Leserartikel

Stasi-MitarbeiterWir haben großen Bockmist gebaut

Leser Martin Tschernig war hauptamtlicher Stasi-Mitarbeiter. Er schreibt: Wir Ehemaligen sollten keine politischen Ämter oder Aufgaben im öffentlichen Dienst anstreben.

Das Land Brandenburg hat ein Problem mit seiner Vergangenheit. Ich denke, ich bin im Stande, darüber zu reden. Denn ich bin ein Vertreter dieser problematischen Vergangenheit.

Ich war Inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Staatssicherheit und später Hauptamtlicher bei der Abteilung XX der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Berlin.

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Im Vergleich zu anderen ehemaligen Ostblock-Staaten haben wir Deutsche überwiegend die richtigen Lehren aus der Geschichte der DDR gezogen. Das betrifft vor allem den Erhalt der Gewaltenteilung, die Verhinderung eines Bundes-Super-Geheimdienstes und die konsequente Sicherung der bürgerlich freiheitlichen Grundrechte.

Bei der Bewältigung der Stasi-Hinterlassenschaften des deutschen Ostens gab es allerdings viele Ungenauigkeiten, Fehler und Übertreibungen. Häufig wurde der Staat DDR auf das Thema Stasi reduziert, viel wichtigere Herrschaftsstrukturen wurden bei der Analyse übersehen. Auch die Biographien von Politikern wie Manfred Stolpe oder Gregor Gysi wurden aus westlicher Sicht eher missverstanden. Ganz zu schweigen von den journalistischen Missdeutungen von vermeintlichen Quellen, gefunden in Akten, die von einem Geheimdienst erstellt wurden.

Diese Umstände berechtigen jedoch keinen der ehemaligen Inoffiziellen oder Offiziellen Mitarbeiter der Staatssicherheit, in Positionen zu verbleiben oder Positionen anzustreben, in denen sie hoheitliche Entscheidungen über Bürger der Bundesrepublik Deutschland zu treffen haben.

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Wir Ehemaligen haben uns in Demut vor unseren Opfern zurückzuhalten. Denn wir haben großen Bockmist gebaut. Wir haben uns an einer unglaublichen Hydra beteiligt. Wir haben Schicksale von rechtschaffenen Mitbürgern beeinflusst, wir waren Teil eines bedrückenden gesellschaftlichen Klimas und wir haben Menschen in den Knast gebracht. Wir werden lebenslang nur mit einem schlechten Gewissen unseren damaligen Opfern in die Augen schauen können.

Wir Ehemaligen können uns glücklich schätzen, dass unsere Schuld von Gerichten der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt wurde. Hätte sich im Prozess der Wiedervereinigung das politische und juristische System der DDR durchgesetzt, hätte es einen solchen rechtsstaatlichen Aufwand für ehemalige Spitzel des Bundesnachrichtendienstes sicher nicht gegeben.

Ich habe für meine Person vor vielen Jahren entschieden, ich strebe keine politischen Ämter an. Ich strebe keine Tätigkeit im öffentlichen Dienst an. Ich versuche, aus meiner Vergangenheit zu lernen, und angesichts der Probleme in unserer Gesellschaft ein Mensch zu bleiben.

Ich wünsche den politischen Kräften des Landes Brandenburg ausreichend Konsequenz und Gründlichkeit bei der Bewältigung der personellen Altlasten. Das ist die politische Klasse der Bundesrepublik Deutschland den Opfern der Stasi schuldig.

