Apples Netzwerk Und es hat Ping gemachtSeite 2/2

Die Künstler werden bei Ping auf eigenen Seiten mit ihren Fans kommunizieren, Videos und Fotos hochladen oder auf Konzerte hinweisen. All das ist längst in anderen Netzwerken möglich. Ping hat aber einen entscheidenden Vorteil, für die Nutzer, aber auch für die Künstler und Apple: einen Vertriebsweg. Kauft oder empfiehlt ein Nutzer einen Song, sehen seine Freunde das, und der Kauf-Button leuchtet direkt darunter auf. Deshalb glaubt Sascha Lobo, dass Ping sich durchsetzen wird: "Soziale Netzwerke bestimmen den Pulsschlag des Web 2.0, und Apple hat zusätzlich einen sehr gut funktionierenden Absatzkanal. Die meisten Nutzer haben bei iTunes sogar schon ihre Kreditkartennummer hinterlegt." Medienforscher Neuberger glaubt hingegen, dass Apples Kommerzgedanke manchen Nutzer abschrecken wird: "Die Leute sind sich im Klaren, dass sie mit jedem Kommentar letztlich Apple einen Gefallen tun."

Lobo, der Ping seit der Stunde Null auf seinem iPhone und seinem Computer nutzt, folgt einigen Freunden und den Musikern Jack Johnson und Rick Rubin, hat Musik gekauft und Empfehlungen abgegeben – obwohl er Apple generell für eine "sehr problematische Firma" hält.

Denn das Unternehmen will kein offenes Internet. Es setzt Grenzen, und auch bei Ping ist das Teilen und Herrschen nicht die Philosophie von Steve Jobs. Während sich Facebook, Twitter und MySpace immer stärker untereinander vernetzen, bleibt Ping eine Welt für sich. Das hat bei Apple Tradition. iTunes war schon immer eine geschlossene Welt, selbst beim Musikformat ist das US-Unternehmen stets einen Extraweg gegangen. Für den Internetexperten Lobo wäre es allerdings ein Fehler, wenn sich Apple und Ping der Vernetzung mit anderen Communities verschließen würden. "Facebook ist unter den Netzwerken nun mal der Taktgeber und kann Apple eigentlich nur nützlich sein."

Erschienen im Tagesspiegel

 
Leser-Kommentare
    • RobJir
    • 03.09.2010 um 13:04 Uhr

    Das hört sich für mich nach Last.fm an. Nur statt gehörter Titel werden gekaufte Titel gezählt und neben jedem Song erscheint ein iTunes-Button.
    Das ist kein soziales Netzwerk, das ist extrem personalisierte Musik-Werbung.
    Und wie es sich anhört MUSS man Songs kaufen, um "dazu zu gehören". Cleveres Konzept, aber ohne mich. Da bleibe ich doch lieber beim weniger kommerzialisierten www.Last.fm

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    Ich kann meinem Vorredner in dem Punkt "Werbung" nur zustimmen. Hier scheint apple den Verkauf seiner Muskikstücke pushen zu wollen und bedient sich als Instrument der Plattform eines Netzwerkes.
    Ich habe kein Problem damit, für Musik bezahlen zu müssen, sehr wohl aber damit, auch noch zum Werbetreibenden für apple zu werden.
    Abgesehen davon bleibt auch abzuwarten, wie frei "ping" denn überhaupt konzipiert ist. Ich kann mir durchaus vorstellen, daß, wie schon beim iPhone, alles eingeschränkt oder verboten wird, was nicht in die persönliche Sicht der Welt des Herrn Jobs paßt.
    Der Abschluß von der übrigen internetcomunity paßt natürlich ins vertraute Bild der Firma.
    Dazu würde ich jedoch gerne anmerken, daß keine Firma, egal, von wem sie geführt wird, auf Dauer der Champion im Markt bleibt, gleich gar in den sich sehr schnell verändernden, in denen sich apple tummelt.
    Und wenn man sich irgendwann einmal verkalkuliert haben wird, sitzt man ganz schnell in der Falle der selbst gewählten Isolation.
    Diese Lehre sollte Steve Jobs eigentlich aus der Firmengeschichte von apple gelernt haben. Wie es aussieht, ist das aber nicht so.
    Ich persönlich meide das Appleuniversum, hauptsächlich, weil ich keine Zensur mag und auch nicht das rücksichtslose Verhalten in jedem Marktsegment, daß von apple beherrscht wird.
    Ich denke nicht, daß daß sich dies mit dem Start von "ping" ändert.
    Ich wünsche einen schönen Tag.

    Man muss Musik nicht unbedingt kaufen, man kann auch in iTunes angebotene Musik einfach mögen ("gefällt mir"), ohne sie zu kaufen. Ansonsten stimme ich Ihnen zu, Ping ist dafür da, Kunden häufiger in iTunes zu locken, damit sie da natürlich noch mehr kaufen.

    "Wer sich angesagte Musik bei iTunes kauft, kann damit in Zukunft automatisch bei seinen Freunden punkten."
    Oh Gott. Wer sich Musik kauft, um angesagt zu sein, hat gewaltige Defizite. Vor allem, wenn einem die Musik dann nicht einmal gefällt. ;)

