Rauschgifthandel US-Polizei sprengt Drogenkartell

Sie sollen jeden Monat Marihuana, Heroin und Kokain im Wert von gut 30 Millionen Dollar geschmuggelt haben: US-Ermittler haben 70 mutmaßliche Drogenhändler festgenommen. von dpa und Reuters

Der US-Polizei ist ein massiver Schlag gegen den organisierten Drogenschmuggel über die mexikanische Grenze gelungen. Mehr als 70 Mitglieder eines Rings seien festgenommen worden, teilten die Behörden mit. Die Schmuggler sollen jeden Monat für rund 33 Millionen Dollar (23,6 Millionen Euro) Marihuana, Heroin und Kokain in den Bundesstaat Arizona geschafft haben.

Dem Einsatz mit dem Namen Operation Pipeline Express seien 17 Monate lange Ermittlungen vorangegangen, an denen über 20 Behörden beteiligt gewesen seien, teilte die Polizei mit. Insgesamt seien 1.500 Tonnen Marihuana, neun Tonnen Kokain und viereinhalb Tonnen Heroin geschmuggelt worden.

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Die Behörden gehen von einer engen Zusammenarbeit des Ringes mit einem mexikanischen Drogenkartell aus. Mindestens fünf Jahre lang sollen die Verdächtigen Rauschgift nach Arizona geschmuggelt haben. Danach sei das Rauschgift landesweit vertrieben worden. Der Ring habe durch den Verkauf von Drogen in Millionenhöhe "unsere Städte vergiftet", sagte Arizonas Generalstaatsanwalt, Tom Horne.

Die Mitglieder des Rauschgiftringes wurden in verschiedenen Razzien festgesetzt. Unter ihnen waren sowohl Mexikaner als auch US-Bürger. Auch ihre Funktionen innerhalb der Organisation seien unterschiedlich gewesen. Bei den Festgenommenen handelt es sich sowohl um mutmaßliche Manager als auch Fahrer, Wächter und andere Helfer.

Der Drogenring soll das Rauschgift mit Rucksäcken und Kleinwagen durch die Wüste von Mexiko nach Arizona gebracht haben. Dann sei es in Lagerhäusern nahe der Stadt Phoenix zwischengelagert worden, teilten die Ermittler mit.

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Leserkommentare
  1. Glaubt man den Medien über die enormen Mengen geschmuggelten Rauschmittel muss man sich überlegen welche logistische Meisterleitung dahintersteckt. Nicht nur dass es Tonnen Rauschgift waren, die versteckt und in Umlauf gebracht werden müssen. Es sind tausende Kg USD Papiergeld dass irgendwo gebunkert wird. Größtenteils in Sattelschlepper über die Grenze nach Mexiko gebracht werden.

    Es mutet an dass sich weiterhin neben den kleinen Sicarios, Zetas und Drogenkartellen eine mächtige Organisation befindet, welche auch die US amerikanischen Behörden satt macht.
    NAch diesem Vorfall dürfte das nächste Theaterstück kommen: Die Medienwirksame Festnahme vom Chapo Guzmán. Was aber danach kommt frage ich mich jetzt schon...Mehr Gewalt...noch mehr Gewalt...oder endlich eine Amnistie, welche das einst schöne Mexiko etwas Aufatmen lässt...
    Ich jedenfalls würde mich freuen etwas aufatmen zu können, in unserem lieben Mexiko.

  2. bis die USA nicht anerkennen, dass 22 Millionen ihrer Einwohner illegale Drogen konsumieren und dies auch weiterhin tun werden, unabhängig davon wie "tough on crime" ihre Politik auch sein mag.

    Der "war on drugs" hat gesundheitspolitisch keinerlei Erfolge erzielt, nein, hat die Situation der Konsumenten sogar noch weit verschlimmert und ist aus pragmatischer und menschenrechtlicher Sicht ein absolutes Desaster. Die mexikanischen Kartelle konnten nur so reich und damit mächtig werden, eben weil die Repression die Profite nach oben getrieben hat und immer noch treibt.
    Der enorme Profit ist auch der Grund, warum für jeden inhaftierten Groß- oder Kleinhändler ein Neuer seinen Platz einnimmt.

    Dieser Artikel enthält keine Erfolgsmeldung. Er zeugt lediglich davon, dass wir die Folgen unserer Handlungen und Politik auf diesem Gebiet nicht ganz zu Ende denken.

    Auch zeugt es nicht gerade von seriösem Journalismus, wenn der Autor solch ideologisch geprägte Wörter wie "Rauschgift" in seinem Artikel verwendet. Wir sind hier schließlich nicht beim LKA Bayern.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Rauschgift ist ein Gift, welches Millionen von Menschen dahin siechen und oft sterben lässt, damit einige ein gutes Geschäft machen.

