Umweltzerstörung
Abseits der Landebahn
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Am Strand von Nizza: Die Landebahn ist ins Meer hinein gebaut worden. | © Clemens Molinari
Am Flughafen von Frankfurt am Main nimmt eine neue Landebahn ihren Betrieb auf. Leser Clemens Molinari hat deren Entstehung fotografisch begleitet. Die Bilder sind Teil seiner Ausstellung Die Welt steht auf dem Kopf, die bis zum 22. Oktober im Mainzer Kulturverein Pengland stattfindet. Seit fünf Jahren dokumentiert Molinari, welche Auswirkungen der Ausbau von Flughäfen auf die Natur hat. Seine Bilder sollen vermitteln, welche Kosten wir zusätzlich zum Preis des Flugtickets bezahlen: "Wir zahlen mit der Umwelt, dem Klima, unserer Ruhe."
- Datum 21.10.2011 - 14:45 Uhr
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Darauf ein ... Und wir gewinnen soziale Bindungen, erweitern unseren Horizont, werden menschlicher wenn wir die Anderen kennen lernen.
Die einseitige Betrachtung der Auswirkungen der Moderne macht so langsam keinen Spaß mehr. Der Unterhaltungswert tendiert gegen Null. Es gäbe Millionen von Beispielen wie sich zwar derart Eingriffe bei Mensch und Natur auswirken, aber ebenso viele Beispiele wie beide im Nachhinein davon profitieren. Es beschleicht mich immer mehr das Gefühl, wenn man zur Moderne nichts beitragen kann sich irgendeines Mainstreamthemas annehmen kann, das zieht immer.
Dass wir alle Dank grenzenlosem, lärmendem, Klima vernichtendem, Umwelt zerstörendem, Ruhe störendem Flugverkehr "menschlicher" werden, wie Sie sich ausdrücken, wollen wie mal in aller Deutlichkeit nochmal festhalten. Dankeschön.
Die Frage ist, wieviele Leute fliegen, um fremde Kulturen kennenzulernen. Die Mehrheit der Reisenden dürften heute Pauschaltouristen sein. Wieviele fliegen wohl, um sich dann auf Mallorca, den Kanaren oder in Bangkok "die Kante zu geben"? Manche Leute sehen ihr Vergnügen ja nicht in der Kultur sondern im "Feiern" (von was auch immer). Ich habe auf einigen Reisen wie so viele empfunden, daß es mir peinlich ist, für einen Deutschen gehalten zu werden, wenn sich deutsche Touristen mal wieder so benehmen wie es deutsche Touristen am besten können, nämlich daneben.
Der Rest sind dann Frachtflüge, mit denen wir preiswert "just in time" Produkte durch die Gegend fliegen. Daß die Warenströme heute vielfach über das Flugzeug gehen liegt sicherlich daran, daß es dank Subventionen billig ist. Hätte das Fliegen einen nachvollziehbaren Preis würde die Wirtschaft wahrscheinlich nur etwas anders funktionieren.
Dass wir alle Dank grenzenlosem, lärmendem, Klima vernichtendem, Umwelt zerstörendem, Ruhe störendem Flugverkehr "menschlicher" werden, wie Sie sich ausdrücken, wollen wie mal in aller Deutlichkeit nochmal festhalten. Dankeschön.
Die Frage ist, wieviele Leute fliegen, um fremde Kulturen kennenzulernen. Die Mehrheit der Reisenden dürften heute Pauschaltouristen sein. Wieviele fliegen wohl, um sich dann auf Mallorca, den Kanaren oder in Bangkok "die Kante zu geben"? Manche Leute sehen ihr Vergnügen ja nicht in der Kultur sondern im "Feiern" (von was auch immer). Ich habe auf einigen Reisen wie so viele empfunden, daß es mir peinlich ist, für einen Deutschen gehalten zu werden, wenn sich deutsche Touristen mal wieder so benehmen wie es deutsche Touristen am besten können, nämlich daneben.
Der Rest sind dann Frachtflüge, mit denen wir preiswert "just in time" Produkte durch die Gegend fliegen. Daß die Warenströme heute vielfach über das Flugzeug gehen liegt sicherlich daran, daß es dank Subventionen billig ist. Hätte das Fliegen einen nachvollziehbaren Preis würde die Wirtschaft wahrscheinlich nur etwas anders funktionieren.
schön, dass Sie zeigen, wie die Natur radikal vernichtet wird und die Lebensqualität vieler Menschen leidet, damit andere vergnügt in der Weltgeschichte herumjetten können. Die Lufthansa wirbt gerade für "Christmas Shopping"in New York. Im Magazin einer bekannten Tageszeitung fand ich kürzlich unter "Hoteltipp" die Schilderung eines 2-Tages-Trips nach Mallorca. Und der Expansionswahnsinn geht weiter. In Attaching bei München dürften Sie demnächst viel neues Material für Ihre fotografischen Dokumentationen finden - ein ganzes Dorf soll der geplanten dritten Startbahn weichen.
