Homosexuellen Männern und Frauen ist das Blutspenden in Deutschland verboten. Das sollte sich ändern, fordert Leser Marcel Eckert.
Derek Jason Bentley, auch Dij Davies genannt, verlor seine Mutter Catherine Anfang letzten Jahres, sie starb an den Folgen einer Leukämie-Erkrankung. Die behandelnden Ärzte baten Verwandte und Bekannte, sich für eine mögliche Blutspende testen zu lassen, um seiner Mutter zu helfen. Doch einer wurde nicht getestet. Derek Bentley hätte helfen können, aufgrund seiner sexuellen Orientierung wurde ihm die Blutspende jedoch verwehrt.
Dieser Fall führte in Großbritannien zu einer Diskussion, die im April dieses Jahres mit dem Beschluss endete, dass Homosexuelle in Großbritannien und Nordirland zur Blutspende zugelassen werden dürfen, sofern sie zehn Jahre enthaltsam gelebt haben.
- Leserartikel auf ZEIT ONLINE
ZEIT ONLINE präsentiert regelmäßig ausgewählte Leserartikel, die unsere eigenen Inhalte um zusätzliche Meinungen, Erfahrungsberichte und Sichtweisen bereichern. Vor der Veröffentlichung nehmen wir mit den Autoren Kontakt auf und sprechen über den Text, anschließend wird der Leserartikel von uns redigiert und bebildert. Auch bei Leserartikeln, die unter Pseudonym veröffentlicht wurden, kennt die Redaktion Namen und Anschrift des Autors. Alle weiteren Informationen finden Sie in unseren Leserartikel-FAQ.
- Leserartikel schreiben
-
Welches Thema brennt Ihnen schon seit Längerem auf der Seele? Was freut, ärgert oder verwundert Sie? Welches Buch, welche Musik oder welchen Film würden Sie gerne einmal auf ZEIT ONLINE rezensieren? ZEIT ONLINE freut sich auf Ihren Leserartikel. In unseren Leserartikel-FAQ finden Sie alle wichtigen Hinweise, wie Sie beim Verfassen Ihres eigenen Artikels für ZEIT ONLINE vorgehen sollten.
- Der ZEIT-ONLINE-Wald
- Als symbolisches Dankeschön pflanzen wir für jeden Leserartikel, den wir veröffentlichen, einen Baum. Dabei arbeiten wir mit iplantatree.org zusammen. Zum Start des neuen Leserartikel-Projekts haben wir schon 1000 Bäume in Berlin Friedrichshagen gepflanzt und hoffen, dass daraus im Lauf der Jahre ein ganzer ZEIT-ONLINE-Wald wird. Mehr Informationen finden Sie in unseren Leserartikel-FAQ.
© BeneA / photocase.com
Auch in Deutschland dürfen Homosexuelle kein Blut spenden, obgleich die deutsche Bundesregierung im Dezember 2010 erklärt hat, eine Expertengruppe am Robert-Koch-Institut denke über eine Veränderung des Verbotes nach. In einem im Sommer 2006 erschienenen Interview mit dem Focus fasste der Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes, Klaus Jetz, die Situation in Deutschland mit den Worten zusammen: "Damit stehen Schwule unter HIV-Generalverdacht". Lübbo Roewer, Sprecher des deutschen Roten Kreuzes, sagte dem Focus, das Risiko, sich bei einer Blutspende mit HIV zu infizieren, liege bei eins zu 1,5 Millionen. Die Gefahr, dass einem die Decke auf den Kopf falle sei größer, so Roewer.
Kein Blutspendeverbot in Russland
Neben Argentinien, Japan und Australien, die allesamt Blutspenden von Homosexuellen zulassen, entschied sich überraschenderweise auch Russland dafür. Ein Land, das stets als illiberal gegenüber Schwulen galt, bewertet nun jeden Spender unabhängig von Geschlecht und sexueller Orientierung und wirkt so Diskriminierung und Stigmatisierung entgegen. Die Ursache für die stetig steigende Zahl HIV-Infizierter in Russland sieht Alexander Goliussow, Chef der HIV-Abteilung der russischen Aufsichtsbehörde für Verbraucherschutz, im intravenösen Konsum von Rauschgift. 85 Prozent der neuregistrierten Fälle seien darauf zurückzuführen.