    Ich kann meinem Vorredner in dem Punkt "Werbung" nur zustimmen. Hier scheint apple den Verkauf seiner Muskikstücke pushen zu wollen und bedient sich als Instrument der Plattform eines Netzwerkes.
    Ich habe kein Problem damit, für Musik bezahlen zu müssen, sehr wohl aber damit, auch noch zum Werbetreibenden für apple zu werden.
    Abgesehen davon bleibt auch abzuwarten, wie frei "ping" denn überhaupt konzipiert ist. Ich kann mir durchaus vorstellen, daß, wie schon beim iPhone, alles eingeschränkt oder verboten wird, was nicht in die persönliche Sicht der Welt des Herrn Jobs paßt.
    Der Abschluß von der übrigen internetcomunity paßt natürlich ins vertraute Bild der Firma.
    Dazu würde ich jedoch gerne anmerken, daß keine Firma, egal, von wem sie geführt wird, auf Dauer der Champion im Markt bleibt, gleich gar in den sich sehr schnell verändernden, in denen sich apple tummelt.
    Und wenn man sich irgendwann einmal verkalkuliert haben wird, sitzt man ganz schnell in der Falle der selbst gewählten Isolation.
    Diese Lehre sollte Steve Jobs eigentlich aus der Firmengeschichte von apple gelernt haben. Wie es aussieht, ist das aber nicht so.
    Ich persönlich meide das Appleuniversum, hauptsächlich, weil ich keine Zensur mag und auch nicht das rücksichtslose Verhalten in jedem Marktsegment, daß von apple beherrscht wird.
    Ich denke nicht, daß daß sich dies mit dem Start von "ping" ändert.
    Ich wünsche einen schönen Tag.

    Man muss Musik nicht unbedingt kaufen, man kann auch in iTunes angebotene Musik einfach mögen ("gefällt mir"), ohne sie zu kaufen. Ansonsten stimme ich Ihnen zu, Ping ist dafür da, Kunden häufiger in iTunes zu locken, damit sie da natürlich noch mehr kaufen.

    "Wer sich angesagte Musik bei iTunes kauft, kann damit in Zukunft automatisch bei seinen Freunden punkten."
    Oh Gott. Wer sich Musik kauft, um angesagt zu sein, hat gewaltige Defizite. Vor allem, wenn einem die Musik dann nicht einmal gefällt. ;)

  1. Ich kann meinem Vorredner in dem Punkt "Werbung" nur zustimmen. Hier scheint apple den Verkauf seiner Muskikstücke pushen zu wollen und bedient sich als Instrument der Plattform eines Netzwerkes.
    Ich habe kein Problem damit, für Musik bezahlen zu müssen, sehr wohl aber damit, auch noch zum Werbetreibenden für apple zu werden.
    Abgesehen davon bleibt auch abzuwarten, wie frei "ping" denn überhaupt konzipiert ist. Ich kann mir durchaus vorstellen, daß, wie schon beim iPhone, alles eingeschränkt oder verboten wird, was nicht in die persönliche Sicht der Welt des Herrn Jobs paßt.
    Der Abschluß von der übrigen internetcomunity paßt natürlich ins vertraute Bild der Firma.
    Dazu würde ich jedoch gerne anmerken, daß keine Firma, egal, von wem sie geführt wird, auf Dauer der Champion im Markt bleibt, gleich gar in den sich sehr schnell verändernden, in denen sich apple tummelt.
    Und wenn man sich irgendwann einmal verkalkuliert haben wird, sitzt man ganz schnell in der Falle der selbst gewählten Isolation.
    Diese Lehre sollte Steve Jobs eigentlich aus der Firmengeschichte von apple gelernt haben. Wie es aussieht, ist das aber nicht so.
    Ich persönlich meide das Appleuniversum, hauptsächlich, weil ich keine Zensur mag und auch nicht das rücksichtslose Verhalten in jedem Marktsegment, daß von apple beherrscht wird.
    Ich denke nicht, daß daß sich dies mit dem Start von "ping" ändert.
    Ich wünsche einen schönen Tag.

    Antwort auf "Ist "Ping" neu?"
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    ...wirklich etwas anderes erwartet?

    Ping wollte sich eigentlich mit Facebook verknüpfen, aber Facebook hat die Verbindung gekappt. Das ging also nicht von Apple aus, allerdings war Apple wohl nicht bereit, gewisse Anforderungen von Facebook zu erfüllen.
    http://www.engadget.com/2...

    ...wirklich etwas anderes erwartet?

    Ping wollte sich eigentlich mit Facebook verknüpfen, aber Facebook hat die Verbindung gekappt. Das ging also nicht von Apple aus, allerdings war Apple wohl nicht bereit, gewisse Anforderungen von Facebook zu erfüllen.
    http://www.engadget.com/2...

  2. ...wirklich etwas anderes erwartet?

  3. Aber der Frust mußte einfach mal raus.

    • pirre
    • 03.09.2010 um 14:21 Uhr

    ...mit der inflationären titulierung herrn lobos als "experten" (die dadurch im übrigen nicht richtiger wird) haben sie sich endgültig in den boulevard befördert, und in eine reihe mit illner und beckmann gestellt. schade...

  4. Man muss Musik nicht unbedingt kaufen, man kann auch in iTunes angebotene Musik einfach mögen ("gefällt mir"), ohne sie zu kaufen. Ansonsten stimme ich Ihnen zu, Ping ist dafür da, Kunden häufiger in iTunes zu locken, damit sie da natürlich noch mehr kaufen.

    Antwort auf "Ist "Ping" neu?"
  5. "Wer sich angesagte Musik bei iTunes kauft, kann damit in Zukunft automatisch bei seinen Freunden punkten."
    Oh Gott. Wer sich Musik kauft, um angesagt zu sein, hat gewaltige Defizite. Vor allem, wenn einem die Musik dann nicht einmal gefällt. ;)

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    Dieser Beitrag sollte eigentlich als normaler Beitrag erscheinen, nicht als Antwort auf "Ist 'Ping' neu?".

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  6. Ping wollte sich eigentlich mit Facebook verknüpfen, aber Facebook hat die Verbindung gekappt. Das ging also nicht von Apple aus, allerdings war Apple wohl nicht bereit, gewisse Anforderungen von Facebook zu erfüllen.
    http://www.engadget.com/2...

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