Sie machen es sich zu einfach in der Behauptung die Natur würde radikal vernichtet werden. Zuvorderst ist es der Natur letztlich egal, wenn sie temporär zurückgedrängt wird, denn a) hat sie keine Moral, welche sie vorne anstellen könnte und b) ist bislang jedes Menschenwerk von der Natur irgendwann eingeholt worden. Es geht hier also nicht um Naturschutz sondern um Menschenschutz; so viel Ehrlichkeit sollte schon sein. Was Sie vermutlich mit einer radikalen Vernichtung meinen ist das Zerstören gewohnter, sprich manifestierter Landschaftsbilder.
Ja da gebe ich Ihnen recht, für den Flughafen müssen Wälder und Wiesen, manchmal Dörfer weichen. Jedoch nicht ersatzlos, Bürger werden entschädigt, die Tierwelt sucht sich teilweise andere Orte zum gedeihen, die Pflanzenwelt wird kultiviert. Einhundertprozentig sieht es hinterher anders aus als vorher.
Dennoch ist es ein Gewinn für Alle, auch für denjenigen der nicht fliegt.
Sie machen es sich zu einfach in der Behauptung die Natur würde radikal vernichtet werden. Zuvorderst ist es der Natur letztlich egal, wenn sie temporär zurückgedrängt wird, denn a) hat sie keine Moral, welche sie vorne anstellen könnte und b) ist bislang jedes Menschenwerk von der Natur irgendwann eingeholt worden. Es geht hier also nicht um Naturschutz sondern um Menschenschutz; so viel Ehrlichkeit sollte schon sein. Was Sie vermutlich mit einer radikalen Vernichtung meinen ist das Zerstören gewohnter, sprich manifestierter Landschaftsbilder.
Ja da gebe ich Ihnen recht, für den Flughafen müssen Wälder und Wiesen, manchmal Dörfer weichen. Jedoch nicht ersatzlos, Bürger werden entschädigt, die Tierwelt sucht sich teilweise andere Orte zum gedeihen, die Pflanzenwelt wird kultiviert. Einhundertprozentig sieht es hinterher anders aus als vorher.
Dennoch ist es ein Gewinn für Alle, auch für denjenigen der nicht fliegt.
... und wieder ein Beweis wie schön man mit Klischees spielen kann. In Brandenburg sind mehrere Dörfer für den Bau des BER abgerissen worden, die Menschen haben neue Häuser an anderer Stelle bekommen. Hier standen die Interessen von über 20 Mio. Fluggästen gegen diejenigen von ein paar Hundert. Hier in Deutschland wird man angemessen entschädigt und Beschlüsse werden auch nicht willkürlich von oben verordnet, wie z.B. in China. Sehr schön auch immer wieder das Gejammere der Flughafengegner gleich welcher Coleur: Erst in die Nähe eines Flughafens ziehen, weil dort die Grundstückspreise so niedrig sind und dann gegen Fluglärm klagen, das ist schizophren! Viele Menschen in D müssen sich mit Verkehrslärm arrangieren, wer Fluglärm nicht ab kann darf eben nicht in der Nähe eines Flughafens wohnen, so einfach kann das Leben sein. In allen Fällen, bis auf München, war der Flughafen vor den Anwohnern da und dementsprechend müssen letztere auch zuerst wieder gehen. Dabei wird auch gerne verschwiegen, dass Flughäfen in D teilweise Unsummen ausgeben für den Schallschutz der Anwohner und dass die Gemeinde Schönefeld sich wegen des neuen Flughafens auf ihrem Gebiet vor Steuereinnahmen nicht wird retten können, aber das ist ja egal.