    Und das der "war on drugs" bisher kein Erfolg war, liegt einfach daran, dass er bisher nicht ernsthaft geführt wurde. George Soros, der Millionen für Propaganda zur Rauschgiftlegalisierung ausgibt, betreibt seine Zockergeschäfte von den Cayman Islands, die regelmäßig im Zusammenhang mit Drogengeld genannt werden. Richard Grasso, traf sich 1999 in seiner Eigenschaft als Chef der New Yorker Börse mit den Terroristen und Drogenhändlern der kolumbianischen FARC, um über Anlagemöglichkeiten deren Gelder zu reden. Wer einen ernsthaften "war on drugs" führen will, muss diesen an der Wall Street, der City of Londen und vor allem an den diversen Finanzoasen führen.

  3. Rauschgift ist ein Gift, welches Millionen von Menschen dahin siechen und oft sterben lässt, damit einige ein gutes Geschäft machen.

    Und das der "war on drugs" bisher kein Erfolg war, liegt einfach daran, dass er bisher nicht ernsthaft geführt wurde. George Soros, der Millionen für Propaganda zur Rauschgiftlegalisierung ausgibt, betreibt seine Zockergeschäfte von den Cayman Islands, die regelmäßig im Zusammenhang mit Drogengeld genannt werden. Richard Grasso, traf sich 1999 in seiner Eigenschaft als Chef der New Yorker Börse mit den Terroristen und Drogenhändlern der kolumbianischen FARC, um über Anlagemöglichkeiten deren Gelder zu reden. Wer einen ernsthaften "war on drugs" führen will, muss diesen an der Wall Street, der City of Londen und vor allem an den diversen Finanzoasen führen.

  4. 4. Krieg

    "Dem Einsatz mit dem Namen Operation Pipeline Express seien 17 Monate lange Ermittlungen vorangegangen, an denen über 20 Behörden beteiligt gewesen seien, teilte die Polizei mit. Insgesamt seien 1.500 Tonnen Marihuana, neun Tonnen Kokain und viereinhalb Tonnen Heroin geschmuggelt worden."

    Auch diesen Krieg gegen die Drogen die USA nicht gewinnen können. Solange es die gutsituierten Teenager gibt, die sich bekiffen wollen oder eine "Line" ziehen wollen, wird es keine Regierung der Welt schaffen, den Nachschub abzuschneiden: In der Wiege der freien Marktwirtschaft sollte das eigentlich jeder wissen:
    Angebot und Nachfrage regeln den Preis.

  5. die Millionen gemeingefährlichen Hanfsüchtigen, die in ihrem Elend "dahinsiechen" und den schwerstkriminellen Kleinbauern ihr letztes Hemd hinterlassen um das Rauschgift zu bezahlen. Auch sind die Zahlen der Cannabistoten einfach erschreckend: Ganze 0 Menschen in diesem Jahrzehnt.

    Warum spreche ich hier von Cannabis? Ganz einfach: Sie ist bei weitem die beliebteste illegale Droge - nicht die harmloseste - und auch nicht die gefährlichste.
    Sie ist ein Beispiel dafür, und bei weitem nicht das einzige, wie die Unterscheidung von "Genußmittel" und "Rauschgift" keine pharmakologischen Ursachen hat, sondern rein ideologischer Natur ist. Diese Unterscheidung entstammt direkt dem Gedanken der Rassenhygiene im dritten Reich und ist in ihrem Kern rassistisch (vgl. "Die Geburt der Drogenpolitik aus dem Geist der Rassenhygiene" von Dr. Tilmann Holzer).

    Eben weil Cannabis die beliebteste illegale Droge ist, ist sie auch die meist gehandelste. Die Zahlen im obigen Artikel sprechen Bände über welche Droge wir hier eigentlich reden.

    Auch danke ich ihnen für das Beispiel, wie der "war on drugs" Korruption fördert. Auch diese Lektion hätte man eigentlich aus der Alkoholprohibition in den USA der zwanziger Jahre lernen können - man hat es aber nicht, weil Ideologie in Sachen Drogenpolitik leider wesentlich mehr wiegt als Pragmatismus.
    Eine "more of the same"-Politik, wie Sie sie fordern, kann nach 40 erfolglosen Jahren nicht die Antwort sein.

  6. Die Aussagen von Milton Friedman in einem Spiegel-Interview aus 1992 treffen auch 19 Jahre später immer noch genau den Punkt: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13682584.html

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
  • Schlagworte Phoenix | Behörde | Dollar | Droge | Drogenkartell | Ermittlung
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