Trotz der Tatsache, dass das deutsche Rote Kreuz seit vielen Jahren über Blutknappheit klagt, hält die Regierung an ihrem Verbot fest. Seit Italien 2001 Homosexuelle zur Blutspende zugelassen hat, stieg dort die Zahl der Blutspenden um 20 Prozent an, die Zahl der infizierten Spender sank. Beispiele wie Italien, Russland und Argentinien zeigen, wie wichtig es ist, Menschen individuell zu beurteilen. Das rettet nicht nur Leben, sondern ist ein Schritt gegen Diskriminierung und Stigmatisierung.
- Datum 31.08.2011 - 15:00 Uhr
- Quelle Leserartikel
- Kommentare 82
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




Ich darf immer noch in Deutschland (und Frankreich) kein Blut spenden, da ich Anfang der 90er Jahre in England lebte.
Nach allem, was man heute über den Verlauf der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit weiss, halte ich dieses Verbot für veraltet, stigmatisiert fühle ich mich aber nicht.
....Stigma wäre sichtbar.
Auch finde ich es nicht so unvernünftig, wenn man Risikogruppen a priori nicht spenden lässt. Das gilt für männliche Schwule aber auch für Sexarbeiter(inen). Man müsste vor jeder Blutgabe zwei Tests machen müssen und wäre doch der Gefahr eines Fehler ausgesetzt. Will man das wirklich?
ist eine Krankheit die über pathologische Prionen (Proteine) verbreitet wird. Das wirft zwei Probleme auf:
1. Verunreinigungen sind nur mit ganz bestimmten Bedingungen zu beseitigen.
2. Die Inkubationszeit kann ohne weiteres 20 Jahre oder mehr betragen.
Von daher ist diese Regelung leider weiterhin nötig.
Desweiteren finde ich das Thema eindeutig schwierig da Homosexuelle (leider) wirklich zu einer Risikogruppe für HIV gehören. Diskriminierung spielt hier meiner Meinung nach keine Rolle Blut ist und bleibt Mangelware.
....Stigma wäre sichtbar.
Auch finde ich es nicht so unvernünftig, wenn man Risikogruppen a priori nicht spenden lässt. Das gilt für männliche Schwule aber auch für Sexarbeiter(inen). Man müsste vor jeder Blutgabe zwei Tests machen müssen und wäre doch der Gefahr eines Fehler ausgesetzt. Will man das wirklich?
ist eine Krankheit die über pathologische Prionen (Proteine) verbreitet wird. Das wirft zwei Probleme auf:
1. Verunreinigungen sind nur mit ganz bestimmten Bedingungen zu beseitigen.
2. Die Inkubationszeit kann ohne weiteres 20 Jahre oder mehr betragen.
Von daher ist diese Regelung leider weiterhin nötig.
Desweiteren finde ich das Thema eindeutig schwierig da Homosexuelle (leider) wirklich zu einer Risikogruppe für HIV gehören. Diskriminierung spielt hier meiner Meinung nach keine Rolle Blut ist und bleibt Mangelware.
Ja, die Überschrift ist bewusst provokant! Ich entschuldige mich dafür nicht, denn andererseits werde ich vom Gesetz her als schwuler Mann unter Generalverdacht gestellt, optional HIV haben zu können!
Hetenmänner etwa nicht???
Ich mache halbjährlich einen HIV-Test, nicht nur für mich, auch, weil ich andere vor einer Ansteckung bewahren möchte. Übrigens...Hetero-Männer, manchmal gar verheiratet, sind bei meinen Dates auch nicht selten! Spreche ich sie auf einen "Test" an, wollen sie die Frage selten hören und es kommt schnell zum Themenwechsel. In den wenigsten Fällen höre ich eine Selbstverständlichkeit im Rahmen einer gelebten Verantwortung, auch für andere Menschen, heraus.
Schwule Männer leben NIE enthaltsam und wenn doch, ganz sicher keine 10 Jahre! Was für ein dummes Gesetz in Großbritannien.
Ich kann dieses deutsche Gesetz nicht verstehen. Es zwingt mich zu lügen, wenn ich mit meinem Blut anderen Menschen helfen möchte, vielleicht sogar das Leben retten kann. Wie sinnvoll ist so ein Gesetz??? Wie sinnvoll ist es, dieses Gesetz zu befolgen???
Niemals würde ich mich selbst als sowas bezeichnen.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Beiträge die diskriminierend sind. Danke, die Redaktion/se
... Erkrankungsrisiko so hoch einschätzt, dass es sich halbjählich testen lässt, sollte seine Mitmenschen mit seinem Blut verschonen.
ständig über diskriminierung jammern und dann selbst diskriminieren ("Hetenmämnner"")
Es stecken sich mehr homosexuelle Männer mit HIV an als heterosexuelle Männer. Also wenn da eine diskriminierung vorliegen sollte, dann müßte der homosexuelle Anteil von Männern in Deutschland bei über 50% liegen. Ansonsten ist das einfach eine viel praktikablere Lösung.