Schönefeld war von 4 Gutachten der schlechteste Standort. Es sind nicht nur ein paar Hundert Leute betroffen, der Fluglärm ist schließlich nicht begrenzt auf die, die direkt unter Start- und Landebahn wohnen. Ursprünglich waren sowohl Tegel als auch Schönefeld eher "Ausweichmöglichkeiten" aufgrund der Zweiteilung Berlins. Ein neuer Flughafen tut natürlich not, ob der Standort aber klug gewählt wurde, ist fraglich. Sperenberg wäre preislich wesentlich günstiger gekommen und hätte bei weitem nicht soviel Leuten das Leben schwergemacht. Der Lufthansa-Chef hat auf einer Demo mal gesagt, dass Schönefeld der ungünstigste Standort war. Man hat später keine Möglichkeit mehr, anzubauen. Es wird gemunkelt, dass andere Interessen hinter der Lagewahl stehen, nämlich die des Leipziger Flughafens (der sich bisher ja auch noch nicht wirklich rentiert, nach dem, was man hört), der in Bezug auf den Güterverkehr nach Osten direkte Konkurrenz ist.
Normalerweise baut man neue Flughäfen außerhalb von Städten, nicht mitten hinein. Denn das Fluglärm krank macht, ist hinlänglich bewiesen. Ich bin nicht der Meinung, dass alles Moderne und neue "böse" ist, aber oft stehen Habgier und Unüberlegtheit über gesundem Menschenverstand.
Abgesehen davon bin ich ebenfalls der Meinung, dass die Subventionienerung des Flugverkehrs den Wettbewerb verzerrt und umwelttechnisch eine Katastrophe ist.
Schönefeld war von 4 Gutachten der schlechteste Standort. Es sind nicht nur ein paar Hundert Leute betroffen, der Fluglärm ist schließlich nicht begrenzt auf die, die direkt unter Start- und Landebahn wohnen. Ursprünglich waren sowohl Tegel als auch Schönefeld eher "Ausweichmöglichkeiten" aufgrund der Zweiteilung Berlins. Ein neuer Flughafen tut natürlich not, ob der Standort aber klug gewählt wurde, ist fraglich. Sperenberg wäre preislich wesentlich günstiger gekommen und hätte bei weitem nicht soviel Leuten das Leben schwergemacht. Der Lufthansa-Chef hat auf einer Demo mal gesagt, dass Schönefeld der ungünstigste Standort war. Man hat später keine Möglichkeit mehr, anzubauen. Es wird gemunkelt, dass andere Interessen hinter der Lagewahl stehen, nämlich die des Leipziger Flughafens (der sich bisher ja auch noch nicht wirklich rentiert, nach dem, was man hört), der in Bezug auf den Güterverkehr nach Osten direkte Konkurrenz ist.
Normalerweise baut man neue Flughäfen außerhalb von Städten, nicht mitten hinein. Denn das Fluglärm krank macht, ist hinlänglich bewiesen. Ich bin nicht der Meinung, dass alles Moderne und neue "böse" ist, aber oft stehen Habgier und Unüberlegtheit über gesundem Menschenverstand.
Abgesehen davon bin ich ebenfalls der Meinung, dass die Subventionienerung des Flugverkehrs den Wettbewerb verzerrt und umwelttechnisch eine Katastrophe ist.
Sie machen es sich zu einfach in der Behauptung die Natur würde radikal vernichtet werden. Zuvorderst ist es der Natur letztlich egal, wenn sie temporär zurückgedrängt wird, denn a) hat sie keine Moral, welche sie vorne anstellen könnte und b) ist bislang jedes Menschenwerk von der Natur irgendwann eingeholt worden. Es geht hier also nicht um Naturschutz sondern um Menschenschutz; so viel Ehrlichkeit sollte schon sein. Was Sie vermutlich mit einer radikalen Vernichtung meinen ist das Zerstören gewohnter, sprich manifestierter Landschaftsbilder.
Ja da gebe ich Ihnen recht, für den Flughafen müssen Wälder und Wiesen, manchmal Dörfer weichen. Jedoch nicht ersatzlos, Bürger werden entschädigt, die Tierwelt sucht sich teilweise andere Orte zum gedeihen, die Pflanzenwelt wird kultiviert. Einhundertprozentig sieht es hinterher anders aus als vorher.
Dennoch ist es ein Gewinn für Alle, auch für denjenigen der nicht fliegt.
Das Menschen von den Flughäfen wegziehen sollen wenn sie der Fluglärm stört ist echt eine Alternative. Ist bis jetzt noch niemanden eingefallen. Das ist echt ein klasse Vorschlag. Dann hätte jeder seine Ruhe.
"Das Menschen von den Flughäfen wegziehen sollen wenn sie der Fluglärm stört ist echt eine Alternative."