 
Leserkommentare
  1. Sehr geehrte Diskussionsgemeinde,
    ich habe lange überlegt, ob ich meinem Namen unter den Leserartikel setze.
    Zu guter Letzt war ich mir sicher, ohne diese Offenheit wäre meine Haltung zum Thema nur wenig glaubhaft gewesen.
    Was mich bei den aktuellen Vorgängen in Brandenburg maximal stört ist, dass meine ehemaligen Kollegen, tief im Sessel sitzend, die Arme verschränken und meinen: „… na dann weist mir mal das nach!“ Nebenbei berufen sie sich dabei auf Rechte, die wir alle Ex-Stasi Leute im Zuge unserer damaligen Tätigkeit mit Füßen getreten haben. Ich denke, da sollte meinen Ex-Kollegen der moralische Kompass zurechtgerückt werden. Wenn Ihrerseits Bedarf besteht, nehme ich sie gerne mit und zeige ihnen Hoheneck und Bautzen.
    Ich denke, dass das Thema Stasi, nach all den Jahren wieder auf die Tagesordnung gehört. Dabei sind aktuellen Vorgänge in Brandenburg, nur ein möglicher Grund. Mich ärgert es immer wieder, wenn Guido Knopp und Kollegen das Thema Staatsicherheit effekterheischend und mit ein wenig Gruselfaktor quotentauglich präsentieren. Dabei wäre es viel wichtiger uns Deutschen immer wieder deutlich zu machen, wie wichtig und verletzlich die Freiheit ist. Es wäre wichtig die Mechanismen einer Diktatur zu erklären. Nur wenn man solche Tendenzen erkennt kann man ihnen begegnen.

    Martin Tschernig

    12 Leserempfehlungen
  2. Die würde ich mir allerdings auch von Mitarbeitern des Verfassungsschutz wünschen, die in der Zeit des Kalten Kriegs in West-Deutschland auch so manche Karriere von Menschen auf dem Gewissen haben, die unerwünschte Meinungen vertraten (Radikalenerlass).

    Im Gegensatz zu Ihnen, der Sie immerhin für sich in Anspruch nehmen können in einem System gelebt zu haben, das keine demokratische Legitimation hatte, können das die Verfassungsschutzmitarbeiter nicht als Ausrede für sich in Anspruch nehmen - es sei denn, sie gestehen damit ein, dass die BRD sich nicht so sehr von der DDR unterschied, wenn es darum ging, die Kontrolle über unliebsame Meinungen auszuüben.

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    • TDU
    • 19.05.2011 um 13:45 Uhr

    Mal wieder Gleichsetzung der Systeme angesagt?. Wo gab es denn hier Folter, wenn Kritik geübt wurde?. Wurde Musik verboten? Zeitungen, Bücher? Der Radikalenerlass war auch nicht die beste Lösung, aber warum sollte ein Staat Mitarbeiter bezahlen, die nichts weniger als seine Abschaffung im Sinn hatten.

    Als Privatmann passierte einem gar nichts. Es wurden auch nicht systematisch bei Familiengehörigen und Freunde ausgeforscht. Und gegen die Probleme in der Welt, gegen den Vietnamkrieg und sonstige Misstände konnte man auch angehen, ohne Mitglied in einem der neokommunistischen- oder maoistischen Bünde zu sein.

    • TDU
    • 19.05.2011 um 13:45 Uhr

    Mal wieder Gleichsetzung der Systeme angesagt?. Wo gab es denn hier Folter, wenn Kritik geübt wurde?. Wurde Musik verboten? Zeitungen, Bücher? Der Radikalenerlass war auch nicht die beste Lösung, aber warum sollte ein Staat Mitarbeiter bezahlen, die nichts weniger als seine Abschaffung im Sinn hatten.

    Als Privatmann passierte einem gar nichts. Es wurden auch nicht systematisch bei Familiengehörigen und Freunde ausgeforscht. Und gegen die Probleme in der Welt, gegen den Vietnamkrieg und sonstige Misstände konnte man auch angehen, ohne Mitglied in einem der neokommunistischen- oder maoistischen Bünde zu sein.

    • TDU
    • 19.05.2011 um 13:45 Uhr

    Mal wieder Gleichsetzung der Systeme angesagt?. Wo gab es denn hier Folter, wenn Kritik geübt wurde?. Wurde Musik verboten? Zeitungen, Bücher? Der Radikalenerlass war auch nicht die beste Lösung, aber warum sollte ein Staat Mitarbeiter bezahlen, die nichts weniger als seine Abschaffung im Sinn hatten.

    Als Privatmann passierte einem gar nichts. Es wurden auch nicht systematisch bei Familiengehörigen und Freunde ausgeforscht. Und gegen die Probleme in der Welt, gegen den Vietnamkrieg und sonstige Misstände konnte man auch angehen, ohne Mitglied in einem der neokommunistischen- oder maoistischen Bünde zu sein.

    6 Leserempfehlungen
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    Ich weiß ja, dass es störend ist an den Radikalenerlass erinnert zu werden.

