Debatte Übrigens, ich bin eine Prostituierte
Prostitution ist noch immer nicht akzeptiert, beklagt Escort-Dame Annika im Video-Gespräch. Ist Sex-Arbeit ein Beruf wie jeder andere? Diskutieren Sie mit!
Das Prostitutionsgesetz von 2002 sollte für Prostituierte ähnlich transparente und gesicherte Arbeitsbedingungen schaffen, wie sie für Angestellte in anderen Berufen gelten. Die Sittenwidrigkeit wurde abgeschafft, Prostituierte wurden eine staatlich anerkannte Berufsgruppe. Viele hofften, dass sie so mehr gesellschaftliche Anerkennung erfahren würden.
Skeptiker wandten ein, mit dem Gesetz würden mehr Menschen in die Prostitution getrieben als zuvor. Sie argumentierten, viele Prostituierte ergriffen diesen Beruf nicht freiwillig, sondern aufgrund ökonomischer Zwänge. Dazu sagt Simone Kellerhoff, Beraterin für Sexarbeiterinnen bei der Hydra e.V.: "Der größere Teil der Frauen arbeitet selbstbestimmt in der Prostitution. Ich sage nicht freiwillig, sondern selbstbestimmt. Vielleicht auch aus ökonomischen Zwängen heraus, aber nicht dem Klischee der verschleppten Frau entsprechend."
Eine erste empirische Bewertung des Prostitutionsgesetzes zeigt 2007 allerdings, dass nur sehr wenige Prostituierte einen Arbeitsvertrag abschließen oder ihren Beruf bei Behörden und Versicherungen angeben. Arbeitgeber in der Branche hätten Schwierigkeiten, einen Vertrag auszustellen, ohne sich gleich der Förderung von Prostitution oder Zuhälterei verdächtig zu machen, sagt Simone Kellerhoff.
Hinzu kommt, dass für offiziell verdientes Einkommen auch Steuern abgeführt werden müssen.
Neun Jahre nach dem Inkrafttreten des Prostitutionsgesetzes hat sich scheinbar wenig an der gesellschaftlichen Anerkennung und der arbeitsrechtlichen Situation von Sexarbeiterinnen geändert. Im Video sagt die Eskortdame Annika, dass sie auch heute nicht offen über ihre Tätigkeit sprechen kann: "Ich muss bei jedem, den ich kennenlerne, überlegen, ob ich es ihm sage oder nicht."
Was steht der gesellschaftlichen Anerkennung der Prostitution als Beruf im Weg? Und wie berechtigt sind die Einwände, dass die Abschaffung der Sittenwidrigkeit zu mehr unfreiwilliger Prostitution führt?
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- Datum 13.01.2011 - 15:43 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Ja, es stimmt, dass wir in einer stigamtisierenden und immer noch patriachalen Gesellschaft leben. Mit Prostituierten hatte ich bisher noch nie Kontakt, aber in meinem Freundeskreis gibt es Homosexuelle, die mir ebenfalls von den Vorturteilen und dem zu simplen Schubladendenken in unserer Gesellschaft berichtet haben. Als "normaler" Heterosexueller ist man sich dessen gar nicht bewusst und ja, man denkt gerne selbst in diesen Schubladen...
Ich hoffe, dass wir, bzw. die ganze Gesellschaft das eigene Schubladendenken öfters mal hinterfragen. Letztendlich werden wir dabei feststellen, dass wir doch alle Menschen sind. Es kommt auf den Charakter an, nicht auf Neigungen bzw. was einer sonst noch macht... oder?
Klar, wir können unsere Schubladen überdenken und auch sagen, dass es auf den Charakter ankommt.... und dann kommt die eigene Tochter und erklärt, dass sie als Berufswunsch Prostituierte ausgeguckt hat oder der Sohn stellt uns die neue Freundin vor, die ihr Studium mit Prostitution finanziert und das zur Teestunde zum Besten gibt oder die eigene Freundin macht diesen Job und erzählt über die Kunden... super, das ist dann der Moment, wo sich zeigt, wie tolerant wir sind und ich kann zugeben, dass meine Toleranz Grenzen hat...
