Zwangsehen Tausende Frauen werden jährlich zur Ehe gezwungen

Mehr als 3.000 Frauen werden jährlich in Deutschland zwangsverheiratet. Viele von ihnen sind jünger als 17 Jahre und stammen aus religiösen Migrantenfamilien.

Jeden Tag werden in Deutschland mehrere Frauen und Mädchen unter Androhung von Gewalt zur Ehe gezwungen. Das geht aus einer Studie des Bundesfamilienministeriums hervor, die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) in Berlin vorstellte. Dem Bericht zufolge haben im Jahr 2008 insgesamt 3.443 Frauen und Mädchen Hilfe bei Beratungsstellen gesucht, weil sie zwangsverheiratet wurden oder ihnen eine Zwangsehe drohte.

Schröder sagte, dass die Dunkelziffer von Zwangsheiraten in Deutschland vermutlich höher liege, seriöse Aussagen hierzu seien aber nicht möglich. Klar sei nur, dass die "Bedrohung für eine große Zahl von Menschen" existiere.

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Laut der Studie ist fast ein Drittel der Betroffenen Frauen in Deutschland 17 Jahre oder jünger. 40 Prozent sind zwischen 18 und 21 Jahre alt. Jede dritte Betroffene wird laut der Studie im Zusammenhang mit der Zwangsverheiratung mit dem Tod bedroht. Zwei Drittel der Frauen hätten bereits in ihrer Erziehung Gewalt erlebt.

Auch Männer sind unter den Opfern

Die Opfer von Zwangsverheiratung stammen zum überwiegenden Teil (59,4 Prozent) aus religiösen Migrantenfamilien. Mit 44 Prozent der Zwangsverheirateten kommen die meisten aus der Türkei, gefolgt von Serbien, Kosovo, Montenegro und dem Irak. Zudem sind etwa 94 Prozent der Betroffenen Mädchen, sagte Schröder. Die betroffenen Männer sähen sich häufig nicht als Opfer und würden deshalb oft keine Hilfe suchen.

Die fast 160 Seiten umfassende Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums wurde von der Hamburger Lawaetz-Stiftung und der Frauenorganisation Terre des Femmes erstellt. Sie basiert auf Angaben aus bundesweit 830 Beratungseinrichtungen, der Dokumentation von Einzelfällen sowie Informationen von Schulen und Migrantenorganisationen.

Das Verbot von Zwangsheiraten sowie das jüngst eingeführte Rückkehrrecht von im Ausland verheirateten Partnern müsse unter Migranten noch besser bekannt gemacht werden, sagte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU) der Süddeutschen Zeitung. "Wir brauchen mehr Beratungs- und Hilfsangebote, auch für Männer." Pädagogen müssten besser auf solche Fälle reagieren können. "Zwangsheiraten müssen künftig bei der Aus- und Fortbildung von Lehrern eine größere Rolle spielen." Zudem seien die Herkunftsländer gefragt, weil viele dieser Ehen im Ausland geschlossen würden.

 
Leser-Kommentare
  1. Zwangsverheiratung sollte als kriminelle Handlung mit sofortiger Ausweisung geahndet werden. Das spräche sich herum wie Lauffeuer und dann wäre sehr schnell Schluß mit dem Spuk. Vorteil: die religiösen Fanatiker werden gezwungen sich anzupassen oder auszureisen.

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    • CM
    • 09.11.2011 um 12:01 Uhr

    Mit meiner Vorhersage hatte ich wohl Recht...

    Wen wollen Sie denn dann bitte ausweisen?

    - Die Eltern einer minderjährigen Braut? Dann wird sie in's Ausland mitgenommen und dort zur Ehe gezwungen. Funktioniert nicht.

    - Den Bräutigam? Vielleicht wird der selbst gezwungen.
    [...]
    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/se

    Wenn es nur so einfach wäre, Zwangsverheiratungen nachzuweisen. Wie heißt es doch: Wo kein Kläger, auch kein Richter.