    "Als Privatmann passierte einem gar nichts." Das sollten Sie mal Herrn Traube sagen, bei dem der "Verfassungsschutz" eingebrochen war, weil man ihn verwechselt hatte.

    Für Postboten, Lehrer und andere Beamte und Mitglieder des öffentlichen Dienstes war der Radikalenerlass auch nicht gut, wenn sie die falsche Meinung hatten und die auch noch öffentlich äußerten. Fragen Sie sich doch mal, warum heute ein Postbote Mitglied der DKP sein darf und damals nicht. Dann wissen Sie was schizophren ist.

    Ob man wirklich gegen den Vietnamkrieg und sonstige Mißstände angehen konnte, ohne Mitglied in einem der neokommunistischen- oder maoistischen Bünde zu sein, ist eine nicht beweisbare Behauptung.
    Sie wäre nur dann zu belegen, wenn auch der Verfassungsschutz seine Akten offen legen müsste. Das aber findet aus "gutem" Grund nicht statt. Da könnten uns ja unsere letzten Illusionen abhanden kommen.

    Übrigens: Mitglied in einem der neokommunistischen- oder maoistischen Bünde zu sein, war damals nicht strafbar, soweit diese nicht rechtskräftig verboten waren. Das man gegen Vietnamkrieg und sonstige Mißstände nur sein durfte, wenn man derartigen Vereinigungen nicht angehörte, haben Sie geschrieben. Vielen Dank!

    Ich weiß ja, dass es störend ist an den Radikalenerlass erinnert zu werden.

    "Als Privatmann passierte einem gar nichts." Das sollten Sie mal Herrn Traube sagen, bei dem der "Verfassungsschutz" eingebrochen war, weil man ihn verwechselt hatte.

    Für Postboten, Lehrer und andere Beamte und Mitglieder des öffentlichen Dienstes war der Radikalenerlass auch nicht gut, wenn sie die falsche Meinung hatten und die auch noch öffentlich äußerten. Fragen Sie sich doch mal, warum heute ein Postbote Mitglied der DKP sein darf und damals nicht. Dann wissen Sie was schizophren ist.

    Ob man wirklich gegen den Vietnamkrieg und sonstige Mißstände angehen konnte, ohne Mitglied in einem der neokommunistischen- oder maoistischen Bünde zu sein, ist eine nicht beweisbare Behauptung.
    Sie wäre nur dann zu belegen, wenn auch der Verfassungsschutz seine Akten offen legen müsste. Das aber findet aus "gutem" Grund nicht statt. Da könnten uns ja unsere letzten Illusionen abhanden kommen.

    Übrigens: Mitglied in einem der neokommunistischen- oder maoistischen Bünde zu sein, war damals nicht strafbar, soweit diese nicht rechtskräftig verboten waren. Das man gegen Vietnamkrieg und sonstige Mißstände nur sein durfte, wenn man derartigen Vereinigungen nicht angehörte, haben Sie geschrieben. Vielen Dank!

    • fbm
    • 19.05.2011 um 15:21 Uhr

    Auch ich möchte Martin Tschernig zu seiner Selbstreflexion gratulieren.

    Aber ein paar Fragen möchte ich dann doch aufwerfen, teilweise wurden sie ja auch schon gestellt.

    - Warum sollte ein Ex-Stasi-IM weniger für eine Aufgabe geeignet sein, als ein Bürger der alt-BRD, der, weil in einem besseren System lebend, nie in die Situation kam sich zwischen Kooperation und Verweigerung mit einem Geheimdienst zu entscheiden?

    - Sollte nicht der Amtseid eine geeignetere Maßnahme sein, zukünftiges Verhalten vorhersagen zu können? Verlässt man sich doch sonst auch drauf...

    - Warum obliegt es scheinbar Journalisten ein Urtel über Ex-Stasi-IMs zu fällen und so über deren Zukunft zu entscheiden, oft auf Grundlage von Geheimdienstakten? Ich bin der Ansicht, dass das Strafen in einer Gewaltenteilung von Richtern ausgehen sollte.