Für sowas bekommt man Redaktionsempfehlung ganz sicher.
schon im zweiten Satz vermerken, selbst natürlich nie Kontakt zu Prostituierten gehabt zu haben, zeigt schon den verkrampften Umgang mit der Thematik.Von den Homsoexuellen die ich kenne würde bezüglich der Ablehnung in der Gesellschaft keiner den Vergleich zu einer Prostituierten ziehen.Zumal Homosexualität wohl kaum mit der Ausübung eines Jobs verglichen werden kann. ich kenne auch Leute mit Tätowierungen im Gesicht, auch die haben manchmal mit Vorurteilen zu kämpfen...
Klar, wir können unsere Schubladen überdenken und auch sagen, dass es auf den Charakter ankommt.... und dann kommt die eigene Tochter und erklärt, dass sie als Berufswunsch Prostituierte ausgeguckt hat oder der Sohn stellt uns die neue Freundin vor, die ihr Studium mit Prostitution finanziert und das zur Teestunde zum Besten gibt oder die eigene Freundin macht diesen Job und erzählt über die Kunden... super, das ist dann der Moment, wo sich zeigt, wie tolerant wir sind und ich kann zugeben, dass meine Toleranz Grenzen hat...
Für sowas bekommt man Redaktionsempfehlung ganz sicher.
schon im zweiten Satz vermerken, selbst natürlich nie Kontakt zu Prostituierten gehabt zu haben, zeigt schon den verkrampften Umgang mit der Thematik.Von den Homsoexuellen die ich kenne würde bezüglich der Ablehnung in der Gesellschaft keiner den Vergleich zu einer Prostituierten ziehen.Zumal Homosexualität wohl kaum mit der Ausübung eines Jobs verglichen werden kann. ich kenne auch Leute mit Tätowierungen im Gesicht, auch die haben manchmal mit Vorurteilen zu kämpfen...
Ich denke nicht dass sich der oder die Buergerin Gedanken macht ob Prostituierte gesellschaftsfaehig sind weil nur weniger der Ansicht sind dass das ein Beruf ist wie jeder andere.
Zwar wird uns immer wieder erklaert dass wir nicht aufgeklaert sind,voreingenommen usw., aber ueberzeugt hat das bis heute nicht.
Jemand der seinen Unterhalt damit verdient seinen Koerper zu verkaufen muss damit leben dass die Gesellschaft das nicht als normal akzeptiert,aber nicht klagen ueber Ungerechtigkeit.oder sich einen anderen Job suchen.
Ehrlich gesagt kenne ich niemanden, der nicht seinen "Körper verkauft", um seinen Unterhalt zu bestreiten. Jeder muss doch Einschränkungen in Kauf nehmen. Ich möchte vielleicht diese acht Stunden am Tag ganz woanders sein. Aber ich werde "mit Geld gezwungen" in's Büro zu kommen, auf einer Messe zu stehen, eine Reise anzutreten, eine Schaufel in die Hand zu nehmen. Nach 30 Jahren im Sitzen habe ich auch körperliche Merkmale wie viele andere auch. Wer mit den Händen arbeitet, leistet etwas, wofür er bezahlt wird. Der Handwerker oder Friseur, er leistet einen körperlichen Einsatz, nimmt auch gesundheitliche Risiken in Kauf, um seinen Unterhalt zu bestreiten. Der Friseur massiert die Kopfhaut. Die Masseurin den Nacken und die Waden, und die Sexarbeiterin massiert eben auch dort, wo die anderen beiden nicht so gerne massieren.
Der Friseur hört sich meine Probleme an, heuchelt vielleicht sogar manchmal Interesse!? Verkauft er dabei seine Seele? Eine Stigmatisierung von Prostituierten halte ich auch für die Folge eines Versäumnisses, etwas genauer hinzuschauen.