Niemals würde ich mich selbst als sowas bezeichnen.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Beiträge die diskriminierend sind. Danke, die Redaktion/se
... Erkrankungsrisiko so hoch einschätzt, dass es sich halbjählich testen lässt, sollte seine Mitmenschen mit seinem Blut verschonen.
ständig über diskriminierung jammern und dann selbst diskriminieren ("Hetenmämnner"")
Es stecken sich mehr homosexuelle Männer mit HIV an als heterosexuelle Männer. Also wenn da eine diskriminierung vorliegen sollte, dann müßte der homosexuelle Anteil von Männern in Deutschland bei über 50% liegen. Ansonsten ist das einfach eine viel praktikablere Lösung.
Niemals würde ich mich selbst als sowas bezeichnen.
»Was sind Hetenmänner ?
Niemals würde ich mich selbst als sowas bezeichnen.«
Ein homosexueller Mann bezeichnet sich ja auch nicht als Homomann. Aber ich bin sicher, dass Sie als Mann der heterosexuell empfindet die anderen schon als Schwule bezeichen, oder?
Zu Ihrem 2. Post:
»Deutliche Zunahme von HIV bei schwulen Männern unter 25 Jahren.«
Ich schrieb es bereits, werden die abgegebenen Blutproben denn nicht auf HIV, Hepatitis usw. geprüft, bevor sie aufbereitet werden? Wie sah das bei H1N1 aus, mussten da alle Asienreisenden oder alle die das entsprechende Tierfleisch zu sich nahmen auch von der Blutspende zurücktreten?
- Wird nicht geprüft, dann ist es grob fahrlässig.
- Wird nur teilweise geprüft, dann ist es grob fahrlässig und zeigt, dass manche Firmen eben auch über Leichen gehen würden um das schnelle Geld zu machen.
- Wird vollständig geprüft, dann macht diese Stigmatisierung keinen Sinn.
Ein Hete ist ein heterosexueller Mensch. Das Wort gehört zur Umgangssprache von Schwulen und Lesben. Man hört es selten in heterosexuellen Kreisen, weil dort keine Abgrenzung in dieser Hinsicht erforderlich ist. Ein homosexueller Menschen kommt häufiger in die Gelegenheit die Menschen, die eine andere sexuelle Ausrichtung haben, zu benennen.
Schwule nennen sich selbst auch nicht unbedingt Homo, Schwuchtel oder Schwutte.
»Was sind Hetenmänner ?
Niemals würde ich mich selbst als sowas bezeichnen.«
Ein homosexueller Mann bezeichnet sich ja auch nicht als Homomann. Aber ich bin sicher, dass Sie als Mann der heterosexuell empfindet die anderen schon als Schwule bezeichen, oder?
Zu Ihrem 2. Post:
»Deutliche Zunahme von HIV bei schwulen Männern unter 25 Jahren.«
Ich schrieb es bereits, werden die abgegebenen Blutproben denn nicht auf HIV, Hepatitis usw. geprüft, bevor sie aufbereitet werden? Wie sah das bei H1N1 aus, mussten da alle Asienreisenden oder alle die das entsprechende Tierfleisch zu sich nahmen auch von der Blutspende zurücktreten?
- Wird nicht geprüft, dann ist es grob fahrlässig.
- Wird nur teilweise geprüft, dann ist es grob fahrlässig und zeigt, dass manche Firmen eben auch über Leichen gehen würden um das schnelle Geld zu machen.
- Wird vollständig geprüft, dann macht diese Stigmatisierung keinen Sinn.
Ein Hete ist ein heterosexueller Mensch. Das Wort gehört zur Umgangssprache von Schwulen und Lesben. Man hört es selten in heterosexuellen Kreisen, weil dort keine Abgrenzung in dieser Hinsicht erforderlich ist. Ein homosexueller Menschen kommt häufiger in die Gelegenheit die Menschen, die eine andere sexuelle Ausrichtung haben, zu benennen.
Schwule nennen sich selbst auch nicht unbedingt Homo, Schwuchtel oder Schwutte.
Deutliche Zunahme von HIV bei schwulen Männern unter 25 Jahren.
