Neuseeland Deutscher unter den Toten eines Flugzeugabsturzes
Neun Menschen starben, als ein Kleinflugzeug in der Nähe des Fox-Gletschers abstürzte. Über die Unglücksursache ist noch nichts bekannt. Das Wetter war gut.
Bei dem Absturz eines Kleinflugzeuges in Neuseeland sind alle neun Menschen an Bord ums Leben gekommen, darunter auch ein Urlauber aus Deutschland. Unter den Opfern seien auch je ein Tourist aus Australien, Großbritannien und Irland, teilte die neuseeländische Polizei mit.
Das Unglück ereignete sich in der Nähe des Fox-Gletschers, eines beliebten Touristenziels auf der Südinsel Neuseelands. Die für Fallschirmsprünge genutzte Maschine sei unweit der Startbahn des dortigen Flugplatzes abgestürzt und sofort in Flammen aufgegangen. Die Touristen wollten Tandem-Sprünge machen. Über die Ursache des Absturzes herrscht noch Unklarheit. Zum Zeitpunkt des Unglücks war das Wetter gut.
Der 14 Kilometer lange Fox-Gletscher liegt im Westland- Nationalpark in den neuseeländischen Alpen und gehört zu den größten Touristenattraktionen des Landes. Eine Vertreterin der Region Westland betonte, dass das Unternehmen "sehr etabliert" sei und "einen guten Ruf" habe. "Niemand weiß im Moment, was schief ging, aber die Konsequenzen sind tragisch. Wir sind alle am Boden zerstört."
- Datum 04.09.2010 - 12:47 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
- Kommentare 7
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Ich denke dieser, nennen wir es mal Bericht, würde nicht hier erscheinen, wenn keiner der Menschen "deutsch" im Pass stehen gehabt hätte?
Wen interessiert dieser Bericht? Sind wir jetzt in einer kollektiven Deutschidentität betroffen? Alles halb so schlimm, wenn's Franzosen, Engländer oder Pakistanis gewesen wären?
Mal ehrlich: was macht dieser ganze elf Sätze lange "Bericht" auf ZEIT online?
...und ja richtig, wenn es nur Pakistanis gewesen wären, würde ich es weniger schlimm empfinden und auch nicht interessieren. Natürlich ist es objektiv egal welche Nationalität die Opfer hatten.
Eventuell die Angehörigen? Oder Freunde. Oder die, die auch mal da fliegen wollen. Was haben mich als die Toten der Love Parade interessiert? Kannte ich alle nicht, keiner kam aus meinem Dörfchen.
Wo wollen Sie denn die Grenze setzen? Passagierflugzeug über Mallorca abgestürzt. Nationalität der Toten egal. Schön sagen natürlich Deutesch, andere fassen es nicht. Franzosen, Amerikaner, Dänen, Schweden Engländer und andere. Die sollten halt von uns lernen.
Ich insistiere deswegen, weil ihr Tadel so alt ist wie die kritische Lebenshaltung, die Grenze aber immer noch nicht gefunden ist, was man berichten sollte und was nicht.
...und ja richtig, wenn es nur Pakistanis gewesen wären, würde ich es weniger schlimm empfinden und auch nicht interessieren. Natürlich ist es objektiv egal welche Nationalität die Opfer hatten.
Eventuell die Angehörigen? Oder Freunde. Oder die, die auch mal da fliegen wollen. Was haben mich als die Toten der Love Parade interessiert? Kannte ich alle nicht, keiner kam aus meinem Dörfchen.
Wo wollen Sie denn die Grenze setzen? Passagierflugzeug über Mallorca abgestürzt. Nationalität der Toten egal. Schön sagen natürlich Deutesch, andere fassen es nicht. Franzosen, Amerikaner, Dänen, Schweden Engländer und andere. Die sollten halt von uns lernen.
Ich insistiere deswegen, weil ihr Tadel so alt ist wie die kritische Lebenshaltung, die Grenze aber immer noch nicht gefunden ist, was man berichten sollte und was nicht.