Im Übrigen könnte ich mir gut vorstellen, dass jeder hier Bekannte hat, die schon einmal in diesem Bereich, oder einem Übergangsbereich Geld verdient haben. Es wird nur eben nicht so frei heraus besprochen. Daher wissen wir es vielleicht manchmal nicht.
"Jemand der seinen Unterhalt damit verdient seinen Koerper zu verkaufen muss damit leben dass die Gesellschaft das nicht als normal akzeptiert,aber nicht klagen ueber Ungerechtigkeit.oder sich einen anderen Job suchen."
Klar mussten schon viele akzeptieren, dass die Gesellschaft etwas nicht akzeptiert. Es gibt jedoch genug, die einer solcher Intoleranz begegnen. Und der ist muss begegnet werden. Früher brauchten die Schwulen sich nicht zu beklagen, dass sie ihr "Fett weg bekamen", davor waren es die "Hexen" .. usw. usf.
Und Anfang der 60er war Sex ohnehin nur "pfui".
"Jemand der seinen Unterhalt damit verdient seinen Koerper zu verkaufen"
Huren verkaufen ihren Körper nicht. So dumm können sie nicht sein: Verkauft ist verkauft. Sie verkaufen eine Dienstleistung.
Ehrlich gesagt kenne ich niemanden, der nicht seinen "Körper verkauft", um seinen Unterhalt zu bestreiten. Jeder muss doch Einschränkungen in Kauf nehmen. Ich möchte vielleicht diese acht Stunden am Tag ganz woanders sein. Aber ich werde "mit Geld gezwungen" in's Büro zu kommen, auf einer Messe zu stehen, eine Reise anzutreten, eine Schaufel in die Hand zu nehmen. Nach 30 Jahren im Sitzen habe ich auch körperliche Merkmale wie viele andere auch. Wer mit den Händen arbeitet, leistet etwas, wofür er bezahlt wird. Der Handwerker oder Friseur, er leistet einen körperlichen Einsatz, nimmt auch gesundheitliche Risiken in Kauf, um seinen Unterhalt zu bestreiten. Der Friseur massiert die Kopfhaut. Die Masseurin den Nacken und die Waden, und die Sexarbeiterin massiert eben auch dort, wo die anderen beiden nicht so gerne massieren.
Der Friseur hört sich meine Probleme an, heuchelt vielleicht sogar manchmal Interesse!? Verkauft er dabei seine Seele? Eine Stigmatisierung von Prostituierten halte ich auch für die Folge eines Versäumnisses, etwas genauer hinzuschauen.
Im Übrigen könnte ich mir gut vorstellen, dass jeder hier Bekannte hat, die schon einmal in diesem Bereich, oder einem Übergangsbereich Geld verdient haben. Es wird nur eben nicht so frei heraus besprochen. Daher wissen wir es vielleicht manchmal nicht.
"Jemand der seinen Unterhalt damit verdient seinen Koerper zu verkaufen muss damit leben dass die Gesellschaft das nicht als normal akzeptiert,aber nicht klagen ueber Ungerechtigkeit.oder sich einen anderen Job suchen."
Klar mussten schon viele akzeptieren, dass die Gesellschaft etwas nicht akzeptiert. Es gibt jedoch genug, die einer solcher Intoleranz begegnen. Und der ist muss begegnet werden. Früher brauchten die Schwulen sich nicht zu beklagen, dass sie ihr "Fett weg bekamen", davor waren es die "Hexen" .. usw. usf.
Und Anfang der 60er war Sex ohnehin nur "pfui".
"Jemand der seinen Unterhalt damit verdient seinen Koerper zu verkaufen"
Huren verkaufen ihren Körper nicht. So dumm können sie nicht sein: Verkauft ist verkauft. Sie verkaufen eine Dienstleistung.
Klar, wir können unsere Schubladen überdenken und auch sagen, dass es auf den Charakter ankommt.... und dann kommt die eigene Tochter und erklärt, dass sie als Berufswunsch Prostituierte ausgeguckt hat oder der Sohn stellt uns die neue Freundin vor, die ihr Studium mit Prostitution finanziert und das zur Teestunde zum Besten gibt oder die eigene Freundin macht diesen Job und erzählt über die Kunden... super, das ist dann der Moment, wo sich zeigt, wie tolerant wir sind und ich kann zugeben, dass meine Toleranz Grenzen hat...