    ... Nur wird in diesem Artikel leider auf keine Konsequenzen hingewiesen. Was geschieht mit denjenigen, die eine Zwangsehe durchgeführt haben? Ich bin auch eher dafür die Verantwortlichen sofort auszuweisen, die Ehen für ungültig zu erklären und eine öffentliche Stellungnahme von Herrn Erdogan zu verlangen.

    ...wird man besonders "erfreut" sein, wenn solche Leute zurückgeschickt werden - dort ist man nämlich froh, diese besondere Klientel los zu sein... Den Rest "regelt" man dann auf dem diplomatischen Parkett - etwa mit der Weigerung, zwingend abzuschiebende Straftäter (dazu gehören auch rechtskräftig verurteilte Ehrenmörder) zurück zu nehmen.

    • Moika
    • 09.11.2011 um 16:51 Uhr

    Liebe(r) Forist(in), mit Verlaub, aber was Sie da schreiben ist einfach Unsinn. Diese Menschen sind doch - in aller Regel zumindest - keine religiösen Fanatiker, sondern stammen aus Kulturkreisen mit teilweise Jahrtausende alten Traditionen!

    Sicher, man kann ihnen vorwerfen, sich unseren wesentlich liberaleren Gebräuchen vollständig zu verweigern. Dieses tradierte Denken werden Sie nicht von heute auf morgen ändern können. An diesen Menschen ist die Aufklärung leider - und die ist noch gar nicht so lange her, vollkommen vorbeigegangen.

    Und wie es zu Zeiten vor der Aufklärung hier bei uns ausgesehen hat, sollten Sie einmal nachlesen...

    Aber einfach rauswerfen kann eben auch nicht der Ratio letzter Schluß sein. Wie, glauben Sie, wird es den Töchtern (Kindern) ergehen, wenn man erst wieder in der ursprünglichen Heimat ist?

    Türkei in die EU -> niemand ist gezwungen für wohlstand zu heiraten

    • CM
    • 09.11.2011 um 12:01 Uhr

    Mit meiner Vorhersage hatte ich wohl Recht...

    Wen wollen Sie denn dann bitte ausweisen?

    - Die Eltern einer minderjährigen Braut? Dann wird sie in's Ausland mitgenommen und dort zur Ehe gezwungen. Funktioniert nicht.

    - Den Bräutigam? Vielleicht wird der selbst gezwungen.
    [...]
    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/se

    Wenn es nur so einfach wäre, Zwangsverheiratungen nachzuweisen. Wie heißt es doch: Wo kein Kläger, auch kein Richter.

    ... Nur wird in diesem Artikel leider auf keine Konsequenzen hingewiesen. Was geschieht mit denjenigen, die eine Zwangsehe durchgeführt haben? Ich bin auch eher dafür die Verantwortlichen sofort auszuweisen, die Ehen für ungültig zu erklären und eine öffentliche Stellungnahme von Herrn Erdogan zu verlangen.

    ...wird man besonders "erfreut" sein, wenn solche Leute zurückgeschickt werden - dort ist man nämlich froh, diese besondere Klientel los zu sein... Den Rest "regelt" man dann auf dem diplomatischen Parkett - etwa mit der Weigerung, zwingend abzuschiebende Straftäter (dazu gehören auch rechtskräftig verurteilte Ehrenmörder) zurück zu nehmen.

    • Moika
    • 09.11.2011 um 16:51 Uhr

    Liebe(r) Forist(in), mit Verlaub, aber was Sie da schreiben ist einfach Unsinn. Diese Menschen sind doch - in aller Regel zumindest - keine religiösen Fanatiker, sondern stammen aus Kulturkreisen mit teilweise Jahrtausende alten Traditionen!

    Sicher, man kann ihnen vorwerfen, sich unseren wesentlich liberaleren Gebräuchen vollständig zu verweigern. Dieses tradierte Denken werden Sie nicht von heute auf morgen ändern können. An diesen Menschen ist die Aufklärung leider - und die ist noch gar nicht so lange her, vollkommen vorbeigegangen.

    Und wie es zu Zeiten vor der Aufklärung hier bei uns ausgesehen hat, sollten Sie einmal nachlesen...

    Aber einfach rauswerfen kann eben auch nicht der Ratio letzter Schluß sein. Wie, glauben Sie, wird es den Töchtern (Kindern) ergehen, wenn man erst wieder in der ursprünglichen Heimat ist?

    Türkei in die EU -> niemand ist gezwungen für wohlstand zu heiraten

    • CM
    • 09.11.2011 um 11:58 Uhr

    Zwangsheiraten sind nicht mit dem Grundgesetz und den Menschenrechten vereinbar und müssen unterbunden werden.

    So weit herrscht wohl Einigkeit.

    Das "Aber" lautet jedoch, daß sich nun wieder einmal etliche Scharfmacher dieses Themas annehmen werden, um ihr politisches Süppchen darauf zu kochen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die CSU (Norbert Geis?), die NPD, "Politically Incorrect" und die "Junge Freiheit" auf den Zug aufspringen und aus einem Problem, das gelöst werden muß, für sich Kapital zu schlagen versuchen - und das wird wieder mal unappetitlich.

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    Die Studie zeigt doch eines überdeutlich: Zwangsverheiratungen sind keine seltenen Einzel- oder Ausnahmefälle, wie uns von bestimmter Seite immer wieder versichert wird.

    Haben Sie Angst vor der Wahrheit? Vor Fakten, die gerne verschwiegen werden?

    Stimmt! Auf der einen Seite gibt es die Scharfmacher, auf der anderen dann die Verharmloser und Relativierer, die pauschalisierenden Dauerdifferenzierer...

    Was kommt dann dabei raus? NICHTS. Bloß nicht die Hände verbrennen, ist doch alles in Butter.

    • Afa81
    • 09.11.2011 um 12:51 Uhr

    Naja, aber wenn die gemäßigten Parteien es nicht schaffen, ein schon ewig existentes Problem auch nur mal anzugehen, dann ist es klar, dass andere daraus Kapital schlagen. Und das wissen CDU, SPD, Grüne, etc.

    Ihr Kommentar ist fast so unappetitlich wie die Tatsache der Zwangsverheiratung selbst.

    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen. Danke, die Redaktion/mk

    Entfernt. Bitte diskutieren Sie konstruktiv. Danke, die Redaktion/mk

    Die Studie zeigt doch eines überdeutlich: Zwangsverheiratungen sind keine seltenen Einzel- oder Ausnahmefälle, wie uns von bestimmter Seite immer wieder versichert wird.

    Haben Sie Angst vor der Wahrheit? Vor Fakten, die gerne verschwiegen werden?

    Stimmt! Auf der einen Seite gibt es die Scharfmacher, auf der anderen dann die Verharmloser und Relativierer, die pauschalisierenden Dauerdifferenzierer...

    Was kommt dann dabei raus? NICHTS. Bloß nicht die Hände verbrennen, ist doch alles in Butter.

    • Afa81
    • 09.11.2011 um 12:51 Uhr

    Naja, aber wenn die gemäßigten Parteien es nicht schaffen, ein schon ewig existentes Problem auch nur mal anzugehen, dann ist es klar, dass andere daraus Kapital schlagen. Und das wissen CDU, SPD, Grüne, etc.

    Ihr Kommentar ist fast so unappetitlich wie die Tatsache der Zwangsverheiratung selbst.

    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen. Danke, die Redaktion/mk

    Entfernt. Bitte diskutieren Sie konstruktiv. Danke, die Redaktion/mk

    • CM
    • 09.11.2011 um 12:01 Uhr

    Mit meiner Vorhersage hatte ich wohl Recht...

    Wen wollen Sie denn dann bitte ausweisen?

    - Die Eltern einer minderjährigen Braut? Dann wird sie in's Ausland mitgenommen und dort zur Ehe gezwungen. Funktioniert nicht.

    - Den Bräutigam? Vielleicht wird der selbst gezwungen.
    [...]
    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/se

    Antwort auf "Lösung"
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    Regelmäßige Konstellation ist doch wohl, daß hiesige Männer eine wg. Fügsamkeit aus der Türkei geholte Braut heiraten.
    Würde diesen Männern Ausweisung drohen dann würden sie sich das gut überlegen.
    Ebenso bin nich mir nicht sicher, ob hier lebende Familien das Risiko eingehen würden, dann mitsamt der unwilligen Tochter ausgewiesen zu werden.

    Das zieht man ein paar Mal konsequent durch, dann spricht sich das rum wie ein Lauffeuer und dann ist ganz schnell Schluß mit dem Spuk.

    Regelmäßige Konstellation ist doch wohl, daß hiesige Männer eine wg. Fügsamkeit aus der Türkei geholte Braut heiraten.
    Würde diesen Männern Ausweisung drohen dann würden sie sich das gut überlegen.
    Ebenso bin nich mir nicht sicher, ob hier lebende Familien das Risiko eingehen würden, dann mitsamt der unwilligen Tochter ausgewiesen zu werden.

    Das zieht man ein paar Mal konsequent durch, dann spricht sich das rum wie ein Lauffeuer und dann ist ganz schnell Schluß mit dem Spuk.

  2. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Spekulationen und belegen Sie Ihre Aussagen mit Quellen. Danke, die Redaktion/mk

    11 Leser-Empfehlungen
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    • CM
    • 09.11.2011 um 12:19 Uhr

    Solche "mit Nachdruck arrangierte Ehen" gibt es nicht nur bei Muslimen, sondern auch bei Hindus und sogar Christen - also ist es irreführend, das Thema Religion in den Vordergrund zu stellen.

    Darüber wurde vor einem Jahr schon berichtet:

    http://blog.zeit.de/joerg...

    • CM
    • 09.11.2011 um 12:19 Uhr

    Solche "mit Nachdruck arrangierte Ehen" gibt es nicht nur bei Muslimen, sondern auch bei Hindus und sogar Christen - also ist es irreführend, das Thema Religion in den Vordergrund zu stellen.

    Darüber wurde vor einem Jahr schon berichtet:

    http://blog.zeit.de/joerg...

    • serins
    • 09.11.2011 um 12:06 Uhr

    runter bricht, sind dass ca. 4 Fälle pro Beratungseinrichtung, Geld gut angelegt. Interessant wäre nur zu wissen, ob es Regionen gibt die verstärkt davon betroffen sind.
    Und was die Aussage Böhmers "Wir brauchen mehr Beratungs- und Hilfsangebote, auch für Männer" soll ist auch nicht ersichtlich, die Männer brauchen mit Sicherheit keine Beratung und Hilfe, die wissen genau, was sie tun und darauf zu hoffen, dass dies in den Ursprungsändern gestoppt wird, ist ja schon mehr als naiv. Dazu sollte die Verantwortlichen sich allein mal mit den Reden Erdogans in Deutschland auseinandersetzen, dann weiß man wo der Zug hinrollt.
    Und wenn die Hälfte einen Deutschen Pass hat, warum geben sie ihren anderen Pass dann nicht ab, damit wären alle Eheschliesungen die ausserhalb Deutschlands geschlossen worden sind in Deutschland ungültig. Einfach mal als dt. Expat probieren seiner im westlichen Ausland geehlichte nicht dt. Frau und den Kindern den Status anerkennen zu lassen, da kommt Freude auf udnman blebt im Ausland. Wenn das bei den Zwangsehen auch so gehandhabt werden würde, dann würde sich das Problem von alleine lösen.

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    http://nachrichten.t-onli...

    Ein Drittel aller "Ehrenmord"-Opfer ist männlich

    "Aber Männer, die offen schwul leben, sich auch gegenüber ihrer Familie als schwul bekennen, werden häufig verachtet. "Die Familien sehen oft nur zwei Alternativen: Entweder sie zwangsverheiraten den Mann oder sie töten ihn."

    Und ich erinnere mich an einen Film, dessen Titel ich leider vergessen habe, in dem ein türkischer Student, der mit seiner deutschen Freundin in Deutschland zusammenlebt, unter einem Vorwand zu seinen in Anatolien lebenden Eltern gelockt wird, um dort verheiratet zu werden.
    Er wird bis zur Hochzeit eingesperrt. Das Ganze endet in einer Tragödie.

    So weit ich mich erinnern kann, hat der Film damals irgend einen Preis bekommen.

    http://nachrichten.t-onli...

    Ein Drittel aller "Ehrenmord"-Opfer ist männlich

    "Aber Männer, die offen schwul leben, sich auch gegenüber ihrer Familie als schwul bekennen, werden häufig verachtet. "Die Familien sehen oft nur zwei Alternativen: Entweder sie zwangsverheiraten den Mann oder sie töten ihn."

    Und ich erinnere mich an einen Film, dessen Titel ich leider vergessen habe, in dem ein türkischer Student, der mit seiner deutschen Freundin in Deutschland zusammenlebt, unter einem Vorwand zu seinen in Anatolien lebenden Eltern gelockt wird, um dort verheiratet zu werden.
    Er wird bis zur Hochzeit eingesperrt. Das Ganze endet in einer Tragödie.

    So weit ich mich erinnern kann, hat der Film damals irgend einen Preis bekommen.

  3. Es liegt auf der Hand, dass "Kulturzuwanderer", welche über ganze Generationen stets eine andere Kultur erfahren haben, nicht so leicht einsehen können, dass ihre Kultur in Deutschland falsch sein soll.

    Den größten Fehler dieser Art von "MultiKulti" Kultur sehe ich darin, dass "im Ausland" immer noch uneingeschränkt "mit den Vorteilen" in Deutschland geworben wird, siehe Facharbeitermangel, unter dessen Zeichen fleißigst im Ausland geworben wird

    aber im Ausland kein Wort darüber gesprochen wird, welche ethischen Grundwerte

    z w i n g e n d

    in Deutschland vorgeschrieben sind und Deut5schland die Menschenrechtscarta unterschrieben hat.

    Deutschland müsste also im Ausland auch darüber informieren, dass in Deutschland nun mal eben

    z w i n g e n d

    unsere Verfassung gilt und ebenso zwingend die Menschenrechtskonvention.

    Wir informieren die Zuwanderer darüber erst, wenn sie hier sind.
    Das ist unfair.

    Man muss die Auswanderer darüber in ihren Ländern informieren und zwar lange bevor sie ihre Auswanderungsentscheidung getroffen haben. Das wäre fair.

    Dann kann man auch die Gesetze hier in Deutschland konsequent durchsetzen. Und man muss Informationsstellen einrichten - auch schon in den Schulen - in denen Mädchen Hilfe bekommen, wenn sie zwangsverheiratet werden sollen, damit deutsche Beamte zu den Eltern gehen können, um diese darüber zu informieren, dass das in Deutschland strafbewehrt verboten ist.

    17 Leser-Empfehlungen
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    Guten Tag,

    meines Wissens werden Ihre Forderungen bereits in Form des Einbürgerungstest umgesetzt: http://de.wikipedia.org/w...
    Die Fragen sind mir zwar nicht im Detail bekannt, jedoch heißt es "Dem Einbürgerungsbewerber werden 30 Fragen gestellt, die sich auf das Wesen der Demokratie, die Religionsfreiheit und religiöse Gefühle, die Terroranschläge von New York und Washington 2001 und Madrid 2004, Homosexualität und besonders auf das Rollenverständnis von Mann und Frau beziehen." (dito)