Das Datum habe ich oben angegeben , es ist aktuell.
meine tief empfundes mitgefühl geht an alle infizierten, die mit dieser krankheit leben müssen, ob nun selbstverschuldet oder nicht.
kein mensch sollte lesen müssen, er sei mitglied einer "risokogruppe". die zeit pauschaler verurteilungen sollte in diesem land wirklich ein ende gefunden haben.
und nein, die "statistik" sagt hier nichts.
man kann die blutspende ja untersuchen, wo ist das problem? wird das nicht sowieso gemacht?
play safe!
meine tief empfundes mitgefühl geht an alle infizierten, die mit dieser krankheit leben müssen, ob nun selbstverschuldet oder nicht.
kein mensch sollte lesen müssen, er sei mitglied einer "risokogruppe". die zeit pauschaler verurteilungen sollte in diesem land wirklich ein ende gefunden haben.
und nein, die "statistik" sagt hier nichts.
man kann die blutspende ja untersuchen, wo ist das problem? wird das nicht sowieso gemacht?
play safe!
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Beiträge die diskriminierend sind. Danke, die Redaktion/se
.. in denen man die Infektion nicht nachweisen kann.
Glauben Sie mir, wer als "Hete" am Wochenende auf Frauensuche ist wird weit öfter mit einem Korb bedacht als ein Homosxueller. Daraus folgt natürlich nicht, dass sich hier keine Infektionen finden, aber das Übertragungsrisiko ist generell geringer von Frau zu Mann, was in Kombination mit der bescheidenen "Trefferquote" die geringste Chance für eine Infektion innerhalb des dreiwöchigen Zeitraums bedeutet.
Natürlich ist das eine diskreminierende Regelung, weil sie die vielen langjährigen Paare nicht berücksichtigt, aber sie ist eben nicht völlig unbegründet.
»Das Problem sind die ca. 3 Wochen..
.. in denen man die Infektion nicht nachweisen kann.«
dass man die Blutspenden also nicht auf HIV untersucht und damit eine Gefährdung bewusst in Kauf nimmt?
- Ich weiß es wirklich nicht, darum die Frage -
natürlich werden alle Blutspenden auf HIV untersucht. Das Problem ist das der Test nicht sofort nach einer Infektion auch positiv ist. Diesen Zeitraum zwischen Infektion und dem Nachweis einer Infektion wird als diagnostisches Fenster bezeichnet. Er beträgt ca 4 Wochen bis 3 Monate, d.h. ein negativer HIV-Suchtest schließt eine Infektion die länger als drei Monate besteht praktisch aus. Eine Infektion in den letzten drei Monaten vor dem Test wird durch ein negatives Ergebnis allerdings nicht mit Sicherheit ausgeschlossen.
HIV ist erst eine gewisse Zeit nach erfolgter Ansteckung nachweisbar/diagnostizierbar da es eine gewisse Zeit braucht bis sich (wirklose) Antikörper bilden. Diese braucht um HIV nachzuweisen.
Spendet ein frisch infizierter in diesem Zeitraum Blut so kann kein Test die Ansteckungsgefahr ausschließen. Da aber nicht nur homosexuelle sondern auch heterosexuelle Menschen ab und zu ungeschützten Sex mit unbekannten Partnern haben ("One Night Stand") sollte man vielleicht die Frage umformulieren?
Also nicht fragen ob jemand schwul ist sondern ob jemand ungeschützten Sex innerhalb der letzten Zeit mit einem neuen, unbekannten Partner hatte und genau diese Menschen dann von der Spende ausschließen.
...Kleinigkeit gleich diskriminiert zu fühlen. Unterschiedliche Sexualpraktiken haben nunmal ein völlig unterschiedliches Ansteckungsrisiko (80% der Neuinfektionen sind Männer, die gleichgeschlechtliche Kontakte hatten). Hier geht es nicht um Diskriminierung, sonst wären ja auch Lesben betroffen, sondern darum bestimmte Risiken zu minimieren. Wann würde ja auch nicht unbedingt Blut von Heterosexuellen aus Südafrika importieren oder heterosexuelle Junkies zum spenden animieren. Wenn es um Knochenmarkspenden für eine bestimmte Person geht, und nur wenige Spender in Betracht kommen, kann man das ja durchaus anders handhaben. Für das Massengeschäft Blutspende ist es durchaus sinnvoll, bestimmte Risikogruppen auszuschließen.
»Das Problem sind die ca. 3 Wochen..
.. in denen man die Infektion nicht nachweisen kann.«
dass man die Blutspenden also nicht auf HIV untersucht und damit eine Gefährdung bewusst in Kauf nimmt?