Natürlich würden Sie und ich ein moralisches Problem bekommen, wenn Ihre bzw. meine Kinder mit solch einem Wunsch zu uns kommen würden. Ich würde es auch nicht tolerieren, da alleine die Vorstellung, dass mein Kind seinen Körper an Freier verkauft, mir den Magen umdrehen würde. ABER:
Wenn es um Moral, Ethik und Menschenwürde geht, dann sollten wir noch ganz andere Dinge hinterfragen.
Sagen wir es einmal so: Die Prostituierte verkauft ihren Körper, aber wie oft verkaufen Sie und ich unsere Seele? In unserer jetzigen Arbeitswelt muss sich jeder in einem gewissen Maße seelisch prostituieren, damit wir über die Runden kommen (Ok, hängt auch stark von dem Kob ab). Was ist schlimmer? Wenn man seinen Körper verkauft, jedoch seine seelische Würde behalten kann, oder wenn man sich seelisch verkauft, jedoch seine körperliche Würde behält?
Salopp formuliert: Welches Leben ist schlimmer? Das einer glücklichen Prostituierten oder das eines unglücklichen Angestellten/ Manager?
Die Regeln denen Ihre Tolleranz hier folgt sind aus meiner Sicht schlicht die Regeln, nach denen sie sozialisiert wurden. Man könnte sagen, dass sie insoweit unmündig und fremdbestimmt sind, wie sie blind sinnlosen Regeln folgen, die sie sich nicht selbst ausgedacht haben und nicht nachvollziehen können. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren, wenn Sie ihre "Intolleranz" vernünftig begründen können :)
"...und dann kommt die eigene Tochter und erklärt, dass sie als Berufswunsch Prostituierte ausgeguckt hat oder der Sohn stellt uns die neue Freundin vor, die ihr Studium mit Prostitution finanziert ..."
was ist mit Ihren Verwandten und Freunden, von denen Sie wissen oder schon immer annehmen, dass sie Huren in Anspruch nehmen?
Natürlich würden Sie und ich ein moralisches Problem bekommen, wenn Ihre bzw. meine Kinder mit solch einem Wunsch zu uns kommen würden. Ich würde es auch nicht tolerieren, da alleine die Vorstellung, dass mein Kind seinen Körper an Freier verkauft, mir den Magen umdrehen würde. ABER:
Wenn es um Moral, Ethik und Menschenwürde geht, dann sollten wir noch ganz andere Dinge hinterfragen.
Sagen wir es einmal so: Die Prostituierte verkauft ihren Körper, aber wie oft verkaufen Sie und ich unsere Seele? In unserer jetzigen Arbeitswelt muss sich jeder in einem gewissen Maße seelisch prostituieren, damit wir über die Runden kommen (Ok, hängt auch stark von dem Kob ab). Was ist schlimmer? Wenn man seinen Körper verkauft, jedoch seine seelische Würde behalten kann, oder wenn man sich seelisch verkauft, jedoch seine körperliche Würde behält?
Salopp formuliert: Welches Leben ist schlimmer? Das einer glücklichen Prostituierten oder das eines unglücklichen Angestellten/ Manager?
Die Regeln denen Ihre Tolleranz hier folgt sind aus meiner Sicht schlicht die Regeln, nach denen sie sozialisiert wurden. Man könnte sagen, dass sie insoweit unmündig und fremdbestimmt sind, wie sie blind sinnlosen Regeln folgen, die sie sich nicht selbst ausgedacht haben und nicht nachvollziehen können. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren, wenn Sie ihre "Intolleranz" vernünftig begründen können :)
"...und dann kommt die eigene Tochter und erklärt, dass sie als Berufswunsch Prostituierte ausgeguckt hat oder der Sohn stellt uns die neue Freundin vor, die ihr Studium mit Prostitution finanziert ..."
was ist mit Ihren Verwandten und Freunden, von denen Sie wissen oder schon immer annehmen, dass sie Huren in Anspruch nehmen?
Eigentlich ist Prostitution sogar in aller Munde. Leider aber immer in dem Tenor, dass es Gegenstand pupertärer Hip Hopper ist (mit entsprechender Menschenverachtung) oder als Eintrittskarte für entsprechende Männerrunden gilt. Man hört ja doch hin und wieder mal von Bankchefs, die zum gemeinsamen Prostituierten-Trip gen Süden fliegen (vielleicht ist das der Grund für so wenige Frauen in der Führungsebene - mit Frauen im Vorstand kommen Prostituierte im "Betriebsurlaub" einfach nicht so gut). Neurdings erfreut sich der "moderne" Sklavenhandel im Westen ja auch grosser Beliebtheit, nicht selten hört man von Zwangsprostituierten, die seltsamer Weise, trotz der Bedingungen, anscheinend genügend Männer ansprechen (was ich persönlich recht ekelhaft finde).
Neu wäre allerdings einmal über das Empfinden und die negativen Erfahrungen der Prostituierten zu sprechen. Mal nicht reisserisch und menschenverachtend, sondern neugierig. Auch die deutsche Hausfrau sollte vielleicht interesssieren, was ihr Göttergatte so für ein Benehmen an den Tag legt wenn er meint, mit ein Paar Euronen eine Frau zu "kaufen". Vielleicht würde die ein oder andere deutsche Hausfrau dann mal das Nudelholz schwingen und das Benehmen der Freier würde sich bessern? Zu wünschen wäre es den Prostituierten, denn sie erleben Tag ein Tag aus mehr Perversion und menschliche Abgründe als jeder Psychologe. Sie halten eine Menge aus und ertragen Dinge, die der Normalbüger für unvorstellbar hält.
Der Mensch ist ein Tier...
" Zu wünschen wäre es den Prostituierten, denn sie erleben Tag ein Tag aus mehr Perversion und menschliche Abgründe als jeder Psychologe. Sie halten eine Menge aus und ertragen Dinge, die der Normalbüger für unvorstellbar hält.
Der Mensch ist ein Tier..."
Huren klagen vor allem über die Eintönigkeit dessen, was sie mit ihren Freiern so erleben.
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ew
"Vielleicht würde die ein oder andere deutsche Hausfrau dann mal das Nudelholz schwingen und das Benehmen der Freier würde sich bessern?"
Schon interessant, was Sie Ihrer ominösen (im anderen Thread:"faulen") "deutschen Hausfrau" für aggressive Betätigungsfelder offerieren:
Nudelholz schwingen, um ihren Gatten "freiertauglich" zu machen.
Und dann beleidigen Sie auch noch die Tiere!
Sie sollten mal Ihre altbackenen Klischees überdenken, junger Mann!
" Zu wünschen wäre es den Prostituierten, denn sie erleben Tag ein Tag aus mehr Perversion und menschliche Abgründe als jeder Psychologe. Sie halten eine Menge aus und ertragen Dinge, die der Normalbüger für unvorstellbar hält.
Der Mensch ist ein Tier..."
Huren klagen vor allem über die Eintönigkeit dessen, was sie mit ihren Freiern so erleben.
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ew
"Vielleicht würde die ein oder andere deutsche Hausfrau dann mal das Nudelholz schwingen und das Benehmen der Freier würde sich bessern?"
Schon interessant, was Sie Ihrer ominösen (im anderen Thread:"faulen") "deutschen Hausfrau" für aggressive Betätigungsfelder offerieren:
Nudelholz schwingen, um ihren Gatten "freiertauglich" zu machen.
Und dann beleidigen Sie auch noch die Tiere!
Sie sollten mal Ihre altbackenen Klischees überdenken, junger Mann!
Ein böser Gedanke drängt sich mir auf: Nicht die Anerkennung dieses Berufs war Ziel, sondern die Steuerpflichtigkeit.
Unabhängig davon: Gehe ich in ein Büro, wo ich nicht hinwill, um einen Job zu machen, den ich freiwillig nie täte, und mit Menschen zu verkehren, die ich nicht ausstehen kann, bekomme ich dafür Gehalt. Wo ist der Unterschied? Ähnlich argumentiert Houellebeqc in "Ausweitung der Kampfzone". Nur weil ein Großteil der Bevölkerung bei sexuellen Dingen verschämt zu kichern beginnt wie Sechtklässler, sollte man doch einen nüchternen Blick auf dieses Berufsfeld bewahren.
"Nicht die Anerkennung dieses Berufs war Ziel, sondern die Steuerpflichtigkeit."
#5 @SchwarzerRegen
Mit Ihrer Anmerkung sind Sie mir zuvorgekommen :-)
Die Sittenwidrigkeit von Dirnenverträgen (mit der Folge der Nichteinklagbarkeit des Lohns) als moralisches Scheinheiligtum, vor dem Hintergrund der (auch früher immer schon bestehender, zumindest theoretischer Steuerpflichtigkeit), hat mit der Zeit sogar den anständigen Deutschen zunehmend ins Grübeln gebracht, daher wohl die Gesetzesänderung. Plausibilisierung der längst bestehenden Steuerpflicht auf Hurendienste.
Nun bleibe es diesem anständigen Deutschen doch überlassen, ob er über die arbeits- und bürgerlichrechtliche Anerkennung des Hurenstandes nun auch die gesellschaftliche zollen will. Er muss nicht. Und den Huren wirds egal sein.
Ich habe meine eigene Liste von Berufen, denen ich meine persönliche moralische Anerkennung verweigere, die sind jedoch nicht in den unteren Lagerstätten sondern eher in den oberen Etagen plaziert - und den dort rechtlich unangreifbar Wirkenden ist ja meine Ansicht auch egal.
Anfang der 90er wurde ein Münchener Nobelpuff von der Behörde geschlossen - der Betreiber hatte dort für Ordnung, Ruhe und faire Verhältnisse gesorgt, nach Meinung eines kommunalen Ärmelschoners somit den Anreiz für die Frauen beseitigt, aus dem Milieu auszusteigen.
Solcher Schwachsinn ist inzwischen wohl eingedämmt, das zählt schon mal, und es ist gut so.
dürfte es, rechtlich gesehen, innerhalb der Sozialgesetzgebung seit Rot-Grün, im Rahmen der Hartz IV Regelungen, die ja keine Zumutbarkeitskriterien mehr kennen, möglich sein, jede(n) Langzeit-Arbeitslose(n) zu dieser Tätigkeit zu verpflichten bzw. ihm oder ihr die Existenzsicherung zu verweigern, sollte er/sie sich auf sein Recht aus dem GG 12.1 auf freie Berufswahl berufen.
Denkt man das weiter, scheint es sich dann doch nicht um einen Beruf wie jeden anderen zu handeln, das liegt natürlich daran, dass Intimitäten hier zentraler sind als sonst im Arbeitsleben üblich.
Ich finde aber nicht dies an sich so interessant, sondern das es ein grelles Licht auf die Pflicht wirft, jede sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf Anweisung auszuüben: In diesem Szenario innerhalb geltender Gesetze müsste man dann von staatlich verordneter Zwangsprostitution bzw. Vergewaltigung ausgehen, und dies zeigt, im Zusammenhang mit deren möglicher Anordnung durch 'Fallmanager', m.E. den totalitären Charakter dieser Gesetzgebung überdeutlich.
Wirklich angewendet würde die freie Berufswahl - so wäre Prostitution als Beruf ein Freiheitsrecht - eine Gesellschaft bedeuten, die durch das geformt wird, was freie Menschen auch im Detail für richtig und wichtig halten - Berufe, die keiner ausüben will, kann es nicht geben - und sie unterschiede sich fundamental von einer Art Ameisenstaat, in dem einzelne Individuen ihren Willen und ihre Erkenntnisse einem (angeblichen) Bedarf unterzuordnen haben.
"Ein böser Gedanke drängt sich mir auf: Nicht die Anerkennung dieses Berufs war Ziel, sondern die Steuerpflichtigkeit."
Ich kann mich nicht erinnern, dass mich das Finanzamt während dieses Kampfes um Nichtdiskriminierung gesponsort hätte.
"Nicht die Anerkennung dieses Berufs war Ziel, sondern die Steuerpflichtigkeit."
#5 @SchwarzerRegen
Mit Ihrer Anmerkung sind Sie mir zuvorgekommen :-)
Die Sittenwidrigkeit von Dirnenverträgen (mit der Folge der Nichteinklagbarkeit des Lohns) als moralisches Scheinheiligtum, vor dem Hintergrund der (auch früher immer schon bestehender, zumindest theoretischer Steuerpflichtigkeit), hat mit der Zeit sogar den anständigen Deutschen zunehmend ins Grübeln gebracht, daher wohl die Gesetzesänderung. Plausibilisierung der längst bestehenden Steuerpflicht auf Hurendienste.
Nun bleibe es diesem anständigen Deutschen doch überlassen, ob er über die arbeits- und bürgerlichrechtliche Anerkennung des Hurenstandes nun auch die gesellschaftliche zollen will. Er muss nicht. Und den Huren wirds egal sein.
Ich habe meine eigene Liste von Berufen, denen ich meine persönliche moralische Anerkennung verweigere, die sind jedoch nicht in den unteren Lagerstätten sondern eher in den oberen Etagen plaziert - und den dort rechtlich unangreifbar Wirkenden ist ja meine Ansicht auch egal.
Anfang der 90er wurde ein Münchener Nobelpuff von der Behörde geschlossen - der Betreiber hatte dort für Ordnung, Ruhe und faire Verhältnisse gesorgt, nach Meinung eines kommunalen Ärmelschoners somit den Anreiz für die Frauen beseitigt, aus dem Milieu auszusteigen.
Solcher Schwachsinn ist inzwischen wohl eingedämmt, das zählt schon mal, und es ist gut so.
dürfte es, rechtlich gesehen, innerhalb der Sozialgesetzgebung seit Rot-Grün, im Rahmen der Hartz IV Regelungen, die ja keine Zumutbarkeitskriterien mehr kennen, möglich sein, jede(n) Langzeit-Arbeitslose(n) zu dieser Tätigkeit zu verpflichten bzw. ihm oder ihr die Existenzsicherung zu verweigern, sollte er/sie sich auf sein Recht aus dem GG 12.1 auf freie Berufswahl berufen.
Denkt man das weiter, scheint es sich dann doch nicht um einen Beruf wie jeden anderen zu handeln, das liegt natürlich daran, dass Intimitäten hier zentraler sind als sonst im Arbeitsleben üblich.
Ich finde aber nicht dies an sich so interessant, sondern das es ein grelles Licht auf die Pflicht wirft, jede sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf Anweisung auszuüben: In diesem Szenario innerhalb geltender Gesetze müsste man dann von staatlich verordneter Zwangsprostitution bzw. Vergewaltigung ausgehen, und dies zeigt, im Zusammenhang mit deren möglicher Anordnung durch 'Fallmanager', m.E. den totalitären Charakter dieser Gesetzgebung überdeutlich.
Wirklich angewendet würde die freie Berufswahl - so wäre Prostitution als Beruf ein Freiheitsrecht - eine Gesellschaft bedeuten, die durch das geformt wird, was freie Menschen auch im Detail für richtig und wichtig halten - Berufe, die keiner ausüben will, kann es nicht geben - und sie unterschiede sich fundamental von einer Art Ameisenstaat, in dem einzelne Individuen ihren Willen und ihre Erkenntnisse einem (angeblichen) Bedarf unterzuordnen haben.
"Ein böser Gedanke drängt sich mir auf: Nicht die Anerkennung dieses Berufs war Ziel, sondern die Steuerpflichtigkeit."
Ich kann mich nicht erinnern, dass mich das Finanzamt während dieses Kampfes um Nichtdiskriminierung gesponsort hätte.
Ehrlich gesagt kenne ich niemanden, der nicht seinen "Körper verkauft", um seinen Unterhalt zu bestreiten. Jeder muss doch Einschränkungen in Kauf nehmen. Ich möchte vielleicht diese acht Stunden am Tag ganz woanders sein. Aber ich werde "mit Geld gezwungen" in's Büro zu kommen, auf einer Messe zu stehen, eine Reise anzutreten, eine Schaufel in die Hand zu nehmen. Nach 30 Jahren im Sitzen habe ich auch körperliche Merkmale wie viele andere auch. Wer mit den Händen arbeitet, leistet etwas, wofür er bezahlt wird. Der Handwerker oder Friseur, er leistet einen körperlichen Einsatz, nimmt auch gesundheitliche Risiken in Kauf, um seinen Unterhalt zu bestreiten. Der Friseur massiert die Kopfhaut. Die Masseurin den Nacken und die Waden, und die Sexarbeiterin massiert eben auch dort, wo die anderen beiden nicht so gerne massieren.
Der Friseur hört sich meine Probleme an, heuchelt vielleicht sogar manchmal Interesse!? Verkauft er dabei seine Seele? Eine Stigmatisierung von Prostituierten halte ich auch für die Folge eines Versäumnisses, etwas genauer hinzuschauen.
Im Übrigen könnte ich mir gut vorstellen, dass jeder hier Bekannte hat, die schon einmal in diesem Bereich, oder einem Übergangsbereich Geld verdient haben. Es wird nur eben nicht so frei heraus besprochen. Daher wissen wir es vielleicht manchmal nicht.
dann haetten Sie sicherlich nichts dagegen wenn Ihre Tochter oder Freundin den Job wechselt um Prostituierte zu werden.
So koennten Sie ihre weltgewandheit und Offenheit fuer neue Ideen am besten beweisen.LOL
Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag
dann haetten Sie sicherlich nichts dagegen wenn Ihre Tochter oder Freundin den Job wechselt um Prostituierte zu werden.
So koennten Sie ihre weltgewandheit und Offenheit fuer neue Ideen am besten beweisen.LOL
Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag
Meiner Meinung nach, wird dieser Beruf nie salonfähig werden. Einige Gründe:
- Kunden sind meist Fremdgeher
- Prostitution hat oft etwas mit mafiösen Verhältnissen zu tun
- Prostituierte sind in der Allgemeinheit Plastikpuppen wie im Erotik-Gewerbe
- Zwangsprostitution
Einen großen Anteil hat wahrscheinlich auch die Erotik/Porno-Branche. Aktuelles Beispiel ist eine sogenannte "Cora", die bei ihrer x-ten Brust-OP einen Herzstillstand erlitten hat. Dann die wiederkehrenden Weltrekordversuche: wie viele Männer kann eine Frau an einem Tag oral befriedigen etc.
Dort verkaufen sich die Frauen komplett und vermarkten sich zu Tode, weshalb sie meistens als Objekte angesehen werden.
Oft wird eine Escort-Dame mit einer "billigen Nutte" verglichen, was auch nicht gerade förderlich ist.
Ich selbst kann mir auch keine rchtige Meinung zu diesem Thema bilden, da viele Frauen diesen Job aus ihrer Not heraus ausüben und dieser Job ist in meinen Augen kein angenehmer. Wenn dieser Beruf gesellschaftsfähiger wird, dann wird es evtl. auch transparenter, wer weiß?
Zweifelsohne ist der Beruf der Prostitution stigmatisiert und mit vorwiegend negativen Begriffen behaftet, ein entsprechendes Überdenken der in der Gesellschaft verhafteten Bilder wie Simone Kellhoff es anregt, scheint dringend erforderlich.
Unabhängig davon ist jedoch die uneingeschränkte Steuerpflicht ein unbedingtes Muss, wenn dieser Beruf eine ausreichende, gesellschaftliche Anerkennung erfahren will.
Vorher ist und bleibt es Schwarzarbeit.
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