Die Ignoranz tropft aus jedem Wort. Ist den Leuten hier eigentlich klar, dass nicht nur in unmittelbarer Nähe eines Flughafens Lärm entsteht? Und dass die Flugrouten sich ändern können? Dass es so vorkommen kann, dass plötzlich, von einem Tag auf den anderen, ohne Möglichkeit, einzugreifen, Hausbesitzer noch 100 km vom Flughafen entfernt um den ruhigen Schlafgebracht werden?
"Sollen sie doch wegziehen" ist an Zynimus und/oder Ahnungslosigkeit nicht zu überbieten. Oder sollte ich zu der gelungen Satire Ihres Beitrages gratulieren?
Kommt auf den Grad der Behinderung an. Gesetzliche Regelungen, zu Recht von Anwohnern erkämpft, haben mittlerweile dazu geführt das man auch in der unmittelbaren Nähe leben und wohnen kann. Leise Triebwerke, ausgehandelte Flugregeln, Beihilfen oder komplette Übernahme für Schallschutzmaßnahmen je nach Wohnort.
"Das Menschen von den Flughäfen wegziehen sollen wenn sie der Fluglärm stört ist echt eine Alternative."
Die Ignoranz tropft aus jedem Wort. Ist den Leuten hier eigentlich klar, dass nicht nur in unmittelbarer Nähe eines Flughafens Lärm entsteht? Und dass die Flugrouten sich ändern können? Dass es so vorkommen kann, dass plötzlich, von einem Tag auf den anderen, ohne Möglichkeit, einzugreifen, Hausbesitzer noch 100 km vom Flughafen entfernt um den ruhigen Schlafgebracht werden?
"Sollen sie doch wegziehen" ist an Zynimus und/oder Ahnungslosigkeit nicht zu überbieten. Oder sollte ich zu der gelungen Satire Ihres Beitrages gratulieren?
Kommt auf den Grad der Behinderung an. Gesetzliche Regelungen, zu Recht von Anwohnern erkämpft, haben mittlerweile dazu geführt das man auch in der unmittelbaren Nähe leben und wohnen kann. Leise Triebwerke, ausgehandelte Flugregeln, Beihilfen oder komplette Übernahme für Schallschutzmaßnahmen je nach Wohnort.
neben der etwas oberflächlichen thematischen aufarbeitung, muss ich sagen, dass die fotos einfach nicht stimmig sind
s/w fotographie ist nicht immer und überall toll, die motive dafür müssen schon passen und bis auf foto 13 passt leider überhautp nichts, die anderen vierzehn fotos sind nicht s/w geeignet. der inhalt der fotos ist leider ebenfall erschreckend inhaltsleer...
Das sehe ich ganz anders - es sind grossartige Bilder, wie man sie heute nur selten zu sehen bekommt. Das ist klassische Fotografie, nicht die heute üblichen zu Tode gephotoshoppten Trugbilder, die viele mittlerweile für die Wirklichkeit halten.
Das sehe ich ganz anders - es sind grossartige Bilder, wie man sie heute nur selten zu sehen bekommt. Das ist klassische Fotografie, nicht die heute üblichen zu Tode gephotoshoppten Trugbilder, die viele mittlerweile für die Wirklichkeit halten.
"Das Menschen von den Flughäfen wegziehen sollen wenn sie der Fluglärm stört ist echt eine Alternative."
Die Ignoranz tropft aus jedem Wort. Ist den Leuten hier eigentlich klar, dass nicht nur in unmittelbarer Nähe eines Flughafens Lärm entsteht? Und dass die Flugrouten sich ändern können? Dass es so vorkommen kann, dass plötzlich, von einem Tag auf den anderen, ohne Möglichkeit, einzugreifen, Hausbesitzer noch 100 km vom Flughafen entfernt um den ruhigen Schlafgebracht werden?
"Sollen sie doch wegziehen" ist an Zynimus und/oder Ahnungslosigkeit nicht zu überbieten. Oder sollte ich zu der gelungen Satire Ihres Beitrages gratulieren?
Das sehe ich ganz anders - es sind grossartige Bilder, wie man sie heute nur selten zu sehen bekommt. Das ist klassische Fotografie, nicht die heute üblichen zu Tode gephotoshoppten Trugbilder, die viele mittlerweile für die Wirklichkeit halten.
...ja, aber grossartig sind die bilder nicht.
evtl. haette hier farbe eher gepasst als s/w.
...ja, aber grossartig sind die bilder nicht.
evtl. haette hier farbe eher gepasst als s/w.
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