    - (Achtung, jetzt wirds ziemlich steil) Warum wird die Stasi eigentlich als so schlimm empfunden? Heute sind doch viel mehr Daten der Bürger im Zweifelsfall für den Staat zugänglich. Es muss sich nur der tollen Technik wegen niemand mehr so direkt die Finger am Spionieren schmutzig machen.

    - Wieso ist es in der BRD möglich, dass ein Menschenrechtler 40 Jahre vom Verfassungsschutz beobachtet wird - ergebnislos und zu Unrecht (Fall: Rolf Gössner)? Muss dafür niemand die Verantwortung tragen? Wo ist denn da qualitativ der Unterschied zur Stasi?

    Ich könnte so weiter machen, die Zeichengrenze bremst mich aus...

    6 Leserempfehlungen
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    Hallo fbm,
    .
    Ihre Frage: "- (Achtung, jetzt wirds ziemlich steil) Warum wird die Stasi eigentlich als so schlimm empfunden? Heute sind doch viel mehr Daten der Bürger im Zweifelsfall für den Staat zugänglich. Es muss sich nur der tollen Technik wegen niemand mehr so direkt die Finger am Spionieren schmutzig machen."
    .
    Meine Antwort: Facebook, youtube und Co haben tatsächlich was gemeinsam mit der Stasi, denn:
    1.) ich kann einem falschen Freund was Privates sagen, und der filmt es heimlich und stellt es ins Netz.
    2.) Es kann ernsthafte Konsequenzen haben, wenn das Netz was über mich preisgibt, was z.B. ein Personalchef nicht erfahren soll.
    .
    Facebook, youtube und Co sind anders als die Stasi,
    1.) weil da niemand zentral angeheuert und extra ausgebildet wird, um mich zu bespitzeln.
    2.) weil ich gegen die Netz-Inhalte, die mich betreffen, gerichtlich vorgehen kann, und gegen den Kerl, der mich heimlich gefilmt hat, ebenfalls. Der gilt dann als Verbrecher, nicht als Held wie ein IM in der DDR.
    .
    Weiter: "- Wieso ist es in der BRD möglich, dass ein Menschenrechtler 40 Jahre vom Verfassungsschutz beobachtet wird ...Wo ist denn da qualitativ der Unterschied zur Stasi?"
    .
    Meine Antwort: Nach allem, was wir wissen, spitzelt der Verfassungsschutz uns einfach weniger aus. Und - auch sehr wichtig: er foltert nicht.

    In der DDR war es nicht üblich irgendwelche Leute 40 Jahre zu bespitzeln. Eine Verhaftung und Verurteilung zu einer langjährigen Haftstrafe war auch ohne wirklichen Grund wesentlich schneller möglich.
    Oh hoppla, Ironie.

    Beste Grüße aus der Demokratie.

    Hallo fbm,
    .
    Ihre Frage: "- (Achtung, jetzt wirds ziemlich steil) Warum wird die Stasi eigentlich als so schlimm empfunden? Heute sind doch viel mehr Daten der Bürger im Zweifelsfall für den Staat zugänglich. Es muss sich nur der tollen Technik wegen niemand mehr so direkt die Finger am Spionieren schmutzig machen."
    .
    Meine Antwort: Facebook, youtube und Co haben tatsächlich was gemeinsam mit der Stasi, denn:
    1.) ich kann einem falschen Freund was Privates sagen, und der filmt es heimlich und stellt es ins Netz.
    2.) Es kann ernsthafte Konsequenzen haben, wenn das Netz was über mich preisgibt, was z.B. ein Personalchef nicht erfahren soll.
    .
    Facebook, youtube und Co sind anders als die Stasi,
    1.) weil da niemand zentral angeheuert und extra ausgebildet wird, um mich zu bespitzeln.
    2.) weil ich gegen die Netz-Inhalte, die mich betreffen, gerichtlich vorgehen kann, und gegen den Kerl, der mich heimlich gefilmt hat, ebenfalls. Der gilt dann als Verbrecher, nicht als Held wie ein IM in der DDR.
    .
    Weiter: "- Wieso ist es in der BRD möglich, dass ein Menschenrechtler 40 Jahre vom Verfassungsschutz beobachtet wird ...Wo ist denn da qualitativ der Unterschied zur Stasi?"
    .
    Meine Antwort: Nach allem, was wir wissen, spitzelt der Verfassungsschutz uns einfach weniger aus. Und - auch sehr wichtig: er foltert nicht.

    In der DDR war es nicht üblich irgendwelche Leute 40 Jahre zu bespitzeln. Eine Verhaftung und Verurteilung zu einer langjährigen Haftstrafe war auch ohne wirklichen Grund wesentlich schneller möglich.
    Oh hoppla, Ironie.

    Beste Grüße aus der Demokratie.

  3. Genau so sollte man Vergangenheitsbewältigung handhaben. Hut ab vor dem Mann. Wo bleiben jetzt eigentlich die ewigen DDR-verherrlicher. Kommen die jetzt nicht aus ihren Löchern?

    5 Leserempfehlungen
  4. richtig, die Westdeutschen wären nicht die besseren Menschen gewesen. Sonst wären die im Osten ja irgendwie genetisch oder irgendwie vorgeprägt. Es sind die Mechanismen von Gewaltenteilung, freie Meinungsäußerung, Demonstrations- und Versammlungsfreiheit usw., die es Typen, die in Diktaturen willfährige Werkzeuge wären, im Zaum halten. und diese Strukturen gab und gibt es in Diktaturen eben nicht. und das machen DEN Unterschied!!! Die Menschen sind wohl eher auswechselbar.
    Aber ganz so harmlos war die Arbeit fürs System nun mal nicht und jeder wusste, für wen er sich da einspannen ließ. Und ließ es eben bleiben, wenn er halbwegs aufrecht durchs Leben gehen wollte. Belohnt wurde und wird das allerdings nicht.

    4 Leserempfehlungen
  5. Gerade mit dieser Einstellung zu der Problematik würde ich den Herrn zum öffentlichen Dienst/ öffentlichen Amt empfehlen.

    Nur Menschen, die sich wie der Autor Tschernig offensiv und einsichtig mit ihrer Verantwortung und ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, sind für mich auch glaubwürdig.

    Warum sollten Menschen mit diesem politischen Bewußtsein außen vor bleiben bei der Gestaltung der Gesellschaft?

    Was wäre aus Westdeutschland geworden, wenn in den Anfängen der BRD alle NS-Oberen außen vor geblieben wären?

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    Hallo drunkenbutterfly,
    .
    Bei anderen Wessis renne ich offene Türen ein, wenn ich das DDR-System kritisiere. Aber bei vielen Ossis stoße ich mit meiner DDR-Kritik auf taube Ohren. Denen könnte aber Martin Tschernig was mitzuteilen haben; mir würden die bloß Wessivorstellungen vorwerfen, wenn ich mich äußern würde.

    Hallo drunkenbutterfly,
    .
    Bei anderen Wessis renne ich offene Türen ein, wenn ich das DDR-System kritisiere. Aber bei vielen Ossis stoße ich mit meiner DDR-Kritik auf taube Ohren. Denen könnte aber Martin Tschernig was mitzuteilen haben; mir würden die bloß Wessivorstellungen vorwerfen, wenn ich mich äußern würde.

  6. wie um Himmels Willen kamen all' die Alt-Nazis damals in Amt und Würden. Es darf nicht noch einmal vorkommen, dass Leute mit anti-demokratischer, opportunisitischer Grundhaltung in den Staatsdienst kommen. Aber von einigen wird hier doch immernoch mit zweierlei Mass gemessen. Die sollten vielleicht auch einmal zu solch einer lobenswerten Einsicht gelangen. Auch wenn es jetzt zu spät dafür ist.

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    die mit Hilfe des Radikalenerlass um intensivsten gegen ihre ehemaligen Gegner die tatsächlichen oder vermeintlichen Kommunisten vorgehen konnten.

    Etwas Ähnliches wie den Radikalenerlass hatte keine andere westliche Demokratie aufzuweisen. Das allein sprach schon für sich.

    Mehr Informationen unter

    http://www.trend.infopart...

    die mit Hilfe des Radikalenerlass um intensivsten gegen ihre ehemaligen Gegner die tatsächlichen oder vermeintlichen Kommunisten vorgehen konnten.

    Etwas Ähnliches wie den Radikalenerlass hatte keine andere westliche Demokratie aufzuweisen. Das allein sprach schon für sich.

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