen die Migranten in Berlin, Hamburg und Co., dass es in jedem Kuh-Dorf vernünftig integrierte Migranten gibt wird verschwiegen. Vor allem wenn es nicht Vietnamesen oder Polen sind, nicht war Hatem ;-)

    Bin aber auch der Meinung das man manchen Migranten, aber auch Deutschen mächtig in den Ar*** treten sollte, damit sie endlich (aktiv) Arbeit finden!

    Antwort auf "Enspannt sein?"
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    • meuser
    • 09.07.2010 um 15:53 Uhr

    Die Probleme mit Türken finden sie inzwischen in jeder Stadt über 50.000 Einwohnern und inzwischen auch in den "Kuhdörfern".

    • meuser
    • 09.07.2010 um 15:53 Uhr

    Die Probleme mit Türken finden sie inzwischen in jeder Stadt über 50.000 Einwohnern und inzwischen auch in den "Kuhdörfern".

  2. Hallo
    Selbstverständlich ist die Kosten/Nutzen Betrachtung die einzig vernünftige, welche sollte es auch sonst sein.
    Hätte man die bereits in der Vergangenheit konsequent angewendet, dann wäre Deutschland viel Ärger erspart geblieben.
    Btw.
    Ich würde mich mal freuen wenn die ZEIT mal einen Artikel macht wie die Türkei Integration so handhabt.
    Mein letzter Stand ist, das Ausländern in der Türkei bestimmte Berufe von Gesetz wegen verwehrt werden und das die türkische Verfassung den Unterricht an einer türkischen Schule explizit in türkisch vorschreibt.
    Mich würde mal interessieren ob das stimmt. Frau Baspinar würde das wohl locker in Erfahrung bringen können.
    Gruss
    Rene

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    • macey
    • 08.07.2010 um 10:16 Uhr

    Christen und andere Andersgläubige werden auch heute noch in der Türkei unterdrückt. Noch in den vergangenen Jahrzehnten sind unzählige Aramäer aus dem Osten der Türkei nach Deutschland geflüchtet, weil sie als Christen in der Türkei schikaniert werden.
    Seit zwei Jahren ist es Deutschen in der Türkei verboten, Immoblien zu erwerben. So viel zur Fremdenfreundlichkeit der Türkei.

    Hallo
    Integration ? Als vor 45 Jahren die ersten in dieses Land einreisten waren sie nur Gastarbeiter deren Kinder waren weder in der Schule noch im Sportverein beachtet worden.Gute Leistungen ignorierte man gerne teilweise wurden Kinder auch lächerlich gemacht . Heute ist die Zeit aber so das diese Menschen doch bitte gute Deutsche sein sollen . Wie soll das gehen

    • macey
    • 08.07.2010 um 10:16 Uhr

    Christen und andere Andersgläubige werden auch heute noch in der Türkei unterdrückt. Noch in den vergangenen Jahrzehnten sind unzählige Aramäer aus dem Osten der Türkei nach Deutschland geflüchtet, weil sie als Christen in der Türkei schikaniert werden.
    Seit zwei Jahren ist es Deutschen in der Türkei verboten, Immoblien zu erwerben. So viel zur Fremdenfreundlichkeit der Türkei.

    Hallo
    Integration ? Als vor 45 Jahren die ersten in dieses Land einreisten waren sie nur Gastarbeiter deren Kinder waren weder in der Schule noch im Sportverein beachtet worden.Gute Leistungen ignorierte man gerne teilweise wurden Kinder auch lächerlich gemacht . Heute ist die Zeit aber so das diese Menschen doch bitte gute Deutsche sein sollen . Wie soll das gehen

  3. Ich bin nicht entspannt, da Deutschlands Zukunft aus den sattsam bekannten demographischen Gründen düster ist. Natürlich fragt man sich nach Gründen, und Frau Baspinar scheint die Angst umzutreiben, dass die Türken zu Sündenböcken werden könnten: "Jugendliche brechen die Schule ab, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sabotieren?" Diese Angst ist wohlberechtigt, da Migranten und Minderheiten ja gerne zu Sündenböcken gemacht werden. Wir Deutsche sollten die Ursache aber bei uns selbst suchen: Wir bekommen immer weniger Kinder, vergreisen und sterben aus. Die schwarz-gelbe Kohl-Regierung hätte in den 80er und 90er Jahren ihrem Volk sagen müssen: Lieber Wähler! Du wirst immer älter und bekommst immer weniger Kinder. Deshalb sind wir ein Einwanderungsland. Also behandele die Türken gut und lass ihre Kinder aufs Gymnasium. Der Wähler, der verzogene Souverän, hätte diese Beleidigung mit Abwahl bestraft. Wer zu spät einsichtig wird, den bestraft das Leben.

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    • macey
    • 08.07.2010 um 10:26 Uhr

    Dass wir deutsche Bürger selber Schuld sind, ist einfach eine Unwahrheit! Als die ersten Gastarbeiter nach Deutschland kamen, waren die Geburtenraten in Deutschland sehr hoch, heute noch spricht man von den "Babyboomern"!
    Es kamen dann Millionen von zusätzlichen Arbeitskräften, die Zahl der Arbeitsplätze wurde aber nicht gleichzeitig erhöht und Anfang der 70er Jahren war der Arbeitsmarkt bereits dermaßen überflutet, dass ein Zuwanderungsstop verfügt wurde, der dann aber durch millionenfachen "Familiennachzug" und meistens unberechigte Asylaufnahme aufgeweicht wurde. Dies hatte zur Folge eine Verknappung von Resourcen wie familiengerechter Wohnraum und Arbeitsplätze und es war der Anfang einer Massenarbeitslosigkeit, durch die viele Einheimische existentiell gefährdet wurden.
    Weil sie immer weniger Arbeitsmöglichkeiten hatten und der Wohnraum immer teurer, schränkten die Deutschen ihre Kinderzahl ein. Das wird ihnen heute zum Vorwurf gemacht, dabei ist es nur eine sehr vernünftige Antwort auf eine sehr unvernünftige Zuwanderungpolitik.

    • macey
    • 08.07.2010 um 10:26 Uhr

    Dass wir deutsche Bürger selber Schuld sind, ist einfach eine Unwahrheit! Als die ersten Gastarbeiter nach Deutschland kamen, waren die Geburtenraten in Deutschland sehr hoch, heute noch spricht man von den "Babyboomern"!
    Es kamen dann Millionen von zusätzlichen Arbeitskräften, die Zahl der Arbeitsplätze wurde aber nicht gleichzeitig erhöht und Anfang der 70er Jahren war der Arbeitsmarkt bereits dermaßen überflutet, dass ein Zuwanderungsstop verfügt wurde, der dann aber durch millionenfachen "Familiennachzug" und meistens unberechigte Asylaufnahme aufgeweicht wurde. Dies hatte zur Folge eine Verknappung von Resourcen wie familiengerechter Wohnraum und Arbeitsplätze und es war der Anfang einer Massenarbeitslosigkeit, durch die viele Einheimische existentiell gefährdet wurden.
    Weil sie immer weniger Arbeitsmöglichkeiten hatten und der Wohnraum immer teurer, schränkten die Deutschen ihre Kinderzahl ein. Das wird ihnen heute zum Vorwurf gemacht, dabei ist es nur eine sehr vernünftige Antwort auf eine sehr unvernünftige Zuwanderungpolitik.

    • Trimi
    • 08.07.2010 um 10:08 Uhr

    Was denn Nutzen/Kosten Faktor angeht haben wir schon versagt bei den Gastarbeiten. Wir müssen bedenken das alles in allem alles eine recht erfolgreiche Geschichte ist. Kommen sie nach Spanien und schauen sie es sich hier an dann wissen sie was Versagen heisst. Man muss mal wirklich entspannter alles anschauen.

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    • snoek
    • 08.07.2010 um 12:44 Uhr

    Wie sieht es denn in Spanien aus?

    • snoek
    • 08.07.2010 um 12:44 Uhr

    Wie sieht es denn in Spanien aus?

  4. Man soll entspannt sein, wenn die Gesellschaft sich immer negativer entwickelt? Das ist vieleicht im Interesse, des Autors, wenn er/sie sich nicht mit der Gesellschaft identifiziert, in der er lebt.
    Was hier Probleme macht, ist die Doktrin, dass jeder, der hier im Land lebt, um jeden Preis integriert werden muss. Dabei vergisst man die Frage, ob derjenige das überhaupt möchte, ob seine Umgebung das möchte und ob die Voraussetzungen erfüllt sind, damit das funktionieren kann und ob das Ganze, was daraus entsteht, eigentlich eine positive Entwicklung darstellt.
    Ich hoffe, dass man bei der Flut von Integrationberichten, endlich die wahren Gründe wahrnimmt, aus denen die Integration scheitert:

    - es gibt schlichtweg keine ausreichenden Perpektiven, für alle
    Menschen, die hergekommen sind
    - viele Migranten bringen nicht die nötigen Vorraussetzungen mit,
    um sich hier positiv zu entwickeln
    - es fehlt oft an gegenseitiger Identifikation zwischen Migranten
    und aufnehmender Gesellschaft
    - die Interessen der beiden Gruppen stehen oft im Konflikt
    - es gibt von der Politik keinen ausreichenden Rahmen für
    Immigration

    Ich hoffe, dass diese Punkte nach und nach ihren Weg in die politische Diskussion finden. Illusionen über Immigration hatten wir in den letzten 4 Jahrzehnten genug.

    • macey
    • 08.07.2010 um 10:16 Uhr

    Christen und andere Andersgläubige werden auch heute noch in der Türkei unterdrückt. Noch in den vergangenen Jahrzehnten sind unzählige Aramäer aus dem Osten der Türkei nach Deutschland geflüchtet, weil sie als Christen in der Türkei schikaniert werden.
    Seit zwei Jahren ist es Deutschen in der Türkei verboten, Immoblien zu erwerben. So viel zur Fremdenfreundlichkeit der Türkei.

    Antwort auf "Kosten/Nutzen"

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