    Da ist bestimmt auch was mit Zwangsehen dabei. Allerdings gibt es diesen Test erst seit kurzem.
    Aber mal ganz ehrlich: Das ist doch eher eine Formalsache. Ich finde man muss viel mehr Kontakt zwischen Gemeinden und Einzubürgernden aufbauen. Dabei kann man sozusagen nach dem Motto "learning by doing" unsere Kultur näher bringen. Und dabei zählen meines Erachtens auch schon kleine Symbole. So war ich beispielsweise mal bei einer Aufnahmezeremonie in Australien: Da wurde im Rahmen der lokalen Gemeinschaft mehreren Einwanderern die australische Staatsbürgerschaft überreicht und sie wurden willkommen geheißen. Vielleicht sollte man auch in Deutschland in diese Richtung gehen. Denn in meinen Augen ist es vollkommen richtig zu sagen: Ihr seid hier in Deutschland, unser Gesetzt hat Priorität vor euren Sitten. Nur das mit der Hammermethode zu erzwingen geht offenbar nicht. Also muss diplomatisch vorgehen und Menschen geschickt in Deutschland einführen.

    Wenn jemand in die USA oder Kanada oder Australien "auswandern" will muss er sich vorher über die "Einwanderungsbestimmungen" (inklusive rechtlicher Grundlagen) informieren. Solche Informationen stehen im Internet oder können über die jeweilige Botschaft bezogen werden.

    Das fängt schon damit an, dass ich mich informiere welche Dinge "verboten" oder "nicht gerne gesehen" sind in einem Land in dem ich noch nicht war (Reisen). Das heißt ganz einfach "Reiseführer". Und ich kann mir nicht vorstellen, dass z.B. in der Türkei solche Informationen nicht verfügbar sind. Aber wer von den "Migranten" hat sich denn vor der Einreise nach Deutschland überhaupt informiert?

    Guten Tag,

    meines Wissens werden Ihre Forderungen bereits in Form des Einbürgerungstest umgesetzt: http://de.wikipedia.org/w...
    Die Fragen sind mir zwar nicht im Detail bekannt, jedoch heißt es "Dem Einbürgerungsbewerber werden 30 Fragen gestellt, die sich auf das Wesen der Demokratie, die Religionsfreiheit und religiöse Gefühle, die Terroranschläge von New York und Washington 2001 und Madrid 2004, Homosexualität und besonders auf das Rollenverständnis von Mann und Frau beziehen." (dito)

    Da ist bestimmt auch was mit Zwangsehen dabei. Allerdings gibt es diesen Test erst seit kurzem.
    Aber mal ganz ehrlich: Das ist doch eher eine Formalsache. Ich finde man muss viel mehr Kontakt zwischen Gemeinden und Einzubürgernden aufbauen. Dabei kann man sozusagen nach dem Motto "learning by doing" unsere Kultur näher bringen. Und dabei zählen meines Erachtens auch schon kleine Symbole. So war ich beispielsweise mal bei einer Aufnahmezeremonie in Australien: Da wurde im Rahmen der lokalen Gemeinschaft mehreren Einwanderern die australische Staatsbürgerschaft überreicht und sie wurden willkommen geheißen. Vielleicht sollte man auch in Deutschland in diese Richtung gehen. Denn in meinen Augen ist es vollkommen richtig zu sagen: Ihr seid hier in Deutschland, unser Gesetzt hat Priorität vor euren Sitten. Nur das mit der Hammermethode zu erzwingen geht offenbar nicht. Also muss diplomatisch vorgehen und Menschen geschickt in Deutschland einführen.

    Wenn jemand in die USA oder Kanada oder Australien "auswandern" will muss er sich vorher über die "Einwanderungsbestimmungen" (inklusive rechtlicher Grundlagen) informieren. Solche Informationen stehen im Internet oder können über die jeweilige Botschaft bezogen werden.

    Das fängt schon damit an, dass ich mich informiere welche Dinge "verboten" oder "nicht gerne gesehen" sind in einem Land in dem ich noch nicht war (Reisen). Das heißt ganz einfach "Reiseführer". Und ich kann mir nicht vorstellen, dass z.B. in der Türkei solche Informationen nicht verfügbar sind. Aber wer von den "Migranten" hat sich denn vor der Einreise nach Deutschland überhaupt informiert?

  4. "Die Opfer von Zwangsverheiratung stammen zum überwiegenden Teil (59,4 Prozent) aus religiösen Migrantenfamilien."

    Hmmm, wären diese Familien tatsächlich religiös bzw wenn sie den Islam korrekt paraktizieren würden, dann wüssten sie, dass der Islam Zwangsheirat strikt verbietet. Solche Formulierungen suggerieren leider das Gegenteil und man bekommt dadurch einen verzerrten Eindruck vom Islam.

    10 Leser-Empfehlungen
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    Bei einer "Jungfrau" wird ihr Schweigen als Zustimmung zur Ehe gewertet. (vgl. http://de.wikipedia.org/w... )

    'Diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Lebensfreude sind eine Bereicherung für uns alle.“

    Was für ein Quatsch! Dieses 'Das-ist-nicht-der-wahre-Islam'-Sprüchlein kommt doch jedesmal, wenn eine unappetitliche Seite dieser Religion in den Blick gerät. Es ist und bleibt das, was es ist: Taqiyya oder Realitätsverweigerung, anstatt die offenkundigen Probleme anzugehen.

    Über die Frage, was das denn nun heissen soll, sind schon viele Menschen gestorben.
    Abgesehen davon gilt das Vorbild von Mohammed, der die neunjährige Aisha ja wohl auch erst etwas überreden musste, oder?
    Steht denn nicht geschrieben, dass weder der Vater der Braut begeistert, noch das Mädchen sonderlich froh über die Heirat war - bis sich denn im Nachhinein alles als Göttliche Fügung und Weisheit des Propheten erwies?

    Bitte korrigieren Sie mich, aber das ist doch eine Steilvorlage für ein Eheangebot, das nicht abgelehnt werden darf, oder?

    Bei einer "Jungfrau" wird ihr Schweigen als Zustimmung zur Ehe gewertet. (vgl. http://de.wikipedia.org/w... )

    'Diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Lebensfreude sind eine Bereicherung für uns alle.“

    Was für ein Quatsch! Dieses 'Das-ist-nicht-der-wahre-Islam'-Sprüchlein kommt doch jedesmal, wenn eine unappetitliche Seite dieser Religion in den Blick gerät. Es ist und bleibt das, was es ist: Taqiyya oder Realitätsverweigerung, anstatt die offenkundigen Probleme anzugehen.

    Über die Frage, was das denn nun heissen soll, sind schon viele Menschen gestorben.
    Abgesehen davon gilt das Vorbild von Mohammed, der die neunjährige Aisha ja wohl auch erst etwas überreden musste, oder?
    Steht denn nicht geschrieben, dass weder der Vater der Braut begeistert, noch das Mädchen sonderlich froh über die Heirat war - bis sich denn im Nachhinein alles als Göttliche Fügung und Weisheit des Propheten erwies?

    Bitte korrigieren Sie mich, aber das ist doch eine Steilvorlage für ein Eheangebot, das nicht abgelehnt werden darf, oder?

    • kinnas
    • 09.11.2011 um 12:14 Uhr

    "Bei den Herkunftsländern der Familien sei die Türkei am stärksten vertreten,"

    absolut oder relativ? Ist mir nicht ersichtlich, macht aber einen erheblichen Unterschied: Absolut würde ich erwarten, weil es auch die meisten Türkischstämmigen gibt, relativ wäre dann schon wieder ein anderes Kaliber und würde eine Zusatzaussage über die Türkeit beinhalten.

    Ansonst: Was kann man tun um das zu verhindern: Bestrafen, hilft immer nur sehr bedingt, Aufklären: Ist wohl die Beste, aber auch kostspieligste Möglichkeit, Abschieben verlagert die Problematik nicht und löst sie auch nicht.

    Finde die Idee auch gut, zu versuchen die Problematik mal räumlich einzugrenzen. Es bringt ja nix irgendwo Beratungsstellen aufzubauen, wo nieman beraten wird.

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