- Ich weiß es wirklich nicht, darum die Frage -
natürlich werden alle Blutspenden auf HIV untersucht. Das Problem ist das der Test nicht sofort nach einer Infektion auch positiv ist. Diesen Zeitraum zwischen Infektion und dem Nachweis einer Infektion wird als diagnostisches Fenster bezeichnet. Er beträgt ca 4 Wochen bis 3 Monate, d.h. ein negativer HIV-Suchtest schließt eine Infektion die länger als drei Monate besteht praktisch aus. Eine Infektion in den letzten drei Monaten vor dem Test wird durch ein negatives Ergebnis allerdings nicht mit Sicherheit ausgeschlossen.
HIV ist erst eine gewisse Zeit nach erfolgter Ansteckung nachweisbar/diagnostizierbar da es eine gewisse Zeit braucht bis sich (wirklose) Antikörper bilden. Diese braucht um HIV nachzuweisen.
Spendet ein frisch infizierter in diesem Zeitraum Blut so kann kein Test die Ansteckungsgefahr ausschließen. Da aber nicht nur homosexuelle sondern auch heterosexuelle Menschen ab und zu ungeschützten Sex mit unbekannten Partnern haben ("One Night Stand") sollte man vielleicht die Frage umformulieren?
Also nicht fragen ob jemand schwul ist sondern ob jemand ungeschützten Sex innerhalb der letzten Zeit mit einem neuen, unbekannten Partner hatte und genau diese Menschen dann von der Spende ausschließen.
...Kleinigkeit gleich diskriminiert zu fühlen. Unterschiedliche Sexualpraktiken haben nunmal ein völlig unterschiedliches Ansteckungsrisiko (80% der Neuinfektionen sind Männer, die gleichgeschlechtliche Kontakte hatten). Hier geht es nicht um Diskriminierung, sonst wären ja auch Lesben betroffen, sondern darum bestimmte Risiken zu minimieren. Wann würde ja auch nicht unbedingt Blut von Heterosexuellen aus Südafrika importieren oder heterosexuelle Junkies zum spenden animieren. Wenn es um Knochenmarkspenden für eine bestimmte Person geht, und nur wenige Spender in Betracht kommen, kann man das ja durchaus anders handhaben. Für das Massengeschäft Blutspende ist es durchaus sinnvoll, bestimmte Risikogruppen auszuschließen.
Schließlich wird vor der Blutspende doch ein Test auf mögliche Krankheiten gemacht und ein Hetero erkrankt doch genauso leicht und schnell an AIDS und anderen sexuell übertrabaren Krankheiten. Vor allem, wen geht an der Spendestelle bitte meine sexuelle Ausrichtung an? Und wenn die Frau eh gestorben wäre, wen interessiert es denn dann noch, ob der Sohn vielleicht AIDS gehabt haben könnte? Ihn gar nicht erst zu testen war einfach nur grob fahrlässig und ich denke, dass das ein Nachspiel haben wird.
Mir kommt das auch ein wenig eigenartig vor. Wenn ich homosexuell wäre, Blutspenden will und dort meine sexuelle Ausrichtung im Fragebogen angeben soll, dann würde ich schon Diskriminierung wittern. Ich würde dann entweder den Fragebogen unausgefüllt abgeben und wieder gehen oder die Frage so beantworten, dass diesbezüglich eine Diskriminierung unmöglich wird. Verhaften können sie mich ja nicht.
Mir kommt das auch ein wenig eigenartig vor. Wenn ich homosexuell wäre, Blutspenden will und dort meine sexuelle Ausrichtung im Fragebogen angeben soll, dann würde ich schon Diskriminierung wittern. Ich würde dann entweder den Fragebogen unausgefüllt abgeben und wieder gehen oder die Frage so beantworten, dass diesbezüglich eine Diskriminierung unmöglich wird. Verhaften können sie mich ja nicht.
Ein Freund von mir hat regelmäßig Blut gespendet für viele, viele Jahre. Als er sich als schwul beim DRK outete wurde er gesperrt, obzwar er keine Partner hat und im Zölibat lebt. Er hatte zudem vor Annehmen des Zölibats keine ansteckenden Praktiken ausgeführt. Das DRK interessierte das alles aber gar nicht und verlor so einen regelmäßigen Spender. Schade um die, die das Blut hätten gut gebrauchen können. Die Regelung ist unbedingt ändernswert!
da muss ich noch anmerken, das DRK fragte ihn ob er homosexuell sei und als ehrlicher Spender sagte er die Wahrheit. Damit war er dann für immer gesperrt-bis heute.
»Ein Freund von mir hat regelmäßig Blut gespendet für viele, viele Jahre. Als er sich als schwul beim DRK outete wurde er gesperrt, obzwar er keine Partner hat und im Zölibat lebt.«
Wie sähe die Vorgehensweise bei einem kath. Priester aus (vllt. sogar der eigene Pfarrer), der sich wahrheitsgemäß als homosexuell veranlagter Mensch zu erkennen gibt?
und wenn ich eine Lawine loslöse, soll es mir egal sein.
Würden sich Männer bei einer Frau beim normalen GV anstecken, würde HIV ( AIDS ) als Geschlechtskrankheit gelten, das tut es aber nicht.
Viel zu wenig wird das Problem mit den bisexuellen Männern in der Gesellschaft in Bezug auf HIV beleuchtet. Es gibt so viele Frauen, die nicht einmal Kenntniss davon haben, dass ihr Mann bisexuell ist. Leider sind Frauen beim Geschlechtsverkehr immer mehr bedroht, als es umgedreht der Fall ist, das hängt mit der Aufnahme von bedrohlicher Körperflüssigkeit zusammen.
Es ist ein langer Weg das alles jetzt und hier erklären zu wollen.
So bleibt die Frage wem nutzt ein Kondom ?
Natürlich der Frau und das ist auch gut so, denn der Mann könnte ja schon angesteckt sein.
Hätte Sie HIV und beide hätten ohne Kondom Sex, was würde ihm passieren ? Höchstwahrscheinlich gar nichts, denn er nimmt ja keine Körperflüssigkeit der Frau auf, wenn er keine Verletzungen im Genitalbereich hat. Ich setze voraus, dass sie nur den ganz normalen GV haben.
Deshalb sollten sich Bisexuelle Männer zu erkennen geben, ich betrachte sie als Bindeglied hin zur Frau.
Man sollte fairerweise noch hinzufuegen, dass dem DRK keine Wahl bleibt, es muss sich ja an die strengen Gesetze halten.
Nicht die Blutspendedienste sind schuld, sondern die deutsche Gesetzeslage.
da muss ich noch anmerken, das DRK fragte ihn ob er homosexuell sei und als ehrlicher Spender sagte er die Wahrheit. Damit war er dann für immer gesperrt-bis heute.
»Ein Freund von mir hat regelmäßig Blut gespendet für viele, viele Jahre. Als er sich als schwul beim DRK outete wurde er gesperrt, obzwar er keine Partner hat und im Zölibat lebt.«
Wie sähe die Vorgehensweise bei einem kath. Priester aus (vllt. sogar der eigene Pfarrer), der sich wahrheitsgemäß als homosexuell veranlagter Mensch zu erkennen gibt?
und wenn ich eine Lawine loslöse, soll es mir egal sein.
Würden sich Männer bei einer Frau beim normalen GV anstecken, würde HIV ( AIDS ) als Geschlechtskrankheit gelten, das tut es aber nicht.
Viel zu wenig wird das Problem mit den bisexuellen Männern in der Gesellschaft in Bezug auf HIV beleuchtet. Es gibt so viele Frauen, die nicht einmal Kenntniss davon haben, dass ihr Mann bisexuell ist. Leider sind Frauen beim Geschlechtsverkehr immer mehr bedroht, als es umgedreht der Fall ist, das hängt mit der Aufnahme von bedrohlicher Körperflüssigkeit zusammen.
Es ist ein langer Weg das alles jetzt und hier erklären zu wollen.
So bleibt die Frage wem nutzt ein Kondom ?
Natürlich der Frau und das ist auch gut so, denn der Mann könnte ja schon angesteckt sein.
Hätte Sie HIV und beide hätten ohne Kondom Sex, was würde ihm passieren ? Höchstwahrscheinlich gar nichts, denn er nimmt ja keine Körperflüssigkeit der Frau auf, wenn er keine Verletzungen im Genitalbereich hat. Ich setze voraus, dass sie nur den ganz normalen GV haben.
Deshalb sollten sich Bisexuelle Männer zu erkennen geben, ich betrachte sie als Bindeglied hin zur Frau.
Man sollte fairerweise noch hinzufuegen, dass dem DRK keine Wahl bleibt, es muss sich ja an die strengen Gesetze halten.
Nicht die Blutspendedienste sind schuld, sondern die deutsche Gesetzeslage.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren