DrogenkonsumJugendliche kiffen seltener

Marihuana und Haschisch haben unter deutschen Jugendlichen immer weniger Anhänger: Nur ein Viertel der 12- bis 25-Jährigen hat die Droge jemals probiert.

Blätter der Hanfpflanze, Cannabis Sativa

Blätter der Hanfpflanze, Cannabis Sativa

Cannabis verliert für Jugendliche und junge Erwachsene seinen Reiz. Nur noch jeder vierte der 12- bis 25-Jährigen hat jemals Cannabis probiert, berichtete die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aus ihrer aktuellen Studie. 2004 war es noch jeder Dritte (31 Prozent).

Die Bundeszentrale sieht einen Zusammenhang mit dem sinkenden Tabakkonsum. "Für Jugendliche ist Rauchen einfach out. Und wir wissen, dass die meisten Jugendlichen, die nicht rauchen, auch nicht mit Cannabis anfangen", sagte die Sprecherin der BZgA, Julia Jakob. Der Tabakkonsum bei den Jugendlichen habe einen historischen Tiefstand erreicht. Grund dafür sei ihr gestiegenes Gesundheitsbewusstsein.

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Besonders deutlich ist der Rückgang bei den Jüngeren. In der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen hatten 2004 noch 15 Prozent angegeben, in ihrem Leben schon einmal Cannabis konsumiert zu haben. Nun sind es nur noch 7 Prozent. Bei den 18- bis 25-Jährigen sank dieser Anteil von 43 Prozent in 2004 auf aktuell 35 Prozent.

Auch der ohnehin schon geringe Anteil der regelmäßigen Konsumenten nahm weiter ab: 3,2 Prozent der Befragten 12- bis 25-Jährigen gaben an, häufiger als zehnmal in einem Jahr Cannabis konsumiert zu haben. Das entspricht deutschlandweit etwa einer Viertelmillion Menschen dieser Altersgruppe. Dabei ist der Anteil regelmäßiger Konsumenten bei jungen Männern dieses Alters mit 5 Prozent deutlich höher als bei jungen Frauen (1,4 Prozent).

 
Leserkommentare
  1. Die meisten Jugendlichen sind heute so mit Ritalin zugepumpt. Die sind viel zu apathisch, um sich noch irgendetwas reinzuziehen ;-)

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    • nuni23
    • 05.05.2011 um 17:41 Uhr

    Wie bei jeder quantitativen Forschung kann jedes Ergebnis nur so stark sein wie die Operationalisierung der Fragestellung. Allein das regelmäßiger Konsum einer Häufigkeit von 10x im Jahr entspricht, finde ich sehr fragwürdig.

    Außerdem -was bringen solche Studien? Wäre es zur Prävention nicht sinnvoller, mit Jugendlichen ins Gespräch zu gehen und zu erfahren, aus welchen Gründen und in welchen Situationen konsumiert wird, statt einfach nur eine (nichts aussagende) Häufigkeitsverteilung bestimmter Kategorien abzubilden, aus der dann abgeleitet wird, dass "rauchen einfach out" ist ?! Zumal die Interviews am Telefon durchgeführt wurden und wer plaudert schon frei raus, wie viel er kifft, wenn Mami oder Papi gerade dabei sitzt und danach sicherlich wissen will, um was es denn ging, in dieser Umfrage, für die ausschließlich Jugendliche befragt werden sollten.

    Das schlimmste daran ist, dass das wahrscheinlich nicht mal Schlampigkeit des Auftraggebers und der ausführenden Agentur war, sondern bloße Absicht.

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    Ich verstehe nicht was an der Studie fragwürdig ist. Eine Studie dient dazu einen Sachverhalt zu untersuchen und dies ist auch hier der Fall. Wenn die BZgA zum Beispiel über die Verteilung der Mittel zur Prävention von Drogenkonsum entscheiden will muss sie verlässliche Daten haben. Dass die Studie zur Prävention dienen soll hat niemand behauptet und ist nicht ihr Zweck. Die Seriosität anzuzweifeln nur weil die Ergebnisse über Telefongespräche ermittelt wurden halte ich für unsinnig. Das gilt auch für die Behauptung, die Eltern jedes Jugendlichen würden bei den Gesprächen mithören und so die Ergebnisse maßgeblich verfälschen.

    Ich verstehe nicht was an der Studie fragwürdig ist. Eine Studie dient dazu einen Sachverhalt zu untersuchen und dies ist auch hier der Fall. Wenn die BZgA zum Beispiel über die Verteilung der Mittel zur Prävention von Drogenkonsum entscheiden will muss sie verlässliche Daten haben. Dass die Studie zur Prävention dienen soll hat niemand behauptet und ist nicht ihr Zweck. Die Seriosität anzuzweifeln nur weil die Ergebnisse über Telefongespräche ermittelt wurden halte ich für unsinnig. Das gilt auch für die Behauptung, die Eltern jedes Jugendlichen würden bei den Gesprächen mithören und so die Ergebnisse maßgeblich verfälschen.

    • Elite7
    • 05.05.2011 um 17:55 Uhr

    Selbst wenn das stimmen sollte, das ist doch nicht das Problem! Alkohol ist das Problem! Kiffen ist dagegen doch harmlos.

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    Regelmäßiger THC-Konsum ist für das Gehirn mindestens genauso schädlich wie regelmäßiger Alkoholkonsum, und Abhängigkeit gibt es auch.

    Ob THC so viel schlimmer als Alkohol ist, dass das Verbot gerechtfertigt ist, ist eine ganz andere Frage. Verharmlosen sollte man trotzdem keine der Drogen.

    Regelmäßiger THC-Konsum ist für das Gehirn mindestens genauso schädlich wie regelmäßiger Alkoholkonsum, und Abhängigkeit gibt es auch.

    Ob THC so viel schlimmer als Alkohol ist, dass das Verbot gerechtfertigt ist, ist eine ganz andere Frage. Verharmlosen sollte man trotzdem keine der Drogen.

  2. "...Der Tabakkonsum bei den Jugendlichen habe einen historischen Tiefstand erreicht. Grund dafür sei ihr gestiegenes Gesundheitsbewusstsein..."

    Wohl eher der für einen berufstätigen Erwachsenen schon fast kaum zu bewältigende Preis und der Umstand, dass Tabak 2004 noch ab 16, 2011 hingegen ab 18 erlaubt ist.
    Automat fällt wegen der Alterskontrolle flach, ebenso Tabakläden und Kioske.

    Jugendliche wollten sich schon immer von der Masse abheben, je mehr von oben gegen das Rauchen gewettert wird, desto eher würden die Kids auch zur Kippe greifen, wenn es denn ginge und der Preis nicht so hoch wäre.

    Aber zu behaupten, dass die Jugendlichen wegen einem gestiegenen Gesundheitsbewusstsein weniger rauchen würden, ist einfach nur lächerlich und unhaltbar.

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  3. die entspannende Wirkung von Cannabis passt nicht mehr so recht in eine "du kannst alles schaffen wenn du willst" konform ausgerichtete Generation ,der man zudem täglich eintrichtert das es unabdingbar ist, zielgerichtet für die Zukunft vorzusorgen
    Cannabiskonsum kann unter Umständen auch latent vorhandene Ängstlichkeit und Unsicherheit verstärken,zum Unterschied anderer Drogen wie Extasy oder Kokain ,dass sich in der Discoszene nach wie vor grosser Beliebtheit erfreut,eine Leichtigkeit des Seins vorgaukelt
    Oberflächlichkeit und das Gefühl des Unbesiegbaren
    gemixt mit Energydrinks und Wodka

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    passt gar nix, was entspannt.

    Gerade Leistungsdruck und Versagensangst führt zu erhöhtem Drogenkonsum. Die Kids werden gelassener und springen nicht auf den hysterischen Zug, auf dem Generation 50+ gerade sitzt (Muslime, E10, Unterschicht, EU+Euro+Regierung-Abneigung). Daher benötigen sie weniger Kiff.

    passt gar nix, was entspannt.

    Gerade Leistungsdruck und Versagensangst führt zu erhöhtem Drogenkonsum. Die Kids werden gelassener und springen nicht auf den hysterischen Zug, auf dem Generation 50+ gerade sitzt (Muslime, E10, Unterschicht, EU+Euro+Regierung-Abneigung). Daher benötigen sie weniger Kiff.

  4. das ist angesichts der ständig zunehmenden sozialen Verwerfungen in der Tat besorgniserregend. Welche kruden Dinge schmeißen sich unsere Kids jetzt ein? Oder sind die den lächerlichen Verfolgungsdruck leid und betäuben die Perspektivlosigkeit in der Manier Erwachsener jetzt mit legalen Drogen? Dumm und realitätsfern sind sie ja nicht, unsere Kids. Sie werden ja nur dumm geredet.

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  5. passt gar nix, was entspannt.

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    Antwort auf "Zeitgeist"
  6. Regelmäßiger THC-Konsum ist für das Gehirn mindestens genauso schädlich wie regelmäßiger Alkoholkonsum, und Abhängigkeit gibt es auch.

    Ob THC so viel schlimmer als Alkohol ist, dass das Verbot gerechtfertigt ist, ist eine ganz andere Frage. Verharmlosen sollte man trotzdem keine der Drogen.

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    Antwort auf "Falscher Erfolg"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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  • Schlagworte Jugendliche | Alter | Cannabis | Drogenkonsum | Erwachsene | Studie
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