...und ja richtig, wenn es nur Pakistanis gewesen wären, würde ich es weniger schlimm empfinden und auch nicht interessieren. Natürlich ist es objektiv egal welche Nationalität die Opfer hatten.
Eventuell die Angehörigen? Oder Freunde. Oder die, die auch mal da fliegen wollen. Was haben mich als die Toten der Love Parade interessiert? Kannte ich alle nicht, keiner kam aus meinem Dörfchen.
Wo wollen Sie denn die Grenze setzen? Passagierflugzeug über Mallorca abgestürzt. Nationalität der Toten egal. Schön sagen natürlich Deutesch, andere fassen es nicht. Franzosen, Amerikaner, Dänen, Schweden Engländer und andere. Die sollten halt von uns lernen.
Ich insistiere deswegen, weil ihr Tadel so alt ist wie die kritische Lebenshaltung, die Grenze aber immer noch nicht gefunden ist, was man berichten sollte und was nicht.
Ich stimme Ihnen zu, dass es schwer zu beurteilen ist. Aber was ist das für eine Headline? "Deutscher unter den Toten eines Flugzeugabsturzes" - als wäre es wichtig, dass ein Deutscher gestorben ist und nicht, dass ein Flugzeugabsturz Menschenleben gekostet hat. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wieso die Nationalität eines einzelnen Deutschen in den Mittelpunkt gerückt wird.
Und das Argument bzgl. Angehöriger kann ich nicht nachvollziehen. Die sind wohl kaum auf einen Bericht auf ZEIT Online angewiesen, zumal sie daraus aus nicht schlauer werden oder erfahren, wer denn überhaupt betroffen ist.
Ich stimme Ihnen zu, dass es schwer zu beurteilen ist. Aber was ist das für eine Headline? "Deutscher unter den Toten eines Flugzeugabsturzes" - als wäre es wichtig, dass ein Deutscher gestorben ist und nicht, dass ein Flugzeugabsturz Menschenleben gekostet hat. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wieso die Nationalität eines einzelnen Deutschen in den Mittelpunkt gerückt wird.
Und das Argument bzgl. Angehöriger kann ich nicht nachvollziehen. Die sind wohl kaum auf einen Bericht auf ZEIT Online angewiesen, zumal sie daraus aus nicht schlauer werden oder erfahren, wer denn überhaupt betroffen ist.
Ich stimme Ihnen zu, dass es schwer zu beurteilen ist. Aber was ist das für eine Headline? "Deutscher unter den Toten eines Flugzeugabsturzes" - als wäre es wichtig, dass ein Deutscher gestorben ist und nicht, dass ein Flugzeugabsturz Menschenleben gekostet hat. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wieso die Nationalität eines einzelnen Deutschen in den Mittelpunkt gerückt wird.
Und das Argument bzgl. Angehöriger kann ich nicht nachvollziehen. Die sind wohl kaum auf einen Bericht auf ZEIT Online angewiesen, zumal sie daraus aus nicht schlauer werden oder erfahren, wer denn überhaupt betroffen ist.
Wie schön wäre es, würden wir auf der Welt niemals nach nationalen Zugehörigkeiten entscheiden müssen und nur nach direkter emotionaler Verbundenheit entscheiden könnenn.
Dem ist nicht so und damit besteht m. E. auch ein "Problem" der Anteilnahme. "Angehörige" war in erster Linie in dem Sinne gemeint, dass über bei einem Unglück im Ausland zu Tode gekommene Politiker oder über 100 vestorbene Deutsche man sicher berichtet hätte.
Der Angehörige könnte also folgern: Über unsereins Unwichtigen wird natürlich nicht berichtet.
Und Freunde oder Hobbyflieger sind möglicherweise auch an der Nachricht interessiert. Könnten sie doch aus Verbundenheit oder sonstigen Gründen Unterstützung anbieten.
Es ist wie mit den Todesanzeigen, Beerdigungen Glückwünschen. Die Anteilnahme ist nicht formell festgelegt und auf nicht Kategorien beschränkt. Die Empathie, die Betroffenheit und auch die Nationalität ist eine mögliche Ursache von Anteilnahme. Und selbst der "böse" Mensch darf davon nicht ausgeschlossen werden. Sonst könnten da auch noch Vorschriften gemacht werden, in totalitären Staaten durchaus üblich. Unbequeme Tote werden verschwiegen oder zum Verschwinden gebracht.
Eine andere Frage ist, muss die Zeit so eine Nachricht überhaupt bringen oder gehört das in die Sensationszeitung?. Hobbyflieger unter den Lesern wird sie z. B. interessieren. Vielleicht war aber nur ein freier Platz in der Zeitung, der gefüllt werden musste.
Wie schön wäre es, würden wir auf der Welt niemals nach nationalen Zugehörigkeiten entscheiden müssen und nur nach direkter emotionaler Verbundenheit entscheiden könnenn.
Dem ist nicht so und damit besteht m. E. auch ein "Problem" der Anteilnahme. "Angehörige" war in erster Linie in dem Sinne gemeint, dass über bei einem Unglück im Ausland zu Tode gekommene Politiker oder über 100 vestorbene Deutsche man sicher berichtet hätte.
Der Angehörige könnte also folgern: Über unsereins Unwichtigen wird natürlich nicht berichtet.
Und Freunde oder Hobbyflieger sind möglicherweise auch an der Nachricht interessiert. Könnten sie doch aus Verbundenheit oder sonstigen Gründen Unterstützung anbieten.
Es ist wie mit den Todesanzeigen, Beerdigungen Glückwünschen. Die Anteilnahme ist nicht formell festgelegt und auf nicht Kategorien beschränkt. Die Empathie, die Betroffenheit und auch die Nationalität ist eine mögliche Ursache von Anteilnahme. Und selbst der "böse" Mensch darf davon nicht ausgeschlossen werden. Sonst könnten da auch noch Vorschriften gemacht werden, in totalitären Staaten durchaus üblich. Unbequeme Tote werden verschwiegen oder zum Verschwinden gebracht.
Eine andere Frage ist, muss die Zeit so eine Nachricht überhaupt bringen oder gehört das in die Sensationszeitung?. Hobbyflieger unter den Lesern wird sie z. B. interessieren. Vielleicht war aber nur ein freier Platz in der Zeitung, der gefüllt werden musste.
Wie schön wäre es, würden wir auf der Welt niemals nach nationalen Zugehörigkeiten entscheiden müssen und nur nach direkter emotionaler Verbundenheit entscheiden könnenn.
Dem ist nicht so und damit besteht m. E. auch ein "Problem" der Anteilnahme. "Angehörige" war in erster Linie in dem Sinne gemeint, dass über bei einem Unglück im Ausland zu Tode gekommene Politiker oder über 100 vestorbene Deutsche man sicher berichtet hätte.
Der Angehörige könnte also folgern: Über unsereins Unwichtigen wird natürlich nicht berichtet.
Und Freunde oder Hobbyflieger sind möglicherweise auch an der Nachricht interessiert. Könnten sie doch aus Verbundenheit oder sonstigen Gründen Unterstützung anbieten.
Es ist wie mit den Todesanzeigen, Beerdigungen Glückwünschen. Die Anteilnahme ist nicht formell festgelegt und auf nicht Kategorien beschränkt. Die Empathie, die Betroffenheit und auch die Nationalität ist eine mögliche Ursache von Anteilnahme. Und selbst der "böse" Mensch darf davon nicht ausgeschlossen werden. Sonst könnten da auch noch Vorschriften gemacht werden, in totalitären Staaten durchaus üblich. Unbequeme Tote werden verschwiegen oder zum Verschwinden gebracht.
Eine andere Frage ist, muss die Zeit so eine Nachricht überhaupt bringen oder gehört das in die Sensationszeitung?. Hobbyflieger unter den Lesern wird sie z. B. interessieren. Vielleicht war aber nur ein freier Platz in der Zeitung, der gefüllt werden musste.
Eine wirklich sehr interessant geführte Diskussion, über ein Phänomen, das mir schon viel zu lange unausgesprochen im Kopf umherschwirrt.
Hier meine, nun zu Papier gebrachten, Gedanken - für jeden, der möchte:
http://thecircumstance.bl...
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren